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Van Helsing

2 Disc Collector´s Edition

  

Getestet von Florian Kriegel

Email: fk@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Anmerkung: DigiPak mit geprägtem Silberdruck
Review Datum: 03.09.2004
Verleihfenster: 27.08.2004
Im Handel ab: 06.09.2004
   
Deutscher Titel: Van Helsing
Originaltitel: Van Helsing
Land / Jahr: USA 2003
     
Bildformat: 1,85:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: Mehrseitig mit Infos und Werbung
Verpackung: DigiPak
Kapitel: 28
Laufzeit: 126
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer (2x)
Anbieter: Universal Pictures Home Entertainment
          
Inhalt:

Hat das Böse endlich seinen Meister gefunden? Der legendäre Monsterjäger Van Helsing befindet sich im Namen des Vatikans auf einem Kreuzzug, um die Welt von allem Übel zu befreien. Mit seinem Assistenen Carl, einem "Q" seiner Zeit, wird er nach Transsylvanien geschickt, um das Land vom Terror des berüchtigten Vampirs Graf Dracula zu befreien. Dort trifft er auf eine Gleichgesinnte: Anna Valerious, die letzte Überlebende eines alten Adelsgeschlechts. Sie ist entschlossen, das Monster und seine Gespielinnen zu töten und so den Fluch, der seit Urzeiten auf ihrer Familie lastet, zu brechen. Doch Dracula ist nicht ihr einziges Problem: auch der Wolfsmensch und Frankensteins Monster haben etwas gegen zuviel menschliche Einmischung. Van Helsing und Anna nehmen den Kampf gegen einen Feind auf, der niemals stirbt...

       
Besonderheiten:

Auch wenn "Van Helsing" nicht ganz der erhoffte Erfolg war, so lässt es sich Universal nicht nehmen, ein dennoch ansprechendes DVD-Set mit zwei Discs zu veröffentlichen, das laut Cover zweieinnhalb Stunden an Bonusmaterial zu bieten hat. Doch anders als bei den meisten Doppel-DVDs, befinden sich die Extras in diesem Fall auf beide Scheiben verteilt.

DVD 1
- Entdecke Draculas Schloss: Dieses interaktive Feature bietet die Möglichkeit, sich beschränkt in Draculas Schloss umzusehen. Beim Klick auf das jeweilige Ziel, läuft ein kleines Filmchen ab, in dem Dracula höchstpersönlich einige Infos gibt.
- Outtakes: Knapp sechs Minuten an verpatzten Szenen werden hier geboten, die mit witziger Musik hinterlegt sind.
- Wie man Monstern Leben einhaucht: Ein zehn Minuten langes Feature, das zeigt, wie man die teils blutrünstigen Monster am Computer erschaffen hat.
- Du bist im Film!: Hierbei handelt es sich um einen etwas anderen Blick hinter die Kulissen. Das Team hat in diversen Szenen kleine Kameras an versteckten Standorten platziert, sodass der Zuschauer die Dreharbeiten von besonderen Blickwinkeln aus beobachten kann. Man kann sich diese Winkel sogar während des Films anzeigen lassen.
- Die Legende von Van Helsing: In zehn Minuten lernt man die Geschichte des Helden Van Helsing kennen und unter anderem bekommt man auch kurze Ausschnitte aus alten Filmen gezeigt, in denen seine Figur schon einmal vorkam.
- Audiokommentare: Diese DVD bietet gleich zwei Kommentare. Einen sprechen der Regisseur Stephen Sommers und der Produzent Bob Ducsay und im zweiten kommentieren die Schauspieler Richard Roxburgh, Shuler Hensley und Will Kemp.
- Diverse Trailer

DVD 2
Die Entwicklung eines Vermächtnisses
- Erkunden Sie Frankensteins Laboratorium: Dieses Feature ist von der Art her das gleiche wie auf der ersten DVD, nur dass der Zuschauer sich dieses Mal eben durch das Labor klicken kann.
- Draculas Schlupfwinkel hat sich verändert: Hier werden 30 Tage Aufbauzeit in gut zwei Minuten zusammengerafft gezeigt, um zu verdeutlichen, welche enormen Anstrengungen nötig waren, um Draculas Umgebung stilecht entstehen zu lassen.
- Die Musik von Van Helsing: Alan Silvestri erklärt in knapp zehn Minuten recht ausführlich, welche Dinge nötig sind, um einen passenden Musikscore zu komponieren.

