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Mein Name ist Nobody

  

Getestet von Christian Bartsch

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 16.09.2005
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 15.08.2005
   
Deutscher Titel: Mein Name ist Nobody
Originaltitel: Il mio nome è Nessuno
Land / Jahr: I/F/D 1973
Genre: Western
   
Regie:  Tonino Valerii , Sergio Leone
Darsteller:  Terence Hill , Henry Fonda , Jean Martin , Piero Lulli , Mario Brega , Marc Mazza , Benito Stefanelli , Alexander Allerson , Rainer Peets , Antoine Saint-John
       
Bildformat: 2,40:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 2.0 mono), Englisch (Dolby Digital 2.0 mono)
Untertitel: Deutsch, Englisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Pozzoli Pak
Kapitel: 32
Laufzeit: 112 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer (2x)
Anbieter: Paramount Pictures Home Entertainment
     
Testequipment: Für den Test genutztes Equipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Mexiko, 1898. Den legendären Wilden Westen gibt es nicht mehr. Dennoch macht sich ein Jungspund mit strahlend blauen Augen namens Nobody auf den Weg, das Erbe des großen Revolverhelden Jack Beauregard anzutreten. Dieser möchte sich in seiner Heimat Frankreich zur Ruhe setzen. Doch um nach New Orleans und von dort nach Europa zu kommen, braucht er Geld. Soviel, dass er alle moralischen Bedenken verwirft und Sullivan, den Mörder seines Bruders um Hilfe bittet. Minenbesitzer Sullivan ist für die schmutzigen Geschäfte der gefürchteten Banditentruppe "wilde Horde" verantwortlich. Diese verbreiten im ganzen Land Angst und Schrecken. Nobody will sein großes Idol nicht so niedergeschlagen davon ziehen lassen. Sein Ziel ist es, Beauregard einen guten Abgang zu verschaffen, indem er ihn gegen die 150köpfige "wilde Horde" antreten lässt. Hartnäckig folgt er dem Revolverschwinger überall hin und fördert die ihn umgebende Legende, denn Nobody will sich selbst zu seinem Nachfolger machen. Die besten Vorraussetzungen bringt Nobody mit: ein sicheres Auge, eine schnelle Hand, genug Mut und Humor. Es ist ein großer Tag für den alten Westen, als sich Jack und Nobody endlich gegenüber stehen.

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Die Extras der Disc sind, gemessen am Alter des Titels, doch recht umfangreich. Neben einigen Featuretten, wie einer mit Musik unterlegten Galerie, Pressebüchern und ein paar Ausschnitten aus der 8mm Fassung des Films.
Besonders die Doku "Nobody Is Perfect: Leones Grabgesang auf den Western der alten Generation" ist mit über 70 Minuten Laufzeit sehr umfangreich ausgefallen. Leider wirkt die Dokumentation sehr langatmig und bringt reichlich Pathos mit. Neben einigen gewagten Thesen hätte man den Inhalt sicherlich auch in deutlich weniger als einer Stunde erzählen können.

"Noody ´Dusted´ - Der Film vor und nach der Restauration" präsentiert eine gute halbe Stunde Einblicke in die Entstehung der neuen Version auf DVD, inklusive der Entwicklung des Heimkinos. Auch hier hätte man sich ein wenig mehr auf den Film, als auf die allgemeine Entwicklung des Heimkinos beschränken können, dazu kommt, dass der Kommentar mit den vielen Anglizismen eher aufgesetzt klingt.

   
 
Wertung:  
     (befriedigend - gut)
     
Gestaltung:

Das Menü wirkt altbacken, bietet aber sowohl Musikuntermalung, als auch Animationen, sogar bei der Kapitelauswahl. Nur stilistisch kann man sicher geteilter Meinung sein, denn die in Photoshop stilisierten Konterfeis der beiden Hauptdarsteller wirken weder modern, noch gekonnt.

