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Das wandelnde Schloss

Deluxe Edition

  

Getestet von Florian Kriegel

Email: fk@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Review Datum: 07.08.2006
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 27.02.2006
   
Deutscher Titel: Das wandelnde Schloss
Originaltitel: Hauru no ugoku shiro
Land / Jahr: Japan 2004
     
Bildformat: 1,85:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Japanisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: DigiPak
Kapitel: 12
Laufzeit: 119
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 6 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer (2x)
Anbieter: Ufa Home Entertainment
          
Inhalt:

Die junge Hutmacherin Sophie lebt in einer Kleinstadt im Lande Ingary, einer Welt voller Magie und Fabelwesen, die aber auch schon erste Flugzeuge und Dampfmaschinen kennt. Eines Tages lernt Sophie durch Zufall den jungen Magier Hauro kennen und verliebt sich in ihn – doch eine eifersüchtige Hexe verwandelt sie in eine alte Frau. Sophie verlässt ihre Heimatstadt, um nach einem Mittel gegen den Fluch zu suchen, und gelangt schließlich zu Hauros wandelndem Schloss. Hier findet sie eine Anstellung als Putzfrau und gewinnt durch ihre freundliche und zuvorkommende Art schnell die Herzen der übrigen Bewohner. Nur Hauro bleibt ihr gegenüber kalt und abweisend. Als der König von Hauro verlangt, für ihn in den Krieg zu ziehen, begreift Sophie allmählich, welche geheimnisvolle Verbindung zwischen dem Magier und Calcifer besteht, dem Dämon, dessen Kraft das wandelnde Schloss antreibt – und dass nur die alles verwandelnde Kraft der Liebe sie, Hauro und die übrigen Bewohner erlösen kann...

       
Besonderheiten:

Der Umfang der Extras ist zwar nicht schlecht, für eine Deluxe Edition aber auch nicht herausragend, sodass ein fader Beigeschmack bleibt. Es fehlen Audiokommentare und direkte Making Ofs, abseits der CGI. Was wir in dieser Form allerdings noch nicht hatten, ist eine Storyboard-Version des gesamten Films, die mit Musik unterlegt ist.

Als Reportage dient eine 20-minütige Doku über die Computer-Effekte, die vor allem die Umsetzung des Schlosses näher erläutert. Außerdem gibt es noch zwei Interviews mit der Autorin und dem Director. Diese dauern zusammen nur rund 14 Minuten. Desweiteren gibt es noch eine Featurette über Hayao Miyazakis Besuch bei Pixar und schließlich noch einige Trailer.

   
 
Wertung:  
     (ausreichend - befriedigend)
     
Gestaltung:

Das im 4:3-Format gehaltene Menü wirkt leider etwas altbacken. Im Hauptmenü sind leider nur bewegte Filmszenen zu sehen und die Untermenüs präsentieren sich mit sehr langweiligen Standbildern und ohne Musik, die zumindest noch im Hauptmenü zu hören ist. Ansonsten gibt es nichts Nenneswertes zu sehen, was wir für eine Deluxe Edition etwas bedauerlich finden. Auch das Menü der zweiten DVD setzt die schwache Leistung fort. Hier gibt es insgesamt auch nur ein Hauptmenü, über das alle Features direkt aufgerufen werden.

     
 
Wertung:
  (ausreichend)
     
Bildtest:

Der Zeichentrickfilm, der natürlich auch nicht ganz ohne Computer auskommt, macht sich sehr gut auf DVD. Sämtliche Zeichnungen sind durch feine Konturen abgegrenzt und wirken sehr scharf und zum Teil auch plastisch, teils wird ein sehr räumlicher Eindruck geschaffen.

Farbtechnisch hat der Film verschiedene Töne zu bieten, allesamt werden sehr kräftig und sauber wiedergegeben. Der Kontrast ist auch astrein und zeigt in jeder Situation feine Details und die liebevollen Zeichnungen in ihrer vollen Pracht. Auch die Kompression ist nahezu tadellos und lässt auch in hektischen und viel bewegten Szenen keinerlei Störungen erkennen.

Zumindest technisch kann die DVD also vollends überzeugen.

     
Wertung:
   (sehr gut)
   
Tontest:

Der Ton brilliert nicht unbedingt durch direkte Effekte, aber dafür umso mehr durch die zahlreichen und liebevollen Umgebungsgeräusche, die allesamt sehr räumlich wiedergegeben werden.

Ob es sich nun um Naturgeräusche, das Geklopfe an Türen oder direkte Effekte handelt, sie alle können klanglich überzeugen. Die Filmmusik ist auch sehr weiträumig abgemischt und macht von allen Lautsprechern gebrauch. In gewissen Szenen bekommt auch der Subwoofer ordentlich zu tun und meistert die Arbeit gekonnt.

Wer im Besitz eines rückwertigen EX-Kanals ist, sollte diesen auf jeden Fall einschalten, denn der Ton gewinnt qualitativ immer wieder durch hintere Effekte hinzu.

   
 
Wertung:
  (gut)
       
Gesamtwertung:

"Das wandelnde Schloss" ist wieder ein Mal ein Meisterwerk aus Japan, das an frühere Erfolge wie "Prinzessin Mononoke" oder "Chichiros Reise ins Zauberland" anknüpft. Die verliebten Zeichnungen sind ebenso fasznierend wie die fantastische Geschichte, die allerlei Stoff für Fantasy-Fans bereit hält.

Die Deluxe Edition der DVD-Veröffentlichung kann aber nicht wirklich überzeugen, was bereits beim Menüdesign anfängt und bei den schwachen Extras aufhört. Wer also auf eine zweistündige Storyboard-Version und eine kurze Doku über die CGI-Effekte verzichten kann, dem sollte auch die Single-Version ausreichen.

       
 
Wertung:
  (befriedigend)
    
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