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Rock Goldmine

  

Getestet von Hans-Werner Bartsch

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 10.12.2004
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 25.11.2004
   
Deutscher Titel: Rock Goldmine
Originaltitel: Casey Kasem´s Rock & Roll Goldmine
Land / Jahr: USA 1989
Genre: Musikdokumentation
   
Bildformat: 4:3 Vollbild
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 2.0 mono), Englisch (Dolby Digital 2.0 mono)
Untertitel: Deutsch, Holländisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Box
Kapitel: 88
Laufzeit: 213 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: ohne Altersbeschränkung
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 5 / Single Layer (3x)
Anbieter: Black Hill Pictures
     
Testequipment: unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Es war die Dekade einer musikalischen Revolution. Noch nie waren in einem Jahrzehnt (1960 bis 1970) so viele Musikrichtungen aufeinander getroffen. Sei es die Ära des Rock, des Beat, des Soul, des Flower Power usw. Jeder, der diese Zeit miterlebt hat, kann jetzt nicht nur die Musiker, sondern auch auch Ausschnitte aus dem Zeitgeschehen an sich vorbeiziehen lassen. In den USA ist diese Version auf fünf DVDs im April 2004 erschienen.

Disc 1:
The Sixties - Laufzeit 46:26
Jefferson Airplane - White Rabbit (c)
The Doors - People Are Strange (c)
The Who - My Generation (c)
The Small Faces - Itchycoo Park (b/w) (BC)
Steppenwolf - Magic Carpet Ride (c)
Blue Cheer – Summertime Blues (s/w) (BC)
Cream - Sunshine of Your Love (c)
Canned Heat - On the Road again(b/w) (BC)
Jimi Hendrix - Purple Haze (c)
Janis Joplin - Try (c)
The Beatles - Interview in Holland (b/w)

The British Invasion - Laufzeit 40:01
Gerry and the Peacemakers - How do you do it? (b/w)
Peter and Gordon - World Without Love (b/w)
Manfred Mann - Mighty Quinn (b/w) (BC)
The Animals - We Gotta Get Outta This Place (b/w)
Joe Cocker - Delta Lady (b/w) (BC)
The Kinks - You Really Got Me (b/w)
Procol Harum - Salty Dog (s/w) (BC)
The Hollies - Hen ain´t heavy, he´s my brother (c)
The Troggs - Wild Thing (b/w)
The Yardbirds - Heart Foll Of soul (c)
Traffic 40.00 Headmen (b/w)


Disc 2:
The Soul Years - Laufzeit 42:09
James Brown - I feel Good (b/w)
Otis Redding - Try A Little Tenderness (c)
Aretha Franklin - Respect (b/w)
Ben E. King - Stand By Me (b/w)
Sam & Dave - Hold On, I´m Coming (c)
Stevie Wonder - Fingertips (b/w)
Ike And Tina Turner - River Deep, Mountain High (c) (BC)
Percy Seldge - When A Man Loves A Woman (c)

The San Francisco Sound - Laufzeit 37:37
Van Morrison - Domino (b/w)
Big Brother & The Holding Company (Janis Joplin) - Ball And Chain (b/w)
The Grateful Dead - Truckin (c)
Santana - Jingo (c)
Country Joe And The Fish - Feel I Like I´m Fixin To Die Rag (b/w)
The Steve Miller Band - Livin In The USA (c)

Disc 3:
Elvis - The Echo Will Never Die: (b/w) und (c) - Laufzeit 47:20
Dokumentation mit Tom Jones, B. B. King, Sammy Davis Junior u. a.


