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Gary Moore & Friends - One Night in Dublin

A Tribute to Phil Lynott

  

Getestet von Kay Puppa

Email: kp@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Review Datum: 12.05.2006
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 05.05.2006
   
Deutscher Titel: Gary Moore & Friends - One Night in Dublin
Originaltitel: Gary Moore & Friends - One Night in Dublin
     
Bildformat: 16:9 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Musik (DTS 5.1), Musik (Dolby Digital 5.1), Musik (linear PCM 2.0)
Untertitel: keine
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: englischsprachiges Booklet mit Infos
Verpackung: Amaray Clone
Kapitel: 11
Laufzeit: 72
TV Norm: PAL
FSK: ohne Altersbeschränkung
Regional Code: Code 0
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Eagle Vision
          
Inhalt:

Das Geburtstag-Special von Gary Moore und seinen Freunden anlässlich des Geburtstages des verstorbenen Thin Litty Frontmann Phil Lynott enthält folgende Titel:

01. Walking by myself
02. Jailbreak
03. Don´t belive a word
04. Emerald
05. Still in love with you
06. Black rose
07. Cowboy song
08. The boys are back in town
09. Whiskey in the jar
10. Old Town (exerpt)
11. Parisienne walkways

       
Besonderheiten:

Als Bonusmaterial liegt einzig und allein eine mit "Interviews" betitelte, 25 Minuten lange, Dokumentation bei. Sie zeigt uns neben den Interviews noch die Enthüllung der Phil Lynott-Statue und einiges "Hinter den Kulissen"-Material. So bleibt die Betitelung des Menüpunktes ein klassischer Fehlgriff, die Qualität dieser Dokumentation verringert sich dadurch allerdings nicht. Untertitel sind allerdings keine vorhanden.

   
 
Wertung:  
     (befriedigend)
     
Gestaltung:

Das Menü ist in anamorphem Widescreen gehalten und besticht durch seine Einfachheit. Es ist schön anzusehen und bietet eigentlich alles, was ein anständiges Menü braucht. Alle Menübilder sind animiert und mit verschiedenen Songs unterlegt worden. Der Stil der Menüs gleicht sich, das Bild wird in drei Balken geteilt - ein schwarzer Balken oben, der uns den Menüpunkt verrät, ein breiterer Balken bestehend aus einer Überblendungsanimation aus Videoausschnitten und Fotos und ein dritter, ebenfalls schwarzer, Balken mit den Menüpunkten selbst. Insgesamt ein positives Bild, was sich uns da präsentiert - für die Höchstwertung hätte allerdings noch mehr an der Abwechslung eingearbeitet werden müssen.

     
 
Wertung:
  (gut)
     
Bildtest:

Das Bild des Konzertes liegt in anamorphem 16:9-Format vor, was bei Konzerten leider immer noch nicht Standard geworden ist. Trotz des positiven Einstiegs werden schnell die Probleme der DVD deutlich. Während die Farbgebung auf einem natürlichen bis fast zu kräftigen Niveau verbleibt, fällt der Kontrast gerne einmal ab und verschiebt Schwarz leicht ins Graue.

Eine weitere starke Schwäche fällt bei der Kompression an. Diese ist leider deutlich zu stark und lässt das Bild des Öfteren aufpixeln und hinterlässt somit auch sogenannte Jpeg-Artefakte. Die Vorlage selbst kommt allerdings ohne Defekte und Verunreinigungen daher, was uns vermuten lässt, dass das Konzert mit Hilfe von Digitalkameras gefilmt wurde, wofür auch der gesamte oberflächliche Look des Bilds spricht. Auch wirkt der Hintergrund durch Blockrauschen meist sehr unruhig. Lediglich in Großaufnahmen kann das Bild Punkte sammeln, denn hier herrscht, abgesehen vom Hintergrund, ein gutes Bild vor. Auch die Schärfe bringt dem Bild Punkte ein, denn diese fällt nur selten ab und kann selbst bei Totalen zumeist überzeugen. Lediglich die teilweise doch recht starken Nachzieheffekte ziehen das Bild noch ein wenig herunter. Auf einem TV kann man das Bild noch gut ansehen, bei einem Beamereinsatz sollte man allerdings nicht mehr all zu viel erwarten.