     
 
Wertung:
  (befriedigend)
     
Bildtest:

Beim Bild fällt es schwer, eine Aussage zu treffen. Dies liegt an einem Umstand, der erklärt werden will. Das für diese DVD-Auflage hergestellte neue Master wurde von TLEFilms in Berlin aufgrund einer Neuabtastung des Negativs in Italien gemacht. Undankbarerweise verwendeten die italienischen Telecine-Operator das Negativ, das aufgrund spezieller Schaltkerben im Abtaster öfter "durchrutscht" und dabei leider wahrnehmbare Verzerrungen des Bildes in der Nähe der Klebestelle verursacht. Dennoch wurde in Berlin das gesamte Bild digital überarbeitet und das Ergebnis ist wirklich sehr überzeugend, bedenkt man doch, dass hier ein über 30 Jahre alter Film gezeigt wird. Von den Verzerrungen ist so letztlich nur noch wenig zu sehen. Abgesehen von einigen alterungsbedingt nicht zu vermeidenden Ungenauigkeiten bei der Farbwiedergabe, erscheint das Bild sauber und frisch, ohne störende Kratzer oder Verschmutzungen, die größtenteils ohne die Verwendung von Rauschfiltern entfernt wurden. Leider verwendet die Telecine-Mannschaft in Rom bereits digitale Rauschfilter, weshalb das Bild nicht immer die Knackigkeit aufweist, die ihm zustehen würde. Der Kontrast größtenteils perfekt, Überstrahlen lässt sich nicht ausmachen, lediglich einige dunkle Bildteile saufen minimal ab, was allerdings schon bei der Uraufführung im Kino so gewesen sein dürfte, hier kann man am Ende der Wiedergabekette allenfalls spekulieren. Wir tippen aber darauf, dass das Negativ hier nicht mehr hergab.

Etwas mißmutiger stimmt uns allerdings das Encoding der DVD, das zweifelsohne merkwürdig ist. Bei der Wiedergabe vom Pioneer 868 über HDMI an den Z3 traten zum ersten Mal mit diesem Equipment sichtbarer Zeilensprung auf, was sonst eigentlich nur bei der Wiedergabe von Videomaterial mit Halbbildern der Fall ist und dann durch das Zuschalten des Deinterlacers behoben werden kann. Die Krux am vorliegenden Fall ist allerdings die Tatsache, dass "Nobody" nun wirklich nicht auf Video, sondern auf Film gedreht wurde. Demnach müssten, selbst bei Wiedergabe von DVD, die prinzipiell immer interlaced erfolgt, die beiden Halbbilder eines Vollbildes, da sie von ein und demselben Filmbild stammen, zueinander passen. Der Deinterlacer oder auch Linedoubler genannt macht prinzipiell nichts anderes, als beide Halbbilder wieder zu kombinieren. Anders ausgedrückt: das Bild dürfte nicht optisch zerreißen, wenn die geraden und die ungeraden Zeilen vom gleichen Bild stammen. Selbst wenn der Player aufgrund eines fehlenden Flags (so die Information von TLEFilms Senior Producer Torsten Kaiser) das Material als Halbbilder interpretieren würde, sollte sich am Ergebnis nichts ändern, da zwischen den beiden Halbbilder kein zeitlicher Versatz sichtbar werden dürfte. Somit dürfte dann, wie schon angemerkt, der Deinterlacer leichtes Spiel haben, da lediglich Halbbild 1 und Halbbild 2 mittels Weave (eine simple Addition der Zeilen) kombiniert werden könnten.

Wir stellten dazu zwei Versuche an: wir machten mit Power DVD Version 4.0 einige Screenshots und extrahierten darüber hinaus auch Bilder aus der DVD. In beiden Szenarien ist eindeutig zu erkennen, dass die geraden Zeilen nicht zu den ungeraden Zeilen passen wollen. Hier geht es also nicht um ein falsch gesetztes Flag, sondern um eine zeitliche Differenz zwischen den Halbbildern, die nur so erklärt werden kann, dass diese nicht vom gleichen Filmbild stammen. Gegenproben mit anderen DVDs, deren Inhalt zwar progressiv vorliegt, aber falsch beflaggt ist (z.B. "Der WiXXer"), fielen wie zu erwarten aus. Obwohl das Bildmaterial angeblich mit Halbbildern vorliegt, schritt unser Scaler nicht ein, sondern gab die Zeilen ohne jegliche Veränderung an den Projektor weiter. Unsere Fotos zeigen zwei Bilder aus dem Film, die wir aus technischen Gründen beschnitten haben, ohne diese allerdings zu skalieren. Somit ist nur ein Ausschnitt sichtbar, der das Problem aber deutlich darstellt.

Bewertungstechnisch stecken wir somit in in der Klemme. Das Bild wurde wirklich sehr schön und sauber restauriert. Leider aber haben möglicherweise Projektorbesitzer (unsere Testkonstellation stellt TLEFilms nach eine Minderheit dar, was wir nicht ganz nachvollziehen können) eventuell keine Freude an dieser Mühe, da die Wiedergabe (bei uns) nur mit zugeschaltetem Deinterlacer erfolgen kann. Auf dem Fernseher hingegen sieht der Transfer fast so frisch aus, als käme der Film gerade aus dem Kino.

