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Titel : Der Untergang - Extended Edition 
   
Originaltitel: Der Untergang
Land / Jahr: D 2004
   
Regie: Oliver Hirschbiegel
Darsteller: Bruno Ganz, Alexandra Maria Lara, Corinna Harfouch, Ulrich Matthes, Juliane Köhler, Heino Ferch
  
 
Filmkritiken der Leser:
 
Durchschnittliche Leserwertung:
Zahl der Filmkritiken: 6
   
Zur DVD-Review

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Franz am 23.12.2005
Peinliche Aktion von highlight...

Wertung:

   
 

...Dieser Film ist durchaus ein historisches Kulturgut und einer der Filme, die mal wirklich gut sind und in D entstanden ist. Umso peinlicher ist es, daß highlight Films mit solch durchaus blamablen Argumenten anrückt und den Deutschen die 5.1-Version vorenthält... Sicher kann dts gefallen, ist aber nicht unbedingt zwingend notwendig, hat DD5.1 einen nicht minder guten Klang, wenn gut abgemischt und enkodiert. Und Studios wie Universal haben mit ´Gladiator´ bewiesen, daß man lange Filme mit durchaus akzeptabler Bildqualität sogar mit DTS auf eine DVD-9 bringt. Und der Film kratzt auch an der 180Min-Marke... Es mögen die Herren bei highlight mal aufwachen und das Set vielleicht mal überarbeiten, denn Extras kann man bekanntlicherweise auch auf eine zweite DVD auslagern... und nachdem die längere TV-Fassung als Premium-Edition ohnehin auf 3 DVDs kommt, so wären eine oder zwei DVDs durchaus für Extras zu nutzen. Aber wie ihr so schön sagt... 1:0 für Holland. Deutschland, setzen, Sechs!
 

 
Steven Heller am 23.12.2005
Keine Haltung zur Geschichte

Wertung:

   
 

Was dieser Film den mündigen und geschichtlich bewanderten Zuschauer zumutet, spottet jeder Beschreibung. Er schöpft zwar aus historisch verbürgten Quellen, lässt aber das Wichtigste vermissen: Eine Meinung, vor allem nicht vom Faschismus oder von Hitler. Er überlässt den Zuschauern die Haltung, die er selbst nicht hat oder höchstens vortäuscht. Als die beiden überlebenden deutschen Helden am Ende in die Freiheit radeln, geht tatsächlich die Kunstlicht-Sonne auf über Traudl und Peterle, dem Hitlerjungen. Und was in den Schlusstiteln geschieht, spottet dann jeder Beschreibung. Sie beginnen mit dem Datum der Kapitulation, klären uns dann auf über die sechs Millionen Juden, von denen der Film nicht gehandelt hat, nicht handeln wollte oder konnte, und führt dann, unterlegt mit derselben Musik, die alles einebnet, auch über zu den Privatschicksalen aller Menschen und Unmenschen, denen wir für einen Zeitraum von zwölf Tagen haben zuschauen dürfen. Himmler und Göring haben dieselben Tafeln wie alle anderen Kriegsverbrecher, wie die netten Menschen, Traudls und Peterles und Millionen Namenlosen, und so finden sich Verführer und Opfer zum Schluss noch einmal in der beliebigen Haltungslosigkeit vereint, die diesen Film so unglaublich ärgerlich macht. Allein der Mangel an Erzählhaltung führt die Zuschauer in ein schwarzes Loch, in dem sie auf (beinahe) unmerkliche Weise dazu gebracht werden, diese Zeit doch irgendwie aus der Sicht der Täter zu sehen, zumindest mit einem wohlwollenden Verständnis für sie.
 

 
Rudolf am 27.12.2005
Nichts verstanden

Wertung:

   
 

An Steven Heller,der film ist sehr gut gemacht und zeigt das Adolf Hitler auch gute seiten hatte es geht nun mal um ihn und nicht um Juden.Hollywood zeigt auch nicht jedesmal wenn sie ein Western drehen die 8 Milionen ermordeten Indianer oder die mehr als 300000 ermordeten Deutsche des Luft terors über Deutschland oder die mehr als eine Milion ermordeten Japaner in sogenanten anti kriegsfilme.
 

 
Nightqueen am 27.12.2005
Wer hier wohl nichts verstanden hat!

