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The Constant Gardener

Spotlight Series

  

Getestet von Stefan Paulmayer

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 03.03.2006
   
Deutscher Titel: Der ewige Gärtner
Originaltitel: The Constant Gardener
Land / Jahr: USA 2005
Genre: Thriller
   
Regie:  Fernando Meirelles
Darsteller:  Ralph Fiennes , Rachel Weisz , Herbert Kounde , Danny Huston , Daniele Harford , Packson Ngugi , Damaris Itenyo Agweyu , Bernard Otieno Oduor , Bill Nighy , Keith Pearson , John Sibi-Okumu , Donald Sumpter , Archie Panjabi , Nick Reding , Gerard McSorley , Juliet Aubrey , Jacqueline Maribe , Donald Apiyo , Pete Postlethwaite , Samuel Otage
       
Bildformat: 1,85:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Englisch (Dolby Digital 5.1), Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Englisch, Französisch, Spanisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Clone
Kapitel: 21
Laufzeit: 129 Minuten
TV Norm: NTSC
FSK: keine FSK Freigabe, sondern R
Regional Code: Code 1
Layerwechsel bei: 86:37
Disk Typ:
Anbieter: Universal Pictures Home Entertainment/ Focus Films
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Pioneer VSX-D1011 (THX Select, Dolby Digital EX, DTS-ES)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-EP10 (HDMI)
Blu-ray-Player: Samsung BD-P1000 (via HDMI) und Panasonic DMP-BD50 (via HDMI, PCM 5.1, 1080p24)
TV: Loewe Aventos 3981 ZW (100Hz, 16:9)
Beamer: Sanyo PLV-Z4 (kalibriert auf 6500K, Gamma 2.2)
Lautsprecher: Canton 4 x CT 220, 1 x CT 20 CM, 2 x Plus XL, AS25


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Der britische Diplomat Justin und seine Frau Tessa leben in einem afrikanischen Land. Während Justin seinen diplomatischen Geschäften nachgeht, leistet seine Frau gemeinsam mit einem befreundeten Arzt Entwicklungshilfe und humanitäre Hilfsarbeit. Dabei stoßen die beiden auf Ungereimtheiten im Zusammenhang mit von Pharmakonzernen zur Verfügung gestellten Medikamenten. Trotz mehrerer Warnungen lassen die beiden nicht locker - eine Entscheidung mit tödlichen Folgen...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

- Deleted Scens: Die knapp zehn Minuten an gelöschten Szenen liegen im Letterbox-Format und mit 2.0-Ton vor und haben leider keinen optionalen Regiekommentar zu bieten.
- Extended Scene: Auch diese zehnminütige Version der Harumba-Theaterszene liegt nur im Letterbox-Format vor.
- Embracing Africa - Filming in Kenya: In dieser gut neunminütigen Featurette geben Cast & Crew ihre Eindrücke von den Dreharbeiten in Afrika wieder.
- John Le Carré - From Page To The Screen: Auch diese Featurette läuft mit acht Minuten nicht sonderlich lang. Dennoch fällt sie wie die vorher gehende sehr interesant aus. John Le Carré gibt dabei einen Einblick in die Entstehung der Story.
- Anatomy Of A Global Thriller: Diese zwölf Minuten dauernde Featurette ist als Making Of zu verstehen. Wie manch anderes Making Of ist die Kurzdoku leider mehr eine Inhaltsangabe denn ein tiefgründiges Making Of. Dazu tragen auch die vielen Filmausschnitte bei, die mit den Interviews und Aufnahmen vom Set quergeschnitten wurden.

   
 
Wertung:  
     (ausreichend - befriedigend)
     
Gestaltung:

Betrachtet man nur das Hauptmenü dieser DVD könnte man hochzufrieden sein. Dieses wurde nämlich ansprechend gestaltet und mit Ton unterlegt. Die Gestaltung besteht dabei aus dem Film entnommenen Szenen, die zu animierten Elementen verbunden wurden. Leider besteht der Rest der Menüs nur aus relativ billig wirkenden Standbildmenüs, die nun wirklich nicht ansprechend daher kommen. Daher gibt es trotz des schönen Hauptmenüs nur ein...

     
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
     
Bildtest:

"The Constant Gardener" bietet ein recht eigenartiges Bild, wobei dies durchaus nicht negativ zu verstehen ist. Vielmehr wurde teilweise mit Stilmitteln gearbeitet, die dem Transfer am Ende einen recht eigenen Look verpassen. So wechselt die Farbdarstellung im Verlauf des Filmes teilweise recht stark. Es fängt mit einem deutlich in Grün getauchten Bild an. Die Rückblenden, die immer wieder die Film-Gegenwart unterbrechen, weisen hingegen eine komplett andere, nämlich recht natürliche Farbgebung auf. Gegen Ende des Filmes wiederum sind sehr oft in Blau gehaltene Szenen anzutreffen. Stets ist die Sättigung der Farben aber nicht sehr hoch, sodass sich eine insgesamt teils recht blässliche Farbdarstellung darbietet.

Der Kontrast neigt dazu, den hellen Himmel leicht überstrahlen zu lassen. Ansonsten jedoch bildet der Kontrast das Bild stets recht gut ab. Besonders Nachtszenen wirken durchaus gut getroffen. Auch das Rauschverhalten kann sich von Szene zu Szene unterscheiden. Viele Szenen, vor allem Außenaufnahmen in Afrika, sind komplett rauschfrei und wirken daher äußerst hochwertig. Andere Szenen wiederum weisen durchaus leichtes Hintergrundrauschen auf.

