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Sahara

Abenteuer in der Wüste

  

Getestet von Kay Puppa

Email: kp@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Review Datum: 23.01.2006
Verleihfenster: 04.10.2005
Im Handel ab: 07.11.2005
   
Deutscher Titel: Sahara
Originaltitel: Sahara
Land / Jahr: USA 2005
     
Bildformat: 2,35:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Clone
Kapitel: 17
Laufzeit: 119
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Regional Code: Code 2
Layerwechsel bei: 1:28:02
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Ufa Home Entertainment
          
Inhalt:

Der wagemutige Schatzsucher und Unterwasserforscher Dirk Pitt bekommt eine antike Münze zugespielt, die angeblich von einem sagenumwobenen, verschollenen Kriegsschiff aus den Zeiten des amerikanischen Bürgerkriegs stammen soll. Gemeinsam mit seinem besten Freund Al macht sich Pitt auf die Suche nach dem legendären "Schiff des Todes" und trifft in Afrika auf die attraktive Ärztin Dr. Eva Rojas, die dort einer mysteriösen Epedemie auf der Spur ist. Als das Trio mehrfach vom undurchsichtigen Geschäftsmann Yves Massarde an ihrer Arbeit gehindert und von der Armee des skrupellosen General Kazim quer durch die Wüste gejagt wird, beginnen sie, die Geschäfte von Massarde näher unter die Lupe zu nehmen. Daraufhin machen die drei eine Entdeckung, wie sie sich Pitt in seinen kühnsten Träumen nicht ausgemalt hätte...

       
Besonderheiten:

Auch dieses Mal müssen wir uns keinen Anti-Raubkopierer-Spot ansehen. Danke schön!

Auf das erste Bonusmaterial stoßen wir schon gleich im Menü "Einstellungen". Hier finden wir die zwei Audiokommentare, die zum Film verfügbar sind. Der eine wird von Regisseur Breck Eisner gesprochen, den anderen bestreitet selbiger gemeinsam mit Hauptdarsteller Matthew McConaughey. Für beide Kommentare sind deutsche Untertitel verfügbar.

Das weitere Bonusmaterial finden wir dann auch tatsächlich in dem dafür vorgesehenen Menü. Dort lassen sich auch für alle Bonusmaterialien deutsche Untertitel zuschalten. Als erstes stoßen wir dort auf ein 20-minütiges "Making Of", in dem uns einige Informationen geboten werden.

Das "Hinter den Kulissen"-Feature ist diesmal etwas mehr als neun Minuten lang und zeigt uns Eindrücke, die scheinbar einfach so am Set gefilmt wurden und die Arbeit hinter den Kulissen darstellen. Diesmal ist es möglich, den Originalton zu hören, der mit Musik kombiniert wurde.

Als weiteres Feature finden wir zum Beispiel die "Cast & Crew"-Featurette. Dort erzählen noch einmal 15 Minuten lang Cast und Crew über den Film bzw. gehen näher auf ihre Rolle beim Film ein. Obendrauf gibt es dann noch vier "Deleted Scenes", die wahlweise mit einem Audiokommentar gehört werden können.

Man merkt insgesamt, dass sich Universum mehr Mühe gegeben hat mit dem Bonusmaterial, jetzt müssen nur noch die Titel passender werden. So heißt zum Beispiel die Cast & Crew-Featurette eigentlich "Across the Sands of Sahara" und bezieht sich eben nicht nur auf Cast & Crew, sondern hat teils auch Making Of-Charakter.

Auch mit dabei ist wie immer die Trailershow, schade, dass der Originaltrailer zum Film selbst wieder fehlt.

   
 
Wertung:  
     (gut)
     
Gestaltung:

Endlich, Universum stattet seine DVDs nun scheinbar mit 16:9 Menüs aus. Schade ist, dass man trotzdem seiner Linie mit dem Mix aus Animation, Filmsequenzen und schöngestalteten Stillframes treu geblieben ist. Noch schöner wäre gewesen, wenn nun noch einige Stillframes gegen bewegte Bilder ausgetauscht worden wären, denn dann könnte Universum es bei den Menüs noch zu Einigem bringen. Interessant ist vor allem, dass wenn der Nutzer seinen DVD-Player auf 4:3 gestellt hat, auch ein 4:3-Menü geboten bekommt, denn dann wird bei dem Menü einfach links und rechts etwas abgeschnitten. Universum Film erlaubt also scheinbar die "Pan&Scan"-Funktion des DVD-Players. Das sieht man auch dem Design an, da alle Bedienelemente sehr mittig platziert worden sind, dies ist allerdings für beide Varianten nicht weiter störend.

Wie immer ist das Menü sehr übersichtlich gestaltet. Das Hauptmenü bietet eine schöne Kombination aus Wüstenaufnahmen und Filmszenen sowie eine passende Hintergrundmusik. Alle anderen Menüs verharren in unbewegter Stille. Doch diese Stillframes sind wiedereinmal schön gestaltet und bestehen nicht aus unpassenden, dahingeklatschten Fotokolagen, sondern sind in sich stimmig designt. Um die Menüs auf ein noch besseres Niveau zu heben, müsste man nun noch die Kapitelvorschau animieren.

