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Unterwegs nach Cold Mountain

  

Getestet von Florian Kriegel

Email: fk@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Review Datum: 28.06.2004
Verleihfenster: 24.06.2004
Im Handel ab: 22.07.2004
   
Deutscher Titel: Unterwegs nach Cold Mountain
Originaltitel: Cold Mountain
Land / Jahr: Großbritannien/Rumänien/Italien 2003
     
Bildformat: 2,35:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Italienisch, Spanisch, Türkisch, Arabisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Box
Kapitel: 28
Laufzeit: 148
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Buena Vista Home Entertainment
          
Inhalt:

North Carolina, um 1860: Ein einziger Kuss, mehr Zeit bleibt Pfarrerstochter Ada und Inman nicht für ihre Liebe. Dann muss der friedfertige Inman in den Bürgerkrieg ziehen. Drei Jahre lang kämpft er auf Seiten der Konföderierten, überlebt Hunger und Verwundungen und hütet in all dem Grauen das einzige Foto von Ada wie einen Schatz. Nur ihre Briefe geben Inman die Kraft zum Überleben. Und als Inman schwer verletzt nach der Schlacht von St. Petersburg im Lazarett liegt, beschließt er zu desertieren. 300 Meilen durchquert er zu Fuß ein Land, das an den Wunden seines Bürgerkriegs leidet. Aber auch Ada hat der Krieg verändert. Nach dem Tod ihres Vaters hätte die zarte Städterin fast vor dem rauen Leben in der Kleinstadt Cold Mountain kapituliert. Aber mit Hilfe der naturverbundenen Ruby wird aus Ada eine selbstbewusste Frau, die ihren Lebensunterhalt mit der väterlichen Farm erwirtschaftet. Dennoch sehnt sie sich nach nichts so sehr, wie nach Inmans Heimkehr. Auf seinem gefährlichen Heimweg begegnet Inman Verbündeten wie dem ehemaligen Pfarrer Veasey und der Kräuterfrau Maddy aber auch unerwarteten Feinden wie dem Hinterwäldler Junior. Und als Inman in die Nähe von Cold Mountain kommt, läuft er Gefahr, als Deserteur entdeckt zu werden. Auf fahnenflüchtige Soldaten hat es Teague, der brutale Anführer der Bürgermiliz besonders abgesehen...

       
Besonderheiten:

Wir wollten es auch erst nicht glauben, aber diese DVD bietet nur elf zusätzliche Szenen, was auf eine bislang nicht angekündigte Special Edition schließen lässt. Sollte es in Zukunft keine zusätzliche Fassung geben, dann ist dies einer der Flops des Jahres - keine Frage. Leider ist die Qualität der Extra-Szenen zusätzlich noch dazu sehr bescheiden, sowohl beim Bild als auch beim Ton, sodass die Bewertung entsprechend peinlich ausfällt.

   
 
Wertung:  
     (mangelhaft - ausreichend)
     
Gestaltung:

Das Menü ist für einen derart erfolgreichen und gut besetzten Film eine Enttäuschung, auch wenn es zu Beginn ein kleines Intro zu sehen gibt. Sämtliche Menütafeln wurden nicht animiert und wirken vom Design her auch nicht besonders professionell und ansprechend. Die Musikschleife ist viel zu kurz, sodass sich das Stück schnell wiederholt. Hier kann man nur hoffen, dass es bei einer hoffentlich geplanten Special Edition ein komplett neues Menü geben wird.

     
 
Wertung:
  (ausreichend)
     
Bildtest:

Das Bild von "Cold Mountain" ist leider enttäuschend ausgefallen, auch wenn man aufgrund der langen Laufzeit von knapp 150 Minuten nicht allzu viel verlangen kann. Dennoch scheinen einige Mängel nicht nur wegen der langen Spielzeit präsent zu sein.

Für den Transfer ist vor allem das unterschiedlich starke Rauschen auffällig, das teilweise scheinbar als Stilmittel genutzt wird und so eine gewisse Körnigkeit schafft, andererseits aber einfach missglückt aussieht. Zwar gibt es auch rauschfreie Szenen, meistens wirkt das Bild aber zu körnig, was etwas negativ auffällt. Der Film besticht durch seine leicht veränderte Farbgebung, die vor allem warme und erdige Töne beinhaltet. An einigen Stellen wurden die Farben förmlich verfremdet, um die Atmosphäre, wie zum Beispiel die Szenen während der Kämpfe beim Bürgerkrieg, nochmals zu verstärken. Insgesamt passen die Farben aber sehr gut zu "Cold Mountain".

Bei der Bildschärfe muss man bei dieser DVD leider schnell seine großen Erwartungen zurückschrauben, denn hier gibt es nur sehr selten detaillierte Einstellungen zu sehen, die wirklich überzeugen können. Im Großen und Ganzen bietet der Transfer höchstens nur eine angenehme Schärfe, wodurch das Bild überwiegend zu weich wirkt. Beim Kontrast gibt es wenig zu beanstanden, da meistens ein gut ausgeleuchtetes Bild präsentiert wird. Stellenweise ist auch der Kontrast leicht verändert worden, um die Atmosphäre zu unterstützen.

     
Wertung:
   (befriedigend)
   
Tontest:

In Sachen Ton hinterlässt dieses Epos-Drama einen zwiegespaltenen Eindruck, da teilweise eine mehr als ordentliche Qualität geboten wird, andererseits aber auch viele unspektakuläre Szenen enthalten sind, wodurch der Gesamteindruck wieder etwas gedämpft wird.

Vor allem zu Beginn kann der Dolby Digital 5.1-Ton aber mächtig loslegen, da dort die längste Kampfszene während des Bürgerkriegs zu sehen ist. In dieser Zeit kommt die komplette Kulisse zum Einsatz samt tatkräftiger Unterstützung des Subwoofers, der die passenden Bässe losfeuert. Ansonsten werden die Rear-Lautsprecher immer wieder für einzelne kürzere Schusswechsel, Umgebungsgeräusche und die Musik genutzt, die insgesamt aber eher zur Front neigt.

Wichtigstes Element dieses Films sind die vielen Dialoge, die erfreulicherweise auch stets sehr deutlich und klar zu verstehen sind. Da der gesamte Score vom Raumklang her gesehen durchwachsen und oft zurückhaltend ist, gibt es eine ordentliche Durchschnittsnote mit einer deutlichen Tendenz zum guten Bereich.

   
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
       
Gesamtwertung:

"Unterwegs nach Cold Mountain" dürfte für die einen Zuschauer tolles Kino sein, für andere könnte der Film aber auch enttäuschend sein, da die Liebe vor dem Hintergrund des Bürgerkrieges klar im Vordergrund steht und so bei 148 Minuten Laufzeit stellenweise auch etwas Langeweile aufkommen kann.

Die DVD ist für Sammler eine herbe Enttäuschung, da nahezu keine Extras enthalten sind, was wiederum auf eine Special Edition in nicht allzu ferner Zukunft hoffen lässt. Technisch ist die Umsetzung zwar solide, große Erwartungen werden aber nicht erfüllt, wodurch insgesamt ein eher durchwachsender, sogar schwacher Gesamteindruck entsteht.

       
 
Wertung:
  (ausreichend - befriedigend)
    
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