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Es geschah am hellichten Tag

  

Getestet von Christian Bartsch

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 13.01.2004
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 01.12.2003
   
Deutscher Titel: Es geschah am hellichten Tag
Originaltitel: Es geschah am hellichten Tag
Land / Jahr: D/CH/ES 1958
Genre: Thriller
   
Regie:  Ladislao Vajda
Darsteller:  Heinz Rühmann , Gert Fröbe , Siegfried Lowitz
       
Bildformat: 4:3 Vollbild
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 2.0 mono), Deutsche Hörfilmfassung für Blinde (Dolby Digital 2.0 mono)
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Box
Kapitel: 24
Laufzeit: 95 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: ufa home entertainment
     
Testequipment: Für den Test genutztes Equipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

In einem Wald in der Nähe einer Straße wird ein ermordetes Mädchen gefunden. Die Polizei ist nervös, denn zwei ähnliche Morde, die vor einigen Jahren verübt worden waren, konnten bisher nicht aufgeklärt werden. Der Hausierer Jacquier wird sofort der Tat verdächtigt, obwohl er selbst die Polizei auf die Leiche des Mädchens aufmerksam gemacht hatte. Doch Kommissar Matthäi ist von Jacquiers Unschuld überzeugt. Er hat den Eltern der ermordeten Gritli Moser "bei seiner Seeligkeit" versprochen, dass er den Mörder finden wird. Er erinnert sich an eine Zeichnung des ermordeten Kindes, auf der kleine stachelige Bälle, ein sehr großer Mann und ein Auto zu erkennen waren. Es könnten Trüffel sein, die ein Mann mit einem Auto dem Opfer geschenkt hat. Matthäi mietet eine Tankstelle an der Straße. Er nimmt die junge Frau Heller und ihr Töchterchen Annemarie als Lockvogel ins Haus. Aber sind seine Schutzmaßnahmen für das Kind ausreichend? Dann wird Annemarie eines Tages von einem Fremden angesprochen...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Die Extras sind etwas spärlich gesäät, was für einen Film dieser Reputation schade ist. Man muss zwar bedenken, dass der Titel zwar recht alt ist, dennoch gibt es immer Möglichkeiten, interessantes Zusatzmaterial mitzuliefern. Ein Beispiel, dass dies meist möglich ist, zeigt immer wieder die amerikanische Criterion Collection.

Die Extras zu diesem Titel bestehen größtenteils aus Fotos, und so gibt es derer auch gleich ein ganzes Arsenal. Die Bilder wurden dazu in die Rubriken "Szenenfotos", Werkfotos" und "Pressefotos" unterteilt. Leider wurden in alle Bilder recht unnötige Quellenverweise und weitere Details fest eingebrannt, so dass das Betrachten der vielschichtigen Galerien nur begrenzt Freude bereitet. Unter dem Begriff "Chronik eines Klassikers" finden sich gleich eine Reihe von Texttafeln, die die Entstehung dieses Films auf der Grundlage des Romans von Friedrich Dürrenmatt schildern. Schade, dass es hier nicht zu einem umfangreicheren Hintergrundbericht in Form einer Retrospektive gereicht hat. Ebenfalls enthalten ist der Trailer des Films, Biografien in Form von Texttafeln, sowie eine kurze Werbeveranstaltung, sprich ein Auszug aus dem Hörbuch, bei dem allerdings das Buch vertont und nicht etwa ein separates Hörspiel angefertigt wurde.

Ebenfalls zu den Extras gehört sicherlich die vorbildliche Hörfilmfassung für Blinde. Es ist schade, dass nicht mehr Filme mit dieser Option ausgestattet werden. Zwar eigenen sich natürlich keine Actionfilme für eine solche Bearbeitung, aber gerade bei Dramen oder Krimis ist die Möglichkeit, dass auch blinde Mitmenschen in den Genuss eines solchen Titels kommen, herausragend und ein klares Signal.

   
 
Wertung:  
     (ausreichend - befriedigend)
     
Gestaltung:

Das Menü ist durchgängig animiert und mit der spannungsgeladenen Musik des Films unterlegt worden.

Nach einer passenden Einstimmung landet man im Hauptmenü, das wie schon bei "Der Blaue Engel" sehr liebevoll und stilistisch passend aufgemacht wurde. Die geschwungene Schrift ist gut lesbar und passt gleichzeitig gut zum Inhalt.

Lediglich das Untermenü der Extras und für die Einstellungen sind nur statisch.

