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Ong-Bak

Muay Thai Warrior

  

Getestet von Florian Kriegel

Email: fk@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Review Datum: 30.03.2005
Verleihfenster: 22.03.2005
Im Handel ab: 12.05.2005
   
Deutscher Titel: Ong-Bak
Originaltitel: Ong Bak: Muay Thai Warrior
Land / Jahr: Thailand 2003
     
Bildformat: 1,85:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Thailändisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Box (transparent)
Kapitel: 20
Laufzeit: 100
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: mc one - media cooperation one
          
Inhalt:

Ting klettert blitzschnell am Körper seines überraschten Gegenübers hoch - und spaltet ihm von oben mit beiden Ellbogen schier den Schädel. Der Waisenjunge ist Meister des Muay Thai, dem härtesten Kampfsport der Welt - und diese Fähigkeit ist er bereit einzusetzen für seinen Auftrag.

Ting muss den Kopf der Buddha-Statue Ong-Bak, der aus dem Tempel seiner Dorfgemeinde gestohlen wurde, zurückbringen. Der Diebstahl ist für das Dorf eine Katastrophe, denn man befürchtet, dass mit dem Verschwinden des Heiligtums die glücklichen Tage der gläubigen Gemeinde gezählt sind. Um die Statue zurückzuerlangen folgt Ting dem vermeintlichen Dieb nach Bangkok, wo er auf die Hilfe des ehemaligen Dorfbewohners George hofft. Bislang hatte Ting vermieden, seine einzigartigen Kampfkunstfähigkeiten in ihrer letzten, tödlichen Konsequenz einzusetzen. Doch um Ong-Bak und damit sein Dorf zu retten, ist er zu allem bereit...

       
Besonderheiten:

Die uns vorliegende Verleihfassung hat leider keinerlei Extras, bis auf einige Trailer, zu bieten. Die im Mai erscheinende Kauffassung wird als 2-DVD-Set erscheinen und von uns separat getestet werden, wenn wir ein Testmuster erhalten.

   
 
Wertung:  
     (mangelhaft)
     
Gestaltung:

Das Menüdesign kann sich wirklich sehen lassen und zeigt, dass das kleine Label mc one zu Großem im Stande ist. Neben dem Hauptmenü sind auch die Übergänge und die Kapitelauswahl mit animierten Bildern versehen, sodass lediglich die beiden restlichen Untermenüs mit optisch ansprechenden Standbildern auskommen müssen. Im gesamten Menü sind außerdem passende Musik und Sounds zu hören. Wer die Übergänge überspringen will, kann diese im Setup-Menü sogar deaktivieren. Wären die Animationen etwas abwechslungsreicher, so hätte es sogar die Bestnote geben können, doch vielleicht bekommen wir bei der im Mai erscheinenden Kauffassung noch etwas mehr geboten.

     
 
Wertung:
  (gut)
     
Bildtest:

Dass "Ong-Bak" von asiatischen Firmen produziert wurde, sieht man dem Transfer leider an, aus dem mc one offensichtlich nicht mehr herausholen konnte. Selten kommen asiatische Filme an die Bildqualität westlicher Produktionen heran, sodass die DVDs meistens höchstens im Mittelfeld landen. Optisch gesellt sich der deutsche Transfer neben den französischen, sodass kaum Unterschiede festzustellen sind.

Schon im Intro ist zu erkennen, dass das Bild etwas unruhig ist, was im weiteren Verlauf aber nicht so stark auffällt. Das größte Problem ist das unzureichende Schärfeverhalten, das nur selten ein angenehmes Niveau erreicht. Der Transfer sieht überwiegend leicht unscharf und zum Teil auch matschig aus. Der Zuschauer bekommt nur gelegentlich ein angenehm gezeichnetes Bild zu Gesicht, was vor allem bei wenigen Tagszenen der Fall ist. Ab und zu können geschulte Augen auch Doppelkonturen erkennen, wie zum Beispiel in der Anfangsszene.

Kontrasttechnisch bekommt man ebenfalls Durchschnittliches geboten. Während Details in dunklen Szenen fast schon verschluckt werden, neigen helle Flächen bei Tagszenen zum leichten Überstrahlen. Dank eines meist ordentlichen Schwarzwerts wirken Nachtszenen durchaus zufrieden stellend. Ein weiterer Kritikpunkt ist sicherlich das Rauschen, das nahezu ein stetiger Begleiter ist und vor allem in den dunkleren Szenen, die deutlich überwiegen, zu beobachten ist.

Dass man in Asien nicht unbedingt Wert auf eine tadellose Lagerung bzw. tadellosen Umgang mit dem Filmmaterial legt, zeigen diverse Schäden im Material, die bei einem solch neuen Film eher nicht zu erkennen sein sollten. Neben weißen Kratzern sind hin und wieder auch vertikale bzw. horizontale Streifen zu erkennen.

     
Wertung:
   (ausreichend - befriedigend)
   
Tontest:

In Sachen Sound wird leider nicht ganz die Klasse erreicht, die wir uns von so einem Film gewünscht hätten. Schon zu Beginn klingt der Ton etwas dumpf, was sich zwar etwas bessert, aber den Klang selbst nicht wirklich besser macht.

Die Rear-Lautsprecher werden überwiegend für Umgebungsgeräusche genutzt, die vor allem im "Fight Club" gut zur Geltung kommen. Die Musik begnügt sich meistens mit der Front, sodass von ihr kaum Räumlichkeit ausgeht. Der Subwoofer bekommt auch einiges zu tun und muss diverse Szenen mit recht harten Bässen unterstützen. Im Direktvergleich klingt die DTS-Spur minimal basslastiger, ansonsten sind aber kaum Unterschiede auszumachen.

Die Stimmenwiedergabe ist okay, aber nicht wirklich herausragend, was aber auch an den teils etwas unpassend klingenden Synchronsprechern liegen dürfte. Der Hauptdarsteller klingt wie ein 15-Jähriger und der Rest der Darsteller hat auch nicht wirklich passende Stimmen verpasst bekommen, was die an und für sich schon teils komische Mimik der Darsteller untermauert.

   
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
       
Gesamtwertung:

"Ong-Bak" gibt es in zwei Schnittfassungen, wobei es den rund dreieinhalb Minuten längeren Thailand-Cut nur in Thailand auf DVD gibt und die internationale Fassung, auch Besson-Cut genannt, auf bislang allen anderen DVDs vorzufinden ist. So wurde in dem von Luc Besson erstellten Cut ein Handlungsstrang entfernt, Farbfilter neu gesetzt, jegliche Bezüge auf Drogen entfernt und an wenigen Stellen die Musik ersetzt.

Die Verleihfassung kann uns nicht so recht begeistern, was aber an den bislang fehlenden Extras, die aber bei der Kaufversion auf eine zweite DVD verbannt werden, und eben an der eingeschränkten technischen Qualität liegt, für die mc one nicht direkt die Schuld trägt. Gerade bei der Bildqualität erkennt man den asiatischen Filmcharakter, der sich durch kleinere Schäden und eine schwache Schärfe bemerkbar macht. Dass mc one gute DVDs abliefern kann, beweist uns das Label immer wieder und wir gehen davon aus, dass ein fairer Verkaufspreis der Kaufversion mit zwei DVDs die gröbsten Mängel ausgleichen wird, denn Fans von Martial Arts sollten sich das "spektakulärste Abenteuer seit Jackie Chans goldenen Jahren" auf jeden Fall einmal anschauen.

       
 
Wertung:
  (ausreichend - befriedigend)
    
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