> Diese Seite drucken <

  

Leben und Sterben in L.A.

  

Getestet von Stefan Paulmayer

Email: sp@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Review Datum: 13.10.2004
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 05.10.2004
   
Deutscher Titel: Leben und Sterben in L.A.
Originaltitel: To Live and Die in L.A.
Land / Jahr: USA 1985
     
Bildformat: 1,85:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Surround), Englisch (Dolby Digital 5.1), Französisch (Dolby Digital 5.1), Italienisch (Dolby Digital 2.0 Surround), Spanisch (Dolby Digital 2.0 Surround), Polnisch (Dolby Digital 2.0 stereo)
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte, Finnisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Kroatisch, Niederländisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch, Slowenisch, Spanisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Box (transparent)
Kapitel: 16
Laufzeit: 111
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Metro Goldwyn Mayer Home Entertainment
          
Inhalt:

Zwei Tage vor seiner Pensionierung wird ein altgedienter FBI-Agent ermordet. Sein Partner Richard Chance verdächtigt den skrupellosen Geldfälscher Eric Masters. Doch um ihn zu überführen, schrecken auch Chance und sein neuer Partner John Vukovich vor nichts zurück. Als er sich die nötigen Dollars für ein Lockvogel-Geschäft mit Masters beschafft, überschreitet Chance endgültig die Grenzen des Gesetzes.

       
Besonderheiten:

Dass es rein gar nichts an zusätzlichem Material gibt, ist der geneigte Käufer von MGM ja schon gewohnt. Zumeist gibt es beim Backkatalog keine Extras. In diesem Fall müssen wir MGM jedoch tadeln - ist doch erst im Dezember 2003 in den USA eine Special Edition erschienen, die Deleted Scenes, ein alternatives Ende, eine Dokumentation und einen Audiokommentar geboten hat. Wieso wir Europäer um dieses sicherlich interessante Bonusmaterial umfallen, weiß man wohl auch nur in der MGM-Chefetage.

   
 
Wertung:  
     (ungenügend)
     
Gestaltung:

MGM lässt sich wahrlich nicht lumpen und spendiert "Leben und sterben in L.A." eines jener neuen und "schicken" Menüs, die in letzter Zeit des Öfteren beim Backkatalog zum Einsatz kommen. Der geübte Leser kann die Ironie bereits herauslesen - bevor wir näher auf das Menü eingehen. Wie auch schon bei "Miami Blues" wurden die üblichen, mit Text unterlegten Buttons zugunsten von einfachen Symbolen ersetzt. Welches Symbol nun welche Aktion der DVD startet, dürfte sich jenen Menschen, die als Kind nicht mit dem Kopf voran aus dem Mutterleib geplumpst und dabei auf dem harten Steinboden des Kreißsaals gelandet sind, wohl recht schnell erschließen. Da die DVD aber sowieso nicht allzu viele Funktionen aufzuweisen hat (siehe Bonusmaterial), dürfte sich die Verzweiflung ob des Nicht-Zurechtfindens im Menü am Ende zum Glück in Grenzen halten.

Das Menü selbst besteht ansonsten nur aus Standbildern. Das einzig Erfreuliche am Menü ist die anamorphe Abtastung. Nicht erwähnen müssen wir wohl, dass das Menü auch nicht mit Ton unterlegt worden ist.

     
 
Wertung:
  (mangelhaft - ausreichend)
     
Bildtest:

Mit knapp 20 Jahren auf dem Buckel gehört "Leben und Sterben in L.A." nicht mehr zu den ganz frischen Filmen. Bedenkt man jedoch, dass diese DVD keine besondere Special Edition und dazu noch recht günstig ist, kann man mit dem Gebotenen insgesamt zufrieden sein.

Hauptsächlich erkennt man das Alter des Filmes am konstanten Hintergrundrauschen des Bildes. Das Rauschen ist einmal mehr, einmal weniger stark. Ganz selten finden sich auch Szenen, die durchaus als rauschfrei bezeichnet werden können. Jene Szenen mit relativ starkem Rauschen ziehen den Gesamteindruck am Ende aber ein wenig nach unten.

