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Ladder 49

  

Getestet von Florian Kriegel

Email: fk@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Review Datum: 11.03.2005
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 08.03.2005
   
Deutscher Titel: Im Feuer
Originaltitel: Ladder 49
Land / Jahr: USA 2004
     
Bildformat: 1,85:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Englisch (Dolby Digital 5.1), Französisch (Dolby Digital 5.1), Kommentar (Dolby Digital 2.0 stereo)
Untertitel: Englisch für Hörgeschädigte, Französisch, Spanisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Box
Kapitel: 12
Laufzeit: 115
TV Norm: NTSC
FSK: keine FSK Freigabe, sondern PG
Regional Code: Code 1
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Touchstone Home Entertainment
          
Inhalt:

Flammendes Inferno in einem Hochhaus in Baltimore. Wie so oft in seiner Laufbahn ist Feuerwehrmann Jack Morrison von der Einheit 49 der Erste, der in die Flammen stürmt, um Überlebende zu retten. Er kommt keine Sekunde zu früh: Gerade noch gelingt es Jack, einen Mann aus einem der oberen Stockwerke in die rettende Sicherheit abzuseilen, da wird er selbst von einer Explosion drei Etagen tief mitten in den Schlund des Brandes geschleudert. Benommen bleibt er, immer stärker von dem tobenden Feuer bedrängt, liegen und lässt dabei die wichtigsten Stationen seines Lebens Revue passieren. Sein Vorgesetzter und langjähriger Freund Mike Kennedy lässt inzwischen draußen nichts unversucht, seinen besten Mann zu retten - und setzt dabei das eigene und das Leben seiner Männer aufs Spiel...

       
Besonderheiten:

Leider fallen die Extras sowohl von der Qualität als auch von der Laufzeit nur durchschnittlich aus, sodass der Käufer recht wenig über die Entstehung und den Hintergrund von "Ladder 49" erfährt. Das Making Of hat eine Spielzeit von rund 21 Minuten und ist in drei Teile aufgeteilt. Neben den Locations wird auch auf das Training der Schauspieler und die Schlüsselszene, den Brand in dem Lagerhaus, eingegangen. Man erhält durchaus einen guten Einblick in die Drehaufnahmen und bekommt diverse Infos der Produzenten und Schauspieler geliefert.

"Everyday Heroes" ist eine 14-minütige Dokumentation über das Leben echter Feuerwehrmänner und was sie antreibt, diesen schwierigen Job zu erledigen. Es ist interessant, einen Einblick in die Arbeit dieser mutigen Menschen zu bekommen, allerdings bezieht sich dieses Extra nicht mehr explizit auf den Film selbst.

Die fünf Deleted Scenes sind ebenfalls interessant und haben eine Laufzeit von ca. 14 Minuten. Fans von Kommentaren können auf einen Audiokommentar mit dem Regisseur Jay Russell und dem Editor Bud Smith zurückgreifen. Die etwas schwachbrüstigen Extras werden durch das Musikvideo des tollen Endsongs "Shine Your Light" von Robbie Robertson abgerundet.

   
 
Wertung:  
     (ausreichend - befriedigend)
     
Gestaltung:

Das Menüdesign ist nicht besonders herausragend, erfüllt aber dennoch gewisse Standards und erzielt so ein befriedigendes Ergebnis. Nach einem kurzen, aus Filmszenen bestehenden Intro gelangt man ins animierte Hauptmenü, dessen Animationen ebenfalls aus leicht verfremdeten Filmausschnitten bestehen. Bis auf das Extrasmenü muss der Rest mit netten Standbildern auskommen, die das Niveau zwar herunterziehen, aber optisch dennoch ins Gesamtbild passen. Die Hintergrundmusik ist in der gesamten Struktur zu hören.

     
 
Wertung:
  (befriedigend)
     
Bildtest:

Von vornherein konnten wir uns schon denken, dass dies ein durchaus kritischer Transfer werden würde, denn gerade die vielen Feuerszenen, die natürlich auch verraucht sind und sehr realistisch herüberkommen, stellen für die Kompression Höchstarbeit dar. Das Bild muss dabei mit einer recht knappen Bitrate von ca. 4,4 Mbps auskommen, was wirklich nicht viel ist. Dennoch sind diesbezüglich kaum Probleme festzustellen, sodass sich Ausrutscher auf Andeutungen kleinerer Pixelwolken, vor allem in sehr rauchigen Szenen, beschränken.

