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Underworld

Widescreen Special Edition

  

Getestet von Stefan Paulmayer

Email: sp@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Anmerkung: Die DVD ist mit dem RCE-Regionalcode ausgestattet.
Review Datum: 09.01.2004
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 06.01.2004
   
Deutscher Titel: Underworld
Originaltitel: Underworld
Land / Jahr: USA 2003
     
Bildformat: 2,35:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Englisch (Dolby Digital 5.1), Französisch (Dolby Digital 5.1), Kommentar (Dolby Digital 2.0 Surround), Kommentar (Dolby Digital 2.0 Surround)
Untertitel: Englisch, Französisch, Spanisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: Zettelchen mit Kapitelübersicht
Verpackung: Amaray Box
Kapitel: 28
Laufzeit: 121
TV Norm: NTSC
FSK: keine FSK Freigabe, sondern R
Regional Code: Code 1
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Columbia Tristar Home Entertainment
          
Inhalt:

Seit 1000 Jahren tobt der Kampf zwischen den Vampiren und den Werwölfen, den so genannten Lycans. Längst sind die Vampire eine edle, intellektuelle, neue Rasse, die für die primitiven Werwölfe nur Verachtung übrig haben.

Vor ein paar Jahrhunderten konnten die Vampire gegen die Lycans den wohl größten Sieg erringen: den Tod des Lycan-Führers Lucian. Doch 600 Jahre später tut sich Msysteriöses und die Lycaner scheinen etwas Gefährliches im Schilde zu führen.

Die einzige, die dies früh genug erkennt, ist die Lycan-Jägerin Selene...

       
Besonderheiten:

- Audiokommentare: Gleich zwei Audiokommentare haben ihren Weg auf die DVD gefunden. Der erste wird vom Regisseur und den Drehbuchautoren gesprochen, der zweite ("Technical Commentary") von Mitgliedern der Crew. Wie der Name schon sagt, befasst sich der zweite Kommentar hauptsächlich mit den technischen Aspekten des Filmes.

- Featurettes: Hier findet man vier Featurettes mit einer Länge zwischen neun und dreizehn Minuten. Die erste Featurette, als Making Of betitelt, ist dabei inhaltlich seichter als die anderen drei, die sich mit "Creature Effects", "Stunts" und "Sights & Sound" beschäftigen. Insgesamt ergeben die knapp 48 Minuten aber durchaus einen interessanten Blick hinter die Kulissen. Man bekommt viele Aufnahmen vom Set und Interviews geboten, teilweise quergeschnitten mit Ausschnitten aus dem Film.
- Worms of the Earth-Musikvideo
- Storyboard Comparision: Im Split-Screen-Modus werden hier auf sechs Minuten der fertige Film und das Storyboard einander gegenübergestellt.
- 2 TV Spots
- Trailer zu "Underworld" und einigen anderen DVDs und Filmen aus dem Columbia-Sortiment.

   
 
Wertung:  
     (befriedigend - gut)
     
Gestaltung:

Das Menü ist zum Glück etwas einfallsreicher - was jedoch nicht besser heißt! - gestaltet worden als zum Beispiel "Bad Boys II". Luftsprünge machen wir dennoch nicht, da leider nur das Hauptmenü und die Übergänge animiert worden sind. Der Rest liegt leider nur in Standbild-Form vor, was für eine selbsternannte "Special Edition" schon reichlich enttäuschend ist. Im Grunde ist es aber müßig sich über Menüs aufzuregen, weil sich sowieso nichts ändert...

     
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
     
Bildtest:

Bei Columbia herrscht ein ständiges Hin und Her was die Bildqualität betrifft. Einmal nur befriedigend, dann wieder fast gut bis sehr gut - doch eines haben alle Transfers der letzten Zeit gemein: die niedrige Bilddatenrate von rund 4 Mbit / Sekunde. Da bildet auch "Underworld" keine Ausnahme. Dennoch findet sich das Bild insgesamt auf eher gutem Niveau.

