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Maddin Live

  

Getestet von Kay Puppa

Email: kp@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Review Datum: 14.11.2006
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 27.10.2006
   
Deutscher Titel: Maddin Live
Originaltitel: Maddin Live
Land / Jahr: D 2006
     
Bildformat: 1,78:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 2.0 stereo)
Untertitel: keine
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: DigiPak
Kapitel: 9
Laufzeit: 105
TV Norm: PAL
FSK: ohne Altersbeschränkung
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Turbine Medien
          
Inhalt:

Auf der Bühne outet sich Maddin als ausgesprochener Warmduscher, der sich bevorzugt auf die unterste Saunabank setzt und selbst vorm Autofahren Panik-Attacken entwickelt. Und da er immer laut singen muss, wenn er in Stress gerät, sind ultrakomische Situationen vorprogrammiert. Das Publikum biegt sich vor Lachen, wenn Maddin von einer Alltags-Katastrophe in die andere stolpert und dabei immer stolz auf seine männlichen Qualitäten hinweist. "Maddin" besticht aber auch durch teilweise ungewohnt hohes Erzähltempo. Seine ausgefeilte Dramaturgie, mit der er manchmal die Spannung bis zum Äußersten steigert, bis diese sich beim Zuschauer in umso heftigeres Lachen entlädt, macht aus der Comedy-Show fast schon ein Theaterstück. Dennoch hat Maddin immer noch genug Raum zur federleichten Improvisation und für Dialoge mit den weiblichen Zuschauern in der ersten Reihe.

Am Ende einer haarsträubenden Odyssee durch panische Ängste und Neurosen haben viele in dem Hessen ein Stück von sich selbst wieder erkannt. Denn irgendwo steckt in jedem von uns ein kleiner Maddin...

       
Besonderheiten:

Das Bonusmaterial wirkt recht umfangreich, doch steht bei vielen Features eher der Unterhaltungswert ganz oben anstelle von Hintergrundinformationen, was aber bei einer Live DVD eines Comedians auch nicht weiter verwundert. Im ersten Feature "Bodoporter" finden wir Bodo Bach vor, der Leute auf der Straße zur neuen Maddin-DVD interviewt, doch diese ist zu dem Zeitpunkt noch nicht erschienen... Der "Blubberbonus" ist eine zusätzliche Nummer aus dem Programm und ist vermutlich so etwas wie eine Deleted Scene. Bei "Poesie" finden wir Maddin beim Lesen von Poesie-Alben von der Tour im leeren Publikumsbereich wieder. Als nächstes finden wir ein kleines Feature zum neuen "7 Zwerge"-Film, welches nicht weiter spektakulär ist.

Bei "Torero Maddin" versucht sich Maddin tatsächlich als Torero in Spanien. "Der Tagträumer" scheint auch ein älteres Material zu sein und ist wieder mit mehr Unterhaltungswert belegt. Doch ist dies nicht alles, wir können Herrn Schneider auch auf einer "Himalaya"-Reise begleiten. Oder den Komiker Pastevka bei seiner "Lobhudelei" auf Maddin beobachten. Den Abschluss macht "Die Omi" von Maddin.

   
 
Wertung:  
     (gut)
     
Gestaltung:

Nach einem kurzen Intro gelangen wir in das Hauptmenü, welches auf den ersten Blick als Stillframe mit musikalischer Untermalung daher kommt, doch nach einem kurzen Moment erkennen wir das Turbine Medien uns auch dieses Mal nicht enttäuscht. So sind in das stille Bild kleine Animationen eingefügt, die das Ganze etwas auflockern. Dieser Stil zieht sich durch alle Menüs und selbst die Übergänge wurden durchgängig animiert. Doch bei all der Animation wurde auch im Kopf behalten, dass das Menü weiterhin gut benutzbar bleibt und nicht überladen wirkt.

     
 
Wertung:
  (gut - sehr gut)
     
Bildtest:

Es verwundert uns nicht, dass das Bild in einem astreinen Zustand vorliegt, denn wir vermuten, dass hier durchgängig digital gedreht wurde. Dies bildet natürlich eine perfekte Grundlage für ein gutes Bild. Die Farbgebung wirkt recht natürlich, lediglich der Kontrast ist ein wenig zu hart, so dass helle Flächen in Totalen zum leichten Überstrahlen neigen. Dafür bekommen wir aber ein sehr tiefes und intensives Schwarz geliefert.

Auch Bildrauschen macht sich nicht bemerkbar, weder im Hintergrund noch sonst ist es uns aufgefallen. Die Kompression arbeitet dank einer teilweise sogar sehr hohen Datenrate ohne weiter aufzufallen. Selbst bei schnellen Kamerafahrten über das applaudierende Publikum kommt es fast nicht zu Aufpixelungen. Und auch die Bildschärfe befindet sich fast durchgängig auf einem sehr guten Niveau. Vor allem die Kanten werden durchgängig schön scharf abgebildet. Einziges Problem bei der Schärfe sind die Details, diese wirken in Totalen immer wieder verwaschen bzw. matschig und werden nicht annähernd so gut gezeichnet wie in Nahaufnahmen.

     
Wertung:
   (gut)
   
Tontest:

Auf der DVD ist neben der Dolby Digital 5.1-Variante auch eine Stereo-Tonspur vorhanden. Welche der beiden Spuren man wählt ist meistens eine reine Gewissensfrage, denn außer ein Halleffekt auf Maddins Stimme und einer besseren Räumlichkeit was das Publikum angeht wird uns logischerweise nicht mehr Dynamik geboten. Wir wüssten auch gar nicht woher diese kommen sollte. Aber wir müssen an dieser Stelle anmerken, dass wir auf jeden Fall die Dolby Digital empfehlen. Denn diese klingt nicht nur realistischer, sondern bietet auch klanglich eine bessere Qualität. Denn die Stereo Spur klingt oftmals etwas zu scharf, wenn es lauter wird, bzw. Publikum und Maddin gegeneinander ankämpfen was die Lautstärke angeht. So sind auch die Monologe des Martin Schneiders in Dolby Digital akustisch besser zu verstehen, da hier besser getrennt werden kann und nichts untergeht.

   
 
Wertung:
  (befriedigend)
       
Gesamtwertung:

Maddin Schneider ist vielen ein Begriff durch die Sendung "Schillerstraße" in der er oft zusehen ist, doch noch mehr kennen denn erotischen Schneider noch aus früheren Tagen, denn wer kann denn erotischer das Wort "Aschebescher" sagen als dieser Herr? Es ist eigentlich ein Wunder, dass er nicht jährlich zum "Sexiest Man Alive" gewählt wird, aber insgeheim weiß Maddin, er ist es. Und das stellt er auf seiner aktuellen DVD zur Schau, wer noch nicht an Maddins Wirkung auf Frauen glaubt, sollte sich schleunigst diese DVD besorgen und ein besonderes Augenmerk auf einen Teil des Bonusmaterials legen und natürlich ist auch das Bühnenprogramm ein, zwei Blicke wert und technisch können wir auch keinerlei Bedenken anmelden.

       
 
Wertung:
  (gut)
    
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