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Auf Herz + Nieren

  

Getestet von Stefan Paulmayer

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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Photos 
 
 


 

DVD-Daten:

Review Datum: 04.03.2003
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 27.02.2003
   
Deutscher Titel: Auf Herz + Nieren
Originaltitel: Auf Herz + Nieren
Land / Jahr: D 2002
   
Regie:  Thomas Jahn
Darsteller:  Steffen Wink , Thierry van Werveke , Niels Bruno Schmidt , Martin Glade , Burt Reynolds , Xavier Naidoo , Axel Schulz , Udo kier
       
Bildformat: 2,35:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch Dolby Digital 5.1, Kommentar 1 Dolby Digital 2.0, Kommentar 2 Dolby Digital 2.0, Kommentar 3 Dolby Digital 2.0
Untertitel: Deutsch, Englisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: nein
Verpackung: Snapper Box
Kapitel: 19
Laufzeit: 94 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Warner Brothers Home Video
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Pioneer VSX-D1011 (THX Select, Dolby Digital EX, DTS-ES)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-EP10 (HDMI)
Blu-ray-Player: Samsung BD-P1000 (via HDMI) und Panasonic DMP-BD50 (via HDMI, PCM 5.1, 1080p24)
TV: Loewe Aventos 3981 ZW (100Hz, 16:9)
Beamer: Sanyo PLV-Z4 (kalibriert auf 6500K, Gamma 2.2)
Lautsprecher: Canton 4 x CT 220, 1 x CT 20 CM, 2 x Plus XL, AS25


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Rico (Steffen Wink), Sigi (Martin Glade), Dave (Niels Bruno Schmidt) und Glotze (Thierry van Werveke) waren schon im Sandkasten gute Kumpel. Jahre später entwickeln sie einen genialen Plan – und haben ziemlich schnell ein Problem. Der Plan besteht darin, den Drogenboss Banko (Burt Reynolds) übers Ohr zu hauen – aber das ist nicht so einfach, wie sie denken. Nur einen einzigen Deal wollen sie abwickeln, um dann klammheimlich mit Bankos Geld zu verschwinden. Doch Glotze vermasselt alles. Das Geld ist weg, statt Kokain bleibt den Freunden ein Koffer voller Backpulver. Banko ist entzückt: Er gibt den Nachwuchsdealern fünf Tage Zeit, um seine Million wiederzubeschaffen.
Was nun? Ein neuer genialer Plan muss her!
Die Begegnung mit dem zwielichtigen Arzt Nemeth (Huub Stapel) bringt Glotze auf eine Idee: Organhandel! Herz und Nieren stehen heutzutage hoch im Kurs, vor allem wenn sie von jungen, gesunden Spendern stammen. Glotzes Wahl fällt auf den Inder Shalaman (Xavier Naidoo): Den wird in Deutschland keiner vermissen. Doch als die Freunde das Foto seiner Frau mit den vier Kindern finden, bringen sie es nicht mehr übers Herz, ihn an die Organmafia auszuliefern.
Was nun? Da hilft nur ein dritter genialer Plan!
Diesmal fällt die Wahl auf Glotze: Ohne sein Wissen wollen Rico, Sigi und Dave jetzt sein Herz zu Geld zu machen. Schließlich hat er ihnen den ganzen Ärger eingebracht.
Aber Glotze will die Sache ganz anders lösen: Zu Sigis Gunsten schließt er eine Lebensversicherung über 750.000 DM ab – mehr ist leider nicht drin. Jetzt ein Sprung von der Brücke – und das Problem ist – fast – gelöst.
Doch 750.000 DM sind keine Million, und noch nie war Glotze seinen Freunden so viel wert. Nur mit allerhöchster Überredungskunst und unter Einsatz ihres eigenen Lebens können die drei ihn in letzter Sekunde vom Sprung abhalten. Obwohl Rico, Sigi und Dave zunächst nur ihren Organspender retten wollen, bringen sie es anschließend einfach nicht fertig, ihren alten Freund zu verschachern.
Dummerweise hat der skrupellose Organhändler Doc (Udo Kier) die Operation schon vorbereitet und einen schwerreichen Empfänger gefunden. Er sieht überhaupt nicht ein, dass er auf Glotzes Herz verzichten soll.
Wieder einmal ist ein genialer Plan gefragt...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Audiokommentar mit Thomas Jahn und Til Schweiger
Audiokommentar mit Thomas Jahn, Nils Bruno Schmidt und Steffen Wink
Audiokommentar mit Thomas Jahn
VIP-Visite - Auf der Filmpremiere: mir unbekannte TV-Sendung mit Nova Meier Hinrich (schreibt man sie so? keine Ahnung...). Diesmal begrüßt sie Til Schweiger, mit dem sie am Tag nach der Premiere ein leckeres Frühstück samt Smalltalk genießt. Dabei tratschen die beiden recht ausführlich über den Film und Schweigers Leben. Hineingeschnitten werden Hinter-den-Kulissen-Aufnahmen und Bilder von der Premierenparty. Mit knapp 30 Minuten Laufzeit ein recht interessantes und sicher nicht zu kurzes Feature.
Interviews: unter diesem Punkt stehen neun Interviews mit Cast & Crew zur Auswahl, die allesamt eine Lauflänge von etwa einer bis zwei Minuten haben.
Making of: Dieses knapp 30-minütige Making of kann man sich entweder am Stück oder in sieben Teile geteilt angucken. Da auch unkommentierte Hinter-den-Kulissen-Aufnahmen zu finden sind, kommt der optionale Audiokommentar von Thomas Jahn gerade recht.
Nicht verwendete Szenen mit optionalem Audiokommentar: Hier gibt es acht Deleted Scenes, die man entweder einzeln oder als Ganzes ansehen kann. Insgesamt haben die nicht verwendeten Szenen eine Lauflänge von knapp 30 Minuten.
Musikvideos: "Auf Herz und Nieren" von Xavier Naidoo (auf Wunsch mit Einleitung durch Naidoo abspielbar) und "Road to Nowhere" von Bananafishbones
Kinotrailer

