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After the Sunset

  

Getestet von Florian Kriegel

Email: fk@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Review Datum: 09.05.2005
Im Handel ab: 22.04.2005
   
Deutscher Titel: After the Sunset
Originaltitel: After the Sunset
Land / Jahr: USA 2004
     
Bildformat: 2,40:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Kommentar (Dolby Digital 2.0 stereo)
Untertitel: Englisch, Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Box
Kapitel: 21
Laufzeit: 93
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 6 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Warner Brothers Home Video
          
Inhalt:

Zwei Meisterdiebe nisten sich im tropischen Paradies ein, um das Leben auf dem mit Beutemillionen wohlgepolsterten Ruhekissen zu genießen. Der FBI-Agent, der ihnen seit Jahren auf den Fersen ist, glaubt allerdings, dass die beiden in Wirklichkeit bereits einen neuen millionenschweren Coup auf einem Kreuzfahrtschiff planen - ein mitreißendes Katz-und-Maus-Spiel beginnt. Max Burdett, der "König der Alibis" und seine bildschöne Komplizin Lola ziehen sich nach Paradise Island auf den Bahamas zurück, denn sie haben ihr letztes großes Ding gedreht und den zweiten der drei berühmten Napoleon-Diamanten geklaut. Jetzt wollen die beiden ihren finanziell abgesicherten Ruhestand im hart verdienten Luxus genießen.

       
Besonderheiten:

Trotz der Tatsache, dass "After the Sunset" in den Kinos nur eine kleine Rolle spielte, hat die DVD überdurchschnittlich viel Zusatzmaterial zu bieten. Insgesamt bekommt man rund zwei Stunden an Extras geboten, die inhaltlich ebenfalls überzeugen können.

Als erstes stehen 15 Deleted Scenes zur Auswahl, die insgesamt eine Laufzeit von gut 16 Minuten haben. Auf Wunsch werden diese auch noch von den Filmemachern persönlich kommentiert. Wer lieber auf lustige Szenen steht, sollte sich die verpatzten Szenen zu Gemüte führen, die eine Länge von fünf Minuten haben.

Deutlich umfangreicher präsentiert sich die Dokumentation "Before, During and After the Sunset", die mit 70 Minuten wirklich umfangreich ausfällt. Während man als Käufer oft nur kurze Beiträge zu sehen bekommt, die sich meistens mit nur wenigen Themen befassen, bekommt man hier einen Einblick in die gesamte Produktion des Films. Angefangen von der Pre-Production bis hin zur Premiere werden alle wichtigen Themen besprochen. Qualitativ ist dieses Feature allerdings nicht sehr ansehnlich, da offensichtlich nur eine kleine Handkamera zum Einsatz kam.

Der Filmemacher und die drei Hauptdarsteller waren bei der "Charlie Rose-Show" zu Gast und dieses knapp 19 minütige Interview ist ebenfalls bei den Extras vorhanden. Ein weiteres Interview dauert rund acht Minuten und stellt eine Abwechslung dar, denn während oft nur die Darsteller zu Wort kommen, wird in diesem Beitrag ein echter Juwelendieb interviewt und zwar vom Regisseur persönlich.

Da in dem Film nur wenige Special Effects zu sehen sind, fällt das Feature "Visuelle Effekte" entsprechend kurz aus. In drei Minuten erhält man dennoch einen kleinen Einblick in die dezenten Effekte. Wer während des Films Informationen erhalten möchte, der kann sich den Audiokommentar anhören, der vom Regisseur, dem Produzenten und dem Autor gesprochen wird. Ein Trailer und einige TV-Spots runden die gelungene Ausstattung ab.

