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Terminator 2 - Extreme Edition

  

Getestet von Stefan Paulmayer

Email: sp@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Review Datum: 13.06.2003
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 04.06.2003
   
Deutscher Titel: Terminator 2 - Tag der Abrechnung
Originaltitel: Terminator 2 - Judgement Day
Land / Jahr: USA 1991
     
Bildformat: 2,35:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Englisch (Dolby Digital 5.1 EX), Kommentar (Dolby Digital 2.0), Dolby Headphone(Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Englisch, Spanisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: ausführliches Booklet mit Informationen zur EE-DVD
Verpackung: Amaray Box (mit doppeltem DVD Einleger)
Kapitel: 80 / 72
Laufzeit: 153 / 132
TV Norm: NTSC
FSK: keine FSK Freigabe, sondern R
Regional Code: Code 1
Layerwechsel bei: 93:24
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer (2x)
Anbieter: Artisan Home Entertainment
          
Inhalt:

Zehn Jahre sind vergangen, seit Sarah Connor den ersten Terminator - der durch die Zeit zurückgeschickt worden war, um sie zu töten - vernichtet hat. Nach mehreren Gewaltakten hat man ihr den Sohn genommen und sie ins Irrenhaus gesteckt - ihre Geschichte von der nuklearen Zerstörung und dem Kampf der Menschen gegen die Maschinen schenkt man keinen Glauben.

Selbst ihr Sohn, der nun bei Pflegeeltern in Los Angeles lebt, hält seine Mutter für eine Irre. Doch eines Tages soll sich sein Leben schlagartig ändern - denn plötzlich steht ihm genau jene Maschine gegenüber, die seine Mutter in ihren zahlreichen Geschichten - für die sie schließlich eingewiesen wurde - geschildert hat...

       
Besonderheiten:

Bei den Extras wird die Sache richtig interessant. Die Vorgänger-Version dieser DVD, die "Ultimate Edition", bot ja bekanntlich eine äußerst umfangreiche und informative Bonusausstattung mit insgesamt etwa dreieinhalb Stunden Video-Extras. Im Vergleich dazu fällt die Zusatzausstattung der "Extreme Edition" vergleichsweise mager aus. Jedoch sollte man sich nicht blenden lassen - so wenige Extras, wie man es beim Blick auf die Hülle vermuten könnte, beinhaltet diese DVD nämlich im Endeffekt nicht. Besonders auf DVD 1 findet man eine sehr schöne Kollektion an raren Blicken hinter die Kulissen, die sich im so genannten Extreme Viewing Mode verbergen. Dieser Mode funktioniert im Grunde wie die vielen verschiedenen erweiterten Modi, ob sie nun "Infinifilm", "Follow-the-White-Rabbit" oder "Intellimode" heißen - jedoch wird dieser Viewing Mode mit einem sogenannten "Trivia Subtitle Track" kombiniert. Den ganzen Film lang läuft bei aktivierten "Extreme Mode" eine Untertitel-Spur mit allerlei Informationen über den Film mit. Von Zeit zu Zeit erscheint dann das "Cyberdyne"-Logo, das einen bei Druck auf die "Enter"-Taste zu weiteren Clips bringt. Diese Clips bestehen einerseits aus B-Roll-Footage (also Aufnahmen vom Set), andererseits aus Bildergalerien und Storyboard-Sequenzen (z.B. von am Ende nicht gedrehten Szenen), die zumeist mit Cast & Crew-Interviews unterlegt sind. Außerdem gibt es hin und wieder erklärende Zeichen (Pfeile, usw.), die bei Bedarf über den Bildschirm gelegt werden, um die Ausführungen des Trivia Track zu illustrieren. Darüber hinaus wurden auch die beiden weiteren Szenen, die es auf der UE in Form der "Extended Special Edition" in den Film integriert gab, beigefügt.

Ebenfalls auf der ersten DVD findet man auch den brandneuen Audiokommentar mit Regisseur James Cameron und Autor William Wisher. James Cameron meldet sich aus dem rechten Front-Lautsprecher, Bill Wisher aus dem linken - eine interessante Variante, die wunderbar funktioniert. Neben zahlreichen Anekdoten vom Set bietet der Kommentar massenhaft Hintergrundinformationen zu den Dreharbeiten. Außerdem macht James Cameron relativ deutlich, dass die kürzere Kinofassung eindeutig seine bevorzugte Version ist - bei fast jeder zusätzlichen Szene der "Special Edition" erklärt Cameron lang und breit, wieso er diese Szene damals weggelassen hat und auch im Nachhinein froh ist, sie weggelassen zu haben.
Wer sich dafür entscheiden sollte, den "Extreme Mode" - am besten noch mit Audiokommentar - anzuschauen, muss sich im Klaren sein, dass wohl er wohl an die vier Stunden mit dem Film beschäftigt sein wird - der Film wird nämlich nicht ein paar Mal, sondern insgesamt über 80ig-Mal unterbrochen.