Deutlichstes Problem des Bildes ist die nur gute Detailzeichnung. Das Bild ist dabei keineswegs unscharf, aber eben bei weitem nicht so detailreich wie es sein könnte und aufgrund des brandneuen Filmes auch sein müsste. Gesichtsporen zum Beispiel wirken zu glatt "gebügelt" und insgesamt erscheint das Bild zu weich. Es ist anzunehmen, dass eine später mit Sicherheit erscheinende Superbit-DVD dieses Problem nicht mehr aufweisen wird.

Ansonsten haben wir es jedoch mit einem ansprechenden Transfer zu tun. Der Kontrast ist - für Columbia-Verhältnisse schon fast ein Wunder - ohne großen Tadel. Das liegt mit Sicherheit daran, dass der Film durchgehend einen sehr düsteren Look hat, bei dem es nicht das Problem gibt, dass er zu dunkel wirken könnte, wie das bei anderen Columbia-DVDs wie "Bad Boys II" oder "S.W.A.T." der Fall gewesen ist. Hier passt der dunkle Kontrast, weil der Film eben diesen Look hat und auch gar keinen frischen und fröhlichen "Touch" vertragen würde.

Durch Stilmittel wurde die Farbdarstellung stark verfremdet. Das Bild bildet durchgehend eher unterkühlte und blasse Farben ab, die vom Grundton her in eher bläuliche bis violette Farben getaucht sind. Gesichter gehen dabei leicht ins Rosa, was aber wohl kein Fehler der DVD, sondern Teil des Stilmittels sein dürfte.

Nicht erwähnen muss man im Grunde, dass der Transfer so gut wie rauschfrei ist und auch keine Defekte wie Drop Outs aufweist. Alles andere wäre bei einem Film aus 2003 aber auch enttäuschend gewesen.

So bleibt am Ende nur ein weiteres Mal Tadel auszusprechen - für die absolut indiskutable Bilddatenrate. Die Extras hätten eindeutig auf eine zweite DVD ausgelagert und die Bilddatenrate auf zumindest 5 Mbit / Sekunde erhöht werden müssen.

     
Wertung:
   (gut)
   
Tontest:

Wie so oft bei Columbia, kann der Ton auch bei "Underworld" auf der ganzen Linie überzeugen. Der Dolby Digital 5.1 ist äußerst dynamisch und vor allem druckvoll. Der Basskanal arbeitet wirklich exzellent, aber nie zu druckvoll, sodass man eventuell abregeln müsste. Doch auch in Bezug auf Räumlichkeit liefert der Ton eine ausgezeichnete Vorstellung ab. Alle Kanäle sind praktisch ständig in Nutzung. Auch die Surroundkanäle bilden da keine Ausnahme. Entweder kommen von hinten Umgebungsgeräusche, Surroundeffekte oder Musik.

Besonders in den Actionszenen macht der Soundtrack so richtig Spaß. Kugeln sausen einem um die Ohren, Explosionen lassen das Wohnzimmer erbeben. Einfach toll. Hier zeigt sich wieder, dass Actionfilme immer noch am besten geeignet sind, um 5.1-Ton so richtig auszukosten.

   
 
Wertung:
  (sehr gut)
       
Gesamtwertung:

"Underworld" repräsentiert die typische Columbia-DVD dieser Tage. Halbwegs gutes Bild, toller Ton und eine zumindest ansprechende Selektion an Extras. Es hat jedoch nicht den Eindruck als hätte man sich für die DVD große Mühe gegeben. Dies sei völlig wertfrei festgestellt. Aber die Liebe zum Detail - die sich zum Beispiel in so banalen Dingen wie einer verspielten Menügestaltung widerspiegelt - mag man hier einfach nicht erkennen. Das Wort "Fließbandware" drängt sich geradezu auf...

Wie dem auch sei. Der Durchschnittskäufer wird mit dieser DVD absolut zufrieden sein und darauf kommt es beim Massenprodukt ja an.

Die deutsche Kauf-DVD dürfte in etwa im Oktober zu erwarten sein, wenn Concorde bei "Underworld" die gleiche VÖ-Strategie verfolgt wie bisher. Wer nicht so lange warten mag und mit der englischen Sprache keine Probleme hat, dem sie diese RC1-DVDs ans Herz gelegt. Denn der Film ist den Kauf allemal Wert.

       
 
Wertung:
  (gut)
    
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