> Diese Seite drucken <

  

Reeker

  

Getestet von Kay Puppa

Email: kp@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Anmerkung: Die getestete DVD entspricht der Verleih-Version
Review Datum: 08.06.2006
Verleihfenster: 21.03.2006
Im Handel ab: 11.05.2006
   
Deutscher Titel: Reeker
Originaltitel: Reeker
Land / Jahr: USA 2005
     
Bildformat: 1,78:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Clone (transparent)
Kapitel: 16
Laufzeit: 87
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Regional Code: Code 2
Layerwechsel bei: 59:37
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: mc one - media cooperation one
          
Inhalt:

Sie wollten nur feiern – und erleben die schlimmste Nacht ihres Lebens ...

Gretchen, Cookie, Nelson, Jack und Trip sind auf dem Weg zu einer Rave-Party. Doch dann bleibt ihr Auto stecken und die Studenten müssen die Nacht in einem verlassenen Motel verbringen. Schon bald merken sie, dass mit dem Ort etwas nicht stimmt: Radio und Handy funktionieren nicht, ein seltsamer Geruch liegt in der Luft, und als ein bestialischer Killer auftaucht, wird die Nacht zum Kampf ums nackte Überleben ...

Ein abgefahrener Horrortrip der intelligenten Art, der selbst Kenner des Genres überraschen wird.

       
Besonderheiten:

Das Bonusmaterial ist nicht gerade das umfangreichste, welches wir je gesehen haben, bietet allerdings doch einiges. Als Erstes stoßen wir auf den original Kinotrailer in englischer Sprache ohne Untertitel. Das Behind the Scenes-Special zeigt uns etwas über zwei Minuten unkommentierte hinter den Kulissen Aufnahmen. Bei den Interviews hörten wir ungefähr nach der Hälfte auf, der Grund hierfür ist leicht zu finden. Alle Befragten scheinen auf eine von zwei möglichen Fragen zu antworten, entweder worum es in dem Film geht oder was ihn so besonders macht und spätestens nach der fünften Variation wird es extrem langweilig.

Das eigentliche Making Of läuft nur rund elf Minuten und entspricht nur bedingt einem Making Of - neben den bereits bekannten Interviewschnipseln bietet es noch Filmausschnitte und Charakterbeschreibungen. Der Rest ist zwar informativ, macht allerdings weniger als die Hälfte des Making Ofs aus. Die Fotogalerie ist in drei Teile unterteilt, allerdings fragen wir uns, was Szenenfotos in einer Galerie namens Artwork zu suchen haben...

Den Abschluss machen die Credit-Tafel und die standardmäßig vorhandene Trailershow. Summa summarum wird uns hier nichts Besonderes geboten, weder vom Informationsgehalt noch vom Fun-Faktor her. Negativ fällt außerdem auf, dass die Extras nur teilweise untertitelt wurden, so finden sich zum Beispiel beim "Behind the Scenes"-Feature keine Untertitel vor.

   
 
Wertung:  
     (ausreichend)
     
Gestaltung:

Bevor wir uns im Menü befinden, müssen wir uns durch einen "Hart, aber gerecht"-Spot kämpfen, doch der Aufwand lohnt sich. McOne gestaltete das Menü anamorphem Widescreen-Format und wusste auch designtechnisch, was bei "Reeker" geboten werden muss. So präsentiert sich uns das Menü in einem eher düsteren, ruhigen Look, der durchtränkt ist mit Animationen und Filmausschnitten. Auch musikalische Untermalung bzw. Effekte sind vorhanden, allerdings wurden diese recht spärlich eingesetzt. Die Menüs für Extras und Toneinstellungen bestehen hingegen wieder aus einfachen Stilframes, die in einem passenden Stil designt wurden. Trotz dieses kleinen Mankos kann das Menü überzeugen, auch auf der Ebene der Menüführung gibt es keine Mängel zu melden.

