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Sass

Die Meisterdiebe

  

Getestet von Wolfgang Pabst

Email: wp@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Review Datum: 18.07.2002
Verleihfenster: 30.04.2002
Im Handel ab: 20.06.2002
   
Deutscher Titel: Sass
Originaltitel: Sass
Land / Jahr: Deutschland 2001
     
Bildformat: 2,35:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0 Stereo
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: 8 Seiten mit Hintergrundinformationen
Verpackung: Amaray Box (transparent)
Kapitel: 24
Laufzeit: 108
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Regional Code: Code 2
Layerwechsel bei: 79:50
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: MC One GmbH
          
Inhalt:

Franz und Erich Sass werden mit einer Reihe von spektakulären Einbrüchen zu wahren Volkshelden. Die Polizei ist machtlos. Kriminalsekretär Fabich ist den beiden zwar immer dicht auf den Fersen und einige Male gelingt es ihm sogar, die Brüder zu verhaften, doch die Indizien reichen nie für eine Verurteilung aus. Aus den mittellosen Brüdern einer Arbeiterfamilie werden angesehene Mitglieder der besseren Gesellschaft im Berlin der „Goldenen 20er“. Aus vollen Zügen genießen sie das süße Leben. Doch dann wagen Franz und Erich Sass ihren größten Coup. Der als nicht zu knackend geltende Tresor der Diskonto-Bank ist das Ziel ihrer Träume...

       
Besonderheiten:

Der Begriff „Special Edition“ trifft auf diese DVD voll und ganz zu. Auch wenn einige Extras nicht das halten was sie versprechen, so haben sich die Produzenten doch Mühe gegeben keine „Movie-Only“ DVD abzuliefern. Da wäre zum einen der Audiokommentar von Regisseur Carlo Rola, der mit Unterstützung von Ben Becker und Jürgen Vogel in lockerer Runde präsentiert wird. Das „Makin Of“ zum Film und den „Visual Effects“, entfallene Szenen (kommentiert von der Cutterin Friederike von Normann) sowie diverse Interviewschnipsel erweitern das Dreingabenangebot. Der Beitrag aus der ZDF – Serie „Versteckte Kamera“ hat eigentlich weniger mit dem Film Sass zu tun, entstand aber während des Castings und ist nebenbei ganz amüsant. Abgerundet werden die Extras durch ein interaktives Quiz, diversen Biografien und Fotogalerien sowie den obligatorischen Promotrailern.

   
 
Wertung:  
     (gut)
     
Gestaltung:

Das von mcone entworfene Menüdesign ist sagenhaft. Es spielt im Safe der Bank, in welche die Sass Brüder ihren letzten Bruch machen. Eine subjektive Kamera läuft zu Begin des Menüs in diesen Safe. Wählt man nun z.B. das Titelmenü auf „fährt“ die Kamera auf eine am Boden liegende Zeitung. Dort kann man die Kapitel anhand von animierten Szenenausschnitten anwählen. Alles ist gewollt schwarzweiß gehalten und mit Alters –bzw. Abnutzungserscheinungen von Zelluloid digital unterlegt. Damit auch die bedrückende Atmosphäre dieses Safes richtig zur Geltung kommt, wurde der Ton- und Musikuntermalung kein schnöder Stereoton sondern eine Dolby Digital 5.1 Mischung spendiert. Und noch eine Besonderheit weißt dieses Menü auf. Wem die animierten Übergänge in die Untermenüs auf den Geist gehen, kann die Animation einfach abschalten. Alles in allem ein sehr ansprechendes und zu gleich außergewöhnliches Menü dem nur eine Wertung gerecht wird.

     
 
Wertung:
  (sehr gut)
     
Bildtest:

Hat mcone sich mit den Extras und dem Menü schon ordentlich ins Zeug gelegt, so werden wir auch vom Bild nicht wirklich enttäuscht. Kontrast und Kompression liegen auf einem Niveau das einer Produktion aus dem Jahre 2001 gerecht wird. Der Farbton wurde durchgängig etwas bräunlich gehalten, so dass einem die 20 Jahre auch optisch vorgespiegelt werden. Das ist keine Kritik an der Umsetzung sondern ein gewollter Effekt des Regisseurs. Ansonsten krankt das Bild etwas an Detailschärfe und wirkt durchgängig etwas zu weich. Alles in allem aber eine mehr als zufriedenstellende Leistung.

     
Wertung:
   (gut)
   
Tontest:

Sass ist bestimmt kein Film bei dem man Effektfeuerwerke erwarten sollte. Die Dialoge stehen klar im Vordergrund dieses Streifens. Diese sind klar verständlich und weisen meist keinen Grund zur Kritik auf. Lediglich Passagen, die im Studio nachsynchronisiert wurden, treten aus der recht stimmigen Abmischung hervor. Hier wurde einfach nicht genügend Feingefühl an den Tag gelegt, denn auch die Umgebungsgeräusche und -effekte passen sich ansonsten prima in das tonale Gesamtbild ein. Deshalb gibt es hier einen halben Punkt Abzug.

   
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
       
Gesamtwertung:

Für eine deutsche Produktion ist diese Umsetzung auf DVD mehr als gelungen. Endlich hat Constantin Film mit mcone einen Partner gefunden, der in der Lage ist, das vorhanden Material anständig auf ein digitales Medium zu transferieren. Das gibt uns die Hoffnung, das eventuell einige deutsche Topfilme auf dem Hause Constantin doch einmal „würdig“ auf DVD erscheinen werden.

       
 
Wertung:
  (gut)
    
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