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Last Samurai

  

Getestet von Lasse Hambruch

Email: lh@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Review Datum: 10.05.2004
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 07.05.2004
   
Deutscher Titel: Last Samurai
Originaltitel: The Last Samurai
Land / Jahr: USA 2003
     
Bildformat: 2,40:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch, Isländisch, Hebräisch, Arabisch, Griechisch, Englisch für Hörgeschädigte, Deutsch für Hörgeschädigte
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Box
Kapitel: 41
Laufzeit: 148
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer (2x)
Anbieter: Warner Brothers Home Video
          
Inhalt:

Captain Nathan Algren ist ein Mann ohne Ziel. Algren hat an den Feldzügen gegen die Indianer teilgenommen; ernüchtert und deprimiert kehrt er zurück. In einer anderen Welt muss ein anderer Soldat erleben, wie seine Lebensgrundlage unter ihm zerbröckelt: Katsumoto, letzter Führer einer uralten Kriegerkaste, der hoch angesehenen Samurai. So wie die Moderne den amerikanischen Westen überrollt, die Ureinwohner verdrängt und verdammt, hält sie auch im traditionellen Japan Einzug. In der fremdartigen, rigorosen Umgebung kommt der entwurzelte amerikanische Soldat zur Ruhe – noch wichtiger: Er findet seinen Seelenfrieden wieder. Gleichzeitig gerät er aber auch zwischen die Fronten eines grausamen, gewaltigen Konflikts, in dem zwei Epochen, zwei Welten aufeinanderprallen. Dabei kann er sich auf nichts verlassen als auf sein Ehrgefühl.

       
Besonderheiten:

- Audiokommentar von Edward Zwick
Das Niveau des Kommentars ist sehr hoch. Man stellt schnell fest, dass Zwick ein absoluter Perfektionist ist. Das Reinhören lohnt sich. Man erfährt einiges. Ärgerlich ist allerdings, dass Warner den Audiokommentar wieder einmal nicht untertitelt hat!
- Tom Cruise: Das Tagebuch eines Kriegers
Die Figur des Captain Nathan Algren, der von Tom Cruise gespielt wird, erfährt nun hier eine genaue Charakterzeichnung. Obwohl dies nur in zwölf Minuten geschieht, bekommt man doch präzise Einblicke in die Figur.
- Produktionstagebuch des Regisseurs Edward Zwick
Kurze Aufnahmen von den Dreharbeiten werden hier gezeigt. Manchmal wünscht man sich, dass nicht so schnell von einer Szene zur anderen gesprungen werden würde. Das liegt dann daran, dass der Inhalt wirklich sehr interessant gestaltet wurde.
- Wie ein Epos entsteht: Ein Gespräch mit Edward Zwick und Tom Cruise
An sich ist so ein Gespräch immer unterhaltend. Allerdings muss einem immer klar sein, dass bei so einem Gespräch auch immer dem anderen viel Lob zugespielt wird, sodass der Gehalt doch etwas leidet.
- Geschichte vs Hollywood: Last Samurai
Der geschichtliche Hintergrund rückt hier in den Vordergrund. Jemand, der nur sehr wenig über die Kultur der Samurai weiß, bekommt den passenden Einstieg.
- Eine Welt im Detail: Produktionsdesign mit Lilly Kilvert
Diese Featurette führt hinter die Kulissen der Kulissenerbauung. Wenn man den Film vorher gesehen hat, dann wird man hier sehr viele Gebäude wieder erkennen.
- Seide und Harnische: Kostümdesign mit Ngila Dickson
Die authentische Nachbildung aller Kostüme wird beleuchtet. Sehr eindrucksvoll ist die Detailgenauigkeit, an die man sich zweifellos gehalten hat.
- Die Ausbildung der kaiserlichen Armee
Schnell stellt man fest, dass Schauspieler doch arbeiten, denn die militärische Ausbildung und den Drill mussten auch alle über sich ergehen lassen. Trotz der geringen Laufzeit von fünf Minuten wird der Sachverhalt klar dargelegt.
- Vom Soldaten zum Samurai: Die Waffen
Wieder darf man erfreut feststellen, dass auch bei den Waffen ein sehr großer Wert auf Authentizität gelegt wurde. Es ist wirklich faszinierend, wie penibelst genau hier gearbeitet wurde. Da schätzt man den Film gleich noch mehr.
- Bushido: Der Weg einer Kriegers
Dies ist eine kurze Texttafel mit dem Kodex der Samurai.
- Nicht verwendete Szenen
Von diesen gibt es nur zwei. Zu beiden kann man sich einen Kommentar dazuschalten, sodass das Geschehen auch beleuchtet wird.
- Japan Premieren
Man sieht einige Bilder von der Premiere. Sicher ist das nur für eingefleischte Fans interessant.
- Trailer

Alle Extras wurden untertitelt, sodass jeder seine Freude daran haben dürfte. Bei diesem Set können sowohl Qualität als auch Quantität voll überzeugen. Warner hat alle Extras der RC 1 übernommen und in einem tollen Rahmen präsentiert.

