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Taking Lives

Für dein Leben würde er töten

  

Getestet von Florian Kriegel

Email: fk@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Review Datum: 06.09.2004
Verleihfenster: 25.08.2004
Im Handel ab: 03.09.2004
   
Deutscher Titel: Taking Lives - Für dein Leben würde er töten
Originaltitel: Taking Lives
Land / Jahr: USA 2004
     
Bildformat: 2,40:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Italienisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Englisch, Deutsch, Italienisch, Hebräisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Box
Kapitel: 28
Laufzeit: 99
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Warner Brothers Home Video
          
Inhalt:

Special Agent Illeana Scott zählt zu den Top-Profilern des FBI, weil sie sich nie auf die üblichen Fahndungsmethoden verlässt, wenn es darum geht, sich in das kranke Hirn eines Mörders zu versetzen. Oft genug hilft nur noch ihr intuitiver, unkonventioneller Ansatz, wenn die Polizei bei der Identifizierung von Tätern in eine Sackgasse gerät. Im kanadischen Montreal versuchen die Beamten des Morddezernats vergeblich, die Motive eines raffinierten Serienmörders zu ergründen – eher widerwillig bitten sie schließlich um Hilfe von außen: Auftritt Agentin Scott. Durch präzise Analyse entwickelt sie eine Theorie: Der chamäleonartige Killer ist ein Identitätsräuber: Er eignet sich das Leben seiner Opfer an, schlüpft in ihre Rolle. Die Beamten stehen unter großem Druck – sie müssen den konturlosen Killer schnellstens dingfest machen.

       
Besonderheiten:

Bevor wir zu den eigentlichen Extras kommen, müssen wir unseren Unmut über die Version aussprechen, die Warner hierzulande auf den Markt bringt. Während man in den USA fähig ist, sowohl die Kinoversion als auch den sechs Minuten längeren Director´s Cut zu veröffentlichen, müssen sich die deutschen Käufer mit der Kinofassung zufrieden geben. Ob der längere Cut später einmal nachgereicht wird, ist bislang nicht zu erfahren, aber so bald rechnen wir nicht damit.

Die Extras entsprechen denen des Director´s Cut aus den USA und, man will es kaum glauben, bieten in einer Hinsicht sogar mehr, doch dazu geben wir euch später genauere Infos. Die meisten Features verstecken sich hinter dem Punkt "DNA-Labor". Genauer gesagt, handelt es sich dabei um vier Featuretten, die verschiedene Aspekte des Films behandeln:
- Die Kunst der Zusammenarbeit: Dabei handelt es sich um einen fünfminütigen Beitrag über die einzelnen Beteiligten, wie sie zu diesem Film stehen und zu ihm gekommen sind. Außerdem werden die Handlung und die Intention des Films kurz angesprochen.
- Die Profilerstellung eines Regisseurs: Diese Featurette beschäftigt sich mit den Aufgaben eines Regisseurs, die in diesem Fall DJ Caruso gelöst hat, der zuvor bei vielen TV-Serien und "The Salton Sea" Regie führte.
- Zeugenaussagen: Auch dieser Beitrag dauert sechs Minuten und befasst sich mit den einzelnen Charakteren aus "Taking Lives". Unter anderem äußern sich die Schauspieler über ihre eigenen Rollen oder geben ihre Meinung über ihre Schauspielpartner ab.
- Teile eines Puzzles: Der letzte Teil des "DNA-Labors" beschäftigt sich mit der Arbeit des Cutters, bzw. der Cutterin, die in diesem Fall für die Schnitte zuständig war.

Ansonsten wird dem Käufer noch der obligatorische Trailer geboten und, was die RC1 nicht zu bieten hat, fast zwölf Minuten an nicht verwendeten Szenen. Der Director´s Cut ist aber nur ca. sechs Minuten länger, sodass der deutsche Käufer im Endeffekt noch mehr Material geboten bekommt. Ob dort auch die Director´s Cut-Szenen enthalten sind, können wir leider nicht beurteilen. Die durchschnittliche Ausstattung wird mit rund drei Minuten an verpatzten Szenen abgerundet.

