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Nacht über Manhattan

Star Collection

  

Getestet von Stefan Paulmayer

Email: sp@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Review Datum: 01.04.2002
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 2.4.2002
   
Deutscher Titel: Nacht über Manhattan
Originaltitel: Night Falls On Manhattan
Land / Jahr: USA 1997
     
Bildformat: 1,85:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch, Englisch Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: nein
Verpackung: Amaray Box
Kapitel: 16
Laufzeit: 109
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Regional Code: Code 2
Layerwechsel bei: 79:04 (Mitten in Gespräch)
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: mediacs AG
          
Inhalt:

Nachdem sein Vater bei einer Schießerei mit einem Drogendealer angeschossen wird, bei der drei weitere Polizisten getötet werden, beginnt für den jungen, angehenden Staatsanwalt Sean Casey eine steile Karriere.
Vom alternden Bezirksstaatsanwalt, Morganstern, aus politischen Gründen mit der Führung des Prozesses gegen den Mörder der Polizisten beauftragt, trägt Sean einen leichten Sieg davon.
Als Morganstern einen Herzanfall erleidet, wird der in der Bevölkerung mittlerweile populär gewordene Sean Casey von der Partei als Nachfolger nominiert.
Doch kaum oben angekommen, muss Sean Casey recht bald erkennen, dass das Leben als Bezirksstaatsanwalt nicht nur Sonnenseiten hat...

       
Besonderheiten:

Interviews mit Andy Garcia, Richard Dreyfuss und Sidney Lumet. Diese dauern zwischen zweieinhalb und fünfeinhalb Minuten und sind recht interessant – wenngleich die Länge durchaus hätte länger sein dürfen.
B-Roll: hier findet man 10 Minuten unkommentierte Szenen mit Behind-the-Scenes-Footage, das einen recht guten Eindruck über die Dreharbeiten verschaffen kann.
Kinotrailer

Im “Star Collection Menü”, das sich über das Hauptmenü anwählen lässt, findet man schließlich das Highlight der Bonusausstattung vor – ein etwa 44-minütiges Portrait von Andy Garcia. Insgesamt mutet dieses Portrait jedoch aufgrund der abgehackten und eintönigen Sprechweise des Kommentators recht eigentümlich an. Trotzdem bekommt man eine Menge Hintergrundinfos zu Andy Garcia geboten, Interviews mit Garcia gibt es hierbei ebenso wie Behind-the-Scenes-Footage und ähnlichem. Es handelt sich hierbei übrigens um eine Produktion für den Bayrischen Rundfunk, die auf jeden Fall einen Blick wert ist.
Außerdem bekommt man noch die Filmo- und Biographie von Andy Garcia und Trailer zu anderen „Star Collection“-Titeln geboten. Ach ja, den Internetlink für Besitzer eines DVD-Rom-Laufwerkes sollte man nicht vergessen...

Alles in allem eine rechte gute Bonusausstattung – leider hat es der Audiokommentar mit Sidney Lumet doch nicht auf die DVD geschafft. Anscheinend hat Mediacs die Rechte an diesem Kommentar in letzter Minute doch nicht bekommen. Doch besonders das Star Portrait schafft es zu gefallen, sodass sich gemeinsam mit den interessanten Interviews und dem B-Roll-Footage die Note „Befriedigend bis Gut“ ergibt.

   
 
Wertung:  
     (befriedigend - gut)
     
Gestaltung:

Sehr erfreulich – die Menügestaltung hat Mediacs recht gut hinbekommen. Durchgehend wurde Animation eingesetzt, selbst die Kapitelanwahl und das Bonusmenü liegen animiert und mit Musik unterlegt vor.
Auch ansonsten kann die Gestaltung gut gefallen. Doch wie schon bei „Felidae“ sind teilweise Dialogsequenzen in der Menüunterlegung vorzufinden, was mir – ebenso wie Kollege Bartsch – nicht so gut gefällt.
In völlig anderem Look als das Hauptmenü und seine Untermenüs präsentiert sich übrigens das „Star Collection Menü“, in dem man weitere Teile des Bonusmaterials vorfinden kann.

     
 
Wertung:
  (gut)
     
Bildtest:

Leider kann dieser Transfer nicht sonderlich gefallen. Die Schärfe kann nur bedingt gefallen und schafft es nie über befriedigendes Niveau hinaus. Auch der Kontrast ist leider nicht auf TOP-Niveau, weswegen einerseits helle Flächen überstrahlen, andererseits aber Details in dunklen Szenen nur mehr schwer erkennbar sind. Wenigstens die Farbwiedergabe ist halbwegs gut gelungen – zwar wirken die Farben oft etwas blass, insgesamt ergibt sich aber eine stimmige und recht natürlich wirkende Farbkulisse.
Wir wissen nicht, welche Vorlage zur Erstellung des DVD-Masters gedient hat, vom Gesamteindruck des Bildes her, scheint es jedoch ein Kinomaster gewesen zu sein. Ob dies wirklich den Tatsachen entspricht, können wir nicht 100%ig sagen, jedoch hat es ganz den Anschein. Verstärkt wird dieser Eindruck auch vom nicht perfekten Rauschverhalten – zwar ist das Bild von Weitem her recht rauscharm, doch Hintergrundrauschen ist ständig evident.
„Zur Körnung“ sind dann bei schnelleren Bewegungen auch noch Nachzieheffekte auszumachen.

     
Wertung:
   (befriedigend)
   
Tontest:

Noch eine größere Enttäuschung als das Bild stellt der Ton dar. Zwar als 5.1 ausgegeben, bietet er nicht mehr als Stereo. Von hinten kommt praktisch nichts, nicht einmal Umgebungsgeräusche wurden auf die Rückkanäle gelegt. So liegt die Vermutung nahe, dass einfach eine Stereo-Spur auf 5.1 codiert worden ist.
Auch beim Originalton sind diese Schwächen feststellen – sie beschränken sich also nicht auf die deutsche Spur. Nein, der englische Track klingt sogar schlechter als der deutsche. Die Stimmen sind deutlich eingeengt – fast könnte man meinen, man hätte es mit einem Mono-Ton zu tun, würde man nicht auf seinem Receiver das Lämpchen aufleuchten sehen, das nur bei diskreter Mehrkanaldecodierung strahlt.

   
 
Wertung:
  (ausreichend)
       
Gesamtwertung:

Ein wirklich großer Wurf ist Mediacs mit “Nacht über Manhattan” nicht gelungen. Zwar sind die Extras durchaus gut, die technische Qualität der DVD enttäuscht jedoch maßlos.
Nichtsdestotrotz ist die DVD für diejenigen eine Empfehlung, die gerne gute Justiz- und Polizeithriller sehen.

       
 
Wertung:
  (befriedigend)
    
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