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Ultraviolet

  

Getestet von Kay Puppa

Email: kp@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Review Datum: 15.01.2007
Verleihfenster: 19.12.2006
Im Handel ab: 16.01.2006
   
Deutscher Titel: Ultraviolet
Originaltitel: Ultraviolet
Land / Jahr: USA 2006
     
Bildformat: 1,85:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Kommentar (Dolby Digital 2.0 stereo)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Box
Kapitel: 28
Laufzeit: 84
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Regional Code: Code 2
Layerwechsel bei: 1:02:11
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Sony Pictures Home Entertainment
          
Inhalt:

Gegen Ende des 21. Jahrhunderts ist durch eine Epidemie, die Genmutationen hervorruft, eine Subkultur von Menschen entstanden. Alle Infizierten werden zu einer Art Vampir: Sie verfügen über außergewöhnliche Schnelligkeit, Intelligenz und Kraft. Da die Regierung in ihnen eine Bedrohung sieht, werden sie ausgegrenzt und unter Quarantäne gestellt - mit dem Ziel, sie zu vernichten. Nur die infizierte Kämpferin Ultraviolet kann dies verhindern. Sie macht es sich zur Aufgabe, den 9-jährigen Six zu beschützen, auf den es die Regierungstruppen besonders abgesehen haben. Er ist der menschliche Schlüssel zur Vernichtung der Infizierten. Er trägt ein Virus in sich, das den Fortbestand von Violets Rasse unterbinden soll. Die Rettung des Jungen gerät zum Wettlauf gegen die Zeit, in dem sie nicht nur das Kind, sondern ihre gesamte Spezies beschützen muss und Rache an denjenigen sucht, die ihr persönliches und das Schicksal ihrer Mitstreiter zu verantworten haben.

       
Besonderheiten:

Das Bonusmaterial viel bei diesem Titel nicht gerade unheimlich umfangreich aus. Immerhin stoßen wir als erstes auf einen Audiokommentar von Milla Jovovic, der wie das gesamte restliche Bonusmaterial Deutsch untertitelt ist. Die rund 30 Minuten lange Dokumentation "UV Protection: Making of Ultraviolet" wurde in vier Teile aufgeteilt. Während der erste Teil noch hauptsächlich Selbstbeweihräucherung ist, können die verbleibenden Teile mit interessantem Hintergrundwissen aufwarten. Den Abschluss bilden die rund 12 Minuten Deleted & Alternativ Scenes, die leider nur am Stück gesehen werden können. Der Menüpunkt Trailer verweist uns dann weiter in die Trailershow, in der allerdings kein "Ultraviolet"-Trailer zu finden ist.

   
 
Wertung:  
     (befriedigend)
     
Gestaltung:

Das Widescreenmenü empfängt uns mit Animationen und hektischer Hintergrundmusik, wohingegen die Untermenüs nur noch aus Stillframes bestehen, einzige Ausnahme bildet hier das Menü für das Bonusmaterial, auch hier findet sich der Soundtrack wieder. Das Design selbst ist an den Film angepasst und besteht hauptsächlich aus einer Ansammlung bearbeiteter Filmszenen. Die Menüstruktur selbst ist wie immer bei Sony und somit sollte man sich schnell zurechtfinden.

Verpackungstechnisch will Sony auch diesmal die Kunden mit einer Steelbook-Variante zum Kauf animieren. Doch wird dieses Steelbook nur etwas für Verpackungsfetischisten sein, denn das Design ist ansonsten identisch zur Amaray-Variante. Wem das noch nicht Kaufgrund genug ist, dem sei nun gesagt: Das Steelbook wird wieder einmal als Limited Edition angepriesen.

     
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
     
Bildtest:

Kurt Wimmer entschloss sich "Ultraviolet" einen ganz besonderen visuellen Stil zu verpassen. So wirken Bilder nur selten wirklich real. Die meiste Zeit wird das Bild von einem Weichzeichnungsfilter beherrscht, der dem Filter aus "Sky Captain and the World of Tomorrow" ähnelt. Dieser zeichnet das Bild derart weich, das teilweise sogar die Konturen in den Gesichtern verschwinden. Aber auch die Umgebung, vor allem die Stadt, wirkt surreal und sehr Comic-ähnlich. Natürlich wurde letzteres nicht durch einen Filter erreicht, doch wollen wir es an dieser Stelle erwähnen, da auch dieser Umstand die Bildbewertung erschwert. So ist der härteste Knackpunkt in diesem Review die Bildschärfe. Zwar wirkt das Bild dank des Filters die meiste Zeit sehr weich, doch gibt es auch Momente, in denen wir eindeutig Konturen und ähnliches erkennen können. Und diese sind wunderbar scharf dargestellt, dass das Bild theoretisch über eine sehr hohe Schärfe verfügt, erkennen wir sogar in einigen der entfremdeten Szenen.

