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Land of the Dead

Director´s Cut

  

Getestet von Kay Puppa

Email: kp@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Review Datum: 31.03.2006
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 12.01.2006
   
Deutscher Titel: Land of the Dead - Directors cut
Originaltitel: Land of the Dead - Directors cut
Land / Jahr: USA/F/C 2005
     
Bildformat: 2,35:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: Werbeeinleger
Verpackung: Amaray Box mit Pappschuber
Kapitel: 21
Laufzeit: 93
TV Norm: PAL
FSK: keine Jugendfreigabe
Regional Code: Code 2
Layerwechsel bei: 1:06:22
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Universal Pictures Home Entertainment
          
Inhalt:

Eine Armee der Untoten beherrscht die Welt und die letzten Überlebenden haben sich hinter den Mauern einer zerstörten Stadt verschanzt. Doch auch in der letzten Bastion der Menschheit herrscht Unruhe: Revolution liegt in der Luft, Straßenkämpfe sind an der Tagesordnung, und mit jeder Nacht, die verstreicht, entwickeln sich die Zombies vor den Toren der Stadt zu immer mächtigeren Kreaturen ...

       
Besonderheiten:

Bereits beim Remake zu "Dawn of the Dead" zeigte sich Universal als Partner, der es verstand, passendes Bonusmaterial zu liefern - obgleich dieses teilweise recht leer war, was das Thema Hintergrundinfos anbelangt. Und auch hier sind wieder eine Reihe von Extras mit von der Partie, die zwar Unterhaltungswert haben, aber nicht wirklich den Wissensdurst der Zuschauer stillen.

Den Anfang macht der Audiokommentar, der von Romero gemeinsam mit Produzent Peter Grunwald und Cutter Michael Doherty bestritten wird. Das Dreiergespann gibt, abgesehen von ein paar Pausen, recht gute Informationen Preis und kann sich leicht zu den besseren Kommentatoren zählen. Das Making Of hingegen ist eine rund dreizehnminütige Schlacht, in der der Zuschauer mit Interviews, Lob, Behind the Scenes-Material und dergleichen beschossen wird - leider bleibt hier die Info auf der Strecke...

Ganz nett ist auch das Feature "Tag mit den lebenden Toten" - hier wird ein siebenminütiger Zusammenschnitt gezeigt, in dem Leguizamo ein wenig über das Set führt. Interessanter ist allerdings die Featurette "Tote zum Leben erwecken", die neuneinhalb Minuten über die Special Effects aufklärt. Die Featurette mit den passenden Titel "Zombie-Effekte vom Greenscreen zur fertigen Szene" zeigt einen Vergleich zwischen der Roh- und der Finalfassung. Ähnlich ist diesem Feature "Die Storyboards zum Leben erwecken" - hier wird sinnigerweise das Storyboard mit dem fertigen Film verglichen. Wieder mehr Unterhaltungscharakter hat die rund 13 Minuten lange Begegnung zwischen "Shaun of the Dead" Simon Pegg gemeinsam mit Edgar Wright und Zombie-Urvater George A. Romero. "Szenen des Blutbads" ist dann wieder eher etwas für Hardcorefans, denn auch diese möchten bedient werden - hier können wir etwas mehr als eineinhalb Minuten lange Zeuge einer Fressorgie werden...

Den Abschluss machen die geschnitten Szenen, die wir unter dem Titel "Was übrig bleibt" wieder finden und ein mini Feature namens "Kreischtests: Aufruf zum Zombie-Casting", das nun endlich enthüllt, womit sich CGI-Zombies in ihrer Freizeit beschäftigen. Und zu guter Letzt stehen noch zwei Kino-Trailer, nämlich zu "King Kong" und "The Skeleton Key" bereit.

   
 
Wertung:  
     (befriedigend - gut)
     
Gestaltung:

Für den Director´s Cut des Romero-Streifens ließ sich Universal leider nichts Neues einfallen. Vieles erinnert an die erschienene DVD zum Remake "Dawn of the Dead". Auch die Struktur des Menüs ist wieder einmal Schema F. Lediglich Hauptmenü und Kapitelwahl sind bewegt und mit Musik unterlegt. Die Sprachabfrage zu Beginn der DVD ist technisch überflüssig und die Tafeln "Untertitel" und "Ton" sind mit der eben genannten nahezu identisch - nicht dass wir Asia Argentos Gesicht nicht mögen würden, doch ist das nicht gerade einfallsreich und wirkt, als hätte man sich nicht mehr Arbeit machen wollen. An dem Design der einzelnen Menübilder an sich ist allerdings nichts auszusetzen. Sie sind düster gehalten und im Stile des Covers Wie auf den Menü-Bildern zu erkennen ist, sind die eingefügten Filmszenen gut eingearbeitet worden. Auch dass Universal weiterhin an dem Widescreen-Format für Menüs festhält und sich nicht ab und an "4:3-Ausrutscher" leistet, fällt positiv auf.

Insgesamt kann das Menü als gut bewertet werden, da auch die Benutzerfreundlichkeit wieder einmal stimmig ist.

