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Das Boot - Superbit

Director´s Cut

  

Getestet von Stefan Paulmayer

Email: sp@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Review Datum: 17.03.2003
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 04.03.2003
   
Deutscher Titel: Das Boot
Originaltitel: Das Boot
Land / Jahr: D 1981
     
Bildformat: 1,85:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch DTS 5.1, Deutsch Dolby Digital 5.1, Englisch Dolby Digital 2.0 Surround
Untertitel: Englisch, Französisch, Spanisch, Chinesisch, Thailändisch, Koreanisch
       
Menü: interaktives Menü
Booklet: Zettelchen mit Kapitelübersicht
Verpackung: Amaray Box (mit doppeltem DVD Einleger)
Kapitel: 65
Laufzeit: 216
TV Norm: NTSC
FSK: keine FSK Freigabe, sondern R
Regional Code: Code 1
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer (2x)
Anbieter: Columbia Tristar Home Entertainment
          
Inhalt:

Nach ausgelassenen Feiern inmitten der Kriegswirren von 1941 sticht die U 96 wieder in See. Der grünschnabelige Kriegsberichterstatter Werner ist mit an Bord. Seine heroischen Träume zerreiben sich an der beklemmenden Enge, der totalen Langeweile und schließlich der Todesangst, als Luftangriffe und Stürme wüten und ein mißglückter Durchbruchsversuch durch die Meerenge von Gibraltar das Boot in Untiefen stürzt. (ca)

       
Besonderheiten:

Ein Merkmal der "Superbit"-Reihe ist das Nicht-Vorhandensein jeglicher Extras.

   
 
Wertung:  
     (ungenügend)
     
Gestaltung:

Bis auf die animierte Einleitung hat das statische "Superbit"-Menü nur wenig zu bieten. Wie üblich bei "Superbit" ist die Gestaltung auf Minimalistik ausgelegt und soll auch gar nicht erst ausgefallene Spielereien bieten. Klar gegliedert stehen einem Bild-, Ton-, Untertitel und Menü-Auswahl zur Verfügung. Mehr braucht es auch nicht, denn Extras gibt es ja keine.

     
 
Wertung:
  (ausreichend)
     
Bildtest:

Am interessantesten an dieser Veröffentlichung ist sicherlich die Frage, ob das Bild tatsächlich besser ist als das der Erstauflage. Die Antwort lautet - kurz und bündig: ja, es ist besser!
Zwar haben beide Veröffentlichungen denselben Transfer als Ausgangsbasis, die erhöhte Bilddatenrate der "Superbit"-Ausgabe macht sich jedoch sichtbar bemerkbar.
Hatte die RC2-Special Edition nach Abzug der Tonspuren knappe 3,5 Mbit/ sek. für das Bild zur Verfügung, so bleiben hier verschwenderische 6,1 Mbit/ sek. alleine für das Bild übrig.
Doch es liegt nicht so sehr an den weggelassenen Extras oder an den reduzierten Soundspuren - wie uns die "Superbit"-Werbung weißmachen will -, dass diese erhöhte Datenrate möglich ist, sondern schlicht und einfach an der Tatsache, dass der Film auf zwei DVDs verteilt worden ist.

Vor allem an der deutlich besseren Detailaufösung der "Superbit"-RC1 lässt sich diese gesteigerte Datenrate erkennen. Selbst auf normalen 16:9-Fernsehern ist diese bessere Schärfe bereits ersichtbar - auf Projektoren muss der Unterschied zwischen den beiden DVDs überwältigend sein.
Auf den Beispielbildern zwei und drei unseres direkten Bildvergleiches (siehe unten) lässt sich die bessere Detailschärfe sehr gut erkennen. Auf Bild zwei empfiehlt sich die Rückenlehne des Sofas mit dem besser erkennbaren Muster als Anhaltspunkt, auf Bild drei die besser gezeichnete Struktur der Dock-Mauer im Hintergrund.

Auch ansonsten bietet "Das Boot" eine für das Alter des Filmes herausragende Bildqualität.
Lediglich das leichte Hintergrundrauschen, das sich vor allem bei Außenaufnahmen bemerkbar macht, ist dem Bild als Negativpunkt anzulasten.
Der Kontrast ist perfekt gelungen und erfreut mit einem astreinen Schwarzwert. Auch die Farbwiedergabe ist äußerst gut und natürlich ausgefallen, ohne dass die Farben dabei ausgewaschen wirken würden.

In Abtracht des Alters von über 20 Jahren, lässt sich die Note "Gut bis Sehr gut" rechtfertigen.

     
Wertung:
   (gut - sehr gut)
   
Tontest:

Toll gelungen ist auch der Ton. Bot schon der Ton der Erstauflage ein gutes Ergebnis, so wurde dieses hier noch gesteigert.

Wie bei "Superbit" üblich, stehen DD- und DTS-Track zur freien Auswahl. Schon der DD-Ton ist eine Ohrenweide, aber DTS liefert ein noch besseres Hörerlebnis. Der Track klingt offener und mit mehr Details ausgestattet. Was den Bass betrifft, so wirkt die DTS-Spur jedoch ein wenig zurückhaltender. Gutes Beispiel hierfür ist die Anfangssequenz mit dem auf den Zuseher zukommenden U-Boot, die letztlich in den Anfangs-Credits mündet. Hier dröhnt es bei Dolby wesentlich mehr als bei DTS, fast schon zu viel.

Alles in allem haben aber beide Tracks Referenzcharakter. Surroundeffekte gibt es en masse und ihre perfekte Eingliederung in die Klangkulisse führt zu einem perfekt räumlichen Soundtrack, der seinesgleiches sucht. Eines der Beispiele dafür, dass Neuabmischungen älterer Filme nicht automatisch schlecht sein müssen.

   
 
Wertung:
  (sehr gut)
       
Gesamtwertung:

Ganz erschließt sich der Sinn von Superbit aber nicht, wenn man dann einfach 1,6 GB bzw. 2,3 GB (DVD 2) frei und unbenutzt lässt. Sicher, die Bitrate von 7,6 Mbit/ sek für Bild und Ton liegt weit über Durchschnitt - wieso aber hat sie nicht noch weiter erhöht und die volle Kapazität ausgenutzt?
Oder man hätte ohne Qualitätseinbußen den Audiokommentar inkludieren können - alles in allem offenbart sich ein weiteres Mal der große Bluff der "Superbit"-Reihe.

Nichtsdestotrotz ist diese DVD eine klare Empfehlung für all diejenigen, die die beste Qualität wollen - denn die gibt es zweifellos zur Zeit nur auf dieser "Superbit"-DVD. Wer lieber Code 2 will oder Wert auf einen PAL-Transfer legt, dem sei die im Mai erscheinende RC2-"Superbit" aus England ans Herz gelegt.

       
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
    
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