Van Helsing: Die Geschichte, das Leben, die Legende
- Dracula: Wie der Name schon sagt, beschäftigt sich diese elf Minuten lange Featurette mit der Figur Dracula, seiner Geschichte und dem Dracula aus "Van Helsing".
- Frankensteins Monster: Ähnlich wie bei den anderen Featurettes, geht die Crew erst kurz auf die Geschichte Frankensteins ein und dann sieht der Zuschauer, wie dieser im Film zum Leben erweckt wurde (zehn Minuten Laufzeit).
- Die Werwölfe: Der Name ist Programm: Nach einem kurzen Einblick in die Geschichte der Werwölfe, kann man sehen, wie sie in "Van Helsing" zum Leben erweckt worden sind. In zwölf Minuten sieht man alles von der Konzeptzeichnung bis hin zum fertigen CGI-Werwolf.
- Die Frauen in Van Helsing: Hier stehen "Anna und Draculas Bräute" im Mittelpunkt. Mit 14 Minuten ist dies das längste Feature seiner Art und zeigt, wie man wunderschöne Frauen zu blutrünstigen Vampiren machen kann.

- Das Zeughaus des Vatikans: Viele Szenen des Films spielen unterhalb Roms und in gut fünf Minuten kriegt der Zuschauer einen kleinen Einblick in die Umsetzung dieser Katakomben.
- Die brennende Mühle: Wer den Film zuvor gesehen hat, weiß, was ihn in dieser sechsminütigen Featurette erwartet, nämlich die Umsetzung der Mühlen-Szene.
- Draculas Schloss: In acht Minuten zeigen die Beteiligten, wie man das mächtige Schloss von Dracula im Film umgesetzt hat, unter anderem mittels eines Riesen-Modells.
- Frankensteins Laboratorium: Wie der Name schon sagt, erhält der Zuschauer einen sechsminütigen Einblick ins Labor und dessen zahlreiche Details.
- Das Dorf: Das letzte Feature der zweiten DVD zeigt in acht Minuten, wie das Team das kleine Dorf erschaffen hat, in dem es zu einem großen Kampf kommt.

Wie man sieht, bietet das 2-DVD-Set viele Hintergrundinformationen. Neben zwei Kommentaren gibt es zahlreiche, meist zwischen sechs und zwölf Minuten lange, Featurettes, die sich auf bestimmte Figuren bzw. Drehorte begrenzen. Dadurch bieten sie aber meist viele Informationen zu einem bestimmten Thema, weshalb wir auch über ein fehlendes "Komplett"-Making Of hinwegsehen können. Die interaktiven Elemente einiger Extras sind durchaus nett und animieren den Zuschauer, auch selbst beim Erkunden mitzumachen. Einziger kleiner Kritikpunkt ist vielleicht, dass viel - vielleicht zu viel - auf die Effekte eingegangen wird. Andererseits ist "Van Helsing" ja auch ein mit vielen Special Effects ausgestatteter Film und so bietet es sich schon an, vor allem auf die Umsetzung der diversen Effekte einzugehen.

   
 
Wertung:  
     (gut - sehr gut)
     
Gestaltung:

Wow, was Universal hier angefertigt hat, kann sich wahrlich sehen lassen! Für beide DVDs haben sich die Designer die Mühe gemacht, nahezu durchweg animierte Menüs zu erstellen, die es in sich haben. Nachdem ein recht langes Intro, das man aber überspringen kann, abgelaufen ist, landet man im fast schon effektüberladenen Hauptmenü. Bei der ersten DVD dient das Frankenstein-Labor als Basis. Sämtliche Bewegungen laufen in diesem Areal ab. Neben zahlreichen Effekten und diversen bewegten Übergängen hat das Menü obendrein noch 5.1-Sound zu bieten, was sehr selten vorkommt. Erfreulich ist auch, dass die Animationen nicht nur aus Filmsequenzen bestehen, sondern diese geschickt mit CGI-Effekten verschmolzen worden sind.

Bei der zweiten DVD findet der Zuschauer eine alte Landkarte vor, auf der sich die einzelnen Features verstecken. Jeder Kartenpunkt ist ein Extra. Auch dieses Menü präsentiert sich voll animiert. So stellen wir uns ein effektvolles Menü vor! Lob gebührt auch der Verpackungsabteilung von Universal. Das DigiPak ist professionell gestaltet und bietet an diversen Stellen einen silbernen Prägedruck.

     
 
Wertung:
  (sehr gut)
     
Bildtest:

Trotz beider Audiokommentare und der anderen Extrafeatures bleiben dem Bild noch ca. fünf Mbps für die Datenrate. Das ist zwar nicht viel, angesichts der Laufzeit von zwei Stunden aber auch noch nicht zu wenig - oder doch? Meist entscheidet sowieso das Encoding über die Qualität und nicht unbedingt eine hohe Bitrate.

Wirklich zufrieden kann man mit dem Transfer von "Van Helsing" leider nicht sein, was sich in den ersten Minuten schon zum Teil herauskristallisiert. Der Anfang ist nämlich im Stil alter Dracula-Filme in Schwarz-Weiß gehalten. Dies ermöglicht, dass wir bereits den ersten Fehler bzw. Mangel entdecken können. Dabei handelt es sich um Nachzieheffekte, die den ganzen Film über sichtbar bleiben. Das ist besonders bedauerlich, weil "Van Helsing" überwiegend im Dunkeln spielt und der Effekt dort besonders deutlich zu erkennen ist. Ob dieser Mangel durch den Einsatz eines Rauschfilters verursacht wurde, können wir nur vermuten, allerdings deuten die nahezu komplette Abwesenheit von Rauschen und die Unstimmigkeiten im Schärfeniveau darauf hin.

