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S1m0ne

  

Getestet von Stefan Paulmayer

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

Cover 
Cover-Rückseite 
DVD-Menü 
Photos 
 
 

 

DVD-Daten:

Review Datum: 11.02.2003
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 21.01.2003
   
Originaltitel: S1m0ne (Simone)
Land / Jahr: USA 2002
   
Regie:  Andrew Niccol
Darsteller:  Al Pacino , Catherine Keener , Evan Rachel Wood , Jason Schwartzman , Winona Ryder , Pruitt Taylor Vince , Jay Mohr , Rachel Roberts , Daniel Von Bargen , Darnell Williams , Jim Rash , Ron Perkins , Benjamin Salisbury , Jeffrey Pierce , Jeff Williams , Mitzi Martin , Carole Androsky , Christopher Neiman , Jolie Jenkins , Derrex Brady
       
Bildformat: 2,35:1 Widescreen (anamorph) & 4:3 Vollbild (Pan & Scan)
Tonformat: Englisch DTS 6.1 ES, Englisch Dolby Digital 5.1 EX, Französisch Dolby Digital 2.0 Surround
Untertitel: Englisch, Spanisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Box
Kapitel: 18
Laufzeit: 118 Minuten
TV Norm: NTSC
FSK: keine FSK Freigabe, sondern PG-13
Regional Code: Code 1
Disk Typ: DVD 14 / 2 seitig (zweischichtig/einschichtig)
Anbieter: Alliance Atlantis DVD/ New Line Home Video
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Pioneer VSX-D1011 (THX Select, Dolby Digital EX, DTS-ES)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-EP10 (HDMI)
Blu-ray-Player: Samsung BD-P1000 (via HDMI) und Panasonic DMP-BD50 (via HDMI, PCM 5.1, 1080p24)
TV: Loewe Aventos 3981 ZW (100Hz, 16:9)
Beamer: Sanyo PLV-Z4 (kalibriert auf 6500K, Gamma 2.2)
Lautsprecher: Canton 4 x CT 220, 1 x CT 20 CM, 2 x Plus XL, AS25


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Computergenie Hank Aleno hinterlässt dem brillanten, aber erfolglosen Regisseur Viktor Taransky ein neues Computerprogramm namens "Simulate One".
Dieses ermöglicht die virtuelle Generation eines lebensechten und absolut real wirkenden menschlichen Charakters.
Nachdem Viktor von seinem Studio gefeuert wurde, die Dreharbeiten zu seinem aktuellen Film abgebrochen worden sind und er aufgrund seines Rufes als Loser keinen Star findet, der mit ihm zusammenarbeiten will, kommt ihm dieses Geschenk gerade recht. Aus den größten Filmschauspielerinnen der Geschichte erschafft Viktor die zauberhafte und einzigartige "Simone".
Mit ihr als Star vollendet er seinen Film, der sogleich zum großen Erfolg wird. Jeder will "Simone", aber keiner kann sie kriegen - das steigert natürlich die Nachfrage.
Getrieben von Geltungsdrang treibt Viktor das Spiel immer weiter, um am Ende erkennen zu müssen, dass seine eigene Kreation ihn langsam aber sicher aufzufressen droht...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Cyber Stardom: knapp 8-minütige Featurette, die einen Mix aus Behind-the-Scenes-Aufnahmen, Ausschnitten aus dem Film und Interviews bietet. Aufgrund der Kürze lässt sich diese Featurette nicht als wirkliches "Making of" bezeichnen. Außerdem hat sie zu sehr den altbekannten "Werbe-Touch"...
Simulating S1m0ne: diese knapp 7-minütige Featurette zeigt wie die Szenen mit Pacino und Simone und die Special Effects entstanden sind.
Deleted Scenes: Hier findet man ganze 19 gelöschte oder alternative Szenen, allesamt präsentiert in 2,35:1 Widescreen und mit 5.1-Ton.
Abgerundet wird die Bonusausstattung von einem Teaser- sowie dem Kinotrailer.
Im DVD-Rom-Bereich findet der Interessierte noch das Drehbuch zu "S1m0ne" samt der Möglichkeit, es simultan zum Film zu lesen.

   
 
Wertung:  
     (ausreichend - befriedigend)
     
Gestaltung:

Wie eigentlich immer bei "New Line"-DVDs erfreut die DVD mit einem wirklich gelungenen und ansprechenden Menü-Design, das sich wieder einmal völlig dem Filmsujet anpasst. Animation, Musikunterlegung und anamorphe Abtastung gehören sowieso zum "New Line"-Standard.
An solchen Menüs sollten sich manche deutschen "Menü-Verbrecher" orientieren...

     
 
Wertung:
  (gut - sehr gut)
     
Bildtest:

Auch dieser Transfer von New Line Cinema gehört alles in allem zur sehr guten Kategorie. Vor allem die Bildschärfe kann als fast perfekt bezeichnet werden. Auch das Rauschverhalten ist bis auf leichtes Hintergrundrauschen in einigen wenigen Szenen sehr gut gelungen.
Teilweise hat "S1m0ne" eine recht eigenwillige Farbgebung, diese wird jedoch auf der DVD kräftig und ohne Tadel wiedergegeben.
Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt. Die größte Schwäche des Bildes stellt der Kontrast dar. Insgesamt ist er zu steil geraten - helle Flächen überstrahlen extrem, insgesamt wirkt der Transfer aber einen Tick zu dunkel. Besonders schlimm ist dieser Mangel nicht, dennoch hätte ein etwas besserer Kontrast die Endnote deutlich erhöht.

