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Blue Velvet - Special Edition

  

Getestet von Christian Bartsch

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 27.09.2002
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 26.09.2002
   
Deutscher Titel: Blue Velvet
Originaltitel: Blue Velvet
Land / Jahr: USA 1986
   
Regie:  David Lynch
Darsteller:  Kyle MacLachlan , Isabella Rosselini , Dennis Hopper , Laura Dern , Hope Lange
       
Bildformat: 2,35:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch und Englisch Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: Einleger mit Kapitelindex und Hintergrundinformationen
Verpackung: Amaray Box (transparent)
Kapitel: 32
Laufzeit: 155 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Metro Goldwyn Mayer Home Entertainment
     
Testequipment: Für den Test genutztes Equipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Der Student Jeffrey Beaumont findet auf einer Wiese ein abgetrenntes, menschliches Ohr. Was tut man in so einem Fall – na klar! Man geht erst zur Polizei, um dann im Anschluß daran auf eigene Faust zu ermitteln. So wird auch Jeffrey in den Strudel der Ereignisse hinein gezogen. Auf seiner Entdeckungsjagd hilft ihm die Polizistentochter Sandy. Ihre Spur führt die beiden zur hübschen aber undurchsichtigen Nachtclubsängerin Dorothy und dem drogensüchtigen Sadisten Frank.

Und dann geraten die beiden auch schon in einen Sumpf aus Gewalt und Perversion. Typisch Lynch, möchte man meinen...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Bei den Extras bekommt man nun mehr als bei der ursprünglichen Auflage, allerdings sind diese nicht so üppig ausgefallen, wie es der Name vermuten lässt.

Die schlechte Nachricht zuerst: es gibt keinen Kommentar. Das mag nicht verwundern, ist doch David Lynch von Natur aus etwas „strange“, aber schön wäre ein solcher Kommentar trotzdem gewesen.

Dafür entschädigt die Dokumentation „Mysteries Of Love“ um so mehr, wurde sie doch extra für diese DVD neu produziert. Wo man also bei so manchem Mitbewerber nur schnödes Werbebeiwerk findet, gibt es hier eine umfassende Dokumentation mit Hand und Fuß. Wer die Qualität der James Bond Dokus aus gleichem Hause kennt, der weiß, was hier geboten wird. Knapp eine Stunde und zehn Minuten ist diese tiefgreifende Dokumentation lang und es ist nicht gelogen, wenn man sagt, dass wirklich alle zu Wort kommen. Kyle MacLachlan, Isabella Rossellini, Dennis Hopper und Laura Dern wurden alle zu Ihren Erfahrungen mit diesem recht ungewöhnlichen Film befragt. Nur einer redet ausschließlich durch Archivmaterial – David Lynch. Das Gebotene zählt zu dem Besten, was uns je als Beigabe zu einem Film gezeigt wurde. Sogar an eigene Kapiteleinteilung wurde gedacht.

Hat man sich die Dokumentation in Ruhe angesehen, geht es weiter mit den unveröffentlichen Szenen. Diese entpuppen sich allerdings als Mogelpackung. Ein vorgeschalteter Hinweis erklärt, dass Lynch von Produzent Dino DeLaurentiis zu einer maximal zwei Stunden langen Fassung verpflichtet wurde. Und somit läuft der Film im Kino genau eine Stunde, 59 Minuten, 59 Sekunden und 23 Frames. Die nicht verwendeten Szenen des ursprünglich vier Stunden langen Films haben nicht überlebt und so werden diese anhand von Zeichnungen, Fotos und Informationen aus dem Drehbuch neu kreiert. Einen Ersatz für echte Szenen bietet dieser Zusammenschnitt zwar nicht, nett ist die Idee aber nun wirklich.

Die weiteren Extras bestehen aus einem Mitschnitt der bekannten US-Kino-Kritiker Siskel & Ebert, zwei TV-Trailern und dem Kinotrailer.

   
 
Wertung:  
     (gut - sehr gut)
     
Gestaltung:

Das Menü ist wirklich wunderschön geworden. Wie der Titel schon verrät, hat die Farbe Blau eine tragende Rolle und daran orientiert sich auch die grafische Gestaltung der Menüs.

Das Hauptmenü ist durchgängig animiert und mit Musik hinterlegt. Auch beim Wechsel zwischen den Menüs werden kleine Animationen gezeigt. Da ist es fast schon überflüssig zu sagen, dass auch die Kapitelauswahl animiert wurde.

Wir denken, dieses Menü wird der skurrilen Welt von David Lynch sicher gerecht!

     
 
Wertung:
  (sehr gut)
     
Bildtest:

„Blue Velvet“ lebt von den satten Farben und wundervoll inszenierten Bildern, die mit so mancher Gewaltdarstellung in herbem Kontrast stehen. Dabei ist es nicht direkt klar, ob MGM einen neuen Transfer hat anfertigen lassen. Dennoch sind besonders die Farben auf den Punkt genau getroffen und lassen bereits direkt bei Filmstart erahnen, was hier zu erwarten ist.

Die weiteren Parameter sind dann auch recht erfreulich. Die Schärfe liegt leider nur noch gerade so im guten Bereich, was auf einen ursprünglich nicht anamorphen Transfer hindeutet. Der eingesetzte Rauschfilter hinterlässt dezent stehende Muster im Bild. Der Kontrast schwächelt ein wenig und verschenkt in so manch dunkler Szene dann doch ein paar Details. Für einen Titel, der immerhin gut sechzen Jahre auf dem Buckel hat, ist das Bild wirklich annehmbar. Fans von skurrilen Filmen kommen hier grafisch sicher auf ihre Kosten.

     
Wertung:
   (befriedigend - gut)
   
Tontest:

Beim Ton darf man keine Wunder erwarten. Zwar präsentiert MGM diese DVD in Dolby Digital 5.1, hier handelt es sich aber um einen fixen Upmix und nicht um das Originalformat. Die Verjüngungskur ist somit auch nur von mittelmäßigem Erfolg gekrönt. Das klingt jetzt härter, als es wirklich ist. Schlechter als die originale Mischung klingt der neue Mix nicht, aber ist hauptsächlich Angelo Badalamentis Musik, die so wirklich gebrauch von den Surround Kanälen macht. Der Rest tönt friedlich von vorne, wobei der Centerlautsprecher den Löwenanteil der Arbeit übernimmt.

Insgesamt eine schon recht brauchbare Umsetzung, die nichts verschlimmbessert und zumindest die Musik räumlicher wirken lässt. An dem etwas topfigen Klang sollte man sich dabei nicht stoßen – „Blue Velvet“ klang schon immer etwas muffig.

   
 
Wertung:
  (befriedigend)
       
Gesamtwertung:

MGM handelt endlich und legt einen der wohl beliebtesten Filme von David Lynch endlich neu auf. Dabei wurde dann auch gleich eine Special Edition produziert, die dem Film vor allen Dingen durch das tiefgreifende Making Of mehr als gerecht wird. Die technische Umsetzung ist für diesen Titel ebenfalls zufrieden stellend, denn wer würde schon erwarten, dass der Film plötzlich wie eine bekannte Weltraumsaga klingt. Das Bild ist dem Alter angemessen gut, wenngleich man sicher noch etwas mehr hätte tun können, sofern man gewollt hätte. Wir sind mit dieser DVD Umsetzung jedoch insgesamt zufrieden.

PS: Laut unseren Informationen handelt es sich bei dieser Fassung um die ungeschnittene Originalversion, die erneut der FSK vorgelegt wurde und nun ab 16 Jahren freigegeben ist.

       
 
Wertung:
  (gut)
  

 
 
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