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Infinite

Willkommen am Abgrund...

  

Getestet von Stefan Paulmayer

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

Cover 
Cover-Rückseite 
DVD-Menü 
Photos 
 
 


 

DVD-Daten:

Anmerkung: Die DVD ist nicht im Handel erhältlich, sondern nur über den Link zu bestellen.
Review Datum: 10.11.2003
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 01.09.2003
   
Deutscher Titel: Infinite
Originaltitel: Infinite
Land / Jahr: Ö 2003
   
Regie:  Bastian Zach, Matthias Bauer
Darsteller:  Werner Vorhofer , Christian Schmid , Sandra Rohrer , Dagmar Knitel , Markus Brejla , Franz Clementschitsch , Mike Gehmair , Susanne Persterer , Monika Senfter , Birgit Zach
       
Bildformat: 1,85:1 Widescreen (letterboxed)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Englisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Box
Kapitel: 4
Laufzeit: 18 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: ungeprüft, ohne FSK Freigabe
Regional Code: Code 0
Disk Typ: DVD 5 / Single Layer
Anbieter: Open Door Productions
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Pioneer VSX-D1011 (THX Select, Dolby Digital EX, DTS-ES)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-EP10 (HDMI)
Blu-ray-Player: Samsung BD-P1000 (via HDMI) und Panasonic DMP-BD50 (via HDMI, PCM 5.1, 1080p24)
TV: Loewe Aventos 3981 ZW (100Hz, 16:9)
Beamer: Sanyo PLV-Z4 (kalibriert auf 6500K, Gamma 2.2)
Lautsprecher: Canton 4 x CT 220, 1 x CT 20 CM, 2 x Plus XL, AS25


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Eine düstere, scheinbar riesige Hotelhalle. Vereinzelt hängen nackte Glühbirnen von einer imaginären Decke, erhellen die Finsternis nicht wirklich. Ein junger Mann kommt ins Bild, bleibt stehen, sieht sich verunsichert um. Sein Name ist Gabriel Winther, und er hat keinerlei Erinnerung, wie er hierher kam. Verunsichert geht er weiter, bemüht, etwas zu erkennen bzw. herauszufinden, wo er ist. Er hört leise Musik, wie aus einer Spieluhr.

Plötzlich "schält" sich eine Portierloge aus der Dunkelheit heraus, ein Mann mittleren Alters steht hinter der Rezeption, auch die Musik scheint von hier zu stammen.

Langsam, desorientiert, nähert sich Gabriel dem Portier, sieht dessen sardonisches Lächeln, er blickt zur Hand des Portiers und hat nun die Erklärung für die Musik: der Mann dreht die Kurbel an einer Spieluhr, die Gabriel bekannt vorkommt, die er aber nicht zuordnen kann.

Die Finger des Portiers erstarren. Ein kurzes Gespräch entspinnt sich, der Portier weist den verunsicherten Gabriel fast gütig darauf hin, dass er doch wissen müsse, wo er sich befinde. Dann erkennt Gabriel ein Tor neben der Rezeption, riesig und irgendwie verlockend, er starrt es an, geht darauf zu. Der Portier blickt Gabriel nach und beginnt langsam wieder, die Spieluhr zu drehen.

Gabriel hat das Tor erreicht, öffnet es zögernd, ein hoher Korridor wird sichtbar, unzählige Türen, ein scheinbar unendlich langer Gang, dessen Wände in einem bizarren Kreuz-Gewölbe enden. Gabriel betritt den Korridor, hält inne, dreht sich um – das Tor ist verschwunden, die Musik aus der Spieluhr verhallt, nur eine nackte, bräunliche Wand ist zu sehen. Gabriels Mund öffnet sich, die Lippen zittern, dann schließt er seine Augen, als ob er etwas akzeptieren würde.

Es beginnt eine Tour de Force, die Gabriel an seine Grenzen treibt ... Zimmertüren öffnen sich, führen ins Nichts, in surreale, unheimliche Landschaften, oder sie lassen Gabriel schreckliche Ereignisse aus seiner Vergangenheit nacherleben. Schattenhafte, bedrohliche Gestalten jagen ihn schreiend durch das kafkaeske Gebäude, Personen, mit denen sein Leben untrennbar verknüpft war, tauchen auf, verschwinden wieder. Und der geheimnisvolle Portier führt Gabriel mit ironischem Lächeln immer tiefer in die labyrinthartigen Gänge...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Bei der Bonusausstattung darf man natürlich bei diesem Projekt - wie auch bei den anderen Wertungskategorien - keine Maßstäbe anlegen, wie man es bei DVDs von "richtigen", großen Firmen tun würde. Aufgrund des eingeschränkten Budgets ist klar, dass diese DVD keine großen Sprünge machen kann - weder was die Technik, noch die anderen Aspekte betrifft. Daher ist es umso erstaunlicher, wie gut diese DVD für einen Kurzfilm dieser Art ausgestattet ist. Beim Bonusmaterial orientierten sich die Macher offensichtlich an den gängigen Extras - so bekommt man neben Aufnahmen vom Set auch Outtakes, Storyboards und eine Featurette über die Special Effects geboten.