FOLGE DEM KREUZ
Recht unscheinbar versteckt sich dieses Feature an erster Stelle unter dem Menüpunkt "Nebenwirkungen" (Bonusmaterial). Es ist im Grunde die gleiche Funktion wie sie zum Beispiel "New Line Cinema" bei ihren "Infinifilm"-DVDs einsetzt. An ausgewählten Stellen des Filmes erscheint - durch eine Untertitel-Spur eingeblendet - ein Symbol (in diesem Fall eben ein Kreuz). Drückt man nun auf "Enter", wird der Hauptfilm unterbrochen und es wird ein Teil des Bonusmaterials abgespielt (zum Beispiel eine Deleted Scene oder ein Teil des Making ofs). Nach Ende der Bonus-Portion gelangt man wieder an jene Stelle des Filmes zurück, von der aus man den Bonus-Clip angewählt hat. Eine recht nette Spielerei, die jedoch keine zusätzlichen Extras bietet, sondern nur Teile des bereits oben aufgelisteten Extramaterials beinhaltet.

   
 
Wertung:  
     (gut - sehr gut)
     
Gestaltung:

Potzdonner - hätte man die DVD nicht gerade aus dem klapprigen Snapper-Case geholt, man würde nicht glauben, dass man es hier mit einer Warner-DVD zu tun hat.
Einleitung, Hauptmenü, Übergänge und sogar die Kapitelanwahl wurden animiert und mit Ton unterlegt. So etwas gibt es bei Walten selten - um ehrlich zu sein, könnte ich keine andere Warner-DVD beim Namen nennen, bei der die Kapitelanwahl animiert wäre.
Mit einem solchen Menü signalisiert man - der Film ist uns wichtig, wir schätzen ihn nicht gering und wollen dem Gesamtbild einer hochwerzigen DVD entsprechen.

     
 
Wertung:
  (gut - sehr gut)
     
Bildtest:

Aufgenommen wurde der Film auf 35 MM-Film und szenenweise auch auf DV. Eine der DV-Szenen ist zum Beispiel gleich die Sauna-Szene am Anfang. Um ehrlich zu sein - hier habe ich nicht die Bestätigung in Form des "Making ofs" gebraucht. Dass diese Szene DV ist, konnte man sofort erkennen, hatte sie doch diesen typischen "Videolook". Zum Glück halten sich die DV-Szenen im Gesamten dann aber in Grenzen.
Geschnitten wurde der Film komplett auf einem MAC mit einem herkömmlichen DV-Schnittprogramm. Um das zu ermöglichen ließ sich Thomas Jahn vom Presswerk eine Kopie des herkömmlichen 35 MM-Filmes auf DV bannen. Dieses nunmehr digitalisierte Material wurde dann in den Computer eingespielt.
Nun aber genug vom technischen Hintergrund dieses Transfers.

Qualitativ ist das Ergebnis nicht optimal gelungen, wenngleich ein nicht unerheblicher Teil der Mängel aufgrund verwendeter Stilmittel auftreten. Dazu gehört zum Beispiel die eigenwillige Farbgebung. Stellenweise sehr natürlich, dann wieder farbleer oder sogar am Rande zu schwarzweiß - so präsentiert sich die Farbwiedergabe von "Auf Herz + Nieren".
Auch auffallend ist das leichte bis mittelstarke Hintergrundrauschen, das relativ häufig festzustellen ist.
Richtig gut gelungen sind hingegen die Bildschärfe und auch der Kontrast - hier gibt es wenig bis gar keinen Grund sich zu beschweren.
Insgesmt bleibt somit der Eindruck eines recht eigenwilligen und sicher nicht auf Hochglanz polierten Bildes - doch genau diesen Eindruck soll das Bild bei diesem Film ja auch machen.

     
Wertung:
   (befriedigend - gut)
   
Tontest:

Obwohl "Auf Herz und Nieren" eine relativ kleine Produktion ist, haben die Macher einen fabelhaften 5.1-Ton zustande gebracht.
Die Ausnützung der Rear-Lautsprecher ist vor allem für einen Film wie "Auf Herz und Nieren" sehr gut gelungen. Zwar sind die Rückkanäle nicht immer in Verwendung, insgesamt passen sie sich jedoch sehr gut in die Tonkulisse ein. Umgebungsgeräusche und Musik gepaart mit ein paar Surroundeffekten ergeben eine alles in allem gut bis sehr gute Mischung.
Der oftmals wummernde Basskanal sorgt überdies für den ordentlichen Druck in den entscheidenden Szenen. Tolle Vorstellung...

   
 
Wertung:
  (gut - sehr gut)
       
Gesamtwertung:

Das gibt es selten - eine Warner-DVD eines realtiv unbekannten Filmes, der nicht das Prädikat "Finger weg!" gebührt. Besonders die Zusammenstellung der Bonusausstattung ist äußerst gelungen - wenngleich hierfür mehr der Regisseur Thomas Jahn verantwortlich zeichnet denn Warner.
Trotzdem gehört diese DVD - was das Gesamtbild betrifft - zu den besten Warner-DVDs der letzten Zeit. Durch eine solche Präsentation hat Warner die Chance genutzt, einen kleinen, aber netten deutschen Film ins richtige Licht zu setzen.
Für die Zukunft wünschen wir uns mehr solche tollen DVDs von Warner...

       
 
Wertung:
  (gut)
  

 
 
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