Wir werden das Thema weiter verfolgen und können eigentlich nur hoffen, dass wir uns diesmal irren. Dann nämlich wäre die DVD wirklich nah an der definitiven Auflage.

     
Wertung:
   (befriedigend)
   
Tontest:

Die Nobody-Filme wurden seinerzeit von Rainer Brandt ins Deutsche übertragen, weshalb man mit den typischen Zoten des berliner Synchronmeisters leben muss, der auch schon "Die 2" bearbeitete. Es sei allerdings erwähnt, dass sich die Lager in diesem Punkt wirklich teilen. Während die einen die Synchro sehr stimmig finden, mögen andere Zuschauer sicher lieber Übersetzungen, die näher am Original sind. Hier gibt es aber natürlich immer noch die Möglichkeit, die englische Originalversion zu hören, in der Terence Hill allerdings ebenfalls von einem Synchronsprecher "gedubt" wurde.

Beide Fassungen sind nur mono, was sowohl löblich, als auch sinnvoll ist, denn aus einer bestehenden Summe lässt sich eben kein Surround mehr machen, auch wenn die Macher bei MGM da ganz anderer Meinung sind und bisweilen auch Klamotten aus den 60ern völlig schmerzfrei 5.1 Upmixes spendieren. Ob das dann letztlich bei der Wiedergabe auf einem Mono-Fernseher wieder wie das Original klingt, darf stark bezweifelt werden.

In diesem Fall aber forderte das Restaurationsteam konsequent mono, was für die DVD dann mit in einer Twin-Mono Codierung über 2.0 beherzigt wurde.

Die deutsche Mischung wurde darüber hinaus in Sachen Timing korrigiert, so dass einige Fehler der ursprünglichen Synchronisation, die nicht sonderlich genau war, ausgemerzt wurden.

Klanglich darf man von der deutschen Version nicht viel erwarten, Zischllaute und eine bengrenzte Dynamik sprechen für die Technik der frühen 70er, wenngleich das Original noch besser erhalten ist und auch klanglich feiner differenziert hergestellt wurde. Besonders die Musik klingt dort wesentlich besser, als bei der deutschen Synchronisation.

   
 
Wertung: -
  (keine Wertung)
       
Gesamtwertung:

"Mein Name ist Nobody" erscheint erstmals auf DVD, und sieht besser aus, als alle älteren Auflagen. Dabei muss man nicht nur die bessere Technik der DVD berücksichtigen, sondern auch das Master, das wirklich sehr sorgfältig in HD neu aufgearbeitet wurde. Mit Torsten Kaiser arbeitete anscheinend nicht nur ein Technikversteher, sonder auch ein Fan an diesem Projekt.

Das Authoring, das nach unseren Informationen von einer Firma in Bad Vilbel gemacht wurde, verlief anscheinend nicht so glücklich, weshalb das saubere Master seinen Weg nur mit Halbbildern auf die Disc fand, was alles andere als schön und sinnvoll ist und sicherlich zumindest einige PC-Zuschauer und Projektorbesitzer verärgern dürfte. Einen wirklichen Mangel wird man daraus allerdings nicht ableiten können, da der Fernsehstandard nun einmal auch die Wiedergabe von Halbbildern vorsieht, wenngleich dies bei Film-DVDs verständlicherweise ziemlich unsinnig ist. Da macht das fehlende Flag, das der Sonic SD-1000 erst gar nicht setzen kann, letztlich keinen Unterschied. Im Gegenteil, würden doch sonst alle Geräte wirklich von Vollbildern ausgehen und damit den Fehler entsprechend darstellen. Wir kennen nur ganz wenige Titel, die so unschöne Kammeffekte hervorrufen, wie diese Umsetzung. Hier sollte sich Paramount wirklich überlegen, in Zukunft anders mastern zu lassen.

       
 
Wertung:
  (befriedigend)
  

 
 
Und das meinen unsere Kollegen:


 

 

MEIN NAME IST NOBODY ist im Grunde ein Western-Drama um einen gealterten Revolverhelden, der die Ideale des Wilden Westens in Frage stellt, und der Scheinwelt entfliehen will. Ihm gegenüber steht Terence Hill, der als „Nobody“ irgendwie unwirklich, die alten Ideale verehrend, von seinem Idol eine letzte große Heldentat verlangt. Hills Rolle wirkt wie eine Parodie auf das Genre. Dass der Film letzt[...] mehr>>

DVD-Palace-Wertung: 06/10 lesen>>

 
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