     
 
Wertung:
  (gut)
     
Bildtest:

Das Master liegt in absoluter Top-Qualität vor, weder Verunreinigungen noch irgendwelche Defekte fielen uns während der gesamten Laufzeit des Films ins Auge. Die Farbgebung präsentiert sich uns die meiste Zeit in einem warmen Wüstenlook, die Nachtaufnahmen präsentieren sich eher in einer natürlichen Optik. Hinzu kommt noch ein optimaler Kontrast. Er offeriert uns ein tiefes, klares Schwarz, welches nie dazu neigt, irgendwelche Details verschwinden zu lassen. Auch helle Flächen neigen glücklicherweise nicht zum Überstrahlen.

Die meiste Zeit finden wir nur ein sehr dezentes Rauschen im Hintergrund vor, welches sich in den seltensten Fällen verhalten auf den Vordergrund ausbreitet. Dies könnte allerdings auch auf das Filmgrain zurück geführt werden kann, welches unterschiedlich stark gekörnt zu sein scheint. Auch die Schärfe bewegt sich auf Top-Niveau und fällt lediglich in Bewegungen minimal ab, so finden wir auch nur selten leichte Nachzieheffekte vor. Insgesamt können wir außerdem keinerlei Kompressionsprobleme ausmachen.

McOne präsentiert uns für diesen Indi-Horror-Film ein nahezu optimales Bild, welches nur aufgrund kleiner Schwächen die Höchstwertung knapp verpasst.

     
Wertung:
   (gut - sehr gut)
   
Tontest:

Nach kurzer Zeit wird dem Zuschauer klar: "Reeker" ist einer der Horror-Filme, die eher auf punktuelle Effekte setzten, als auf surroundtechnisches Dauerfeuer. So sind fast alle Stimmen, bis auf ein paar qualitative Aussetzer, durchweg gut verständlich und man kann die teilweise doch schon guten Witze gut verfolgen. Die bereits angesprochenen punktuellen Effekte wirken immer perfekt platziert und zeichnen sich dadurch aus, dass sie wirklich das tun, wozu sie gedacht sind - sie erschrecken den Zuschauer ungemein. Positiv gilt auch anzumerken, dass die Lautsprecher auch in den ruhigeren Passagen zu tun bekommen und nicht völlig verstummen. So bekommt auch der Subwoofer bei musikalischen Einlagen einiges zu tun und auch sonst kommt er nicht zu kurz.

Insgesamt also ein gutes Ergebnis für diesen Horror-Film. Außerdem möchten wir noch zur Kenntnis geben, dass Mc One auf den sonst auf eigentlich jeder Veröffentlichung zu findenen Headphone-Surround verzichtet hat.

   
 
Wertung:
  (gut)
       
Gesamtwertung:

"Reeker" orientiert sich weitestgehend an den typischen Horrorfilmen und bietet nichts unglaublich Neues, doch trotzdem ist er ein sehenswerter Vertreter seines Genres. Denn hier kommen unter Umständen auch Neueinsteiger ins Genre hinein, da der Film mit einer wirklich guten Priese Humor gewürzt ist. Und auch die DVD kommt technisch gut daher. Das Gesamtbild wird lediglich vom eher schlechten Bonusmaterial gedrückt, was die Endwertung dann auch auf "befriedigend bis gut" herunterdrückt. Wer also mehr Wert auf gute Unterhaltung und eine technisch fast einwandfreie Umsetzung des Films auf DVD legt, der kommt mit dieser DVD trotzdem auf seine Kosten.

       
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
    
© 1998-2015 by Digital-Movie, Alle Rechte vorbehalten. Ohne ausdrückliche schriftliche Erlaubnis darf kein Teil des Werks für irgendwelche Zwecke vervielfältigt oder verändert werden, unabhängig davon, auf welche Art und Weise oder mit welchen Mitteln, elektronisch oder mechanisch, dies geschieht.