Sehr schön sehen hingegen die Farben aus. Gesichter sind so gut wie immer sehr schön gezeichnet und auch die restlichen Farben erscheinen sehr natürlich. Für das Alter fallen die Farben auch nicht übermäßig blass oder ausgewaschen aus. Dass die Farbgestaltung im Großen und Ganzen einwandfrei ist, kann man auch daran erkennen, dass weiße Flächen hier wirklich in strahlendem Weiß ohne Trübung erscheinen.

Die Bildschärfe fällt für das Alter des Filmes auf durchaus hohem Niveau aus. Natürlich erreicht auch das Schärfeverhalten nie Werte ganz aktueller Filme, die Detailzeichnung weiß aber zu gefallen – zumindest bei Nahaufnahmen. Im Hintergrund schleichen sich des Öfteren Weichzeichnungen ein. Bei Bewegungen im Bild fallen auch schon einmal leichte Unschärfen auf.

Weitgehend ohne Probleme präsentiert sich der Kontrast. Der Schwarzwert ist kräftig und bildet auch dunkle Szenen recht gut ab. Stellenweise mag der Kontrast vielleicht ein wenig zu dunkel wirken. An wenigen Stellen fallen auch kurze Drop Outs auf, generell ist der Transfer aber sehr sauber und frei von Defekten.

     
Wertung:
   (befriedigend)
   
Tontest:

Dass der Film schon fast 20 Jahre alt ist, haben wir ja schon bei der Bildbewertung bemerkt. Der Ton des Filmes wirkt daher - wie das Bild - nicht mehr ganz taufrisch. Der deutsche Ton liegt in der originalen Dolby Surround-Spur vor, der englische (und französische) Ton kann mit Dolby Digital 5.1 aufwarten. Das heißt jedoch nicht zwangsläufig, dass der englische Ton besser wäre als der deutsche. Zwar klingen durchaus einige Szenen besser, an anderen wiederum bietet die deutsche Spur den besseren Ton.

Generell fehlt es dem Ton an der Brillanz und Klarheit, die neue DVDs kennzeichnet. Die Sprachwiedergabe hört sich teilweise belegt an. Die Ausnutzung der Surroundkanäle fällt für einen Film von 1985 recht gut aus. Umgebungsgeräusche und die Musik kommen regelmäßig aus den hinteren Lautsprechern. Ab und an mischen sich auch Surroundeffekte unter die Tonbestandteile. Die Abmischung hört sich aber nie so homogen an wie bei neueren Produktionen. Nie sollte man daher zu hohe Ansprüche an den Soundtrack stellen - geboten wird durchschnittlicher Dolby Surround-Ton, mehr aber auch nicht.

Jagt man den Ton durch Soundaufpolierer wie Dolby Pro Logic 2 oder Neo: Cinema 6, öffnet sich der Ton noch ein bisschen weiter und klingt in jedem Fall mehr als erträglich.

   
 
Wertung:
  (befriedigend)
       
Gesamtwertung:

Eine bessere Endnote hätten sich wohl nicht nur die Manager von MGM gewünscht. Auch der DVD-Käufer hätte es sicher lieber mit einer guten DVD zu tun. Viel hätte dazu auch nicht gefehlt - ein etwas aufwendigeres Menü, dazu die Extras der RC1 (im Zweifel hätten wir uns auch nur mit den Extras zufrieden gegeben) und schon hätte das Gesamtergebnis viel freundlicher ausgesehen. Diese - technisch zwar im grünen Bereich befindliche, aber inferior ausgestattete - DVD schafft am Ende jedoch nur ein müdes "ausreichend".

Wer sich übrigens wundern sollte, dass diese DVD eine FSK 16-Freigabe trägt, dem sei zur Beruhigung mitgeteilt, dass die FSK sich zu einer Neubewertung durchringen konnte. Die DVD beinhaltet also die ungekürzte Fassung des Filmes. Dem Filmspaß mit einem typischen 1980er Cop-Thriller steht also nichts im Weg...

       
 
Wertung:
  (ausreichend)
    
© 1998-2015 by Digital-Movie, Alle Rechte vorbehalten. Ohne ausdrückliche schriftliche Erlaubnis darf kein Teil des Werks für irgendwelche Zwecke vervielfältigt oder verändert werden, unabhängig davon, auf welche Art und Weise oder mit welchen Mitteln, elektronisch oder mechanisch, dies geschieht.