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Losing Aaliyah - The Death Of A Fallen Angel

Collector´s Edition

  

Getestet von Stefan Paulmayer

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 27.03.2002
   
Originaltitel: Losing Aaliyah - The Death Of A Fallen Angel
Land / Jahr: USA 2001
   
Bildformat: 4:3 Vollbild
Tonformat: Englisch Dolby Digital 2.0 Surround
Untertitel: keine
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: nein
Verpackung: Amaray Box
Kapitel: 9
Laufzeit: 54 Minuten
TV Norm: NTSC
FSK: keine FSK Freigabe, sondern NR
Regional Code: Code 0
Disk Typ: DVD 5 / Single Layer
Anbieter: Azure Entertainment
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Pioneer VSX-D1011 (THX Select, Dolby Digital EX, DTS-ES)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-EP10 (HDMI)
Blu-ray-Player: Samsung BD-P1000 (via HDMI) und Panasonic DMP-BD50 (via HDMI, PCM 5.1, 1080p24)
TV: Loewe Aventos 3981 ZW (100Hz, 16:9)
Beamer: Sanyo PLV-Z4 (kalibriert auf 6500K, Gamma 2.2)
Lautsprecher: Canton 4 x CT 220, 1 x CT 20 CM, 2 x Plus XL, AS25


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Diese knapp einstündige Dokumentation will Hintergrundinformationen zu Aaliyahs Tod und Leben bieten. Weiter gibt es Interviews mit Fans und Bildmaterial von Aaliyahs Beerdigung. (nähere Informationen und eine Bewertung der inhaltlichen Qualität der Dokumentation ist im „Fazit“ vorzufinden).

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Nichts! Nicht ein Krümelchen an Zusatzausstattung. Keine Musikvideos – einfach gar nichts.

   
 
Wertung:  
     (ungenügend)
     
Gestaltung:

Einfachst gestaltete Stanbild-Menüs ohne jegliche Animation werden uns hier dargeboten. Zumindest wurde das Menü mit Trauermusik unterlegt, was den neiderschmetterten Gesamteindruck jedoch nur wenig beeinflussen kann.

     
 
Wertung:
  (mangelhaft)
     
Bildtest:

Vom Bild her sollte man nicht viel erwarten – das meiste der knapp 60 Minuten ist scheinbar mit einem Camcorder aufgenommen worden.
Dazwischen werden immer wieder Standbilder eingeblendet, sodass sich das eigentliche Filmmaterial vollständig auf die Camcorderaufnamen beschränkt. Diese bestehen dann aus Sequenzen von der Beerdigung, Interviews und Amateur-Aufnahmen der Absturzstelle ihres Flugzeuges. Die Qualität ist dürftig, was auch nicht wundert – Camcorder bieten nun einmal nicht die geeignete Basis. So ist die Bildschärfe sehr bescheiden und hat allerhöchstens VHS-Niveau. Nachzieheffekte sind oft vorhanden, die Kompression ist ebenfalls nicht zufriedenstellend – Treppchenmuster sind allgegenwärtig.
Auch der ist oftmals Kontrast wenig zufriedenstellend. Entweder ist das Bild zu dunkel oder zu hell. Richtig passend ist der Kontrast jedenfalls zu keinem Zeitpunkt.

     
Wertung:
   (ausreichend - befriedigend)
   
Tontest:

Zwar als „Dolby Surround“ geflaggt, bietet sich dem Zuhseher (eigentlich ja Zuhörer) lediglich ein Mono-Ton dar. Jedenfalls kommt der Ton direkt aus dem Center, die anderen Lautsprecher haben Sendepause.
Die Stimmwiedergabe klingt oft verzerrt – beeinflusst wahrscheinlich durch die beschränkten Möglichkeiten von Camcordern. Auch hier hätte mehr Aufwand und eine professionelle Erstellung der Dokumentation weitaus bessere Ergebnisse ermöglicht.