Wertung:

   
 

Welchen Wert soll ein Film haben, der zeigt dass ein Massenmörder, der Millionen Menschen in unfassbares Leid gestürzt hat, im persönlichen Umgang seine dunklen Seiten verbergen konnte? Und was ist von Menschen zu halten die das von Amerikanern als Reaktion auf den grössenwahnsinnigen Eroberungsdrang Hitlers an den deutschen verübte Unrecht gegen den Holocaust aufwiegen? Diese Menschen haben nichts verstanden und werden nie verstehen!
 

 
François am 30.12.2005
Highlight des deutschen Films

Wertung:

   
 

Es geht eben darum zu zeigen, daß dieser wahnsinnige Massenmörder ein Mensch war. Nicht eine abstrakte Reinkarnation des Teufels, die den Tag über diabolisch lachend eigenhändig von 8-10 Behinderte und psychisch Kranke, von 10-13 Schwule und Kommunisten, sowie de Rest des Tages dann Juden erschießt; ein Konstrukt, daß selbst jeden leichten Sympathisanten & Mitläufer praktisch zum Täter selbst macht. Ein Film, der ein Kammerspiel der letzten Tage im Führerbunker zeigen will, würde letzendlich am Thema vorbeigehen, wenn er noch ein halbes Stündchen Holocaust reinstreuen würde. Zum einen hätte das Thema mehr verdient, zum anderen gibt es in diesem "geschichtlichen Abschnitt" so viele interessante Themen, daß man eben nicht immer exakt das Gleiche erzählen muß. Das Thema insgesamt gibt mehr her und jetzt gibt es eine Betrachtung mehr. Der Film ist eine sehr wohltuende Abwechslung und insbesondere hinsichtlich der Argumentation von Hitlers "erster Garde" wirklich interessant. Der Film hat auf jeden Fall deutlich mehr Substanz als alle undiffernzierten Schmonzetten, die Guido Knopp in all den Jahren auf die Bildschirme verfrachtet hat. Damit kommt vielleicht nicht jeder so klar, der Film ist aber eine Bereicherung und ein wirkliches Highlight des Deutschen Films aus den vergangenen Jahren. Man mag evtl. kritisieren, daß im Abspann Verbrecher und Mörder mit den ´Helden´ gemixt werden, aber es scheint mit damit will der Film das Gleiche erreichen, wie mit dem zweideutigen Titel. Es differenziert zu betrachten und selbst die schlimmsten Mörder nicht einfach Kandidaten der Unmenschschublade (und dann weit weg damit) sind, sondern eben welche von ´uns´ (genannt ´Menschen´).
 

 
Figaro am 10.01.2006
Und doch ein Mensch...

Wertung:

   
 

"Der Untergang" ist eine der besten deutschen Produktionen die jemals in diesem Land entstanden sind. Der Streifen hat genau das erreicht, was man erreichen wollte. Man diskutiert über ihn, man regt sich auf und wieder ab. Man findet ihn überragend oder gut, vielleicht auch weniger gut oder sogar schlecht. Fakt ist: Wir müssen die Vergangenheit so akzeptieren wie sie ist. Und wir müssen uns der Vergangenheit stellen. Das heißt auch, dass wir aufhören müssen, Hitler zu dämonisieren. Er war ein Mensch, und gerade diese Tatsache ist erschreckend. Und: Hitler war nicht alleine. Er hatte sehr viele Helfer. Es ist leicht, mit dem Wissen von heute damalige Zeitzeugen anzuklagen und mit dem Finger auf sie zu zeigen. "Wie konntet Ihr nur!!" Warum habt ihr euch nicht gewehrt" ? usw... Die Antwort ist leicht. Weil wir genauso gehandelt hätten. Weil wir auch den Mund gehalten hätten, wäre unser Leben oder das unserer Familien bedroht gewesen. Nicht in jedem Menschen steckt ein Stauffenberg oder ein Georg Elser. Nicht jeder ist so wagemutig wie die Geschwister Scholl (die ihren Mut mit dem Leben bezahlen mussten). Es ist so leicht zu verurteilen....60 Jahre später sind (fast) alle klüger. Auch Traudl Junge ist klüger geworden. Sie hat sich ihr Leben lang versteckt - aus Angst man könne hinter ihr Geheimnis kommen. Ihr ganzes Leben war geprägt von diesen knapp drei Jahren im Führerhauptquartier. Den Film " Der Untergang" verdanken wir ihren Erinnerungen und Aufzeichnungen. Sie hat es sich selbst nie verzeihen können, welche Rolle sie gespielt hat. Tun wir es für sie. Vergebung heißt nicht Vergessen.
 

 
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