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Nackt

  

Getestet von Stefan Paulmayer

Email: sp@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Review Datum: 01.08.2003
Verleihfenster: 03.06.2003
Im Handel ab: 21.07.2003
   
Deutscher Titel: Nackt
Originaltitel: Nackt
Land / Jahr: D 2002
     
Bildformat: 2,35:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Kommentar (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Box
Kapitel:
Laufzeit: 96
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Universum Film
          
Inhalt:

Ein scheinbar normaler Samstagabend soll das (Liebes-)Leben dreier Paare gehörig durcheinander bringen. Emilia und Felix sind eigentlich gar nicht mehr zusammen, haben die Trennung bislang aber weder psychisch noch finanziell überwunden. Kein Wunder, dass sie mit neidischen Blicken auf die anderen schielen. Zum Beispiel auf Charlotte und Dylan, die Dank spektakulärer Erfolge an der Börse zu Millionären wurden. In der Beziehung sieht es seitdem jedoch immer armseliger aus.

Frisch verliebt wirken dagegen immer noch Annette und Boris. Aber auch sie sind nicht restlos glücklich. Boris hat es satt, Dylans Angestellter zu sein, lieber wäre er selber reich und unabhängig, und für Annette ist der Gedanke fast unerträglich, dass sie ihr großes Glück einem bloßen Zufall verdankt.

Die sechs Freunde treffen sich bei Charlotte und Dylan. Doch es will keine richtige Stimmung aufkommen, bis Emilia von einer bemerkenswerten Studie erzählt: Angeblich konnten selbst Paare, die seit über zwanzig Jahren zusammenlebten, den anderen nicht an den Händen erkennen. "Unglaublich", tönt es von allen Seiten.

Da keimt in Felix der Geschäftssinn auf: Wenn sich alle so sicher sind, den Körper des Partners auch mit verbundenen Augen zu erkennen, können sie sich ja auf eine Wette einlassen. So beginnt ein prekäres Experiment mit überraschendem Ausgang...

       
Besonderheiten:

Auf den ersten Blick wirkt die Extraausstattung sehr dürftig, bei genauerem Hinsehen entdeckt man jedoch durchaus einige inhaltlich interessante Sachen, zum Beispiel den Audiokommentar oder die Interviews.

- Audiokommentar von Regisseurin Doris Dörrie: dieser Kommentar fesselt einen bereits nach wenigen Szenen und man hört unwillkürlich weiter. Dörrie gibt viele interessante Informationen zum Film und den Dreharbeiten - dieser Kommentar gehört klar zu den guten Kommentaren...
- Deleted Scenes: hier findet man sechs gelöschte Szenen mit einer Gesamtlaufzeit von etwa neuneinhalb Minuten. Die Szenen liegen im Format 2,35:1 Letterbox vor und fallen qualitativ deutlich ab. Inhaltlich gilt dies jedoch nicht unbedingt...
- Hinter den Kulissen: knapp 15 Minuten an unkommentierten Hinter-den-Kulissen-Aufnahmen gibt es hier zu sehen. Zwar mag es durchaus interessant sein, einmal zu sehen, wie es auf einem Film-Set abläuft, man könnte jetzt aber nicht sagen, dass diese 15 Minuten nun absolut nötig gewesen wären. Irgendwie hat man sowas doch schon auf anderen DVDs gesehen, sodass konkrete Informationen zum Film, z.B. in Form eines ausführlichen Making ofs, sicherlich besser gewesen wären.
- Cast & Crew: fast würde man unter diesem Punkt nur Filmografien vermuten, aber auch kurze Interviews (Lauflänge zwischen knapp zwei und fünf Minuten), "Statements" genannt, verstecken sich hier.
- Trailer

   
 
Wertung:  
     (ausreichend - befriedigend)
     
Gestaltung:

Die Menügestaltung ist sehr angenehm ausgefallen und vor allem passt sie vom Design her ideal zum bunten Vorspann des Filmes. Hauptmenü und auch Kapitelanwahl wurden animiert und mit Ton unterlegt.
Lediglich etwas stört an diesem Menü: dass es nur in 4:3 vorliegt. Gerade als Fan von schönen anamorphen Menüs würde man sich auch hier über ein Menü in Widescreen freuen...

     
 
Wertung:
  (gut)
     
Bildtest:

Mit dem Cinemascope-Format 2,35:1 hat sich Doris Dörrie für ein für eine Komödie doch recht ungewöhnliches Format entschieden. Die Bildqualität kann aber leider nicht vollends überzeugen. Besonders der nur befriedigende Kontrast fällt negativ auf. Das Bild ist zu milchig und insgesamt ist der Kontrast zu dunkel geraten.

Zusammen mit der nicht immer optimalen Bildschärfe ergeben sich so äußerst unschöne Sequenzen - wobei die Qualität des Transfers jedoch schwankend ist. Denn andere Szenen wiederum machen einen guten Eindruck, sowohl von der Schärfe als auch vom Kontrast her. Nur darf so eine Qualitätsschwankung eben nicht auftreten. Vor allem die doch zahlreichen unscharf wirkenden Szenen stören den Gesamteindruck.

Richtig schön sind hingegen die Farben. Kräftig und natürlich zugleich - so muss es sein. Das Bild ist insgesamt sehr bunt gehalten - vor allem warme Töne dominieren hier. Dass das Bild aber dennoch natürlich ist, erkennt man an den Hauttönen, die astrein abgebildet werden.

In Anbetracht des latenten Rauschens im Hintergrund ergibt so ein gutes...

     
Wertung:
   (befriedigend - gut)
   
Tontest:

Richtig überzeugen kann der 5.1-Ton nur in Szenen, die starke Musikuntermalung aufweisen. Ansonsten ist die Tonkulisse sehr stark auf die Front fixiert. Sobald jedoch der ausdrucksvolle Score ins Spiel kommt, werden auch die hinteren Kanäle aktiv. Die Musik breitet sich dann schön im Raum aus.

Negativ fällt beim Ton die Dialogwiedergabe auf - die Dialoge werden nicht immer sauber wiedergegeben, sondern haben des Öfteren einen unnatürlichen Hall bzw. klingen verzerrt.

   
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
       
Gesamtwertung:

"Nackt" ist eine durch und durch durchschnittliche DVD. Bild und Ton liegen auf ähnlichem, nicht unbedingt optimalem Niveau. Hier wäre wohl zumindest auf Seiten des Bildes mehr möglich gewesen.

Die Extras sind zwar nicht reichhaltig, dafür aber recht interessant, besonders der Audiokommentar von Doris Dörrie.

Angesichts des witzigen und erfrischenden Filmes ist diese DVD trotz aller Kritik eine Empfehlung wert - auch in Anbetracht des günstigen Preises.

       
 
Wertung:
  (befriedigend)
    
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