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Team America: World Police - Uncensored

  

Getestet von Stefan Paulmayer, Christian Bartsch

Email: sp@digital-movie.de; cb@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Review Datum: 06.06.2005
Verleihfenster: 18.05.2005
Im Handel ab: 02.06.2005
   
Deutscher Titel: Team America: World Police
Originaltitel: Team America: World Police
Land / Jahr: USA 2004
     
Bildformat: 2,40:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Englisch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 2.0), Französisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Englisch, Spanisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Box
Kapitel: 16
Laufzeit: 99
TV Norm: NTSC
FSK: keine FSK Freigabe, sondern Unrated
Regional Code: Code 1
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Paramount Pictures Home Entertainment
          
Inhalt:

Die internationale Polizeitruppe "Team America: World Police" erhält einen Hinweis, dass ein machtbesessener Diktator Massenvernichtungswaffen an Terroristen verkauft. Die Heldentruppe, bestehend aus Chris, Sarah, Lisa, Joe, dem jüngst engagierten Broadway-Star Gary Johnston sowie dem Teamchef Spottswoode, macht sich auf, die Welt zu retten und den Terroristen das Handwerk zu legen. Personen- sowie Sachschäden bleiben dabei nicht aus. Die Zerstörung des Pariser Eiffelturms oder der Pyramiden bei Kairo, aber auch die Erschießung vieler Unbeteiligter im Laufe ihrer Mission muss das Team als Kollateralschaden in Kauf nehmen. In Amerika wird in der Zwischenzeit Widerstand gegen den Krieg und das Vorgehen der World Police laut. Allen voran die "Film Actors Guild", unter Vorsitz von Alec Baldwin, engagiert sich stark für den Frieden...

       
Besonderheiten:

Die Extras der US-DVD gleichen jenen der deutschen Ausgabe. Trey Parker und Matt Stone, die sich mit der Erschaffung des Films beschäftigen, führen durch die Extras. Insgesamt gibt es neun Featurettes, die am Stück gesehen ein riesiges Making Of ergeben, das in puncto Details und Gehalt hinter nur wenigen anderen Produktionen zurückstehen muss. Insgesamt bekommt der Zuschauer hier einen tiefen Einblick in die Entwicklung der Geschichte und die Umsetzung mit Marionetten, die im Jahr 2004 als eher ungewöhnlich angesehen werden durfte.
Mehr Film gibt es in den entfernten Szenen, zu denen teilweise auch verlängerte Einstellungen sowie Outtakes gehören. Insgesamt bekommt man hier zehn Szenen gezeigt.
Mehr zum Film zeigen auch die animierten Storyboards, hier gibt es insgesamt sechs Beiträge zu bestaunen.
Abgerundet wird diese schon gelungene Auswahl durch zwei Trailer, die leider nicht anamorph, dafür aber mit 5.1-Ton vorliegen. Außerdem gibt es noch eine Reihe von Previews zu anderen Titeln.

   
 
Wertung:  
     (gut)
     
Gestaltung:

Bis auf die nicht animierten Untermenüs gibt es bei dieser Disc wenig zu bemängeln, denn der schmissige Song zu Team America mit seinem motivierenden "Fuck, yeah!" tönt den Fans direkt nach dem Einlegen entgegen. Das Hauptmenü wurde überdies noch recht nett und fetzig animiert. Wer es stilsicher mag, der bekommt hier alles geboten.

     
 
Wertung:
  (gut)
     
Bildtest:

Die Vorlage zu diesem Titel scheint sehr gut gewesen zu sein, was man besonders an den Farben und dem Kontrast erkennen kann. Die Farben werden sehr satt und fröhlich wiedergegeben, wobei es nicht an Natürlichkeit fehlt. Der Kontrast fasst das Bild stimmig ein, ohne sich dabei zu verausgaben. Auch dunkle Szenen werden stets schön abgebildet.

Im Bereich der Schärfedarstellung könnte die DVD aber eindeutig besser sein. Was schon für die deutsche DVD festgestellt worden ist, lässt sich auch für die RC1 bestätigen. Oft erscheint das Bild zu weich und könnte eine sicher bessere Detailzeichnung bieten.

Bildrauschen ist fast keines festzustellen, weshalb der Transfer recht klar und sauber wirkt. Zusammen mit dem grundsätzlich sehr guten Kontrast und den herrlichen Farben ergibt sich somit ein Bildeindruck, der ein wenig über die nicht immer ganz perfekte Schärfe hinwegtäuschen kann und somit einen insgesamt guten Eindruck hinterlässt.

     
Wertung:
   (gut)
   
Tontest:

Gerry Anderson hätte es sicher die Tränen in die Augen getrieben, einen Titel, ähnlich seinen "Thunderbirds", mit einer solchen Sourroundkulisse zu erleben. Obwohl es sich "nur" um einen Puppenfilm handelt, knallt und kracht es, was das Zeug hält. Hier dürfen sich etliche schlechter gemachte Action-Titel beschämt in die Ecke stellen.

Allein vom Ton her würde man daher nie vermuten, dass es sich bei "Team America" um einen "Puppenfilm" handelt. Gerade in den Actionszenen dreht der Ton auf und versorgt den Zuhörer mit einer recht gut abgemischten Surroundkulisse. Dabei gibt es Surroundeffekte ebenso wie "nur" die Abbildung von Umgebungsgeräuschen auf den hinteren Kanälen. Wobei diese in eher weniger actionbetonten Szenen nicht ganz so gut wiedergegeben werden, wie man es von anderen Filmen gewohnt ist. Vielleicht auch durch die Tatsache, dass "Team America" eben ein "Puppenfilm" ist, wirkt der Ton stellenweise unter Umständen etwas zu aufgesetzt. Dennoch lässt der Soundtrack in den Actionszenen das Wohnzimmer durchaus erbeben.

   
 
Wertung:
  (gut)
       
Gesamtwertung:

"Team America: Word Police" ist wohl einer der krankesten Filme der letzten Zeit. Wobei krank durchaus im positiven Sinn gemeint ist. Denn hier bekommt jeder sein Fett weg - ob hörige George W.-Jünger oder sich selbst als "Gutmenschen" ansehende Hollywood-Prominenz wie Tim Robbins. Man kann dem Film daher nicht vorhalten, in eine bestimmte Richtung gehen zu wollen. Einerseits zeigt der Film recht deutlich, dass die militärischen Wege der so genannten "rechten Falken" im Weißen Haus nicht zielführend sind, andererseits sparen die Macher aber auch nicht mit bissigem Spott gegenüber den Michael Moores dieser Welt. Überspitzt gesagt, fällt der Film somit politisch insgesamt recht ausgewogen aus.

Die hier getestete US-Version bietet eine minimal längere Fassung des Filmes. Der einzige Unterschied soll hierbei eine Verlängerung der Puppen-Sex-Szene sein, die um eine recht gewöhnungsbedürftige Fäkalien-Szene erweitert worden ist. Gerüchten zufolge soll dies nur ein Ablenkungsmanöver für die MPAA gewesen sein, um die zahlreichen und nicht undeftigen Gewaltszenen im Film belassen zu können. Ob noch andere Veränderungen vorgenommen wurden, können wir nicht mit Bestimmtheit sagen. Sicher dürfte der Film aber auch in der herkömmlichen R-Rated-Fassung Spaß machen.

       
 
Wertung:
  (gut)
    
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