(b/w) = Fernsehaufnamen / Film schwarz/weiss
(c) = Farb TV / Film
(BC) = Beat Club - Radio Bremen/WDR TV

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Casey Kasem - über 20 Jahre DJ der Top 40 - übernimmt die Anmoderation zu Gruppen, Sängern und der damaligen Zeit - unterlegt mit kurzen Filmszenen aus dieser Zeit. Die deutsche Synchronisation spricht Mal Sondok lediglich als Voice over. Wer die Anmoderation und die Filmschnipsel nicht mag, kann auf auf reine Musik schalten, was dann auch zügig und ohne Aussetzer funktioniert.
Ein großer Wermutstropfen vorweg - ohne Booklet gibt es natürlich auch keine Information über Gruppe, Sänger und Zusammensetzung. Was jedoch ganz schwer wiegt, ist der Mangel über Herkunft, Ort und Zeitpunkt der Auftritte (Sendung). Dies dürfte der größte Sport dieser DVDs sein, die exakten Aufnahmedaten zu recherchieren. Soweit etwas zu identizifieren war, haben wir dies vermerkt.

Disc 1:
The Sixties
Die Beat Club Aufnahmen von den Small Faces, Blue Cheer und Canned Heat wurden nicht bearbeitet (Video-Überspielung?). Der Ton ist leise und flach und bei Blue Cheer verrauscht. Ein simples Video von Steppenwolf hat viele Farbstörungen und Drop Outs - der Ton ist mehr als bedauerlich. Das Filmdokument von Cream ist ein Live-Auftritt mit b/w Szenen aus dem Vietnam Krieg. Leider sind auch hier Bild und Ton nur ausreichend. Nicht nur der Ton des Hendrix Live-Auftritts ist nur Bootleg-Qualität, sondern leider auch das Bild. Die Farbe bei Jefferson Airplane ist zwar etwas flau, aber dafür ist der Ton in Ordnung. Ein Live Auftritt von Janis Joplin kommt mit starker Ausstrahlung und rauer Stimme daher. Leichte Farb-Spratzer und etwas flachen Ton nimmt man da schon eher hin. The Doors und The Who sind das "Highlight" dieser Disc. The Who gefallen besonders durch ihren, für die damalige Zeit außergewöhnlichen, Kick - die Zertrümmerung der Gitarre in der Lautsprecherbox und Explosion des Schlagzeugs am Ende der Show (hier im Studio - The Smothers Brother Show). Jim Morrison (live und ausdrucksstark) mit den Doors. Tolles Live-Feeling, Farbe ok, Ton ok! Ein Schmankerl für Beatles-Fans ist das Interview aus dem holländischen Fernsehen. Zuvor sind die Beatles mit den Taxi-Interviews zu sehen.

The British Invasion
Wie zuvor sind die Beat-Club Aufnahmen von Manfred Man, Joe Cocker und Procol Harum nicht überarbeitet worden. Der Bild-Transfer von den Kinks (BBC TV Beat Room Oktober 1964) und den Animals (1965) ist viel zu hell geraten, der Ton ist leider etwas übersteuert. Das Farb-Bild der Hollies ist ok, der Ton dagegen ist sehr verrauscht. Bei den Troggs handelt es sich um ein Playback in einer U-Bahn Station mit Publikum. Insgesamt: schöne Bilder - aber leider wieder einmal mit verrauschtem Ton. Bei Traffic sind Bild und Ton brauchbar. Die "Highlights" der British Invasion sind hier schöne Aufnahmen der BBC von Peter & Gordon und Gerry and the Pacemakers sowie eine Farbversion der Yardbirds mit Jimmy Page.

Disc 2:
The Soul Years
Bei den schwarz/weiß Aufnahmen von Aretha Franklin, Ben E. King, The Temptations und Stevie Wonder(1963) ist das Bild brauchbar; der Ton leider flach und verrauscht. Bleiben als "Highlights" für die "Soul Years" nur die Farbaufnahmen von Otis Redding mit den Bar-Kays kurz vor dem Flugzeugabsturz und Percy Sledge mit seiner kräftigen Soul Stimme. Ike und Tina Turner sind das Top-Highlight dieser Disc mit Ihrer Live-Interpretation von River Deep and Moutain High. Die Aufnahme entstand im Februar 1971 im Beat-Club. Bild- und Tonqualität könnte gemessen an den Fernsehaufnahmen besser sein.