Auf Seite 2 dieser DVD-14 findet sich übrigens die 4:3 Pan & Scan-Fassung. Hier kann sich der Banause selbst ein Bild über die Unterschiede zwischen 2,35:1-Widescreen und Vollbild machen und erleben, wie man die Atmosphäre eines Filmes durch Wegschneiden von knapp 40% Bildinhalt zerstören kann.

     
Wertung:
   (gut)
   
Tontest:

Wieder stehen DTS oder Dolby Digital zur Wahl. Und wieder einmal lässt sich ein großartiger Unterschied nicht wirklich feststellen. Nur damit wir uns nicht falsch verstehen: es ist durchaus löblich, dass einem die Wahl gelassen wird - nur wird sich der Sinn des DTS-Ton in diesem Fall wohl nur Besitzen eines 6.1 discrete-Decoders erschließen. Alle anderen werden hervorragend mit dem Dolby-Track leben können.
Der Ton selbst ist gut ausgesteuert und mit einigen netten Surroundeffekten ausgestattet, wenngleich sich diese aber eher auf die gute Wiedergabe von Umgebungsgeräuschen begrenzen. "S1m0ne" gehört auch sicherlich nicht zu jenen Filmen, von denen man einen perfekten 5.1- oder gar 6.1-Ton erwarten würde. Vielmehr ist es bei solchen Filmen wichtig, dass die Atmosphäre des Filmes übertragen wird und das tut dieser Soundtrack sicherlich. Die wuchtige Bassspur sorgt überdies für den nötigen Druck.
Alles in allem eine solide und sehr zufriedenstellende Leistung.

   
 
Wertung:
  (gut - sehr gut)
       
Gesamtwertung:

Weder "Infinifilm" noch "Platinum Series" - an der Ausstattung sieht man, dass "S1m0ne" - unberechtigterweise - an den Kinokassen vorübergegangen ist. Dementsprechend stiefmütterlich behandelt New Line leider diese Filmperle.
Zumindest einen Vorteil hat die DVD aber gegenüber der Platinuminifilmspecialedition - hier gibt es englischen Untertitel.
Technisch geht die DVD in Ordnung, vor allem auch weil der beim Bild bemängelte steile Kontrast durchaus gewolltes Stilmittel sein kann - mangels tiefgehender Hintergrundinfos wissen wir das allerdings nicht genau.
Wie auch immer, da es bislang noch keinen deutschen Kinostarttermin - geschweige denn einen der DVD - gibt, ist diese RC1 erste Wahl.

       
 
Wertung:
  (gut)
  

 
 
Der Standpunkt - das denken unsere Redakteure über diesen Film:

Stefan Paulmayer
 

 

In "S1m0ne" zeigt Andrew Niccol wie die moderne - vom Menschen erschaffene - Technik letztendlich über den Menschen siegen kann.
Ein weiteres Mal erschafft der Drehbuchautor von "Die Truman Show" eine künstliche Welt. Diesmal ist jedoch nicht ein Mensch in ihr gefangen - wie Truman in seiner von anderen Menschen erschaffenen Welt -, sondern diesmal dringt die künstliche Welt - hier in Gestalt der nur aus Pixeln bestehenden Simone - weit in die reale Welt ein und bringt diese gehörig durcheinander.
Al Pacino spielt den erfolglosen, aber durch ein neuartiges Computerprogramm gesegneten, zweifach Oscar-nominierten Regisseur Viktor Taranski, der sich anfangs durch seine Kreation Simone schnellen Ruhm und Reichtum erhofft, aber nicht merkt, wie er Simone langsam aber sicher zur Reflexion seiner eigenen Geltungswünsche werden lässt. Irgendwann reicht eine Leinwand-Karriere Taranski nicht mehr, Simone soll auf Magazin-Covern posieren, sich für den Playboy ausziehen, TV-Interviews geben und eine Gesangskarriere samt groß von "Taranski Pictures" promoteten Auftritt vor tausenden Fans starten.
Am Höhepunkt verschmelzen Taranski und Simone quasi zu einer Person.

Pacinos Performance mag vielleicht nicht an seine früheren Glanzleistungen, zum Beispiel in "Scarface", "Carlito´s Way" oder "Scent of a Woman" heranreichen, dennoch liefert er wieder eine solide Schauspielleistung ab, die so manchen jungen "Nachwuchs"-Star in Grund und Boden versinken lässt.

Ein weiterer Aspekt des Filmes: die schonungslose Abrechnung mit neureichen, präpotenten und spät-pubertierenden Möchte-gern-Schauspielern, denen ihr Ruhm und ihre Bekanntheit zu Kopf gestiegen ist. So mancher "Star" dürfte sich hier ertappt fühlen...

Prädikat: sehenswert!

 

Wertung:

(sehr gut)

 
 
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