DVD 2 enthält neben der WM-9-HD-Version - zu der wir später noch kommen werden - nur eine Dokumentation sowie eine Featurette. No Feat But What We Make ist eine knapp 25-minütige Dokumentation, die sich sehr ausführlich und informativ mit den digital Effekten von T2 und der Entwicklung von digitalen Effekten seit den Dreharbeiten von T2 bis heute beschäftigt.
T2: On the Set dauert knappe acht Minuten und liefert in erster Linie einen unkommentierten Blick hinter die Kulissen.
Als Hidden Features findet man auf DVD 2 einen Trailer zur "Ultimate Edition DVD" und die DVD-Credits.

Wie bereits weiter oben erwähnt, beinhaltet die Bonus-DVD eine HD-Version von T2 (Kinofassung). Im Format WM-9 (Microsoft Windows Media 9) abgelegt, lässt sich diese Version nur auf PCs mit 3 GHZ-Prozessor und 512 MB-Ram abspielen - schwächere Computer spielen diese in der Auflösung 1440x816 Pixel vorliegende Fassung nur stockend ab. Um als Europäer diese WM-9 überhaupt abspielen zu können, muss jedoch erst umständlich eine Lizenz mit Hilfe einer US-Proxy-Adresse geladen werden. Hat dies geklappt, so hat man eine für fünf Tage gültige Lizenz, die dann erneut angefodert werden muss. Mangels entsprechend hochgezüchteter Hardware und der Problematik, dass das Umgehen von Kopierschutzmechanismen seit neuestem ja auch in Deutschland verboten ist, konnten wir diese Version leider nicht testen. Es ist jedoch anzunehmen, dass die Qualität dieser HD-Variante erheblich höher ausfallen wird als bei der im MPEG-Format auf DVD 1 vorliegenden Fassung. Entsprechende Demo-Clips, die man bei Microsoft herunterladen kann, sehen auf jeden Fall grandios aus und liefern einen Vorgeschmack auf das, was in Sachen Heimkino noch kommen kann.

Im DVD-ROM-Bereich kann man abschließend sein eigenes Bild wahlweise in den T-800 verwandeln oder zum T-1000 morphen lassen. Wer über eine Internet-Verbindung verfügt, darf außerdem noch an einem Online-Game teilnehmen.

Aufgrund des fabelhaften Audiokommentars, des extrem erweiterten Viewing Modes und der inhaltlich sehr guten Dokumentation gibt es für die Ausstattung die Note "Gut". Um aber wirklich in die Welt von T2 eindringen zu können, ist es ratsam, die Ausstattung der "Extreme Edition" nur als Ergänzung zur "Ultimate Edition" und nicht als Ersatz anzusehen.

   
 
Wertung:  
     (gut)
     
Gestaltung:

Die Menügestaltung trägt eindeutig die Handschrift von Van Ling, dem Produzenten der DVD. Vom Grund-Layout her sieht das Menü dem der "Ultimate Edition" sehr ähnlich - nur diesmal ziert nicht der Kopf des T-800 das Menü, sondern der des T-1000.
Die Menüs bestehen aus eigens gerenderten 3-D Sequenzen, die wirklich sehr, sehr schick aussehen. Alles ist animiert und mit wohlklingenden Effekten unterlegt. Nur die Kapitelauswahl ist leider nur mit Standbildern bestückt.

Die als Schutzhülle gedachte TIN-Box mag zwar optisch durchaus keinen schlechten Eindruck hinterlassen - die Verarbeitung ist jedoch unter aller Kanone. Nicht so sehr von der Stabilität, sondern eher im Gegenteil: das Metall-Case sitzt so fest um das Amaray-Case, dass dieses beim Herausziehen aus der Box mit Sicherheit beschädigt werden wird. Sobald man das Doppel-DVD-Case aus der Metall-Hülle befreit hat, ist man gut beraten, es nicht wieder hineinzustecken, sondern die Hülle eher als Schmückstück ins Regal zu stellen. Für diesen Mangel ziehen wir einen ganzen Punkt ab.

