> Diese Seite drucken <

  

Ocean´s Twelve

  

Getestet von Lasse Hambruch

Email: lh@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Review Datum: 10.05.2005
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 12.04.2005
   
Deutscher Titel: Ocean´s Twelve
Originaltitel: Ocean´s Twelve
Land / Jahr: USA 2004
     
Bildformat: 2,40:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Englisch, Deutsch, Arabisch, Hebräisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Kapitel: 36
Laufzeit: 120
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Warner Brothers Home Video
          
Inhalt:

Sie sind wieder da. Mit Verstärkung. Die Elf sind jetzt Zwölf: Danny und seine Freunde kehren zurück, nachdem sie in Teil 1 coole 160 Millionen Dollar abgestaubt hatten. Doch mit 160 Millionen kommt man heute nicht mehr so weit wie früher. Nicht, wenn alle mit dem Geld nur so um sich schmeißen. Zumal Vegas-Tycoon Terry Benedict seine Kohle wiederhaben will. Außerdem pfuscht ein geheimnisvoller Fremder Danny und seiner Crew ins Handwerk. Es wird also Zeit, einen neuen umwerfenden Plan auszuführen - oder besser gleich mehrere Pläne...

       
Besonderheiten:

Zu Anfang wollten wir nicht recht glauben, was wir da vorfanden. Zur Sicherheit schauten wir nochmals auf die Hülle der DVD und durchwühlten die Rubrik "Extras" akribisch. Dies war allerdings schnell passiert und so stellte sich bei uns Ernüchterung ein.

Ein Film aus dem Jahre 2004, der an der Kinokasse durchaus erfolgreich war, bietet als einziges Extra den Kinotrailer. Entweder wurde also gar kein Bonusmaterial für den Film produziert, was wir uns allerdings nur schwer vorstellen können, oder in ein paar Monaten bekommen wir eine fette Special Edition vorgesetzt.

In wie weit diese Strategie nun verständlich ist oder nicht, wollen wir nicht beurteilen. Fakt ist, dass bei so einem Film die Extras ein anderes Kaliber besitzen müssen. Somit ist die Extraausstattung einfach nur peinlich.

   
 
Wertung:  
     (ungenügend - mangelhaft)
     
Gestaltung:

Die Menügestaltung ist ausgefallen. Ein wenig erinnert sie an die "Austin Powers" Filme. Die Musik ist sehr schrill und sorgt bereits schon im Menü selber für die richtige Stimmung. Das Hauptmenü ist durchweg animiert. Zumeist "fliegen" einem Szenen aus dem Film sprichwörtlich auf den Fernseher. Ansonsten wurden aber keinen weiteren Akzente in punkto Gestaltung gesetzt, sodass das Menü nicht durchweg als gelungen bezeichnet werden kann.

Dass dies so ist, liegt auch an der Gestaltung der Untermenüs. Zwar wurden sie alle musikalisch ebenfalls untermalt, auf Animationen hat Warner allerdings ganz verzichtet. Somit bekommen wir ein gutes Menü geboten, dass allerdings hier und da noch etwas Feinschliff hätte vertragen können.

     
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
     
Bildtest:

Der Transfer ist nicht unbedingt das, was man von einem Film aus dem Jahre 2004 erwartet, aber nun der Reihe nach. Die Farbgebung ist sehr kräftig ausgefallen. Einige Farben leuchten einem förmlich entgegen und lassen das Bild somit plastisch erscheinen. Der Kontrast ist teilweise sehr hart. In Verbindung mit der Farbgebung sorgt er stellenweise für erdige Töne, für unseren Geschmack fast schon zu erdig. Dies ist aber wohl ein Stilmittel von Steven Soderbergh und somit legen wir das dem Transfer mal nicht negativ zur Last.

Für Letzteres kommen aber andere Punkte in Frage. Zunächst einmal ist ein durchgängiges leichtes Rauschen wahrzunehmen. Stellenweise tritt es sogar noch etwas deutlicher hervor. Dass wir nur ein leichtes Rauschen zu sehen bekommen hat seinen Grund, denn hierfür wurde wohl künstlich etwas mit einem Rauschfilter nachgeholfen. Gegen einen behutsamen Einsatz haben wir ja auch nichts, allerdings blieb der Einsatz des Filters nicht ohne Folgen. Das Schärfeverhalten des Transfers ist ebenfalls alles andere als optimal. Obwohl Steven Soderbergh dem Film bewusst einen etwas weicheren Look gegeben hat, sind doch etliche Unschärfen vorhanden, die einfach störend auffallen. In den Gesichtern lassen sich zu wenige Details ausmachen. Zudem kommt es, wohl nicht zuletzt durch den Rauschfilter, zu Nachzieheffekten bei schnelleren Kameraschwenks. Die Kompression bereitet hingegen kein Kopfzerbrechen. Sie arbeitet sauber und unauffällig.

Etwas enttäuscht sind wir schon. Ein so aktueller Film, der dazu an der Kinokasse durchaus erfolgreich war, darf (muss) ein besseres Bild offerieren.

     
Wertung:
   (befriedigend - gut)
   
Tontest:

"Ocean´s Eleven" ist ein Film der Marke "Vom Sound ist nicht viel zu erwarten." Leider wurden wir in dieser Hinsicht keines Besseren belehrt, denn tontechnisch ist der Film, über weite Strecken hin, sehr unspektakulär. Große Effekte, die quer durch den Raum fliegen, gibt es nicht. Auch gigantische Explosionen oder rasante Schusswechsel sind einfach nicht im Repertoire zu finden. Somit sind die Möglichkeiten für ein tolles Sounderlebnis auch weitgehend eingeschränkt. Einzig die Musik sorgt ab und zu für etwas Freude bei den Tonliebhabern. Zu hören ist dies, wenn sich der "Nachtfuchs" auf seinen großen Coup vorbereitet.

Was schon für die Effekte und die Räumlichkeit gilt, das gilt auch für den LFE-Kanal. Der Subwoofer bekommt einfach nur sehr wenige Möglichkeiten sich wirkungsvoll in Szene zu setzen. Ein Bassgewitter ist somit nicht zu erwarten. Auch er kommt nur bei der Wiedergabe von Musik etwas zur Geltung. Ansonsten hält sich der gute Freund vornehm zurück.

   
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
       
Gesamtwertung:

Nein, mit dem Ergebnis dieser DVD können wir nicht zufrieden sein. Zu einem so aktuellen Film gehören einfach ein paar anständige Extras. So etwas ist in einem Alter, in der die DVD mehr als nur erwachsen ist, einfach State of the Art. Auch der Bildtransfer wird diesen Erwartungen nicht immer gerecht.

Der Film rief sehr unterschiedliche Meinungen hervor. Von "mies" bis "genial" ist alles vertreten. Fakt ist, dass die Story in den Hintergrund getreten ist. Jede Szene dient nur dazu, die jeweiligen Stars perfekt in Szene zu setzen. Das ist zwar nett anzuschauen, auf Dauer aber etwas zu wenig, auch wenn die Truppe zweifelohne Charme versprüht. Somit ist der Film ein netter Streifen, der stellenweise etwas "overstyled" wirkt.

       
 
Wertung:
  (befriedigend)
    
© 1998-2015 by Digital-Movie, Alle Rechte vorbehalten. Ohne ausdrückliche schriftliche Erlaubnis darf kein Teil des Werks für irgendwelche Zwecke vervielfältigt oder verändert werden, unabhängig davon, auf welche Art und Weise oder mit welchen Mitteln, elektronisch oder mechanisch, dies geschieht.