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A Lesson Before Dying

  

Getestet von Stefan Paulmayer

Email: sp@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Review Datum: 07.10.2003
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 04.08.2003
   
Deutscher Titel: A Lesson Before Dying
Originaltitel: A Lesson Before Dying
Land / Jahr: USA 1999
     
Bildformat: 4:3 Vollbild
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 3.0)
Untertitel: Deutsch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Box
Kapitel: 16
Laufzeit: 97
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Regional Code: Code 2
Layerwechsel bei: 56:28
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: mediacs AG
          
Inhalt:

Louisiana, 1948. Schon in dem Moment als die Schüsse fallen, ist das Schicksal von Jefferson entschieden. Angeklagt des Mordes an einem Weißen und unschuldig zum Tode verurteilt, muss der Afroamerikaner im Gerichtssaal die größte Demütigung hinnehmen: Sein Verteidiger vergleicht ihn mit einem Schwein, einem Tier, das nicht unterscheiden kann zwischen Recht und Unrecht. Jeffersons Patentante, Miss Emma, ist zutiefst verletzt. Sie hat ihn großgezogen und wenn er sterben muss, dann soll er als Mensch sterben. Deshalb bittet sie den Lehrer Grant Wiggins, Jefferson Selbstachtung und Würde zu lehren. Wiggins hat die Hoffnung auf ein besseres Leben in Louisiana längst aufgegeben. Doch die Begegnung mit dem zornigen jungen Mann verändert auch ihn...

       
Besonderheiten:

Außer einem Kinotrailer sowie Werbetrailern zu anderen mediacs-DVDs gibt es keinerlei Extras.

   
 
Wertung:  
     (ungenügend - mangelhaft)
     
Gestaltung:

Lediglich das Hauptmenü wurde animiert und auch das nur in wenig ansprechender Art und Weise. Der Rest liegt als Standbild-Menü vor und kann daher wenig gefallen. Dass das Menü nicht anamorph abgetastet wurde, lässt sich hier verschmerzen, da auch der Hauptfilm selbst nur in 4:3 vorliegt.

Insgesamt mangelt es dem Menü aber an so ziemlich allen Aspekten - das könnte mediacs sicher besser...

     
 
Wertung:
  (ausreichend - befriedigend)
     
Bildtest:

"A Lesson Before Dying" ist ein typischer HBO-TV-Film. Konkret heißt das, dass der Film mit für Fernsehen durchaus reichhaltigen finanziellen Mitteln produziert wurde und daher deutlich über der "TV-Roman"-Ästektik deutscher Fernsehfilme liegt. Leider stammt dieser Film noch aus einer Zeit, als HBO noch nicht durchgehend in anamorphem Widescreen für HDTV aufgenommen hat, sodass "A Lesson Before Dying" nur im Vollbild-Format vorliegt.

Nichtsdestotrotz kann man mit der Qualität zufrieden sein. Der Kontrast ist praktscih perfekt und bietet keinerlei Anlass zur Kritik. Gerade bei Filmen mit Afro-Amerikanern kann ein steiler Kontrast zu massiven Problemen führen, wenn z.B. das Gesicht des Darstellers mit dem Hintergrund verschwimmt, weil der Kontrast zu dunkel ausfällt. Doch hier gibt es selbst in den dunklen Szenen keinerlei solche Probleme.

Bildrauschen ist ebenfalls fast keines vorhanden. Nur bei einigen Außenaufnahmen lässt sich im Hintergrund Rauschen ausmachen. Auch von Seiten der Kompression gibt es keinen Grund zur Beanstandung. Negativ fällt jedoch ab und an vorhandenes Kantenflimmern auf.

Wie viele Regisseure von Kinofilmen bedient sich auch Joseph Sargent an Farbfiltern. Viele Szenen werden dabei mit natürlicher Farbgebung belassen, andere Szenen wiederum wirken eher farbarm und mit blauem Grundton. Andere Szenen wiederum wirken wie in Grün getunkt.

Bleibt am Ende noch die Bildschärfe. Auch diese ist gut gelungen, wenngleich das Bild alles in allem doch ein wenig weich wirkt. Viele Szenen erfreuen aber mit einer sehr schönen Detailzeichnung. Dann kann man z.B. jede Gesichtspore erkennen.

     
Wertung:
   (gut)
   
Tontest:

Der englische Originalton liegt auf dieser DVD im eher ungewöhnlichen Dolby Digital 3.0 Format vor. Konkret heißt das in diesem Fall, dass die beiden Front-Kanäle sowie der Mono-Surroundkanal diskret vorliegen. Der Center fehlt also und ist auch während der Wiedergabe quasi stillgelegt. Das führt in der Praxis dazu, dass die Stimmen aus den beiden Front-Kanälen kommen, was bewirkt, dass die Stimmen verzerrt und dumpf klingen.

Die deutsche Tonspur liegt dagegen in 5.1-Ton vor. Jetzt mag man argumentieren, dass das angesichts des Mono-Surround-Kanals des Originals nur ein upgemixter 2.0-Ton ist - besser klingen als das Original tut er trotzdem. Überhaupt klingt die deutsche Spur richtig gut. Die Tonkulisse ist gespickt mit gut gesetzten Umgebungsgeräuschen auf dem Surroundkanal (nach einigem Herumhören kommen wir zum Schluss, dass aus beiden hinteren Lautsprechern der gleiche Ton kommt), die für Räumlichkeit sorgen. Nur selten wirken die Surroundkanäle zu leise oder zu sparsam bedient. Der diskrete Basskanal entpuppt sich schließlich als der eigentliche Vorteil der 5.1-Abmischung - denn der Bass arbeitet richtig gut und verleiht dem Ton ordentlich Druck. Für einen TV-Film bietet "A Lesson before Dying" jedenfalls einen sehr ansprechenden Ton.

   
 
Wertung:
  (gut)
       
Gesamtwertung:

Wieder einmal eine mediacs-DVD, die man loben kann - Bild und Ton sind nämlich richtig gut geworden. Bei der Bonusausstattung hapert es aber wie so oft. Da aber auch die US-DVD keinerlei Extras bietet, müssen wir das wohl hinnehmen.

Filmnisch bekommen wir - wie so oft bei HBO - handwerklich 1A gemachte TV-Unterhaltung, die im Grunde über dem üblichen TV-Niveau liegt. Wieder einmal wird HBO seinem Ruf gerecht, der in weiterer Folge durch Projekte wie "Band of Brothers" oder "Live from Bagdad" bestätigt worden ist.

       
 
Wertung:
  (befriedigend)
    
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