   
 
Wertung:
  (mangelhaft - ausreichend)
       
Gesamtwertung:

Tja, was soll man hier sagen? Technisch ist die DVD ja scheinbar nicht so gut, doch wie schaut es mit der Dokumentation aus?
Um es kurz zu machen – diese Dokumentation ist eine einzige Frechheit – von Anfang bis Ende. Da dies kein offizieller Nachruf auf Aaliyah ist, hat die DVD aus lizenzrechtlichen Gründen leider keinen Zugriff auf offizielles Bildmaterial, sodass ein großer Teil der Doku mit Standbildern bestritten wird über die eine Off-Voice gelegt wird. Dort erfahren wir dann von einer eintönigen Stimme all das, was man auch in einer ausführlichen Biografie nachlesen kann. Auch von anderen Künstlern oder Freunden Aaliyah wurde dieses Machwerk nicht unterstützt, sodass sich Interviews auf kreischende und weinende Fans beschränken, die uns ihre – teils uninteressanten – Gedanken zu Aaliyah aufzwingen. Wen interessiert es schon, ob sich die dritte Frau von links einen Tag für das Begräbnis von Aaliyah freigenommen hat? Richtig peinlich wird es allerdings, wenn uns ein lächelender Teenager zu erklären versucht, dass Aaliyah für sie "like a sister" war. Und dass sie "so much crying" war, als sie vom Tod gehört hat. Was ihr an Aaliyah gefallen hätte - "well, ehmmm... her music and ehmm... her attitude"...
Wir wollen wissen, wie Aaliyahs Karriere begann, wir wollen wissen, wie sie ihre Freunde gesehen und wir wollen wissen, wie diese jetzt mit dem Verlust umgehen und welche Erinnerungen sie an „Babygirl“ haben. Und das wollen wir nicht aus dem Off erfahren von irgendjemanden, der aus Zeitungsartikeln vorliest, sondern wir wollen Bildmaterial. Interviews mit ihr, Behind-The-Scenes-Footage ihren Clip-Drehs.

Ebenfalls traurig, dass die Macher offenbar versuchen, aus dem Tod der Sängerin Geschäfte zu machen. Weder auf dem Cover, noch im Rahmen der Doku wird jedenfalls daraufhin gewiesen, dass die Einnahmen – oder zumindest ein teil davon – gespendet werden, sodass ich davon ausgehen muss, dass das auch nicht geschehen wird.

Was aber noch viel schlimmer wiegt – ein großer Teil der Doku besteht aus für den Zuseher nicht nachprüfbaren Anschuldigungen gegen den Piloten und die Musikindustrie (so lässt sich ein Wichtigtuer, der als „Insider“ ausgegeben wird, darüber aus, dass die Plattenfirma Aaliyah keine Lear-Jet gestellt hat). So etwas hat in einer Dokumentation, die sich von außen her als Nachruf oder Huldigung der Künstlerin Aaliyah präsentiert, NICHTS zu suchen. Wenn ich so etwas sehen will, schaue ich mir TAFF an, aber dafür kaufe ich sicher keine DVD!

Außerdem stellen sich einige Fragen: War es wirklich notwenig, am Anfang des Videos minutenlang das zerstörte Wrack der Cessna, in der Aaliyah umkam zu zeigen, sämtliche Wrackteile in Großaufnahme zu zeigen? War es wirklich notwenig im Laufe der Dokumentation großformatige Bilder von aus dem Flugzeug geborgenen Toten einzublenden? War es wirklich notwendig, irgendwelchen ominösen Figuren Platz für ihre krause Theorien einzuräumen?

Irgendwie hinterlässt die gesamte Doku eher den Eindruck der Effekthascherei, der Geldmacherei als dass wirklich eine anständige, dem Künstler und Menschen Aaliyah Dana Houghton gerechte Huldigung stattfindet. Besser wäre es gewesen, sich mit dem Management und der Familie zusammen zu setzen und ihren Freunde, Kollegen und ihrem Freund Damon Dash die Möglichkeit zu geben, ihre Gedanken und Erinnerungen an Aaliyah mit der Öffentlichkeit zu teilen (und dass die dazu bereit sind, zeigen weit einfühlsamere Dokumentation als diese). Außerdem wäre es schön gewesen, ihre Musikvideos und eventuell noch nie gezeigte Bilder von ihr zu präsentieren. Doch dazu wäre wesentlich mehr Aufwand nötig gewesen – das ist es schon einfacher, einen „Disclaimer“ voranzustellen und dann einfach eine mistige nachzuschieben. Schade, Aaliyah Dana Houghton hätte sich wesentlich mehr verdient...

Aufgrund des absolut dürftigen, ja geradezu niveaulos-frechen Inhaltes der Dokumentation und der bescheidenen technischen Qualität gibt es die niedrigste Note.

Normalerweise bewerten wir den Filminhalt nicht, doch in diesem Fall fühle ich mich – auch als Aaliyah-Fan – verpflichtet, vor diesem üblen Machwerk, das Aaliyahs Andenken mit Füßen tritt, zu warnen.

       
 
Wertung:
  (ungenügend)
  

 
 
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