Newsletter   RSS-Newsfeed   Wap, I-Mode & PDA   Gewinnspiel  Impressum  Werbung  Online Hilfe  102 Leser online

 
     

Hellboy - Director´s Cut

2-Disc Special Edition

  

Getestet von Florian Kriegel, Stefan Paulmayer

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

 
 

 

DVD-Daten:

Review Datum: 29.11.2004
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 27.07.2004
   
Deutscher Titel: Hellboy
Originaltitel: Hellboy
Land / Jahr: USA 2004
Genre: Science Fiction
   
Regie:  Guillermo del Toro
Darsteller:  Ron Perlman , John Hurt , Selma Blair , Rupert Evans , Karel Roden , Jeffrey Tambor , Doug Jones
       
Bildformat: 1,85:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Englisch (Dolby Digital 5.1), Französisch (Dolby Digital 5.1), Kommentar (Dolby Digital 2.0 Surround), Kommentar (Dolby Digital 2.0 Surround)
Untertitel: Englisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Clone
Kapitel: 28
Laufzeit: 132 Minuten
TV Norm: NTSC
FSK: keine FSK Freigabe, sondern NR
Regional Code: Code 1
Layerwechsel bei: 67:07
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer (3x)
Anbieter: Columbia Tristar Home Entertainment
     
Testequipment: unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Während des Wahnsinns des Zweiten Weltkriegs wird Hellboy aus den Flammen der Hölle in die Welt der Menschen geschleudert, als der größenwahnsinnige Magier Grigori Rasputin mit seinen okkulten Beschwörungen versucht, die Hölle auf Erden zu entfesseln. Doch anstatt zum Boten der Apokalypse zu werden, wird Hellboy von den alliierten Kräften gerettet. Der Okkultismus-Spezialist Professor "Broom" Buttenholm nimmt die kleine Ausgeburt des Teufels unter seine Fittiche und zieht ihn im Schutz des von ihm gegründeten "Bureau of Paranormal Research and Defense" auf. Jahre später ist der mittlerweile zu stattlicher Größe herangewachsene und praktisch unzerstörbare Hellboy an der Seite des Fischmannes Abe Sapien und der pyrokinetisch veranlagten Liz Sherman zum eifrigsten Bekämpfer aller übernatürlichen Kräfte geworden, die sich die Erde zum Untertanen machen wollten. Hellboy und sein Ziehvater Broom ahnen nicht, dass Rasputin seine dunklen Pläne von einst noch nicht aufgegeben hat. Er ist zurückgekehrt, um endlich Armageddon herbeizuführen. Seine wichtigste Schachfigur im diabolischen Spiel? Hellboy...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

DVD 1
- Einführung des Regisseurs
- Audiokommentar mit Regisseur Guillermo del Toro. Dieser Kommentar wurde exklusiv für diese Ausgabe erstellt und ist nicht identisch mit dem Kommentar des Regisseurs zur Kinofasung.
- Isolierte Tonspur mit Kommentar des Komponisten Marco Beltrami
- DVD Comics: Acht exklusiv für die DVD gezeichnete Comic-Szenen, die auf Wunsch an den passenden Stellen im Film aktiviert werden können, bzw. direkt im Menü betrachtet werden können.
- The Right Hand Of Doom: Aktiviert der Zuschauer dieses Feature, erscheint an acht Stellen im Film ein kleiner Hellboy-Arm, der bei Aktivierung durch die Enter-Taste insgesamt 18 Minuten an Behind-The-Scenes zu bieten hat. Auch diese Beiträge kann man im Menü direkt anwählen.
- Storyboard Subtitle-Track
- DVD-Rom: Besitzer eines DVD-Rom-Laufwerks können sich das Drehbuch ausdrucken oder Bilder vom Script bzw. Ausschnitte aus dem Notizbuch des Regisseurs anschauen.

Gegenüber der Kinofassung fehlen leider vier Kurzfilme.

DVD 2
- Introduction: Wer auf den ersten Blick nichts mit den Menüpunkten anfangen kann, der sollte sich diese kurze Einführung anschauen, die zeigt, wo welche Extras zu finden sind.

Egg Chamber
- Deleted Scenes: Es gibt drei nicht verwendete Szenen zu sehen, die auf Wunsch vom Regisseur kommentiert werden und eine Laufzeit von insgesamt rund viereinhalb Minuten haben.
- Documentary: Das eindeutig beste und umfangreichste Extra ist die 143 Minuten lange Dokumentation mit dem Namen "The Seed Of Creation". Diese Art von Making Of-Doku gehört eindeutig zu den besten, die es überhaupt auf DVD zu sehen gibt. Sie zeigt die komplette Entstehung vom "Hellboy"-Projekt, angefangen von den ersten Ideen und Planungen, bis hin zur eigentlichen Umsetzung. Der Zuschauer erfährt auch viel über die Effekte und Masken, die im Film zum Einsatz kommen. Zur besseren Übersicht gibt es auch die Möglichkeit, einzelne Inhalte direkt mittels Kapitelauswahl anzuwählen. Leider sind einige Minuten aufgrund fehlender englischer Untertitel nicht zu verstehen, da dort italienisch sprechende Beteiligte zu Wort kommen.
- Filmographies: Nett gestaltete Textinfos und Galerien über die Darsteller und die Crew.