Bleibt am Ende noch die Bildschärfe. Auch hier fällt eine durchgehende Benotung ein bisschen schwer. Viele Szenen bieten nämlich eine sehr hohe Bildschärfe. Da wirkt das Bild dann sehr fein und detailreich. Jedoch ist konstant ein störendes Edge Ehancement auszumachen, was den guten Eindruck dann doch trübt. Stellenweise wirkt der Transfer auch zu weich.

     
Wertung:
   (gut)
   
Tontest:

Tonmäßig bietet "The Constant Gardener" nicht allzu viel bzw. kann der Film seinetwegen auch nicht allzu viel bieten. Da es sich hierbei um keinen "herkömmlichen" Thriller mit vielen spannungsgeladenen Actionszenen handelt, sondern der Film seine Story eher in ruhigen Bildern erzählt, bleibt dem Ton eigentlich nur die Abbildung der Umgebungsgeräusche sowie die Musik übrig, um Räumlichkeit entstehen zu lassen.

Hauptsächlich lebt der Film von den Dialogen und die werden durch den Dolby-Track sehr gut transportiert. Am Ende wäre jedoch durchaus mehr drin gewesen. Zu oft hätte man sowohl die Musik als auch die Umgebungsgeräusche noch deutlicher und weniger zurückhaltend auf die hinteren Kanäle legen können, um damit den räumlichen Eindruck zu erhöhen.

   
 
Wertung:
  (gut)
       
Gesamtwertung:

Die DVD zu "The Constant Gardener" kann am Ende leider nicht so gefallen wie wir uns das gewünscht hätten. Mag die Technik noch in Ordnung sein, lässt jedoch das Bonusmaterial aus und liefert im Endeffekt einfach zu wenig wirklich brauchbares Material. Auch die Menügestaltung reißt einen nicht vom Hocker.

Jedoch zeigt sich auch bei dieser DVD die verfehlte Verleihpolitik deutscher Vertriebe. Während diese DVD seit Januar 2006 in den USA erhältlich ist, startete der Film in deutschen Kinos erst später. Für die Ungeduldigen und jene, die auf deutschen Ton keinen Wert legen, bietet sich also wieder einmal die Chance, Geld zu sparen und statt teurer Kinokarten lieber gleich zur DVD zu greifen.

       
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
  

 
 
Der Standpunkt - das denken unsere Redakteure über diesen Film:

Stefan Paulmayer
 

 

Die Welt ist hart und ungerecht. Die westliche Welt - hier vertreten durch die britische Regierung und die kanadische Pharmaindustrie - bedeutet Afrika aus und wenn jemand dieser Ausbeutung den Kampf ansagt, endet dies meist mit dem Tod. Gefährliche Söldner, meist britischer Provenienz, werden dann beauftragt, um dem revisionistischen Treiben ein Ende zu setzen.

Die freigeistige Tessa, eine Tochter aus reichem und gutem Haus, nebenbei tätig für Organisationen wie Amnesty, heiratet den britischen Diplomaten Justin, der anfangs wohl so etwas wie ein Gegenpol zu ihrer revisionistischen Art ist.

Klingt alles nicht neu - stimmt. "The Constant Gardener" schafft es dennoch aus diesen wenig originellen Ingredienzen einen sehr spannenden Thriller zu basteln. Dabei kommt dem Film sehr zugute, dass er nicht den üblichen Aufbau eines Thrillers verwendet, sondern recht geschickt mit Flashbacks arbeitet, hier und da Dinge andeutet, diese dann erst später aufklärt und immer wieder auf die Liebesgeschichte zwischen Tessa und Justin zurückkommt. Langsam erst bekommt der Seher die Hintergründe mit, die hinter der im Film recht früh vorkommenden Ermordung von Tessa stecken. Erst schrittweise breitet sich die Story in ihrer Tiefe aus und wird voll sichtbar, als ihr verzweifelter Ehemann Justin tiefer in die Verwicklungen "seiner" Regierung vordringt.

Am Ende sitzt man vor dem Film und denkt sich: "In was für einer Welt wir doch leben?". Wie John Le Carré im Abspann selbst schreibt, basiert sein Roman, "Gott sei Dank" - wie er schreibt - nicht auf wahren Begebenheiten, wobei die Realität, wie auch Le Carré konstatiert, wahrscheinlich noch schlimmer sein dürfte.

"The Constant Gardener" schafft es gut, eine spannende Geschichte aus ursprünglich nicht sonderlich aufregenden Versatzstücken (siehe erster Absatz) zu zimmern und dabei auch zum Nachdenken über die Welt anzuregen.

Die Darsteller liefern durchweg sehr gute Darstellungen - ob jedoch die Oscarnominierung für Rachel Weisz tatsächlich Not tat, soll jeder für sich selbst entscheiden. Man kann nur hoffen, dass der Academy Award stattdessen an Michelle Williams gehen wird, denn bei allem Respekt für Rachel Weisz - ihre Nominierung erinnert doch sehr eine Verlegenheitsnominierung, damit dieser sicherlich recht gute Film nicht nur in technischen Nebenkategorien nominiert ist.

 

Wertung:

(gut - sehr gut)

 
 
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