     
 
Wertung:
  (gut)
     
Bildtest:

Drei Jahre sind seit der "Ultimate Edition" (UE) vergangen. Genug Zeit, um das Bild unter Berücksichtigung neuester Techniken komplett neu abzutasten, um es reif für das HD-Zeitalter zu machen. Frame-by-Frame wurde das Original Interpositive neu abgetastet und auf ein HD-D5-Master mit der Auflösung 1920x1080 Pixel überspielt. Defekte wie Verschmutzungen wurden entfernt und außerdem wurde eine Farbkorrektur vorgenommen. Das Ergebnis kann sich zweiefllos sehen lassen - besser sah T2 auf DVD bisher nicht aus. Perfekt ist die Bildqualität jedoch immer noch nicht.

Im direkten Vergleich mit der UE fallen vor allem die leicht höhere Schärfe, die insgesamt natürlicheren Farben sowie das bessere Rauschverhalten auf. Hatte die UE noch - zumindest in der RC1-Fassung - unter leichtem Hintergrundrauschen zu leiden, so bietet die "Extreme Edition" (EE) ein so gut wie rauschfreies Bild. Die erhöhte Detailschärfe lässt sich gut am Hintergrund erkennen, der nun besser gezeichnet erscheint. Im Bildvergleich zwei sieht man das sehr gut am Mauerwerk ganz rechts, sowie an den Luftschlitzen des Aktenschrankes.
Auch sehr schön: das auf der UE vorhandene Edge Enchancement ist auf der EE fast eliminiert worden und macht sich nicht mehr durch störende Doppelkonturen bemerkbar.
Weiterhin perfekt gelungen ist auch der Kontrast, dem allenfalls das Überstrahlen heller Flächen anzulasten ist. Wobei auch dieses Problem nicht mehr so stark ausgeprägt ist, wie bei der UE. In unserem Bildvergleich kann man bei den Bildern zwei und drei das extreme Überstrahlen der UE sowie auch der deutschen UE sehr gut erkennen.

Wieso es für den Transfer dann nur die Note "Gut bis Sehr gut" gibt? - Zwar mag die Schärfe besser sein als bei der UE, ganz perfekt ist sie noch nicht. Insgesamt wirkt das Bild einen Tick zu weich, um wirklich die Höchstnote bekommen zu können. So gibt es für den Transfer der EE einen halben Punkt mehr als für den der UE.

     
Wertung:
   (gut - sehr gut)
   
Tontest:

Neben den Extras ist das Fehlen des DTS-Tracks wohl der größte Mangel der EE im Vergleich zur UE. Zwar kann auch der Dolby Digital-Ton als sehr gut bezeichnet werden, DTS bot aber bei T2 eine nochmals gesteigerte Surroundkulisse.

Wie auch immer, der Dolby 5.1 EX-Ton gehört auf jeden Fall zu den besten seiner Gattung. Neben der exzessiven Nutzung der Surroundkanäle fällt auch die perfekte Einsatz des Basskanals auf, der für ordentliche Bassattacken in den Action-Szenen sorgt. Bi-direktionale Effekte werden ebenso zahlreich gesetzt wie Umgebungsgeräusche. Brad Fiedels markanter Score breitet sich ebenfalls sehr schön im Raum aus. Insgesamt kommt dabei ein sehr schöner Soundtrack heraus - die Höchstnote erreicht er jedoch nicht, da der DTS-Track im Vergleich einfach eine akzentuiertere Tonkulisse bietet.

   
 
Wertung:
  (gut - sehr gut)
       
Gesamtwertung:

Die Bewertung dieser DVD ist eine nicht unbedingt leichte Sache. Auf der einen Seite vermisst man den sehr guten DTS-Ton und die inhaltlich wirklich ausgezeichneten Extras der "Ultimate Edition", auf der anderen Seite bekommt man einen sichtbar besseren Transfer, einen witzigen und informativen Audiokommentar von Jim Cameron samt hochinteressanten erweiterten Viewing Mode sowie eine sehr gut gemachte neue Dokumentation.
Die "Extreme Edition" ist daher vielmehr als Zusatz denn als Ersatz zur UE zu sehen. Ein echter "Terminator"-Fan wird um diese Ausgabe sicherlich nicht herumkommen, da er nur so wirklich jede kleinste Information bekommen kann.

Tipp: Wie schon bei der UE findet man auch hier ein "Hidden Feature", das das Abspielen einer anderen als der angekündigten Version ermöglicht. Gab es bei der UE als versteckten Zusatz die "Extended Special Edition", so findet man hier die nicht angekündigte Kinofassung via Seamless Branching vor.

       
 
Wertung:
  (gut)
    
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