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A.I. - Künstliche Intelligenz

  

Getestet von Stefan Paulmayer

Email: sp@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Review Datum: 05.04.2002
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 04.04.2002
   
Deutscher Titel: A.I. - Künstliche Intelligenz
Originaltitel: A.I. - Artificial Intelligence
Land / Jahr: USA 2001
     
Bildformat: 1,85:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch, Englisch, Spanisch Dolby Digital 5.1 EX
Untertitel: Deutsch, Deutsch für Gehörlose, Englisch, Englisch für Gehörlose, Spanisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch, Portugiesisch, Hebräisch, Polnisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch, Isländisch, Französisch, Italienisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: DigiPak
Kapitel: 32
Laufzeit: 140
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Regional Code: Code 2
Layerwechsel bei: 72:51
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer (2x)
Anbieter: Warner Brothers Home Video
          
Inhalt:

In naher Zukunft, nachdem die Polkappen geschmolzen sind und Küstenstädte in den Ozeanen verschwunden sind, werden Roboter in Menschengestalt (auch Mecca genannt) zu einem immer wichtigeren Bestandteil des Lebens.
Ein völlig neues Modell ist dabei ein Kinder-Roboter. Der erste seiner Art, genannt David, soll einer Familie, deren Sohn im Koma liegt, als eine Ersatzkind dienen. Denn das besondere an den Kinder-Robotern ist, dass sie echte Liebe gegenüber ihren „Eltern“ entwickeln können.
Doch als der Sohn der Familie aus dem Koma erwacht, sieht es für David nicht gut – denn der wahre Sohn versucht alles, um seinem Roboter-Bruder loszuwerden...
Nach einer Intrige gelingt ihm das auch und David wird im Wald ausgesetzt... Von nun an muss, sich er sich alleine durchschlagen – bis er Gigolo Joe, einen anderen Mecca, trifft...

       
Besonderheiten:

DVD 1
Die Entstehung von A.I.: diese 12-minütige Featurette versteht sich als quasi Making of und enthält neben Ausschnitten aus dem Film vor allem Interviews mit dem Cast auch b-Roll-Material. Besonders wird auf Stanley Kubricks Arbeit und seine Zusammenarbeit mit Steven Spielberg eingegangen.

DVD 2
DIE SCHAUSPIELKUNST IN A.I.
- Portrait von David: in dieser Featurette wird die Figur des Mecca David erläutert bzw. wie die Macher diese Figur angelegt haben und welchen Einfluss Haley Joel Osment auf die Entwicklung hatte. Und wieder einmal zeigt sich, dass man, um ein großer Schauspieler sein zu können, nicht unbedingt auch ein großer (im Sinne von erwachsen) Mensch sein muss. (9:08)
- Portrait von Gigolo Joe: selbiges in grün. In dieser Featurette wird auf die Entstehung des Gigolo Joe-Charakters eingegangen. Auch diese Kurzdoku ist wie die beiden vorangegangen sehr interessant und durchaus tiefgründig. (6:02)

DAS DESIGN VON A.I
A.I. – Von der Zeichnung zum Set: diese Featurette hat im Großen und Ganzen die künstlerische Entstehung des Filmes zum Thema. (7:28)
Die Kostüme in A.I.: hier sagt der Titel bereits alles. Diese Minidoku geht näher auf die Kleidung und die Kostüme der Darsteller ein. (5:30)

Die Beleuchtung von A.I: hier erfährt man näheres über die eingesetzten Stilmittel wie Überbelichtung und wie sich die Belichtung in den drei Akten des Filmes unterscheidet. (4:25)

Special Effects: informative Featurette über die Entstehung der Special Effects. (7:45)

Die Roboter von A.I. hier werden die verschiedenen Roboter vorgestellt und es wird gezeigt, wie sie erstellt und gestaltet worden sind. (13:44)

SPEZIELLE VISUELLE EFFEKTE UND ANIMATION: ILM
Ein Überblick (5:12)
Die Roboter (3:26)
Die Miniaturen (4:18)
Die New York City-Sequenz (2:53)
Die Animation von A.I. (8:08)
Diese fünf Featurettes beschäftigen sich mit dem Anteil der bekannten Visual Effects-Schmiede Industrial, Light & Magic (ILM) an der Produktion des Filmes. Auch dieser Abschnitt ist äußerst interessant und bestätigt die Ansicht der guten inhaltlichen Qualität der Features.

DER TON UND DIE MUSIK VON A.I.
Sound-Design (6:47)
Musik (5:49)
In dieser Sektion werden wir mit Hintergrundinfos zu den Soundeffekten und dem Score von John Williams versorgt.

Abschließende Worte von Steven Spielberg: im Grunde handelt es sich hier um die DVD-Credits, die mit einer Art Nachwort von Steven Spielberg unterlegt sind.

DAS A.I.-ARCHIV
Hier findet man neben den beiden Trailern auch Storyboards zahlreiche Bildergalerien.