     
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
     
Bildtest:

Seit 1958 sind schon einige Liter Wasser die deutschen Flüsse entlang geflossen, und somit ist das Bildmaster auch leider nicht mehr im besten Zustand.

Über dem kompletten Film liegt ein leichter Schleier in Form eines regelmäßigen Musters, das entfernt an eine Art Jutestruktur der bekannten Tragetaschen erinnert. In wie weit hier die Abtastung verantwortlich ist, können wir leider nicht sagen. Die Kantenschärfe des Transfers ist augenscheinlich gut, unserer Meinung vielleicht sogar einen Tick zu gut, denn es wurde offenbar digital nachgeschärft. Die Detailzeichnung hingegen ist leider nur als ausreichend zu betrachten.

Der Kontrast rangiert im gediegenen Mittelfelt, leistet sich aber keinen wirklichen Ausrutscher. Als annehmbar darf man auch die Bilddichte bezeichnen, bei der sich kein störendes Flackern zeigt. Verschmutzungen sind in größerem Umfang nicht auszumachen, was auf eine erfolgte Restauration (wenngleich nicht so umfassend wie bei "Metropolis") hindeutet. Einige Kratzer sind dennoch übrig geblieben, hier handelt es sich allerdings mehr um gröbere Fehler, wie z.B. Kratzer, die sich in Form von Fäden über einen längeren Zeitraum im Bild zeigen, und wohl auch nur sehr schwer zu korrigieren gewesen wären (da die benachbarten Bilder ebenfalls betroffen sind, und somit keine digitale Umkopierung der Bildteile stattfinden konnte).

Insgesamt darf man mit dem Transfer noch zufrieden sein, wenngleich wir eben schon bessere, ältere, Filme haben auf DVD bewundern dürfen.

     
Wertung:
   (befriedigend)
   
Tontest:

Der Ton liegt als Twin mono auf den beiden Frontlautsprechern vor. Somit hört man nicht alles aus dem Center, als einer eher sterilen Soundquelle, sondern aus den "kräftigsten" Boxen des Systems.

Das generelle Klangbild ist für Lichtton recht ausgewogen und macht vor allen Dingen beim Frequenzgang eine gute Figur. Besonders in Einstellungen, bei denen das Mikrofon recht nah am Geschehen sein konnte, weisen die Stimmen durchaus sogar ein brauchbares Bassfundament auf, was für alte Filme doch eher ungewöhnlich ist.

Verzerrungen haben wir ebenfalls nicht in größerem Umfang wahrnehmen können. Das Rauschen wurde in der Nachbearbeitung reduziert, was allerdings (sehr selten) zu einer etwas sterileren Klangkulisse führt.

Insgesamt wurde die Tonspur sehr sorgfältig überarbeitet, so dass es keinen Anlass zur Klage gibt. Im Gegenteil, hier kann der Film sogar angenehm überzeugen. Wie üblich, nehmen wir die Mono-Spur von der Wertung aus.

   
 
Wertung: -
  (keine Wertung)
       
Gesamtwertung:

"Es geschah am hellichten Tag" zeigt Heinz Rühmann in seiner vielleicht nachdenklichsten und düstersten Rolle seiner ganzen Laufbahn. Hervorragende Darsteller, wie der geniale Gert Fröbe oder auch Siegfried "Der Alte" Lowitz, machen diesen Film, wie schon Fritz Langs "M", zu einem Klassiker deutscher Filmgeschichte mit Gänsehautgarantie. Friedrich Dürrenmatts moralisch schwer verdaulicher Stoff darf leider auch heute als noch aktuell angesehen werden.

Die technische Umsetzung darf man angesichts des Alters als gelungen betrachten. "Es geschah am hellichten Tag" ist eine DVD, die daher in keinem gut sortierten Filmregal fehlen sollte.

       
 
Wertung:
  (befriedigend)
  

 
 
Der Standpunkt - das denken unsere Redakteure über diesen Film:

Christian Bartsch
 

 

Ein düsterer und bizarrer Thriller, der vor allen Dingen durch die (vermeintlich) realistische Darstellung eines fabelhaft spielenden Gert Fröbe, ein Zeichen für den deutschen Film setzte.

Die Geschichte wird spannend und packend erzählt und kann wohl nur noch von Friedrich Dürrenmatts späterem Roman "Das Versprechen" übertroffen werden.

 

Wertung:

(sehr gut)

 
 
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