Kroenen´s Lair
- Scene Progression: Ogdru Jahad: Ein kurzer Vergleich zwischen ersten Entwürfen und der fertigen Filmszene mit kurzer Einführung vom Regisseur.
- Animatics: Vier Konzeptanimationen im Vergleich mit der finalen Filmszene. Auch hier gibt es die Möglichkeit, sich eine kurze Einleitung von Guillermo del Toro anzuschauen.
- Board-A-Matics: Dabei handelt es sich um fünf Storyboard-Montagen im Vergleich zur fertigen Szene. Auch hier gibt es eine kurze Einleitung.
- Storyboard Comparsions: Vier Vergleiche zwischen Storyboard und Filmszene mit zwei Sichtwinkeln.

- Maquette Video Gallery: Hier kann sich der Zuschauer sechs verschiedene Skulpturen anschauen und auf Wunsch einzelne Partien in einer detaillierten Ansicht bestaunen.
- Bellamie Hospital: Diese Sektion beinhaltet neun TV Spots und die so genannte "Print Campaign", die Entwürfe und fertige Hellboy-Poster zeigt.

DVD 3
Auch die dritte DVD beginnt wieder mit einer Introduction durch den Regisseur. Wer den Cast & Crew-Kommentar der Kinofassung auf DVD 1 vermisst, wird hier entschädigt - dieser liegt nämlich als Videocommentary vor. Will heißen, dass man die Schauspieler und den Regisseur beim Filmegucken sieht, dazu in Form eines Bild-im-Bild aber auch den Film eingeblendet bekommt.

Production Workshops
Unter diesem Menüpunkt findet man zuerst siebenminütige Licht- und Make-Up-Tests, die von Regisseur Del Toro kommentiert und erklärt werden. Ebenfalls hier gibt es noch so genannte "Visual Effects How To´s". Anhand dreier Szenen wird hier erklärt, wie diese entstanden sind. Die Laufzeiten betragen zwischen zweieinhalb und knapp sechs Minuten.

- Q&A Archive: Diese 23-minütoge Clip ist ein Mitschnitt einer Question & Answer-Runde mit Regisseur Del Toro, Ron Pearlman und Mike Mignola anlässlich der "Comic-Con International". Zu Deutsch bedeutet dies, dass wir hier den Mitschnitt einer Pressekonferenz zu sehen bekommen.
- A Guide to Understanding Comics: Ein gewisser Scott McCloud führt uns gute zwölf Minuten in die Geschichte des Comics ein und berichtet dabei auch über die Anfänge des Genres im Mittelalter.
- Bildergalerien (vier Stück)
- Previews zu anderen Columbia-Titeln

   
 
Wertung:  
     (sehr gut)
     
Gestaltung:

Die Menügestaltung kommt sehr schick und aufwändig daher und so bieten alle drei DVDs sehr ansprechend gestaltete Menüs, die aber leider nicht komplett animiert sind. Schon das Hauptmenü der ersten DVD bietet erstklassige Animationen, die zum Teil aus realen Filmszenen bestehen, aber auch CGI-Grafiken zu bieten haben. Bedauerlicherweise sind einige Untermenüs, wie zum Beispiel die Kapitelanwahl, nicht mit bewegten Bildern ausgestattet, sodass es leider bei einem "gut" bleibt. Dank der Qualität der zu sehenden Animationen wäre aber auch noch mehr drin gewesen. Natürlich hat Columbia auch an die passende Sounduntermalung gedacht.

     
 
Wertung:
  (gut)
     
Bildtest:

Wenn wir uns die vielen RC1-Tests durchlesen und fast durchweg immer von einem perfekten Bild erfahren, dann fragen wir uns, wieso unsere RC3, die identisch zur amerikanischen DVD ist, weit davon entfernt ist, perfekt zu sein.

Bereits die erste Kamerafahrt haut optisch nicht vom Hocker. Der Schwarzwert tendiert ins Graue, der Kontrast wirkt dadurch zu hell und es ist leichtes Blockrauschen zu erkennen. Zwar ist die erste Filmszene durch den starken Regen auch sehr anfällig und bedarf Feinarbeit beim Transfer, dennoch ist die DVD insgesamt weit davon entfernt, perfekt zu sein. Im weiteren Verlauf bessert sich das Bild im Vergleich zur ersten Szene zwar, doch durchgängig gut ist es leider nie. Immer vermag das Bild qualitativ zwischen "gut bis sehr gut" und nur "befriedigend bis gut" hin und her zu pendeln, wobei die etwas schwächeren Szenen vor allem durch leichtes, aber sichtbares Rauschen und eine nur angenehme Schärfe herausstechen.