The San Francisco Sound
Bei Van Morrison und der Steve Miller Band sind Farbe und Ton ok. Bei Greatful Dead sind Farbstreifen zu sehen (die technisch bedingt mit der Ton-Lautstärke zu tun haben), der Ton ist ok. Die "Highlights" sind Santana und Country Joe and The Fish. Das Top-Highlight in der musikalischen Darbietung ist Ball and Chain - mit Janis Joplin und Big Brother & The Holding Company. Wenn nur die Ton-Schwankungen nicht wären...

Disc 3:
Elvis... The Echo Will Never Die - A Tribute To The King
Eine Hommage an den King aller Zeiten. Mit über 600 Songs und 33 Filmen hat er für seinen Erfolg den höchsten Preis bezahlt.
Da reicht kaum die Zeit, auch nur Wesentliches und Wichtiges zu berichten. Wer hier den King erwartet, wird enttäuscht. Hier kommentieren Tom Jones, B.B. King, Sammy Davis jr., Ursula Andress und andere Freunde die Stationen eines außergewöhnlichen Menschen: die ersten Plattenaufnahmen mit Sam Philipps von Sun Records, Armeedienst, seine Film-Karriere und sein tragisches, wenngleich absehbares, Ende.

Insgesamt ist das Bonusmaterial schwer vom eigentlichen Inhalt zu trennen. Dennoch wagen wir den Versuch, die Interviews und Clips zwischen den musikalischen Darbietungen als Extras zu werten. Unsere einheitliche Bild- und Tonwertungen im Folgenden geben den Durchschnitt des, wie hier beschrieben, sehr wechselhaften Programms wieder.

   
 
Wertung:  
     (ausreichend - befriedigend)
     
Gestaltung:

Bei der Menügestaltung hat sich Spirit Media wenig einfallen lassen.
Der Hintergrund ist statisch - zu jedem Genre nur ein musikalischer Hintergrund. Gruppen und Sänger werden mit Namen und Song aufgelistet.

     
 
Wertung:
  (ausreichend)
     
Bildtest:

Bildtechnisch war zu dieser Zeit nicht viel drin. Farbe war selten und teuer. Leider kommt die DVD nicht an das heran, was z.B. die überarbeiteten Scheiben von Ed Sullivan bieten. Besonders die Aufnahmen aus dem Beat Club enttäuschen - denn hier sehen die regelmäßigen Fernsehaustrahlungen (von denen uns einige im Privatarchiv vorliegen) besser aus.

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier einfach nur aneinander gereiht wurde, ohne das Material zu überarbeiten oder gar aufeinander abzustimmen.

     
Wertung:
   (mangelhaft - ausreichend)
   
Tontest:

Der Großteil der musikalischen Darbietungen klingt dünn, kraftlos und lässt sowohl Höhen als auch Bass vermissen. Nur der Mittenbereich ist vorhanden, klingt allerdings hohl und topfig. Nicht, dass wir unbedingt mehr erwartet hätten, aber auch hier zeigen andere Discs, was aus altem Material herausgeholt werden kann.

   
 
Wertung:
  (ausreichend)
       
Gesamtwertung:

Von den angeblich "raren" Aufnahmen stammen alleine sieben aus der Beat-Club Reihe von Radio Bremen. Die Aufnahmen können allerdings nur ein sehr kleines Fenster für diese Dekade öffnen. Zu riesig waren die musikalischen Strömungen in dieser Zeit. Nicht zu vergessen: die Music-Festivals von Monterey und Woodstock. Wahre Rock-Größen (z.B. Beatles, Rolling Stones, Beach Boys...) bleiben auch hier außen vor. Wer auf Bild und Ton Wert legt, ist mit den Ed Sullivan Shows besser bedient. Ob die Aufnahmen Raritäten sind, können nur die Spezial-Sammler beurteilen. Die Aufnahmen können aber eine Ergänzung oder der Anfang einer Sammlung werden, wenn man diese Dekade im Schrank stehen haben möchte.

       
 
Wertung:
  (ausreichend)
  

 
 
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