> Diese Seite drucken <

  

Naqoyqatsi

Leben ist Krieg

  

Getestet von Guido Wagner

Email: gw@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Review Datum: 08.04.2004
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 22.04.2004
   
Deutscher Titel: Naqoyqatsi
Originaltitel: Naqoyqatsi
Land / Jahr: USA 2002
     
Bildformat: 1,78:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
       
Menü: interaktives Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Box (transparent)
Kapitel: 11
Laufzeit: 85
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 6 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Buena Vista Home Entertainment
          
Inhalt:

"Naqoyqatsi" ist der dritte und letzte Teil der Trilogie von Regisseur Godfrey Reggio. Das Hauptthema des Films ist Gewalt und Zerstörung, welche in unserer Zeit zunehmend selbstverständlich werden. Durch die stark verfremdeten Bilder steht allerdings nicht der Schrecken im Vordergrund, es dominiert eher eine gewisse Melancholie. Wieder einmal ist es Godfrey Reggio gelungen, ohne jedweden Spracheinsatz ein beeindruckendes Dokument unserer Zeit herzustellen...

       
Besonderheiten:

Den Löwenanteil der Extras stellt eindeutig die "Diskussion über den Film an der New York Univercity" mit fast 55 Minuten Laufzeit. Hier werden auf einer Podiumsdiskussion verschiedenste Fragen zum Film vom Regisseur und vom Komponisten beantwortet. Hierbei wird eine Menge an Hintergrundinfos geliefert.

In "Filmmusik: Ein Gespräch mit dem Komponisten Philip Glass und Yo-Yo Ma" werden über sieben Minuten einige Aspekte der Entstehung der Musik besprochen. Der Regisseur und der Cellist, der einen Teil der Musik gespielt hat, tauschen sich im lockeren Gespräch aus.

Natürlich darf auch ein Making Of, hier "Das Leben im Würgegriff der Technologie" betitelt, nicht fehlen. Leider ist es nur anderthalb Minuten lang und kann dementsprechend kaum erschöpfende Infos liefern.

Schließlich gibt es auch die Trailer der beiden Vorgänger des Films in der Trilogie. Sie liegen in der englischen Originalfassung vor, was aber nicht weiter ins Gewicht fällt, da in den Filmen ohnehin nicht gesprochen wird.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Gesamtspielzeit der Extras sicherlich mehr als zufrieden stellend ist. Einziger Kritikpunkt, neben der nicht unbedingt guten technischen Qualität, ist das dürftige Making Of. Ein paar mehr bebilderte Informationen zu den Dreharbeiten wären durchaus wünschenswert gewesen, und auch über einen Audiokommentar hätten wir uns sicher gefreut.

   
 
Wertung:  
     (befriedigend)
     
Gestaltung:

Leider kann das Menü in keiner Weise überzeugen. Die gesamte Aufmachung ist sehr einfach gehalten. Für die Hintergründe der Menüs wurden lediglich ein paar Fotomontagen erstellt; Animationen oder Hintergrundgeräusche gibt es nicht. Zugegebenermaßen ist die Navigation einfach, aber unter dem Strich ist das einfach zu wenig.

     
 
Wertung:
  (mangelhaft)
     
Bildtest:

Selten war es so schwer für uns, die Bildqualität eines Films zu beurteilen. Das Problem bei der Bewertung von "Naqoyqatsi" liegt in der Tatsache begründet, dass nahezu alle Realfilmsequenzen mit den verschiedensten Filtern und Effekten belegt wurden. Außerdem wurden auch viele surrealistisch anmutende Computeranimationen verwendet. Es ist also äußerst schwer zu sagen, ob das gerade gesehene Bild nicht so vom Regisseur gewollt ist. Uns bleibt eigentlich nichts anderes übrig, als den Gesamteindruck zu benoten. Hierbei fällt, trotz der vielen Verfremdungen, das recht homogene Erscheinungsbild ins Auge. Das Betrachten des Filmes führt nicht zu irgendwelchen Stresserscheinungen und wirkt erstaunlich angenehm. Trotz der oben genannten Einschränkungen haben wir ab und an das Gefühl gehabt, dass einige Szenen etwas mehr Bildschärfe hätten vertragen können.

     
Wertung:
   (befriedigend - gut)
   
Tontest:

Bei einem Film ohne Sprache und nur mit Musik kommt dieser natürlich eine ganz besondere Rolle zu. Sie muss in ganz besonderer Weise zu dem Film passen und die Wirkung der Bilder über das normale Maß hinaus unterstützen, was hier ausgesprochen gut gelungen ist. Dabei kommt neben elektronischer auch klassisch instrumentierte Musik zum Einsatz. Und gerade diese klassische Musik kann ihre Stärken auf dieser DVD voll zum Tragen bringen. Manchmal hat man wirklich den Eindruck, in einem Konzertsaal zu sitzen. Die Instrumente klingen sehr kraftvoll und natürlich. Lediglich die 5.1 Abmischung hätte etwas mehr Feintuning vertragen. Die hinteren Lautsprecher klingen viel zu leise und lassen so keinen richtigen Raumklang aufkommen.

   
 
Wertung:
  (gut)
       
Gesamtwertung:

"Naqoyqatsi" ist ein interessanter Film, der teilweise fast schon meditativen Charakter hat. Die Bilder sind durchaus beeindruckend, und die Musik tut ein Übriges. Glücklicherweise kann der Transfer auf DVD als gelungen bezeichnet werden. Größere technische Mängel sind uns nicht aufgefallen, nur das bescheidene Menüdesign hat uns geärgert und verhagelt der DVD dann auch die Gesamtnote. Im Jahr 2004 sind ein paar Fotomontagen als Hintergründe einfach zu mager.

       
 
Wertung:
  (befriedigend)
    
© 1998-2015 by Digital-Movie, Alle Rechte vorbehalten. Ohne ausdrückliche schriftliche Erlaubnis darf kein Teil des Werks für irgendwelche Zwecke vervielfältigt oder verändert werden, unabhängig davon, auf welche Art und Weise oder mit welchen Mitteln, elektronisch oder mechanisch, dies geschieht.