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Dario Argento´s Das Phantom der Oper

  

Getestet von Stefan Paulmayer

Email: sp@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Review Datum: 15.02.2002
Verleihfenster: nein
   
Deutscher Titel: Dario Argento´s Das Phantom der Oper
Originaltitel: Il Fantasma dell´opera
Land / Jahr: Italien 1998
     
Bildformat: 1,85:1 Widescreen (letterboxed)
Tonformat: Deutsch DTS 5.1
Deutsch, Englisch Dolby Digital 2.0 Surround
Untertitel: Deutsch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: nein
Verpackung: Amaray Box (transparent)
Kapitel: 10
Laufzeit: 98
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 18 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Sunfilm Entertainment
          
Inhalt:

Kultregisseur Dario Argento („Terror in der Oper“, „Das Stendhal Syndrom“, „Suspiria“), der in seiner langen Karriere u.a. Sergio Leones Meisterwerk "Spiel mir das Lied vom Tod" schrieb und an George Romeros Horror-Klassiker "Zombie" mitarbeitete, verfilmte den weltbekannten Roman von Gaston Leroux. Mit Julian Sands („The Loss of Sexual Innoncence“, „Arachnophobia“) und Argentos Tochter Asia Argento, unterstützt von zwei mit dem Oscar ausgezeichneten Crewmitgliedern (Kameramann Ronnie Taylor, „Gandhi“,; Kostümdesignerin Agnes Gyarmathy, „Mephisto“) und mit der Musik von Hollywood Komponist Ennio Morricone („Es war einmal in Amerika“, Killing Fields“). Ein PHANTOM, ein Monster...die Personifikation der Mysterie und Alpträume der Welt. Eine SCHÖNHEIT, Christine ... verloren in einem Abgrund voller Qual und verbotener Genüsse. Ein opulenter GRUSEL-KLASSIKER ... der das Blut in ihren Adern erfrieren läßt! (Covertext)

       
Besonderheiten:

Hier ist in kurzen Sätzen, alles gesagt. Nur ein Kinotrailer sowie 3 Trailer zu anderen Sunfilm-DVDs kann der geneigte DVD-Besitzer betrachten. Das ist nicht gerade dazu angetan, die Gesamtbenotung positiv zu beeinflussen.

   
 
Wertung:  
     (mangelhaft)
     
Gestaltung:

Auch wenn es mit dem guten Bild und einem ansprechenden Ton nicht klappen will, so ist doch zumindest die Menügestaltung relativ gelungen. Hauptmenü und Kapitelanwahl wurden animiert und mit Musikunterlegt. Der Rest – Sprachanwahl und Auswahlmenü der Trailershow – ist Standbild-Standard. Eine anamorphe Abtastung wäre noch wünschenswert, aber wenn nicht mal der Hauptfilm anamorph vorliegt, ist das wohl zuviel verlangt...

     
 
Wertung:
  (befriedigend)
     
Bildtest:

Selten gebrauche ich für einen Transfer das Wort schlecht – meist sind selbst unterdurchschnittliche Bildqualitäten noch lange nicht schlecht. Bei „Phantom der Oper“ passt dieses Wort jedoch wie die Faust auf das Auge.
Es ist fast unglaublich, was uns hier dargeboten wird. Es fängt schon mit der fehlenden Anamorph-Codierung an, die sich in nur ausreichender Detailschärfe niederschlägt.
Danach geben sich Dropouts und Schmutzpartikel die Klinke in die Hand.
Auch die Farbwiedergabe ist mangelhaft. Die Farben wirken nicht immer natürlich, sondern stellenweise ganz arg aufgesetzt und auch blass.
Wer Rauschfreiheit sucht, sollte um diese DVD ebenfalls einen großen Bogen machen, denn Bildrauschen ist so gut wie immer vorhanden.
Das einizge, was nicht unbedingt zu kritisieren ist, ist der Kontrast, der durchaus zufriedenstellende Werte aufweisen kann.
Insgesamt aber ein Trauerspiel...

     
Wertung:
   (mangelhaft - ausreichend)
   
Tontest:

Von den zur Auswahl stehenden Tonspuren ist der deutsche DTS-Ton noch der beste. Das bedeutet aber nicht, dass er gut ist.
Wer mit dem englischen Ton liebäugelt, muss mit einem dumpfen, auf den Center konzentrierten 2.0 Surround Ton leben. Im Vergleich dazu klingt selbst der deutsche 2.0-Ton noch wunderbar.
Beiden deutschen Tonspuren ist gemein, dass sie eine ausgeprägte Stereofront präsentieren.
Auch die Surroundspeaker werden genutzt, allerdings vermisse ich beim DTS-Ton wirklich eine hörbare Stereoabmischung im hinteren Bereich. So liegt die Vermutung nahe, dass hier einfach der 2.0 Surround-Ton durch einen DTS-Encoder gejagt wurde.
Trotzdem muss man dem DTS-Ton aber konstatieren, dass er offener klingt.
Was aber noch aufgefallen ist, ist, dass viele Effekte künstlich, ja fast unpassend, wirken. Ein wirklich gut abgemischter 5.1-Ton klingt anders. Selbst ein guter 2.0 Surround klingt besser.
So gibt es im Endergebnis nur die Note „Befriedigend“ für den DTS-Ton. Wer einen DTS-Ton auf eine DVD packt muss – egal von welchem Ausgangsmaterial er ihn erstellen hat lassen – damit rechnen, dass er mit anderen DTS-Spuren verglichen wird – und da hat dieser DTS-Track schlechte Karten.

   
 
Wertung:
  (befriedigend)
       
Gesamtwertung:

Die DVD ist technisch so ziemlich das Mieseste, das mir in letzter Zeit untergekommen ist. Der Film selbst ist auch nicht viel besser. So ist an dieser DVD wohl Hopfen und Malz verloren. Sunfilm sollte wirklich in sich gehen und sich einmal grundsätzlich überlegen, ob es Sinn macht, solche DVDs überhaupt zu veröffentlichen.

       
 
Wertung:
  (ausreichend)
    
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