> Diese Seite drucken <

  

Lammbock

Alles in Handarbeit

  

Getestet von Christian Bartsch

Email: cb@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Review Datum: 12.07.2002
Verleihfenster: ja, bis zum Erscheinen der Kaufversion
Im Handel ab: 25.07.2002
   
Deutscher Titel: Lammbock
Originaltitel: Lammbock
Land / Jahr: D 2001
     
Bildformat: 1,78:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch Dolby Digital 2.0 Surround, Kommentar Dolby Digital 2.0 stereo
Untertitel: keine
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: nix da
Verpackung: Amaray Box (transparent)
Kapitel: 15
Laufzeit: 90
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Universal Pictures Video
          
Inhalt:

Kai und Stefan ziehen gerne mal einen durch! Die beiden Tagediebe verdienen ihren Lebensunterhalt mit einem Pizzadienst namens "Lammbock". Der Clou: ihre Gourmetpizza enthält unter einer leckeren Scheibe Salami ein viel leckeres Tütchen frischen Rauchmaterials. Vom Canabis berauscht, müssen Kai und Stefan so einige Abenteuer überstehen. Und diese reichen vom Sex mit einem Staubsauger, bis hin zur Beseitigung eines unliebsamen Försters. Oder um es etwas anders auszudrücken: was Sie schon immer über Canabis wissen wollten, sie aber nie zu fragen gewagt haben.

       
Besonderheiten:

Die Extras dieser DVD sind leider nur recht durchschnittlich geraten. Der Kommentar mit Produzent Sönke Wortmann, Regisseur Christian Zübert und den Darstellern Moritz Bleibtreu und Lucas Gregorowicz ist recht ausgelassen, kommt aber leider nicht über nette Gags und Infos hier und da heraus. Anders als z.B. bei "Das Experiment" hält sich Moritz Bleibtreu auch sehr zurück, so dass man zwar gut unterhalten wird, Lachsalven allerdings eher selten sind. Neben dem Kommentar gibt es rund 15 Minuten Szenen hinter den Kulissen. Auch hier gibts nur nette Einblicke, aber keine weiteren Details zu erfahren.

Die Interviews entstammen anscheinend einem EPK, zumindest handelt es sich um die handlich portionierten Blöcke, bei denen jeweils die befragte Person auf eine Frage antwortet. Besonders ergiebig sind die Statements aber nicht.

Obligatorisch und auch hier mit dabei: die Fotos und die passenden Trailer zum Film.

   
 
Wertung:  
     (ausreichend - befriedigend)
     
Gestaltung:

Strike! Was sich Universal hier hat einfallen lassen, ist einfach göttlich. Bereits während die Warnhinweise eingeblendet werden hört der versierte Kenner im Hintergrund eine Wasserblubber beim gemütlichen Einsatz. Und kaum dass das harzige Tetrahydrocanabinol im gasförmigen Zustand in eine mehr oder minder bemitleidenswerte Lunge strömt verschwimmt auch schon die Sicht auf die Schrift. Es kickt, und schon findet man sich im animierten Hauptmenü wieder, das dann auch endlich die Wasserpfeife präsentiert. Mild qualmend steht die Röhre zu unserer linken, während sich rechts die Menüpunkte wiederfinden.

Auch die Kapitelauswahl ist animiert, ist aber, den Zustand beschwören wir jetzt besser nicht herauf, mit bekifftem Kopf wohl kaum zu ertragen. Zu dezent sind die Highlights, da hat man selbst nüchtern seine Probleme.

Insgesamt ist das Menü aber recht putzig geworden und macht einen gelungenen ersten Eindruck.

     
 
Wertung:
  (gut - sehr gut)
     
Bildtest:

Herrje! Wo hat Universal bloss die Vorlage für diese DVD hergenommen? Man könnte fast meinen, dass es nur eine einzige Kopie gegeben hat, die erst tausend Mal in einem Kino abgespielt wurde, bevor sie ins Mastering ging. Was direkt ins Auge fällt ist die wirklich äußerst mäßige Detailschärfe. Sämtliche Hintergründe wirken kraftlos und matschig. Schade. Der saftige Kontrast sorgt für grelle Außenaufnahmen, bei denen der Himmel förmlich ausfrisst. Da ist es fast schon sekundär, dass bei der Kompression auch nicht alles glatt gelaufen ist. Wie genau hier gerauschfiltert wurde, lässt sich leider nicht mehr erkennen. Tatsache ist - einige Objekte schwimmmen und machen einen recht fidelen Eindruck. Besonders in der letzten Szene auf dem Weg zum Flughafen bleibt ein Teil der Rückbank im Bild stehen (!) während der Rest des Bildes durch die Unebenheiten der Straße hüpft.

Dies kann darüber hinaus an dem unruhigen Bildstand liegen.

Falls es an dieser Stelle noch erwähnt werden sollte: auch der Schnitt ist nicht sauber. Als die beiden Protaginisten den Headshop betreten, springt das Bild im ersten Frame ein ganzes Stück nach unten. Das deutet auf eine schlechte Klebestelle hin.

Insgesamt ist das Bild eine wahre Enttäuschung und wird dem Film leider überhaupt nicht gerecht.

     
Wertung:
   (mangelhaft - ausreichend)
   
Tontest:

Im Westen nichts neues. Deutscher Film, dazu noch in Richtung Komödie - da reicht auch Dolby Digital 2.0 Surround. Mehr gibts leider nicht zu hören. Auch wenn man noch so angestrengt zuhört, mehr als eine nette Front von vorne kann man beim besten Willen nicht ausmachen.

   
 
Wertung:
  (befriedigend)
       
Gesamtwertung:

"Lammbock" steht in bester Gesellschaft neben so fantastischen Titeln wie u.a. "Bang Boom Bang". Wer prinzipiell nichts gegen ein wenig Kiffergags einzuwenden hat, landet in einer turbulenten Komödie, die endlich mal mehr bietet, als die sonst üblichen aufgewärmten Gags. Eine absolute Empfehlung, auch wenn es nicht ganz für unseren "Must See!" Award reicht .

Leider ist die technische Seite der DVD enttäuschend. Das Bild ist - hart gesprochen - ein Fiasko für einen Film diesen Alters. Auch der Ton kommt genrebedingt eher dröge daher. Da helfen auch die sicherlich nett gemeinten Extras nichts.

Die DVD "Lammbock" ist eine zweischneidige Sache. Eigentlich sollte man sich diesen Film nicht entgehen lassen, wer sich aber nicht mit nur einem unterdurchschnittlichen Bild anfreunden kann, der sollte vorher in der Videothek zur Leihvariante greifen.

       
 
Wertung:
  (befriedigend)
    
© 1998-2015 by Digital-Movie, Alle Rechte vorbehalten. Ohne ausdrückliche schriftliche Erlaubnis darf kein Teil des Werks für irgendwelche Zwecke vervielfältigt oder verändert werden, unabhängig davon, auf welche Art und Weise oder mit welchen Mitteln, elektronisch oder mechanisch, dies geschieht.