Ansonsten gilt positiv hervorzuheben, dass wir eigentlich kein Bildrauschen erkennen können. Doch leider wird dieser positive Aspekt durch die Kompression überschattet, die wie so oft bei Sony, leider viel zu gering ausfällt. Gerade in Bezug auf das "verfilterte" Bild und die häufig sehr schnellen Aufnahmen ist eine niedrige Datenrate mit noch größeren Folgen verbunden, als sonst. So kommt es hier recht häufig zu deutlich merkbaren Flächenbildungen. Nur in den Kampfszenen schnellt die Datenrate von um die drei auf rund sieben Mbps/s hoch und zeigt uns somit weniger Kompressionsfehler. Warum Sony so verfuhr, ist äußerst fraglich, zumal andere Aspekte doch durchaus stimmig sind. So ist der Kontrast nahezu perfekt und die Farbgebung ist extrem ausgeglichen. So bekommen wir zwar in vielen Szenen eine reduzierte Farbpalette geboten, jedoch zieht sich diese nicht aufgezwungen den ganzen Film durch und wir bekommen auch mal sehr kräftige Farben geboten. Abgerundet wird das von einem völlig sauberen und defektfreien Bildmaster, was uns allerdings nicht groß überrascht, da komplett mit Sony-950-Kameras im High-Definition-Format gedreht wurde, also mit den gleichen Kameras wie "Star Wars – Episode II" und "Episode III".

     
Wertung:
   (befriedigend - gut)
   
Tontest:

Bei "Ultraviolet" kommt einiges zusammen. So bildet die Tatsache, dass eigentlich durchgängig etwas los ist, schon eine gute Grundlage für einen sehr effektvollen Surroundton. Jedoch kommt es einem bei diesem Film immer wieder so vor, als würde er mit angezogener Handbremse fahren und dass deutlich mehr möglich gewesen wäre. Wir hörten den Film zunächst komplett auf deutsch, wir stellten fest: "Ultraviolet" verfügt über einen ausgeprägten Rear-Bereich, der nahezu dauerhaft mit Umgebungsgeräuschen, Musik, bidirektionalen Effekten oder einer Kombination aus dem Vorangegangenen aufwarten kann. Doch leider gehen gerade die Umgebungsgeräusche in dem teilweise sehr lauten Soundtrack unter. Vergleichen wir an solchen Stellen mit der englischen Originalfassung, so fällt uns auf, dass dort der Soundtrack leiser abgemischt wurde und das Klangbild in sich stimmiger wirkt.

Doch ist dies im Grunde schon der einzige Unterschied zwischen den beiden Sprachfassungen. So können wir nur noch sagen, dass die Sprachausgabe in beiden Fällen sehr gut ist und auch der Subwoofereinsatz die meiste Zeit über zu gefallen weiß. Jedoch kann uns Kurt Wimmers dritte Regiearbeit leider nicht vollends überzeugen.

   
 
Wertung:
  (gut - sehr gut)
       
Gesamtwertung:

Kurt Wimmer schuf mit "Equilibrium" ein Werk, das ziemlich schnell eine große Fanbase aufbauen konnte, als er auf DVD erschien. "Ultraviolet" wird es vermutlich anders ergehen. So wirkt der Film wie eine Comicverfilmung, auch das Making Of lässt diesen Eindruck entstehen, jedoch wurde nie ein einziger Comic verkauft. Wer ein wenig in den Weiten des Internets forscht, wird das ziemlich schnell feststellen. Die Frage, die sich Viele jetzt sicher stellen ist, macht es diesen Film jetzt besser oder schlechter? Lassen wir sie einmal unbeantwortet. So schuf Wimmer doch eine sehr eigene Version der Zukunft, die ihresgleichen sucht und auch auf DVD mit einem gewissen technischen Niveau ausgestattet wurde. Und wer kein zweites "Equilibrium" erwartet, wird auch mit diesem Film einen netten DVD-Abend verleben.

       
 
Wertung:
  (gut)
    
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