     
Wertung:
   (ausreichend - befriedigend)
   
Tontest:

Vorweg möchten wir anmerken, dass der Dolby Digital Ton gegenüber seinen DTS-Pendant nicht so voluminös und etwas leiser wirkt. Die Unterschiede zwischen den beiden Tonspuren sind sonstig eher marginal. Außerdem gilt anzumerken, dass der Subwoofer zwar trocken und saftig daher kommt, allerdings das Gesamtbild zu sehr dominiert. Im Großen und Ganzen zeichnet der Ton sich durch eines aus und dies ist die hohe Klangqualität, vor allem was die Gitarrenwiedergabe angeht. Sie wirkt natürlich und klar - selbst wenn mehrere Gitarren gleichzeitig zum Einsatz kommen, können wir diese perfekt unterscheiden. Auch die räumliche Aufteilung ist bis auf ein paar Ausrutscher sehr gut. So kommt die Musik die meiste Zeit aus der Front, wobei sich der Stereo-Effekt wunderbar zunutze gemacht wird. Im Hintergrund hören wir lediglich ein leisen, konzerttypischen Widerhall zur Unterstützung. Sonst wird dieser Bereich vom Publikum dominiert, welches sehr gut zu verstehen ist - so gehen die Passagen, in denen nur das Publikum singt, nicht in einem undefinierbaren Brei unter.

Kommen wir nun zu den tonalen Ausrutschern. Hin und wieder kommt es vor, dass ein Instrument kurzweilig komplett in den Rear-Bereich verschwindet und dann schnell wieder in die Front wandert. Dies mag vielleicht von den Produzenten gemäß der Räumlichkeit so beabsichtigt gewesen sein, allerdings wirkt dies doch arg unnatürlich. Auch fallen Knackser dem Zuhörer immer einmal wieder ins Gehör. Das Leerbrummen der Verstärker kann generell so hingenommen werden, denn es trägt nicht zu dick auf und ist auch bei Konzerten live zu hören und würde es fehlen, so würde doch etwas von dem Live-Konzert-Flair verloren gehen und man könnte sich gleich eine Studio-Mehrkanalaufnahme anhören.

Der Ton liegt neben DTS und Dolby Digital auch in unkomprimiertem PCM-Stereo vor - dieses eignet sich besonders gut, falls man die DVD als CD-Ersatz nebenher laufen lässt, oder auf das Bild einfach mal verzichten will und gutes altes Stereo auf sich wirken lassen möchte. Denn selbst in Stereo bringt der Ton so noch einiges an Volumen aufs Parkett, klingt allerdings etwas dumpfer und auch hier wirkt der Basseinsatz zu stark. Insgesamt reicht es allerdings noch für eine gute Wertung.

   
 
Wertung:
  (gut)
       
Gesamtwertung:

Wenn Blues-Rocker Gary Moore seine Freunde einlädt und diese die verbliebenen Thin Lizzy-Mitglieder sind, die gemeinsam mit ihm ein Konzert zu Ehren des 1986 verstorbenen Phil Lynott, seines Zeichen Frontmann von Thin Lizzy, zum Besten geben, dann kann der Zuschauer sich auf Rock vom Feinsten bereitmachen. Zwar sind alle Beteiligten langsam in die Jahre gekommen, jedoch scheinen sie vom Rock-Dinosaurier, den Stones, immer noch weit entfernt zu sein und zeigen mit einer Auswahl an Thin Lizzy und Gary Moore-Klassikern, dass sie noch immer so gut rocken wie in ihrer Jugendzeit. Die DVD hingegen lässt noch einige Wünsche offen. Zum Beispiel in Sachen Kompression, was das Bild anbelangt. Der Ton hätte nur noch einen leichten Feinschliff benötigt. Doch dem tonalen Genuss des Konzerts steht dies keinesfalls im Wege. Denn die Gesamtwertung kann sich immer noch sehen lassen.

       
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
    
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