   
 
Wertung:  
     (gut - sehr gut)
     
Gestaltung:

Das Menü muss einen kleinen Rüffel bekommen. Das Hauptmenü wurde ohne großen Aufwand erstellt. Trotzdem transportiert es speziell durch die Musik die tolle Stimmung des Films. Auch die sehr dezenten Animationen im Hintergrund sind schön anzusehen. Insgesamt entspricht das Design des Hauptmenüs voll und ganz dem Film.

Mit den Untermenüs gilt es ins Gericht zu gehen. Diese sind einfach sehr schlampig, denn es sind einfach schlichte Standbilder. Für so einen Film hätte es dann doch ein Quäntchen mehr sein dürfen. Die Musik verstummt unverständlicherweise ebenfalls in den Untermenüs.

Das Hauptmenü ist eine Augenweide. Der Rest wirkt lieblos dahingeklatscht. Einem Oscar-Gewinner gebührt ein besseres Menü.

     
 
Wertung:
  (befriedigend)
     
Bildtest:

Mit seiner Länge von 148 Minuten ist der Film, was das Bild angeht, nicht unproblematisch. Deshalb ist die Entscheidung von Warner, den Film auf eine separate DVD zu packen, goldrichtig gewesen. Das macht sich dann auch bezahlt, denn das Bild hinterlässt einen fantastischen Eindruck. Die Farben sind sehr kräftig und lassen das Bild teilweise fast dreidimensional wirken. Als perfekt zu bezeichnen ist auch der Kontrast. Er lässt keine Wünsche offen. Dunkle oder halb dunkle Szenen sehen einfach fabelhaft aus. Der Kontrast bildet somit eine der wesentlichen Stärken dieses Bildtransfers.

Das Schärfeverhalten ist sehr gut. Alle Details sind lückenlos zu erkennen. Allerdings stellt man bei genauer Betrachtung leichtes Edge Enhancement fest. Hier wurde also mit der Schärfe künstlich etwas nachgeholfen. Dadurch sind die Kanten nicht mehr ganz sauber. Ein weiteres kleines Manko ist das teilweise etwas zu starke Rauschen. Natürlich ist es marginal, doch ein so neuer Bildtransfer hätte durchaus ein Quäntchen weniger Rauschen aufweisen können. Dank der hohen Bitrate gibt es mit der Kompression keinerlei Probleme. Auch in einfarbigen Flächen ist kaum Blockbildung auszumachen.

Der Bildtransfer ist wirklich gelungen. Die aufgezählten Mängel sind nur bei genauer Betrachtung zu sehen. Warner hat in diesem Punkt also wirklich gute Arbeit geleistet.

     
Wertung:
   (gut - sehr gut)
   
Tontest:

Das mit dem Ton ist so eine Sache. Zunächst einmal muss klar sein, dass bei einem Film wie "Last Samurai" nun mal nicht ständig geballert wird. Somit ist auch kein Non-Stop-Surroundfeuerwerk zu erwarten. Dennoch enttäuscht die Tonspur ein wenig, was die Räumlichkeit angeht. Das bezieht sich aber nur auf die Kampfszenen, die einfach nicht bissig genug herüberkommen. Obwohl zahlreiches Potential vorhanden ist, will nicht so richtig "Feuer" im hinteren Bereich aufkommen. Selbst in der Endschlacht werden die Effekte nicht mit der nötigen Klarheit wiedergegeben. Das führt dann dazu, dass man diese im Raum nicht ganz so gut orten kann. In den ruhigen Passagen hingegen ist der Ton eine ganze Ecke besser. Hier bekommt man tolle Umgebungsgeräusche geboten, die dann auch sehr schön im ganzen Raum verteilt werden und ein herrliches Klangpanorama schaffen. Die Dialoge werden ebenfalls glasklar wiedergegeben. Dazu kommt eine Bassspur, die stets den richtigen Ton trifft. In den entscheidenden Szenen spielt der Subwoofer wuchtig auf und liefert einen tollen Bass und auch bei der Musikwiedergabe kann er überzeugen. Vielleicht hätte er noch eine Ecke kräftiger ausfallen können, aber das ist sicherlich Geschmackssache.

Um es klarzustellen: Der Ton ist sicherlich kein Fiasko oder dergleichen. Er kann sehr wohl überzeugen. Allerdings muss man feststellen, dass die Kampfsequenzen einfach hätten mit mehr Dynamik daherkommen müssen. Misst man die DVD an vergleichbaren Filmen, dann stellt man fest, dass diese ein wenig hinterher hinkt. Bei aller Kritik ist das Ergebnis noch im guten Bereich.

   
 
Wertung:
  (gut)
       
Gesamtwertung:

Warner hat hier rundherum eine gute DVD abgeliefert. Einziger Wermutstropfen ist allerdings der Ton. Diesem fehlt es schlichtweg einfach ein wenig an der Dynamik. Etwas mehr hätte es hier schon sein können. Trotzdem hat man dem Film ein anständiges Set spendiert, mit dem man doch recht gut leben kann. Tom Cruise ist in dem Film wirklich sehenswert und auch Kritiker müssen eingestehen, dass Cruise hier eine oscarwürdige Leistung abgeliefert hat. Der als eigenwillig geltende Regisseur Edward Zwick hat ein großes Drama geschaffen. Auch wenn der Schluss etwas arg dramatisiert, so zählte der Film dennoch zu den Highlights 2003.

       
 
Wertung:
  (gut)
    
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