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Ein ganz gewöhnlicher Dieb

  

Getestet von Florian Kriegel

Email: fk@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Anmerkung: Die DVD-Hülle steckt in einer Papphülle.
Review Datum: 06.08.2004
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 12.07.2004
   
Deutscher Titel: Ein ganz gewöhnlicher Dieb
Originaltitel: Ordinary Decent Criminal
Land / Jahr: UK 2000
     
Bildformat: 1,85:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Box (transparent)
Kapitel: 15
Laufzeit: 94
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Alive AG
          
Inhalt:

Michael Lynch liebt zwei Schwestern, die gemeinsamen Kinder und seinen Job als Berufskrimineller. Mit seiner Bande hat er sich auf dreiste Raubzüge spezialisiert, die die Polizei zu Trotteln und ihn zum irischen Volkshelden machen. Die längst um seinen Kopf gelegte Schlinge zieht sich zu, als sich mit der I.R.A. eine zweite gegnerische Front öffnet.

       
Besonderheiten:

Die Extras sind leider alles andere als umfangreich ausgefallen, sodass die DVD in dieser Kategorie glatt durchfällt. Bis auf zwei Interviews, eins davon mit Kevin Spacey (sechs Minuten) und eins mit Jane Robinson (25 Sekunden), die für das Kostümbild verantwortlich war, gibt es nur noch zwei Trailer zu sehen. Das war es dann leider auch schon und da sich der Informationsgehalt stark in Grenzen hält, fällt die Bewertung entsprechend schwach aus.

   
 
Wertung:  
     (mangelhaft - ausreichend)
     
Gestaltung:

Das Menü besticht zwar nicht gerade durch seine aufregenden Animationen, schafft es aber dank eines passenden Zusammenspiels zwischen Musik und bewegten Bildern, einen knapp überdurchschnittlichen Eindruck zu hinterlassen. Das Menü an sich ist durch die schwarze Hintergrundfarbe sehr farbarm und kann nur Animationen aufweisen, die aus Filmszenen bestehen. Dank der Musik und den damit verbundenen Bewegungen der Animationen wird der sonst eher langweilige Eindruck etwas abgeschwächt. Leider sind die Untermenüs sehr spärlich ausgestattet, so wären zum Beispiel bewegte Kapitelvorschauen ein nettes Feature gewesen.

     
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
     
Bildtest:

Auch wenn der Film mit gerade einmal vier Jahren noch ein sehr junges Alter aufweisen kann, so ist das bei dieser DVD erzielte Ergebnis leider enttäuschend. Wieso es zu nachfolgenden Mängeln gekommen ist, können wir nicht sagen, Fakt ist aber, dass diese für den Zuschauer höchst störend sind.

Schon in der ersten Szenen fällt der größte Mangel im Transfer auf, und zwar schwimmt das Bild teilweise massiv. Normalerweise kennt man kleinere Nachzieheffekte von dunklen Szenen, die durch Rauschfilter verursacht werden. Bei dieser DVD schwimmt das Bild allerdings ständig, also nicht nur im Dunkeln, was äußerst bedauerlich ist. Dadurch kommt es nämlich schon zu einer deutlichen Abwertung unsererseits.

Allerdings können die anderen Eigenschaften auch nicht wirklich begeistern, auch wenn sie ohne diese Schlieren ca. eine Note besser abgeschnitten hätten. So weist die Schärfe ein eher düftiges Niveau auf, das meist weiche und matschige Bilder zeichnet. Hier hätten wir uns mehr erwartet. Durchweg positiv sind der Kontrast und der Schwarzwert, die zwar beide nicht perfekt sind, aber vergleichsweise ordentliche Arbeit verrichten.

Die Farben wirken stellenweise etwas zu kräftig, was wir vor allem an den Hauttönen erkennen können. Wäre da nicht dieses massive Nachziehen diverser Bildpartien, so hätte das Bild durchaus eine ordentliche Durchschnittsbewertung erzielen können.

     
Wertung:
   (ausreichend)
   
Tontest:

Im Tonbereich leistet sich die DVD glücklicherweise keine derart großen Ausrutscher wie beim Bildtransfer und so bekommt der Käufer einen für das Genre gelungenen Sound geboten.

Die meiste Zeit spielt sich das Geschehen allerdings im Frontbereich ab, was durch die Musik wiederum etwas ausgeglichen wird. Wenn die diversen Überfälle stattfinden, bekommen die Rear-Lautsprecher auch etwas zu tun und sorgen so für die gewünschte Räumlichkeit. In diesen Situationen spielt die Musik auch deutlich voluminöser. Dank der guten Wiedergabe der Umgebungsgeräusche und einiger Effekte bekommt man so durchaus genügend Abwechslung präsentiert. Bei einigen Musikstücken fügt sich außerdem der Bass ein, was aber während der rund 90 Minuten eher selten vorkommt.

   
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
       
Gesamtwertung:

Kevin Spacey in so einer Rolle zu sehen ist sicherlich ungewöhnlich. Der Film ist zwar nicht der Neuentdecker des Genres, kann aber für 90 Minuten Spaß bringen. Die DVD hingegen verdirbt den Spaß etwas, denn das durch Nachzieher entstellte Bild macht nicht wirklich Spaß und die Extras sind kaum der Rede wert. Der Ton kann hingegen gefallen und wer sowieso keinen so großen Wert auf eine gute technische Umsetzung legt, der kann sich zumindest den Film einmal näher anschauen.

       
 
Wertung:
  (ausreichend - befriedigend)
    
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