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Dämonisch

  

Getestet von Christian Bartsch

Email: cb@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Review Datum: 09.10.2003
Verleihfenster: 12.08.2003
Im Handel ab: 28.10.2003
   
Deutscher Titel: Dämonisch
Originaltitel: Frailty
Land / Jahr: USA/D/I 2001
     
Bildformat: 1,85:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (DTS 5.1), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Kommentar (Dolby Digital 2.0 Surround), Kommentar (Dolby Digital 2.0 Surround), Kommentar (Dolby Digital 2.0 Surround)
Untertitel: Deutsch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: Einleger mit Kapitelindex
Verpackung: Amaray Box (mit doppeltem DVD Einleger)
Kapitel: 20
Laufzeit: 95
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 18 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer (2x)
Anbieter: Kinowelt Home Entertainment
          
Inhalt:

Das FBI steht vor einem der größten Rätsel seiner Geschichte. Seit 20 Jahren hält der Serienkiller "God´s Hand" Amerika in Atem. Als eines Nachts ein junger Mann im Büro von Special Agent Doyle auftaucht, ist dieser zunächst misstrauisch. Doch dann verdichten sich die Hinweise, dass der junge Mann vor ihm tatsächlich die Identität des Mörders kennt...

       
Besonderheiten:

Die Extras hat Kinowelt der Originalausgabe von Lions Gate Films entnommen. Somit kommen auch die deutschen Fans in den Genuss aller Extras, mit denen sich vor allen Dingen Regisseur Bill Paxton besonders viel Mühe gegeben hat.

Die erste DVD bietet neben dem Hauptfilm auch gleich drei Kommentare. Der erste Kommentar wird von Bill Paxton bestritten. Bei Kommentar zwei spricht Autor Brent Hanley und bei Kommentar drei teilen sich Editor Arnold Glassman, Komponist Brian Tyler und Produzent David Kirschner das Mikrofon. So interessant alle drei Kommentare an sich sind - durch die fehlende Untertitelung werden nicht alle Fans Zugang zu den teilweise sehr interessanten Ausführungen haben.

Disc 2 enthält den Hauptteil der Extras. Das Making Of ist im Prinzip einer der bekannten Werbefilme, geht aber immerhin über das übliche Geplänkel vom Set hinaus und schafft es vor allen Dingen, auch die jungen Schauspieler dieser nicht gerade harmlosen Produktion gebührend vorzustellen. Der englische Text wird mit Untertiteln übersetzt. Die Laufzeit beträgt rund 19 Minuten. Wer es unkommentiert (aber untertitelt) mag, der bekommt unter "Behind the Scenes" ebenfalls noch einiges an Hintergrundmaterial gezeigt.

Hinter "Anatomy Of A Scene" verbirgt sich ein Special des Sundance Channels, das sich explizit und sehr tiefgründig mit der Entstehung des Films befasst. Von allen Extras bekommt man hier die meisten Informationen und erfährt tatsächlich eine ganze Menge über die Produktion des Films. Neben der gelungenen optischen Aufmachung gibt es viele Impressionen aus Drehbuch, Storyboard und auch von den Darstellern selbst.

Hinter den "Deleted Scenes" verbergen sich insgesamt vier geschnittene Szenen, die mit Kommentar von Bill Paxton angeschaut werden können. Auch hier gibt es leider keine optionalen Untertitel.

Die weiteren Extras bestehen aus Interviews mit Cast und Crew, etlichen Trailern sowie Filmografien. Positiv anzumerken istt, dass Kinowelt den Extras gleich eine separate DVD spendiert hat, anstatt gleich alles auf eine Scheibe zu pressen.