Abschließend gibt es noch Filmografien der Besetzung und der Filmemacher.

Inhaltlich ist dieses Bonusmaterial von sehr hoher Qualität. Bessere Extras hätte man wohl nicht inkludieren können. Eventuell wären vielleicht ein Audiokommentar und Deleted Scenes schön gewesen, aber mit dem Gebotenen kann man mehr als gut leben.

   
 
Wertung:  
     (gut - sehr gut)
     
Gestaltung:

Warner-untypisch bietet die DVD eine rechte brauchbare Menügestaltung - das Hauptmenü und die Kapitalanwahl wurden recht nett animiert. Der Rest ist allerdings wieder nur ein Standbildmenü – zumindest gefällt aber die Gestaltung, die nicht übermäßig lieblos ist.

     
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
     
Bildtest:

Sobald die beiden Firmenlogos von Warner und Dreamworks dem eigentlichen Film Platz gemacht haben, muss jeden DVD-Liebhaber der Schlag treffen. Ein so großflächig verrauschtes Bild ist einem lange nicht mehr untergekommen. Und dieses Rauschen ist leider auch nicht temporär, sondern zieht sich durch den gesamten Film hindurch. Außerdem handelt es sich um ein durchaus störendes Rauschen, dass den Filmgenuss doch ganz erheblich zu treiben weiß.
Dieses Problem ist aber nur bedingt Warners Schuld – auch die Rc1-DVD von Dreamworks leidet unter dem gleichen Phänomen.
Auch sonst gibt es über das Bild nur wenig positives zu berichten – lediglich die Farbwiedergabe kann als vollends gelungen bezeichnet werden.
Neben dem Kontrast lässt nämlich auch das Schärfeverhalten zu wünschen übrig. Der Kontrast wirkt tendenziell zu dunkel und leidet außerdem unter der Überstrahlung besonders heller Flächen.
Wie schon erwähnt ist auch die Bildschärfe nicht uneingeschränkt positiv zu betrachten. Zwar scheint das Bild vordergründig recht scharf, es fehlt jedoch an wirklich ausgezeichneter Detailschärfe.
Eventuell läst sich dies auf den Einsatz eines Rauschfilters zurückführen – das mag zwar angesichts der oben beschriebenen Tatsache vom Flächenrauschen ein wenig kurios anmuten, ergibt aber dann Sinn, wenn man weiß, dass die Rc1-DVD noch ein Eck mehr gerauscht hat.
Zuletzt bleiben noch die Nachzieheffekte zu erwähnen, die bei Kameraschwenks zu beobachten sind – auch dies ein Indiz für den Rauschfilter.
Wenigstens leidet das Bild nicht auch noch unter Treppchenartefakten. Insgesamt ist dieser Transfer jedoch eine herbe Enttäuschung. Von einem so jungen Film hätte man wesentlich mehr erwartet.

Anmerkung: Die „Fachwelt“ streitet sich darüber, ob das Bildrauschen bzw. der übersetzte Kontrast eventuell als Stilmittel eingesetzt worden sind. Was den Kontrast betrifft, so scheint dies zu stimmen (siehe Featurette „Die Beleuchtung von A.I.“). Im Grunde macht es jedoch keinen Unterschied. Das Bild ist und bleibt von der Qualität her eine Enttäuschung – ob gewollt oder nicht!

     
Wertung:
   (befriedigend)
   
Tontest:

Im Gegensatz zum Bild, kann der Ton außerordentlich gut gefallen. Zwar ist er im ersten Teil des Filmes (bis etwa Minute 50) recht zurückhaltend, danach gibt er aber richtig Gas und offenbart eine herrliche Surroundkulisse.
Viele, sehr schön, platzierte, Surroundeffekte und der gekonnte Einsatz des Basses sorgen für ein weiträumiges und dynamisches Panorama, das viel Räumlichkeit versprüht.
Zwischen den Sprachspuren besteht qualitativ kaum ein Unterschied. Lediglich die Synchronstimme von Frances O´Connor treibt einen schier in den Wahnsinn. Da ist man froh, dass Schreinemakers vom Bildschirm verschwunden ist und dann wird einem so etwas vorgesetzt. Bis auf diesen Ausrutscher ist die Synchronfassung jedoch recht gut gelungen.

   
 
Wertung:
  (gut - sehr gut)
       
Gesamtwertung:

Technisch betrachtet ist “A.I. – Künstliche Intelligenz“ eine recht zwiespältige Angelegenheit.
Bildtechnisch eher enttäuschend, können jedoch der Ton und die Ausstattung durchaus zufrieden stellen.
Der Film an sich dürfte jedenfalls Geschmackssache sein – die einen verreißen ihn, die anderen loben ihn.Vor dem Kauf sollte man deshalb eventuell einen Abstecher in die Videothek machen und sich den Film erst einmal ausleihen. Ansonsten ist die DVD aber eine Empfehlung – trotz der eingeschränkten Bildqualität.

       
 
Wertung:
  (gut)
    
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