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R.E.M. - Perfect Square

  

Getestet von Christian Bartsch

Email: cb@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Review Datum: 02.04.2004
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 05.04.2004
   
Deutscher Titel: R.E.M. - Perfect Square
Originaltitel: R.E.M. - Perfect Square
Land / Jahr: USA 2004
     
Bildformat: 16:9 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Musik (DTS 5.1), Musik (Dolby Digital 5.1), Musik (Dolby Digital 2.0 stereo)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Holländisch, Portugiesisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Box (transparent)
Kapitel: 26
Laufzeit: 105
TV Norm: PAL
FSK: ohne Altersbeschränkung
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Warner Vision
          
Inhalt:

Die DVD enthält das Deutschlandkonzert der Band vom 19. Juli 2003 in Wiesbaden:

01. Begin The Begin
02. What´s The Frequency Kenneth?
03. Maps And Legends
04. Drive
05. Animal
06. Daysleeper
07. Great Beyond
08. Bad Day
09. The One I Love
10. All The Way To Reno
11. Orange Crush
12. Losing My Religion
13. At My Most Beautiful
14. Electrolite
15. She Just Wants To Be
16. Walk Unafraid
17. Man On The Moon
18. Everybody Hurts
19. So Fast, So Numb
20. Country Feedback
21. Permanent Vacation
22. Imitation Of Life
23. It´s The End Of The World As We Know It (And I Feel Fine)

       
Besonderheiten:

Warner Vision spendiert allen Fans einen Blick hinter die Kulissen des in Fankreisen sehr geschätzten Konzerts auf dem Schloss im schottischen Stirling.

Dieses Feature hat eine Laufzeit von fast 40 Minuten ist sehr interessant und anschaulich geworden. Prinzipiell handelt es sich um einen Tourfilm ohne die sonst übliche Verbeugung vor der Band. Da es sich um eine Zugabe handelt, hat man sich bei Warner Vision leider entschlossen, die Bildqualität auf ein Minimum zu reduzieren und den Speicherplatz für das Konzert zu nutzen. Da der Film dokumentarischen Charakter hat, kann und darf man hier über die Bildqualität hinwegsehen.

   
 
Wertung:  
     (befriedigend - gut)
     
Gestaltung:

Das Menü kommt sehr schnell zur Sache und erfreut den Zuschauer vor allen Dingen durch die gelungenen Szenenwechsel, die ebenfalls animiert ausgefallen sind.

Die grafische Gestaltung passt hervorragend gut zur restlichen Farbgestaltung des Konzerts und setzt sich selbst beim DVD-Cover fort.

Leider sind die Untermenüs nicht weiter animiert worden, was ein wenig das Gefühl erzeugt, man hätte hier aus Budgetgründen geknausert.

     
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
     
Bildtest:

Die DVD bietet sowohl die Formate 16:9, als auch 4:3. Das liegt daran, dass das Konzert in 16:9 präsentiert wird, die Dokumantation jedoch nur in 4:3 Vollbild.

Das Konzert macht einen leicht verwaschenen Eindruck, besonders die Schärfe lässt Besitzer von großen Fernsehgeräten nicht glücklich werden. Generell ist der Bereich der Schärfentiefe recht gering, hinzu kommt eine Art von digitalem Weichzeichnereffekt.

Die Farben sind sehr satt ausgefallen, auch der Kontrast ist, wie man umgangssprachlich sagen würde, deftig ausgefallen. Somit wirkt das Konzert wie eine einzige Lightshow mit Disco-Charakter, was aber sicherlich gewollt sein dürfte.

Die Kompression verrichtet ihren Job ohne großen Fehl und Tadel, was jedoch an der Weichheit des Bildes liegen dürfte.

Insgesamt ist die Bildqualität noch annehmbar, aber weit davon entfernt, in der Oberliga mitspielen zu dürfen. Dies ist besonders schade, da es sich um eine recht neue Aufnahme handelt und auch Videokameras mittlerweile in der Lage sind, durchaus gute (und vor allen Dingen scharfe) Bilder zu liefern.

     
Wertung:
   (befriedigend - gut)
   
Tontest:

Als seinerzeit "Hell Freezes Over" von den Eagles erschien, schufen die Macher damit nicht nur eine immer noch gültige Referenzscheibe, sie riefen auch Kritik hervor. Grund dafür war die Nachbearbeitung des Materials und der perfekt gute Klang. Grund dafür waren die hervorragende Mischung und die offenbar eingefügten Overdubs, die das Konzert nachträglich ergänzten.

Auch bei dieser Scheibe von R.E.M. lässt sich die nachträgliche Bearbeitung im Studio nicht von der Hand weisen, wenngleich man nicht das Gefühl bekommt, es wäre nachträglich etwas hinzugefügt worden.

Allerdings ist der Mix eher ungewöhnlich, da man die zur Verfügung stehenden Surroundkanäle nicht nur für das Publikum oder plumpen Raumklang (in Hallen meist Hall, bei großen Arenen meist Echo) einsetzt, sondern die Band auf allen Kanälen spielen lässt.

Wenngleich dieser Ansatz recht ungewöhnlich sein mag, so kommt das Ergebnis modern produzierten DVD Audios oder SACDs wie z.B. Grönemeyers "Mensch" recht nahe. Die Ingenieure haben offenbar erkannt, dass bei vielen Konzerten die hinteren Lautsprecher brach liegen und spielen nun mit den zur Verfügung stehenden Kanälen. Hat man das Konzept erst einmal erkannt und sich von dem starren Stereo-Schema gelöst, so macht dieses Konzert richtig Spaß.

R.E.M. spielen zur Höchstform auf, und man bekommt ein wahrlich klanglich fast perfektes Ergebnis geboten. Der Subwoofer liefert eine ordentliche Portion Tiefbass ab, nur der Höhenbereich klingt noch ein wenig fad, was die DVD letztlich von perfekten Referenzscheiben abhebt. Viel fehlt allerdings nicht, diese DVD auf eben diesen Thron zu heben.

Die DTS-Spur ist dieses Mal, wie so oft, nicht nur eine ganze Spur lauter, sondern liefert ein wenig mehr Nuancen im hinteren Bereich und eine sauberere Trennung des Basssignals, was der Mischung insgesamt mehr "Drive" verleiht.

R.E.M. zeigen auf, wie abwechslungsreich moderne Konzerte klingen können, und dass die hinteren Lautsprecher zu weit mehr fähig sind, als eben nur Surround.

   
 
Wertung:
  (gut - sehr gut)
       
Gesamtwertung:

Die deutschen Fans werden sich freuen: die bisher beste DVD von R.E.M. präsentiert ein Konzert aus deutschen Landen und definiert gleichzeitig einen "erwachsenen" Klang von Konzertmitschnitten, wie wir ihn gerne öfter hören würden. Nicht umsonst verfügt der Großteil von DVD Zuschauern mittlerweile über 5.1 Lautsprecher, die gerne eingesetzt werden wollen.

Wer erst einmal die innovative und ungewöhnliche Art der Abmischung akzeptiert hat, wird mit dieser Scheibe sehr viel Freude haben. Lediglich das Bild enttäuscht und wird dem tollen Ton leider gar nicht gerecht.

       
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
    
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