     
 
Wertung:
  (gut)
     
Bildtest:

Das Bildmaster liegt in guter Qualität vor, nie fallen Defekte oder Verunreinigungen ins Auge, sodass das Bild von diesem Aspekt aus ideale Voraussetzungen mitbringt. Auch Probleme mit der Datenrate gibt es so gut wie nie - das sieht man vor allem bei den Szenen mit Nebel. Der Kontrast lässt das Bild leider etwas blass wirken, trotzdem ist Schwarz meist schön saftig und tendiert nur selten zu einem leichten Graustich. Sonst gibt es nichts beim Kontrast zu bemängeln, denn er neigt nie zum Überstrahlen. Die Farbgebung ist in den meisten Szenen realistisch und brilliert durch kräftige Farben. In den meisten Außenszenen kam jedoch ein leichter Blaufilter zum Einsatz, der dafür sorgen soll, dass das Bild kühler wirkt.

Die Schärfe ist auf gutem Niveau - so werden Kanten scharf dargestellt und ein gutes Bild gezeichnet. Allerdings gilt dies hauptsächlich für den Hintergrund, denn bei Gegenständen und Personen, die weit im Hintergrund liegen, kommt es häufig zu unscharfen Bildabschnitten, die in Bewegungen zusätzlich noch ein wenig abnehmen. Jedoch kommt es auch im Vordergrund zu einer gewissen Bewegungsunschärfe bei schnellen Bewegungen, die einen leichten Nachzieheffekt erzeugt. Und außerdem scheint Universal bei der Kantenschärfe künstlich nachgeholfen zu haben, davon zeugt jedenfalls das Zeilenflimmern, welches immer Mal wieder auftritt.

Bildrauschen im Hintergrund oder Ähnliches konnten wir nur sehr selten feststellen, jedoch könnte dies auch nur eine gewisse Unruhe sein, die von einem Filter herrührt und somit völlig beabsichtigt sein könnte. Denn Romero setzte recht viele Filter bei seinem neuesten Machwerk ein - zwar nicht so viele wie etwa Spielberg bei "Der Soldat James Ryan", jedoch immer noch genügend, um uns die objektive Wertung zu erschweren. Trotzdem können wir abschließend sagen, dass wir hier ein gutes Bild vorliegen haben, welches sich abgesehen von seinen geringen Schwächen gut mit anderen Veröffentlichungen messen lässt.

     
Wertung:
   (gut)
   
Tontest:

Audiophile Herzen werden bei "Land of the Dead" aufhorchen und sich einfach nur freuen, denn der deutsche Surroundton entspricht dem eines zeitgemäßen Actionfilms. Zwar gibt es immer mal wieder Momente, in denen es etwas ruhiger zugeht, jedoch wirken diese klar beabsichtigt und unterstützen den einen oder anderen klassischen Schockeffekt. Desweiteren sind die Dynamiksprünge hervorragend, sodass mal wieder ein echter Surroundton entsteht. Gepaart mit ein paar Umgebungsgeräuschen wird uns hier ein guter Mix präsentiert. Und das echte Gruselfeeling kommt sowieso erst auf, wenn wir aus dem Rear-Bereich irgendwelche Zombies hören, von denen wir nur deswegen wissen, dass sie da sind.

Allerdings fällt im direkten Vergleich mit der englischen Originalspur auf, dass der Rear-Bereich deutlich besser hätte herausgehoben werden können. Und der Subwoofer-Einsatz hätte auch satter sein können, ohne zu dick aufgetragen zu wirken. Dafür sind die Dialoge hingegen nicht so gut zu verstehen, wie es in der deutschen Synchronisation der Fall ist. Beide Fassungen haben also ihre vor und Nachteile. Jedoch wird denjenigen, die der englischen Sprache zumindest etwas mächtig sind, die Wahl recht leicht fallen, zumal bei diesem Film die Dialoge nicht derart wichtig sind, wie zum Beispiel in einem Drama. Trotz des leicht besseren Surroundbereichs in der englischen Fassung können wir guten Gewissens noch ein "Gut" in der Kategorie Ton vergeben. Denn auch die Klangqualität ist auf einem guten Niveau.

   
 
Wertung:
  (gut)
       
Gesamtwertung:

Lange hat es gedauert bis der Altmeister des Zombie-Genres George A. Romero endlich wieder zurückkehrte - in der Zwischenzeit mussten wir uns das Remake zu seinem Horror-Klassiker "Dawn of the Dead" ansehen und unerfüllte Erwartungen in Sachen Zombie-Splatter erdulden, die uns Paul Anderson mit "Resident Evil" bescherte. Und das Ergebnis? Viele hätten den Altmeister sicher lieber so in Erinnerung behalten, wie er war, als Meister – für andere wiederum scheint es die Erfüllung eines Wunschtraumes zu sein, endlich wieder Horror-Splatter-Action vom Meister selbst zu bekommen.

Man mag also über den Film geteilter Meinung sein, faktisch ist die DVD allerdings eindeutig auf besserem Niveau - ein Glück für jene, die den Film mögen; sie können ihn ohne Bedenken ihrer Sammlung hinzufügen.

       
 
Wertung:
  (gut)
    
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