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Panic Room

  

Getestet von Stefan Paulmayer

Email: sp@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Review Datum: 25.10.2002
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 22.10.2002
   
Deutscher Titel: Panic Room
Originaltitel: Panic Room
Land / Jahr: USA 2002
     
Bildformat: 2,40:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch DTS 5.1
Deutsch, Englisch Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: Zettelchen mit Kapitelanwahl
Verpackung: Amaray Box
Kapitel: 28
Laufzeit: 107
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Columbia Tristar Home Entertainment
          
Inhalt:

Um den Seitensprung ihres Mannes besser verkraften zu können, lässt sich Meg Altman, die gehörnte Ehefrau, bei der Scheidung königlich abfinden: u.a. kann sie sich nun für sich und ihre jugendliche Tochter ein neues, feines Haus in der nobelsten New Yorker Gegend leisten.
Herzstück des kleinen Stadtpalais ist ein kleiner Raum, der direkt an das Hauptschlafzimmer anschließt - der sogenannte "Panikraum". Hier laufen sämtliche Sicherheitseinrichtungen zusammen, hier kann sich der Bewohner verkriechen, falls jemals ungebetene Gäste zu später Stunde in das Anwesen eindringen sollten.
Im Grunde ist der enge, dunkle, unwirtliche Raum der an Klaustrophobie leidenden Meg ja unheimlich - doch wird sie bereits in ihrer ersten Nacht im neuen Domizil froh sein, ihn zu haben...

       
Besonderheiten:

Auf dieser Standard-Edition sind leider außer einem Trailer und Filmografien keine Extras vorhanden - wer auf eine gute Bonusausstattung Wert legt, der wird sich bis zur Special Edition gedulden müssen.

   
 
Wertung:  
     (mangelhaft)
     
Gestaltung:

Beklemmend wie der eigentliche Hauptfilm stellt sich auch das Menü dar - wenig Schnickschnack ist hier zu finden, das Menü ist düster in dunklem Grau gehalten und mit spannender Musik unterlegt.
Dezente Animation wurde dem Menü ebenfalls spendiert - alles in allem ein brauchbares Menü, jedoch hätte man mit Fantasie noch ein wenig mehr herausholen können.

     
 
Wertung:
  (befriedigend)
     
Bildtest:

Bevor man sich auf "Panic Room" anlässt, sollte man den Raum verdunkeln und am besten sämtliche Lichtquellen ausschalten - erstens wirkt so der Film an sich besser, zweitens wird man nur so den Film wirklich mitverfolgen können. Denn ein klares, helles Bild wird man bei "Panic Room" vergebens suchen - David Fincher setzte nämlich alles daran, dem Film einen düsteren, dunklen, farbleeren Look zu verpassen - der Nebeneffekt: in heller Umgebung wird man mit dem Film wenig Freude haben.
Insgesamt offeriert die DVD aber dennoch ein recht gutes Bild. Der - wie erwähnt - sehr dunkle Kontrast kann insgesamt durchaus als gut bezeichnet werden. Auch das Rauschverhalten des Transfer ist tadellos - selbst in dunkelsten Szenen gibt es hier nichts zu bemängeln.
"Nur" auf gutem Niveau liegt hingegen die Bildschärfe - insgesamt fehlt es an der gewissen "Knackigkeit" und feinen Detailschärfe, die man von ganz neuen Produktionen erwarten kann.
Die Kompresson ist weitgehend fehlerfrei und die Bitrate auf durchaus gutem Niveau.
Analoge Defekte, Verschmutzungen oder Ähnliches sind nicht vorhanden.

     
Wertung:
   (gut)
   
Tontest:

Entgegen zahlreicher Meldungen in diversen Internet-DVD-Foren, die einen bassschwachen deutschen DTS-Track im Vergleich zur Dolby Digital-Spur beklagen, konnten wir nichts dergleichen feststellen. Zwar bietet DTS nicht wie in vielen anderen Fällen einen kräftigeren Basskanal - schwächer ist er jedoch ebenfalls nicht. Insgesamt fällt jedoch auf, dass der Ton tatsächlich in Bezug auf Bass eher zurückhaltend ist - dies betrifft aber mehr oder weniger sämtliche Tonspuren und ist kein DTS-spezifisches Problem. Problem ist es im Grunde eigentlich auch keines, denn der Basskanal leistet durchaus ansprechende Dienste - jedoch nicht so exzessiv wie in anderen Filmen. Vielmehr meldet sich der Bass an ausgewählten Stellen, um dann mit kurzen, aber heftigen Bassattacken zu gefallen.

Auch ansonsten hat "Panic Room" einen ausgesprochen guten Soundtrack - viele fein plazierte Surroundeffekte lassen eine herrlich auskomponierte Sourroundkulisse entstehen, bei der die Rears nicht brachial, sondern sehr gezielt und subtil eingesetzt werden.

Es fehlt - wie gesagt - vielleicht ein wenig am Druck, insgesamt wird man aber mit dem Ton von "Panic Room" viel Freude haben.
Ob der DTS-Track nun wirklich notwendig war, sei dahingestellt - einen entscheidenden Unterschied konnten wir jedenfalls nicht feststellen. Beide Spuren klingen gleich gut.

Erwähnenswert ist jedoch, dass bei beiden deutschen Spuren scheinbar die Rückkanäle vertauscht worden sind. Allerdings ist dieser Fauxpas nur bei genauem Hinhören wirklich wahrzunehmen.

   
 
Wertung:
  (gut)
       
Gesamtwertung:

Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir im nächsten Jahr eine dicke "Special Edition" von "Panic Room" sehen werden - bereits in den USA für November angekündigt, wurde dieses 2-DVD-Set dann jedoch zugunsten einer Bare-Bone-"Superbit"-Veröffentlichung auf unbestimmte Zeit verschoben.
So wie es zur Zeit aussieht, wird dieses Set nun wohl im ersten Halbjahr 2003 in den USA erscheinen. Es ist anzunehmen, dass dann entweder zeitgleich oder mit etwas Verspätung auch in Deutschland eine "Special Edition" auf den Markt kommen wird. Technisch wird sich das Ergebnis wohl nicht sonderlich steigern lassen, da die angesprochenen Mängel wohl eher an Finchers Stil liegen, als an Mängeln beim Encoding.

Wie auch immer, die nun vorliegende DVD eignet sich allerhöchstens als "Appetizer", denn das völlige Fehlen von Extras (ein Trailer ist ein Witz, aber kein Extra!) macht diese DVD für den wahren DVD-Fan so gut wie unbrauchbar.
Wer jedoch nur den Film in guter Qualität sehen will oder es sich leisten kann, einfach mal eben zwei DVDs von einem Film zu kaufen, der kann auch hier bereits zugreifen.

       
 
Wertung:
  (befriedigend)
    
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