Es gibt immer wieder Szenen, die ein detailliertes Bild präsentieren können, leider überwiegt aber die nur angenehme Schärfe. Insgesamt wirkt das Bild einfach zu weich und teilweise sogar matschig. Bei einem derart neuen Film hätten wir uns einen prächtigeren Transfer gewünscht. Es wäre aber übertrieben zu sagen, dass das Bild schlecht sei, denn die DVD hat auch gute Eigenschaften zu bieten. So lassen die guten und satten Farben keinen Grund zum Meckern aufkommen. Auch der Kontrast kann über weite Strecken gefallen. Hin und wieder wirkt er zwar etwas steil, im Großen und Ganzen bringt er die Stimmung, vor allem nachts, gut herüber. Wie bereits erwähnt, ist das Bild größtenteils rauschfrei, allerdings lässt sich immer wieder sichtbares Grießeln ausmachen.

Wir haben lange mit uns gerungen, sind aber schließlich zu dem Entschluss gekommen, dass es für ein glattes "gut" einfach nicht reicht. Die Nachzieheffekte und die selten wirklich gute Schärfe lassen einfach keine bessere Wertung zu. Dennoch sollte man auch bedenken, dass der Film etwas über zwei Stunden dauert und die erste DVD bereits einiges an Extramaterial zu bieten hat, was offensichtlich leicht auf die Kosten der Bildqualität geht.

     
Wertung:
   (befriedigend - gut)
   
Tontest:

Von den rund 160 Millionen Dollar Budget sind offensichtlich einige in die des Sounddesigns geflossen. Das ist auch richtig so, denn ein Film wie "Van Helsing" lebt unter anderem von den Soundeffekten und der Musik. Alan Silvestri hat einen sehr imposanten und kräftigen Score komponiert, der bereits in der ersten Filmszene seine Qualitäten unter Beweis stellen darf.

Die Einstiegsszene lässt schon erahnen, mit welchem Klangfeuerwerk der Zuschauer in den folgenden zwei Stunden rechnen darf. Die sehr prägnante Musik passt perfekt zum Film und ist obendrein räumlich und dynamisch abgemischt, so wie der Rest des Soundmixes. Erfreulicherweise geizt der Score nicht mit tiefen Frequenzen und so unterstützt der Subwoofer deutlich durch tiefen und satten Bass. Dieser kommt natürlich nicht nur während der Musik zum Einsatz, sondern auch während der Gefechte. Eine Szene besticht besonders stark durch exzessiven Basseinsatz. Bei Minute 102:35, dort, wo Dracula kleine Monster zum Leben erwachen lässt, bekommt der Käufer extrem tiefe Frequenzen zu hören und zu spüren.

Natürlich überzeugt nicht nur die Musik, auch die eigentlichen Effekte können uns zufrieden stimmen. Diese reichen von Vampirgeschrei bis hin zu Schüssen und Werwolfattacken. Die Wertung zeigt aber, dass wir mit dem Ton nicht vollends zufrieden sind. Irgendwie haben wir uns einfach noch ein bisschen mehr vorgestellt. Vielleicht liegt es an der etwas langen Laufzeit von zwei Stunden, jedenfalls denken wir, dass einige Effekte, bzw. Szenen, noch aggressiver hätten abgemischt werden können. Im Direktvergleich zwischen der deutschen und der englischen Fassung fällt auf, dass die deutsche Spur offensichtlich lauter und dadurch eine Spur kräftiger erscheint.

Insgesamt kann der Ton von "Van Helsing" ohne große Zweifel überzeugen, nur für die Bestnote reicht das Ergebnis nicht ganz.

   
 
Wertung:
  (gut - sehr gut)
       
Gesamtwertung:

Wenn man bedenkt, dass "Van Helsing" nicht der erhoffte Erfolg im Kino war, so kann man mit diesem DVD-Set sogar mehr als zufrieden sein. Angefangen beim liebevollen Menüdesign, sogar in Dolby Digital 5.1, über die umfangreichen Extras bis hin zur technischen Qualität, können wir keine wirkliche Schwachstelle entdecken. Sicherlich rutscht das Bild mit seiner Note etwas aus der Bahn, allerdings scheint sich hier zu beweisen, dass viele Extras etwas auf Kosten der Bildqualität gehen. Da die zweite DVD mit knapp sieben Gigabyte auch gut belegt ist, konnte Universal die Extras offenbar nicht umschichten. Doch auch wenn das Bild weit davon entfernt ist, perfekt zu sein, so wird der Käufer mit diesem 2-DVD-Set auf jeden Fall seine Freude haben. Ein mehr als guter Inhalt, verpackt in einem schicken DigiPak, so wünschen wir uns eine DVD.

       
 
Wertung:
  (gut - sehr gut)
    
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