Auch in anderen Belangen kann das Bild gefallen. Es erreicht zwar nie Referenzwerte, schafft es aber dennoch, einen durchweg ordentlichen Eindruck zu schaffen. Das Schärfeverhalten ist gut, schafft es aber leider nie, ein spürbar besseres Niveau zu erreichen. Zum Teil sind dezente Doppelkonturen zu erkennen und etwas ausgefranste Konturen. Wir hätten uns insgesamt eine etwas bessere Detailauflösung gewünscht.

Kontrasttechnisch bewegt sich ebenfalls alles im grünen Bereich, obwohl der Schwarzwert nicht ideal ist. Meist bekommt der Zuschauer eher ein Grau/Blau präsentiert, das zum Teil eine etwas milchige Optik fabriziert. Die Farbpalette ist bei "Ladder 49" nicht wirklich umfangreich und beschränkt sich in den dramatischen Momentan sowieso auf dunkle und orange Töne. Vor allem die Feuerszenen zeigen sehr leuchtende Farben, was gut zu dem ansonsten realistischen Look passt.

Die ganze Zeit über ist eine gewisse Körnung zu erkennen und ganz selten auch mal leichtes Rauschen. Hin und wieder sind außerdem kleine Kratzer zu erkennen, die sich aber wirklich sehr in Grenzen halten.

     
Wertung:
   (gut)
   
Tontest:

Auf dem Rückcover prangt der Begriff "Enhanced Home Theater Mix", also eine Abmischung, die für das heimische Kino optimiert wurde. Bislang war diese Art von Ton nur von einigen Disney-DVDs altbekannter Klassiker bekannt, die dadurch ein ganz neues Klangerlebnis erschaffen haben. So deutlich ist dieser Vorteil bei dieser DVD zwar nicht, dennoch ist das Ergebnis gelungen. Es fehlt zwar ein direkter Vergleich mit einer "normalen" 5.1-Spur, doch es erscheint prinzipiell logisch, den vorhandenen Sound für das Heimkino zu optimieren.

"Ladder 49" ist ein Drama, das sowohl einige spannende Momente zu bieten hat als auch viele ruhige Szenen, in denen das Leben von Jack Morrison aufgerollt wird. Der 5.1-Ton kann vor allem in den dramatischen Szenen sein Potential ausspielen. Die Flammen sind dann in allen Lautsprechern zu hören, ebenso wie das Knarren der glühend heißen Stahlträger und andere, diverse Umgebungsgeräusche. In den weniger "heißen" Aufnahmen kann die Kulisse immer noch durch eine klare Wiedergabe und vereinzelte Umgebungsgeräusche gefallen.

Der Musikscore ist etwas zu frontlastig abgemischt, was man von den anderen Effekten nicht behaupten kann. Bei diesem Film wird der Subwoofer mal wieder richtig beansprucht, was bereits zur Anfangsszene demonstriert wird. Teilweise sind heftige Bassattacken zu erwarten, was die bedrohlichen Situationen nochmals unterstützt. Das manuelle Zuschalten des hinteren EX-Kanals bringt in wenigen Szenen ein erweitertes Klangbild.

Es bleibt festzuhalten, dass der Ton zwar auch viele ruhige Stellen bietet, aber die gut gemachten Feuereinsätze sehr bedrohlich und fein aufgelöst daherkommen. Teilweise ist eine enorme Dynamik vorhanden, die sehr überzeugend wiedergegeben wird.

   
 
Wertung:
  (gut - sehr gut)
       
Gesamtwertung:

"Ladder 49" ist ein Film, der sich nicht nur auf die dramatischen Einsätze eines Feuerwehrteams beschränkt, sondern auch das Leben dahinter zeigt und die Schicksale, die einem in so einen Beruf stets zu verfolgen scheinen. Wer also nur actionreiche Feuerkämpfe erwartet, der wird mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein, doch wer mit einem Feuerwehrmann und dessen Freunden und Familie mitfühlen will, der wird ein gelungenes Werk zu Gesicht bekommen.

Die DVD liefert aus technischer Sicht ein gutes Ergebnis ab, wird aber durch die etwas schwachen Extras wieder in den Sumpf des Einheitsbreis hinabgezogen. Wer die Prioritäten allerdings nicht zu sehr auf die Extrafeatures lenkt, der wird mit dieser Veröffentlichung durchaus seinen Spaß haben. Und da es sich in diesem Fall umso mehr lohnt, da der Film hierzulande erst im Februar in die Kinos kam, sollte die Entscheidung für einen Kauf umso leichter fallen.

       
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
    
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