     
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
     
Bildtest:

Das Bild liegt im anamorphen 2,35:1-Format vor - dem Format, dass der Regisseur als original Format gewählt hat. Doch kommen bei der deutschen DVD nur Käufer in den Genuss des Superwidescreen Bildes, die auch ihren DVD-Player auf 16:9 gestellt haben. Denn bei Nutzern, die noch einen 4:3-TV am Player hängen haben und dem DVD-Player dieses Format eingestellt haben, wird das Bild auf 16:9 aufgezoomt angzeigt. Aber warum? Dieses Problem soll laut Universum nur bei der Verleihfassung auftreten, in der finalen Verkaufsversion soll dieser Fehler behoben sein. Bedauerlicherweise legte uns Universum bis heute kein Test-Muster der Verkaufsversion vor.

Das Master ist in einem guten Zustand, so finden wir kaum Defekte oder Verunreinigungen. Die Farbgebung ist insgesamt etwas blass, dies wurde unter anderen durch einen Farbfilter erreicht und ist so beabsichtigt gewesen. Leider spielt das nicht so gut mit dem Kontrast zusammen, der dafür sorgt, dass weiße Flächen teilweise zum leichten Überstrahlen neigen. Der Schwarzwert hingegen ist auf einem guten Niveau und fällt nur sehr selten leicht ins Gräuliche ab.

Die Schärfe ist der große Pluspunkt der DVD. So bekommen wir ein extrem, teilweise schon fast überscharfes Bild geboten. Auch in Bewegungen fällt diese kaum ab, sodass immer Details gut erkennbar sind. Ebenfalls sind die Kanten und Konturen klar durch die Schärfe definiert.

Der Transfer selbst ist sehr ruhig. Nur selten sehen wir nur etwas, das einem Rauschen ähnelt. Die Kompression arbeitet leider nicht immer zu 100 Prozent unbemerkt - diese Szenen sind allerdings so dünn gestreut, dass diese kaum der Rede wert sind.

     
Wertung:
   (gut)
   
Tontest:

Der Dolby Digital Ton liegt in den beiden Sprachen Deutsch und Englisch vor. Der deutsche Ton weißt schon einen recht guten Surroundmix auf, alleine schon bei der Anfangsszene entwickelt sich ein guter Raumklang, der alle Lautsprecher zum Einsatz bringt. Zwar sind im späteren Verlauf des Films nicht alle Szenen so surroundlastig, allerdings immer noch auf einen zufrieden stellenden Bereich, denn in diesen Szenen vernehmen wir meist den Soundtrack des Films, der imposant über alle Lautsprecher abgemischt wurde.

Wenn man nun die deutsche und die englische Variante vergleicht, dann kommt man ins Staunen. Der englische Ton ist deutlich lauter und klingt nicht nur dadurch voller. In actionlastigen Szenen scheint der Center allerdings verhältnismäßig zu leise, sodass die Stimmen wiederum fast untergehen. surroundtechnisch ist hier aber noch mehr los. Der englische Soundtrack wirkt insgesamt voluminöser.

Auch in der Klangfarbe und Qualität unterscheiden sich die beiden Varianten. Die deutsche Track klingt insgesamt höher und manchmal etwas zu spitz. Die englische Version hingegen entwickelt einen wärmeren Klang, ohne dabei ins zu Dumpfe abzugleiten.

Man kann leider nicht klar sagen, welche der beiden Sprachfassungen die Nase vorn hat. Beide haben ihre Vor- und Nachteile. Den Ausgleich der Lautstärke kann man am Receiver ganz einfach selbst vollziehen. Bleibt aber immer noch der leicht spitze Ton. Für beide Tonspuren zusammen erreicht "Sahara" allerdings noch ein gutes Ergebnis.

   
 
Wertung:
  (gut)
       
Gesamtwertung:

In den USA ist "Sahara" vom Major-Label Paramount erschienen, hierzulande liegen die Rechte bei Universum Film. Dieses Label kann schon als Lokal-Major bezeichnet werden und zeichnete sich schon immer mit liebevollen Special Editions aus, nur selten schaffte es aber ein Blockbuster in ihr Programm. Schade, dass gerade so ein Titel nicht in der Deluxe Edition erschienen ist, denn hier hätte man wirklich noch ein Quäntchen mehr rausholen können und etwas mehr Bonusmaterial hinzugeben müssen, dann wäre der Beisatz Deluxe Edition wirklich verdient gewesen.

Doch müssen wir auch auf die Schattenseite der DVD hinweisen - was beim Menü noch recht nett wirkte, ist beim Film selber doch sehr störend. Gemeint ist, dass Aufzoomen des Bildes, als wäre Pan & Scan eingeschaltet, selbst wenn man 4:3-Letterbox wählt. Nichts ist für Sammler schlimmer als das falsche Bildformat. Umso mehr hoffen wir, dass die Aussage von Universum stimmt und der Fehler in der endgültigen Verkaufsversion nicht mehr existiert. Auf die Wertung der DVD hatte dieses Problem keinen Einfluss, da der Fehler in der Version für den Verbraucher nicht mehr auftreten soll.

       
 
Wertung:
  (gut)
    
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