   
 
Wertung:  
     (gut - sehr gut)
     
Gestaltung:

Passend zum Titel "After the Sunset" bekommt der Käufer ein anamorphes Menü mit sehr warmen Farben und einer stimmigen Optik präsentiert. So zeigen sich sowohl das Hauptmenü als auch die Übergangsanimationen mit gemütlichen Orangetönen und sämtliche Untermenüs mit einer etwas düsteren Optik. Leider ist keins der drei Untermenüs mit bewegten Bildern versehen, sodass der Gesamteindruck etwas nach unten gedrückt wird. Die passende Hintergrundmusik hinterlässt jedoch einen guten Eindruck und so können wir das Menüdesign als leicht überdurchschnittlich bezeichnen.

     
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
     
Bildtest:

Warner leistet sich nur selten Ausrutscher bei der technischen Umsetzung seiner DVDs und so reiht sich auch dieser Film in den guten Durchschnitt ein. Wirklich mängelfrei ist das Bild aber nicht, denn die niedrige Bitrate von etwas über vier Mbps sorgt für einige Auffälligkeiten, die eine bessere Bewertung unmöglich machen.

Zunächst einmal wollen wir aber die positiven Eigenschaften aufzählen, wozu die warme und kräftige Farbwiedergabe gehört. Passend zur Location erstrahlen sämtliche Töne in einer satten und sauberen Optik. Das Schärfeniveau ist im Großen und Ganzen ebenfalls gelungen, auch wenn ein gewisses Defizit in der Detailwiedergabe zu beobachten ist. Ab und zu erscheint der Transfer etwas zu weich.

Ebenfalls gut, aber nicht ganz perfekt, präsentiert sich der Kontrast, der zwar für eine kräftige Optik sorgt, insgesamt aber eine Spur zu "hart" ist, was bei hellen Flächen zum Überstrahlen führt und oft einige Details vermissen lässt. Der nicht immer ideale Schwarzwert sorgt außerdem dafür, dass einige Szenen etwas milchig wirken, was aber nur bei den recht wenigen Nachtaufnahmen der Fall ist.

Zu den offensichtlichsten Mängeln gehören Nachzieheffekte, die anscheinend durch Rauschfilter verursacht werden. Manchmal "schwimmen" Gesichter und es lassen sich weiße Schweife beobachten. Aufgrund der niedrigen Bitrate sind obendrein immer wieder leichte Artefaktbildungen zu erkennen, wie zum Beispiel gleich zu Beginn während des Basketballspiels.

     
Wertung:
   (befriedigend - gut)
   
Tontest:

Beim Ton verhält sich "After the Sunset" in Sachen Effekte zwar relativ bedeckt, doch insgesamt kann das Gebotene dennoch gefallen. Grund dafür ist unter anderem die relativ räumliche Musikwiedergabe, die zwar meist frontlastig ist, aber immer einen gewissen Anteil der Surround-Speaker nutzt. Zusammen mit den vielen Umgebungsgeräuschen ergibt sich ein recht gut aufgelöstes Klangbild.

Was Effekte angeht ist die Vorstellung zwar sehr unspektakulär, doch das Gesamtauftreten passt bestens zum Film und hört sich auch gut an. Besitzer eines EX-fähigen Receivers sollten den Back-Channel auf jeden Fall aktivieren, denn er vergrößert das Klangbild zum Teil hörbar.

   
 
Wertung:
  (gut)
       
Gesamtwertung:

"After the Sunset" lässt sich am ehesten mit "Die Thomas Crown Affäre" vergleichen, in dem Pierce Brosnan ebenfalls einen Räuber spielt. Insgesamt handelt es sich bei dieser Produktion sicher nicht um einen Ausnahmefilm, für einen netten Kinoabend langt es aber allemal.

Die DVD-Umsetzung können wir größtenteils als gelungen bezeichnen. Die vielen Extras sorgen im Endeffekt dafür, dass das Bild an einigen Stellen schwächelt, doch die meisten werden das in Kauf nehmen können. Technisch eher unspektakulär, dürfte nicht zuletzt die erneut attraktive Salma Hayek aber für einen heißen Gaunerspaß sorgen.

       
 
Wertung:
  (gut)
    
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