- Trailer, Teaser
- Making of: Dieses Making of besteht im Grunde ausschließlich aus unkommentierten Aufnahmen vom Set. Nichtsdestotrotz erhält man einen Einblick in die Dreharbeiten und die Drehbedingungen. Mit einer Lauflänge von fast neun Minuten fällt der Blick hinter die Kulissen auch einigermaßen ausführlich aus.
- Outtakes: verpatzte Szenen.
- [infinite] effects: ein nicht unerheblicher Teil des Filmes wurde im Zuge der Post Produktion digital nachbearbeitet. Diese kurze, knapp dreiminütige Featurette zeigt die wichtigsten dieser Special Effects in verschiedenen Stadien und lässt uns einen Eindruck von deren Entstehung bekommen.
- Behind-the-Scenes Fotos
- Storyboards

   
 
Wertung:  
     (befriedigend)
     
Gestaltung:

An dieser Menügestaltung kann sich so manches deutsches, ausgewachsenes Independent-Label ein Beispiel nehmen - beweisen die Produzenten dieser DVD doch, dass man selbst mit geringsten Mitteln (Film plus DVD-Produktion hatten ein Budget von zusammen nur 3.500 EUR) ein ansprechendes Menü abliefern kann. Hauptmenü, Übergänge und Kapitelanwahl wurden animiert und mit Ton unterlegt, der Rest besteht aus Standbildern mit Tonunterlegung.

Die Gestaltung fällt sehr düster aus und passt damit sehr gut zum Filmthema. Wie so oft bilden Film, Menü und Cover / Verpackung einen einheitlichen Look. Für eine Produktion wie diese ein wirklich tolles Menü.

     
 
Wertung:
  (gut)
     
Bildtest:

Trotz der schon erwähnten Rahmenbedingungen muss das Urteil über die Bildqualität vernichtend ausfallen - wir wollen ja zumindest halbwegs objektiv bleiben. An der nicht annähernd zufriedenstellenden Bildschärfe hätte auch eine anamorphe Abtastung fast nichts geändert. Das Bild wirkt konsequent unscharf und äußerst detailarm. Darüber hinaus scheint das Bild digital nachgeschärft worden zu sein, was man an gelegentlich auftretenden Doppelkonturen erkennen kann.

Ebenfalls nicht sonderlich befriedigend fällt die Kompression aus. Teilweise sieht man Kompressionsartefakte und bei Bewegungen im Bild treten teilweise arge Nachzieheffekte auf. Auch Treppchenmuster sind auszumachen.

Das starke Bildrauschen setzt dem Transfer ebenfalls zu. Kein Kritikpunkt kann hingegen die Farbwiedergabe sein. Hier wurde nämlich - wie im Bonusmaterial ausgeführt wird - eine Farbkorrektur vorgenommen, die das Bild teilweise in Grundtöne taucht oder auch farbarm erscheinen lässt.

Die Farbkorrektur führt auch dazu, dass der Schwarzwert stellenweise in andere Farben - z.B. Dunkelgrün - abgleitet. Ansonsten fällt der Kontrast aber nicht sonderlich negativ auf.

     
Wertung:
   (ausreichend)
   
Tontest:

Der Soundtrack von "infinite" liegt als Stereo-Tonspur vor. Allzu viel darf man sich also auch hier nicht erwarten. Trotzdem bietet der Ton eine recht abgemischte und ausgesteuerte Stereo-Kulisse. Neben Umgebungsgeräuschen sorgt auch die Musik für eine gute Atmosphäre.

Lässt man den Ton durch eine Dolby Surround-Decoder laufen, kommt sogar ein wenig Räumlichkeit auf.

   
 
Wertung:
  (gut)
       
Gesamtwertung:

Nun aber genug Kritik - in Anbetracht des Budgets stellt diese DVD eine ansehnliche Leistung und ein ambitioniertes Projekt dar.
Zwar könnte die DVD technisch besser sein - was verbunden wäre mit (wesentlich) höherem Geldaufwand. Was bei einem solchen Projekt jedoch am meisten zählt, ist der Einsatz der Macher - und den erkennt man hier besonders am interessanten Film, dem Menü und dem Bonusmaterial.

Die DVD ist im Handel nicht erhältlich, sondern nur in einer limitierten Auflage von 500 Stück über den "Link zur Review" zu bestellen. Für zehn Euro kann man so junge Talente unterstützen und bekommt dafür eine DVD, die sich wahrlich nicht verstecken muss.

       
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
  

 
 
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