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L.A. Without a Map

  

Getestet von Florian Kriegel

Email: fk@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Review Datum: 04.06.2004
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 31.05.2004
   
Deutscher Titel: L.A. Without a Map
Originaltitel: L.A. Without a Map
Land / Jahr: Finnland/Frankreich/Großbritannien 1998
     
Bildformat: 1,85:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch OmU (Dolby Digital 2.0 Surround)
Untertitel: Deutsch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: nein
Verpackung: Amaray Box (transparent)
Kapitel: 12
Laufzeit: 103
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Atlantis Media GmbH/ Alive AG
          
Inhalt:

Der junge schottische Bestattungsunternehmer Richard ist eines Tages hin und weg, als er auf dem Friedhof die schöne Amerikanerin Barbara sieht. Er spricht sie an, verbringt einen schönen Nachmittag mit ihr, dann fliegt sie zurück nach Los Angeles. Richard hält es ohne sie nicht aus und reist ihr hinterher. Es dauert auch nicht lange, bis er Barbara findet: Die kellnert in einem Restaurant und hat - wie so mancher in Hollywood - Ambitionen in Sachen Filmkarriere. Und da im Filmgeschäft auch nicht wenige windige Typen, Angeber und blasierte Schwachköpfe herumlaufen, muss sie sich täglich mit solchen Leuten herumplagen. Damit aber hat Richard weit mehr Probleme. Es kommt zum Krach...

       
Besonderheiten:

Der Umfang der Extras liest sich zuerst gar nicht mal so schlecht, doch bei genauerem Hinsehen entpuppt sich vor allem das "Making Of" als eher unterdurchschnittlich, vor allem aus qualitativer Sicht.

Mit rund siebeneinhalb Minuten ist das Making Of nicht nur sehr kurz, sondern auch uninteressant, da es ausschließlich aus Filmszenen und Interviewausschnitten besteht. Außerdem ist es sowohl bild- als auch tontechnisch auf niederem Niveau. Man muss die Lautstärke schon stark aufdrehen, damit man den Ton einigermaßen verstehen kann. Als Nächstes bietet die DVD elf Interviewausschnitte die jeweils zwischen einer und sechs Minuten Spielzeit haben. Die B-Roll zeigt gut 13 Minuten an zusammengeschnittenen Ausschnitten der Drehaufnahmen. Das letzte nennenswerte Extra ist der Bonusfilm "Sammy the Screenplay" mit einer Laufzeit von zehn Minuten.

Ansonsten bietet die DVD noch eine Slideshow, Produktionsnotizen, Filmografien und einen Original-Trailer.

   
 
Wertung:  
     (ausreichend)
     
Gestaltung:

Das Menü des eher unbekannten Schweizer Labels "Atlantis Media" kann sich durchaus sehen lassen. Nach einem relativ langen Intro, bestehend aus Filmszenen, wird man in das nahezu komplett animierte Menü geleitet, das durch dezente und gut platzierte bewegte Bilder gefallen kann. Die passende Musik sorgt für die richtige Stimmung und lockert die anamorphe Präsentation nochmals auf. Insgesamt ist es also ein durchaus nettes und gelungenes Menü.

     
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
     
Bildtest:

Aus technischer Sicht hat diese DVD leider weniger zu bieten. Auch wenn man in diesem Fall nicht genau weiß, welche Qualität das Ausgangsmaterial hat, so können wir nur sagen, dass das Ergebnis unterdurchschnittlich ist und gerade knapp über VHS-Niveau kommt.

Das liegt daran, dass nahezu alle wichtigen Bildparameter enttäuschende Leistungen zeigen. So ist z.B. die Bildschärfe unzureichend, was sich in einem detailarmen, unscharfen Transfer äußert. Die zahlreichen Verschmutzungen sorgen für einen schwachen Eindruck der Vorlage und lassen eine nicht ausreichende Lagerung des Masters bzw. der verwendeten Kinokopie vermuten. Außerdem wirkt das Bild zu hell und der Kontrast zu steil, wodurch Details verschluckt werden und Farben unnatürlich wirken.

Die Farben hätten außerdem etwas mehr Intensität vertragen können, denn so wirken sie einfach zu lasch und kraftlos. Schon zu Beginn wird der Transfer von Blockrauschen begleitet. Insgesamt ist das Bild also eine große Enttäuschung. Sicherlich gibt es noch weitaus schlechtere Transfers, aber eine Glanzleistung ist diese DVD nicht.

     
Wertung:
   (mangelhaft - ausreichend)
   
Tontest:

Zwar ist der deutsche Ton im Mehrkanalverfahren 5.1 enthalten, dieser wird aber zu keiner Zeit sinnvoll genutzt, sodass er sich qualitativ nicht vom englischen 2.0-Track abheben kann, den man übrigens nur mit deutschen Untertiteln aktivieren kann.

Generell gestaltet sich der Ton von "L.A. Without a Map" eher unspektakulär, denn bis auf die Musik und die Dialoge sind keine weiteren Effekte oder Ähnliches zu hören. Ab und zu fügen sich die Umgebungsgeräusche etwas in das Klangbild ein, dennoch klingt der Ton überwiegend eingeengt und langweilig. Bei einer Komödie erwartet man sicherlich auch nicht viel mehr, dennoch hätte man hier und dort etwas mehr Dynamik erwarten können.

Immer wieder klingt die Musik etwas dumpf, was ebenfalls negativ auffällt. Die Dialoge klingen im Vergleich besser und sind stets gut zu verstehen.

   
 
Wertung:
  (ausreichend - befriedigend)
       
Gesamtwertung:

"L.A. Without a Map" ist durchaus ein sehenswerter Film mit einer netten Geschichte, doch die magere DVD macht das wieder zunichte. Würde man einmal über die schwachen Extras hinwegsehen, wäre das kein Problem, doch die technische Umsetzung kann nicht gefallen. Das Bild wirkt einfach unsauber und der Ton gestaltet sich unspektakulär. Die größte Enttäuschung ist sicherlich der schwache Transfer. Zu Beginn macht das Menü gar keinen so schlechten Eindruck, doch das wird dank der unterdurchschnittlichen Bild- und Tonqualität schnell wieder zunichte gemacht - schade!

       
 
Wertung:
  (ausreichend - befriedigend)
    
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