Dennoch wollen wir nicht verschweigen, dass auch zahlreiche, optisch sehr ansprechende Szenen vorhanden sind. Dabei können vor allem die kräftigen, leuchtenden Farben und der passende Kontrast gefallen. Zwar neigen helle Flächen zum Überstrahlen, sodass der Himmel zum Beispiel in plumpem Weiß erscheint, insgesamt ist die Abstimmung aber gelungen. Wir gehen davon aus, dass die auffälligsten Mängel, das Rauschen und die teils schwankende Schärfe, vor allem durch die relativ niedrige Bitrate verursacht werden. Zwei Stunden Laufzeit, zwei Audiokommentare und verhältnismäßig viele Extras auf der ersten DVD sorgen dafür, dass dem Bild nur ca. 4,2 MBit/s zur Verfügung stehen. Dieser Wert reicht bei einigen DVDs leider aus, gerade bei einem Film wie "Hellboy", der viele Details und schnelle Szenen beinhaltet, ist das aber oft zu wenig.

Leider wird der Zuschauer in den zwei Stunden auch von leichten Nachzieheffekten begleitet, die man unter anderem bei Minute 99 sehr gut erkennen kann. Trotz der meist nur guten Schärfe ist an gewissen Stellen Edge Enhancement zu erkennen.

     
Wertung:
   (gut)
   
Tontest:

Um eines vorweg zu nehmen: Der Ton von "Hellboy" haut richtig rein! Steve Boeddeker, Profi Sound Designer, hat wieder einmal tolle Arbeit geleistet und sorgt dafür, dass die zwei Stunden nie langweilig werden. Steve Boeddeker war bereits am Sound Design von Blockbustern wie "X-Men", "Armageddon" und dem neuen Film "The Village" beteiligt. Also kann man schon fast von einer Garantie ausgehen, dass das Sounderlebnis im Heimkino eine Wucht ist, wenn dieser Mann mit an Bord ist.

Bereits in den ersten zehn Minuten werden sehr viele Effekte, vor allem auch Umgebungsgeräusche, wie der intensive Regen, wiedergegeben, die ein sehr räumliches Klangbild schaffen. Bedenkt man, dass der Film mit einer Laufzeit von rund zwei Stunden recht lang ausgefallen ist, so ist es umso erfreulicher, dass es nur sehr selten wirklich still wird. Es werden fast durchweg Umgebungsgeräusche genutzt, um den 5.1-Ton niemals langweilig wirken zu lassen.

Doch vor allem die Effekte im Actiongeschehen gefallen uns, denn diese klingen sehr dynamisch und weitläufig, sodass der Ton auch ohne EX-Kanal erstaunlich präzise klingt. Der Subwoofer bekommt bei "Hellboy" ebenfalls ordentlich etwas zu tun und so präsentiert sich der Ton mit einer teils brachialen Bassgewalt, die das Wohnzimmer unter Umständen zum Beben bringen dürfte. Die Filmmusik unterstützt die Handlung sehr schön und hält sich oft eher im Hintergrund und verhält sich nie aufdringlich.

   
 
Wertung:
  (sehr gut)
       
Gesamtwertung:

"Hellboy"-Fans werden um dieses 3-DVD-Set nicht herum kommen. Bis auf vier Kurzfilme wurde auch das komplette Bonusmaterial von der Kinofassung übernommen, nur ein Audiokommentar wurde gegen einen anderen getauscht. Hier bekommt man also die volle Packung Bonus geboten und dazu noch einen ungefähr zehn Minuten längeren Director´s Cut. Wer sich mehr Gewalt erhofft, wird enttäuscht sein - bestehen die Änderungen doch vor allem in storytechnischer Hinsicht. Nichtsdestotrotz wird auch die nun 133 Minuten lange Filmversion zu keinem Zeitpunkt langweilig.

Die technische Qualität sieht für Columbia typisch aus. Dies bedeutet grob gesagt, dass die Bildqualität "nur" gut ausfällt, während der Soundtrack wieder einmal vollends gefallen kann.

Auch in Deutschland wird neben der Kinofassung dieses 3-DVD-Set veröffentlicht werden und zwar am 13. Januar 2005. Darüber hinaus wird es für Leute mit dickem Geldbeutel auch noch ein Gift-Set für knapp 70 Euro geben, das zusätzlich zu dem hier getesteten Set auch eine "Hellboy"-Sammlerfigur beinhalten wird.

       
 
Wertung:
  (gut - sehr gut)
  
 
 
Verwandte oder ähnliche Titel:  (Wie funktioniert das?)
 

Hellboy

(RC 3 )
 

Hellboy

(RC 0 )
 

Hellboy - Director´s Cut

(RC 2 )
 
 
Filmkritiken der Leser:
 
Durchschnittliche Leserwertung:
Zahl der Filmkritiken: 1
 
 

 
Filmkritik schreiben

 


© 2015
Digital-Movie.de