   
 
Wertung:  
     (befriedigend)
     
Gestaltung:

Bei "Taking Lives" bleibt Warner Home Video seiner Linie treu und präsentiert ein durchschnittliches Menü ohne jegliche Innovation. So gelangt der Zuschauer nach einem kurzen Intro in das animierte Hauptmenü, das passend zum Film sehr düster und dunkel gestaltet ist. Dank bewegter Bilder und gut platzierter Sounds und Musik kann uns das Hauptmenü überzeugen, doch leider bestehen sämtliche Untermenüs aus langweiligen Standbildern. Uns bleibt also, wie so oft, das Urteil, dass das Menü an sich gar nicht so schlecht ist, aber keine Liebe zum Detail zeigt.

     
 
Wertung:
  (befriedigend)
     
Bildtest:

Warner beweist wieder einmal seine Stellung, wenn es um hochwertige Transfers geht. Zwar schafft es diese DVD nicht ganz in die höchste Kategorie, aber das Bild ist nur einen Hauch davon entfernt, an der Bestnote zu kratzen.

Zunächst fällt uns auf, dass die Anfangsszene stilistisch leicht verändert wurde, was unter anderem durch den steilen Kontrast zu belegen ist. Danach präsentiert sich der Transfer aber weitestgehend vorbildlich und der Kontrast erreicht ein hohes Niveau, dank gut ausgeleuchteter Bilder und einem sehr ordentlichen Schwarzwert mit satten Tiefen. Der Grund, wieso wir keine höhere Note vergeben, ist der, dass das Schärfeniveau zwar durchweg gut ist, aber zu selten ein noch besseres und feineres Bild gezeichnet wird, wodurch Details oft etwas weich gezeichnet wirken. Gelegentlich konnten wir sehr dezentes Edge Enhancement, Doppelkonturen, ausfindig machen, obwohl die Konturen prägnanter hätten sein können.

Man sieht dem Film aber auf jeden Fall an, das er neueren Datums ist. Das zeigen nicht nur die knackigen und satten Farben, sondern auch das saubere Erscheinungsbild ohne auffälliges Rauschen oder Kratzer. Mehr gibt es nicht zu berichten, da ansonsten keinerlei störende Mängel vorhanden sind und der Transfer weitestgehend überzeugen kann.

     
Wertung:
   (gut)
   
Tontest:

Bei "Taking Lives" bekommt der Käufer überwiegend Standardkost serviert, was aufgrund des Genres aber nicht weiter zu beanstanden ist. Insgesamt schafft es der Ton auf jeden Fall, eine gute Atmosphäre und die passende Stimmung zu schaffen.

Dennoch ist klar, dass die Dialoge eindeutig überwiegen, diese aber stets klar und deutlich zu verstehen sind. Ein weiterer, wichtiger Faktor ist die Musik, die größtenteils mit dafür verantwortlich ist, dass Spannung aufkommt und gehalten wird. Es gibt Szenen, in denen sich die Musik im Hintergrund hält, aber es gibt auch Momente, in denen sie eindeutig mehr in den Vordergrund rückt und dann dynamischer und kraftvoller in ihrem Auftreten ist.

Insgesamt können wir sagen, dass es relativ wenige Effekte gibt, die für eine gute Räumlichkeit sorgen. Wenn es allerdings zu solchen Szenen kommt, dann können die Effekte dank guter Dynamik und Räumlichkeit mehr als zufrieden stellen. Der Subwoofer spielt bei "Taking Lives" eher eine zweitrangige Rolle und unterstützt die etwas lauteren Szenen durch angenehmen Bass.

   
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
       
Gesamtwertung:

"Taking Lives" entdeckt das Genre zwar nicht komplett neu, für gute Kinoabend-Unterhaltung dürfte der Film aber auf jeden Fall zu gebrauchen sein. Bei der DVD handelt es sich um eine leicht überdurchschnittliche Veröffentlichung. Die Extras und das Menü sind solide, aber sie sind weit davon entfernt, wirklich zu überzeugen oder Maßstäbe zu setzen. Etwas besser ist die technische Qualität, die modernen Standards gerecht wird und sich keine großen Ausrutscher leistet. Es ist aber schade, dass Warner uns hierzulande nicht den Director´s Cut präsentiert, weshalb die RC1 DVD in dieser Hinsicht interessanter sein dürfte.

       
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
    
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