   
 
Wertung:  
     (gut)
     
Gestaltung:

Kinowelt hat in der Vergangenheit gezeigt, dass wirklich gelungene Menüs in Deutschland möglich sind. Auch "Frailty", so der Originaltitel, macht da keine generelle Ausnahme. Besonders das Hauptmenü ist dunkel und schaurig umgesetzt und schafft es so binnen Sekunden, das gruselige Flair des Films zu transportieren. Wechselt man in die einzelnen Untermenüs, so bekommt man sogar eine nette kleine Übergangsanimation geboten. Leider sind sämtliche Untermenüs, wie auch die Kapitelauswahl, nur rein statisch. Hier wird der gute Eindruck des Menüs wieder ein wenig gedämpft.

     
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
     
Bildtest:

Bill Paxtons Regieerstling kommt mit teilweise sehr schönen und teilweise sehr schockierenden Bildern daher. Auf der DVD befindet sich eine Widescreen-Abtastung, die anamorph vorliegt. Leider schafft es der Transfer nicht, den Zuschauer mit den angesprochenen schönen Bildern zu überzeugen. Der Transfer ist stark verrauscht und leicht unscharf. Ein auf das Master losgelassener Rauschfilter nimmt dem Bild jegliche Spontaneität und lässt die Abtastung kraftlos aussehen. Auch die Farben wirken leider immer etwas gedämpft. Insgesamt können wir uns dem Eindruck nicht entziehen, dass hier eine Kinokopie als Quellmaterial herangezogen wurde.

Schaut man auf das Produktionsjahr 2001, so ist die gebotene Qualität leider nicht akzeptabel.

     
Wertung:
   (ausreichend - befriedigend)
   
Tontest:

Dolby Digital und DTS bietet die DVD - womit sich wieder einmal die Frage stellt, ob man den Unterschied von DTS und Dolby Digital wirklich hören kann. Auch wenn "Dämonisch" keinen großen Unterschied erkennen lässt, so profitiert vor allen Dingen die fein aufgelöste Dynamik von dem extra Quäntchen Datenrate, das bei DTS zur Verfügung steht. Auch der Bass klingt eine Spur feiner abgemischt, was allerdings nicht besonders einfach zu beantworten ist, da DTS ja systembedingt wieder einmal lauter ist. Im direkten Vergleich ist es schwer die Vorzüge von DTS zu erkennen. "Dämonisch" liefert leider nicht genügend technische Raffinesse um die Verwendung von DTS zu rechtfertigen.

Die eigentliche Abmischung ist angenehm räumlich und präzise und bezieht auch die rückwärtigen Lautsprecher immer in die dichte Atmosphäre des Films mit ein. Etwas mehr Differenzierung könnte die Stereofront vertragen.

Der englische Originalton klingt der Synchronisation, abgesehen von der stärkeren Charakterzeichnung durch den starken texanischen Akzent (der darüber hinaus verdammt schwer zu verstehen ist), durchaus ebenbürtig und lässt keinen Qualitätsunterschied erkennen. Besonders die beiden Jungen wurden gut besetzt, so dass man hier nicht das Gefühl bekommt, viel ältere Schauspieler würden sich peinlichst um einen jugendlichen Klang bemühen.

   
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
       
Gesamtwertung:

"Dämonisch" ist ein weiterer Hit im Angebot der jungen neuen Kinowelt Home Entertainment, die ja nach der Insolvenz der Muttergesellschaft zwei Jahre lang mitansehen musste, wie immer mehr gute Lizenzen verloren gingen. Bill Paxtons Debut als Regisseur ist schockierend und effektvoll zugleich und das, ohne dass man sich hinterher die Frage stellt, warum man wieder Splatter ohne jeglichen Anspruch zu sich genommen hat. Im Gegenteil. Die erzählte Geschichte ist bis zum Ende schlüssig, spannend und - im großen Finale, schockierend zugleich. Die DVD wird dem Film nur begrenzt gerecht. Zwar hat Kinowelt tolle Extras zusammengetragen und auf eine separate DVD gepackt, das nur durchschnittliche Bild wird damit jedoch nicht kompensiert.

       
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
    
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