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Le Transporteur II - Director´s Cut

Edition Speciale Double DVD

  

Getestet von Stefan Paulmayer

Email: sp@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Anmerkung: Import aus Belgien
Review Datum: 13.02.2006
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 08.02.2006
   
Deutscher Titel: Transporter II - The Mission
Originaltitel: Transporter II
Land / Jahr: USA/F 2005
     
Bildformat: 2,40:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Englisch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 2.0 Surround), Französisch (DTS 5.1), Französisch (Dolby Digital 5.1), Französisch (Dolby Digital 2.0 Surround)
Untertitel: Französisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Box (transparent, mit doppeltem DVD Einleger)
Kapitel: 15
Laufzeit: 85
TV Norm: PAL
FSK: keine FSK Freigabe, sondern Tous
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer und DVD 5 / Single Layer
Anbieter: Belga Home Video
          
Inhalt:

Kurierfahrer Frank Martin ist diesmal in Miami unterwegs. Hier arbeitet er als Chauffeur für Millionär Billings, dessen kleinen Sohn Jack er jeden Tag zur Schule bringt. Mit der Ruhe ist es vorbei, als die Bande von Gangsterboss Gianni Cellini versucht, Jack zu kidnappen. Aber die Ganoven haben nicht mit Franks Martial Arts- und Fahrkünsten gerechnet. So kann er die Entführung erst einmal verhindern. Doch als es der psychopathischen Killerin Lola im zweiten Anlauf gelingt, sich des Jungen zu bemächtigen, kommt Frank nur knapp mit dem Leben davon. Der Transporter schwört Rache und setzt alles daran, Jack zu befreien. Bald kommt er dahinter, dass es Cellini um mehr geht als nur Lösegeld: Im Auftrag der kolumbianischen Drogenbarone will er das Kind mit einem tödlichen Virus infizieren, das sich in ganz Miami verbreiten würde. Frank bleibt nicht viel Zeit, um das Gegenmittel zu finden und die Katastrophe zu verhindern...

       
Besonderheiten:

- Making Of: Das Making Of liegt anamorph vor und dauert insgesamt gute 22 Minuten. Teile der im Menü weiter unten folgenden Interviews finden sich hier wieder. Das Making Of liefert den üblichen Mix aus Szenen vom Set und Interviews, die ausnahmsweise einmal nicht mit Ausschnitten aus dem Film quergeschnitten wurden, weswegen das Making Of einen wesentlich weniger oberflächlichen Eindruck hinterlässt als die meisten Making Ofs dieser Tage. Insgesamt neigen die Darsteller aber dazu, in den Interview-Sequenzen zuviel Zusammenfassung vom Film zu liefern und zu wenig Einblicke in die Dreharbeiten. Das Making Of liegt in Englisch mit optionalen französischen Untertiteln vor.
- Making Of The Music: Diese Featurette liegt nur in Letterbox-Widescreen und französischer Sprache mit französischen Untertiteln vor. Wir beobachten das Orchester bei seiner Arbeit und die für die Musik Verantwortlichen kommen zu Wort. Die Kurz-Doku dauert hier mehr als doppelt so lang wie bei der deutschen DVD, also runde 21 Minuten.
- Interviews: Auch bei diesem Punkt bietet die belgische DVD mehr als die deutsche Ausgabe. Die nunmehr insgesamt neun Interviews mit Cast & Crew liegen im Unterschied zur deutschen Ausgabe alle anamorph abgetaste vor. Die Interviews laufen zwischen einer und sechs Minuten und geben zumindest in Ansätzen einen interessanten Blick hinter die Kulissen, sofern sie nicht in französischer Sprache geführt worden sind und daher aufgrund der fehlenden englischen Untertitel nicht verständlich sind.
- Tournage: Die unkommentierten Aufnahmen vom Set haben eine Lauflänge von 24 Minuten.
- Musikvideo von Orsen und Brett

Im Vergleich zur deutschen DVD fehlt der neunminütige Zusammenschnitt der Outtakes und Deleted Scenes, dafür erhält man hier mehr Interviews sowie eine längere Version des zweiten Making Ofs. Als Verpackung kommt bei der belgischen DVD ein transparentes Doppel-Amaray-Case mit Pappschuber zum Einsatz.

   
 
Wertung:  
     (ausreichend - befriedigend)
     
Gestaltung:

Nach einer animierten Einleitung und einem französischen Copyright-Hinweis gelangt man in das animierte und mit Ton unterlegte Hauptmenü. Anders als die deutsche DVD besteht das Menü der belgischen DVD aus Clips aus dem Film, die in das mehr oder weniger schicke Menü eingebaut worden sind. Die Gestaltung fällt deutlich weniger verspielt aus als bei der deutschen Special Edition. Zumindest aber wurden auch die Übergänge zwischen den Menüs sowie die Kapitelanwahl in bewegter Form gestaltet.

Das Menü der Bonus-DVD liefert anschließend nach der animierten Einleitung nur mehr Standbilder, die zwar wie das Menü der ersten anamorph abgetastet worden sind, aber dennoch nicht sonderlich schick wirken. Zumindest aber gibt es auch hier eine Tinunterlegung.

     
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
     
Bildtest:

Erstaunlicherweise fällt die Bildqualität der belgischen DVD sogar noch ein wenig schlechter aus als die der deutschen Special Edition.

Die Kritik betrifft dabei nicht in erster Linie die Stilmittel, die das Bild verfremden und ihm einen Look verpasst haben, der stark an "CSI Miami" oder "Bad Boys" erinnert. Damit könnte man ja leben, der Look hat auch durchaus etwas Charmantes für sich. Nein, unsere Kritik betrifft vor allem die Bildschärfe, die für einen brandneuen Film schlicht indiskutabel ist. Ein Film aus 2005 hat auf DVD nicht so weichgezeichnet auszusehen. Das ginge viel besser. Wozu brauchen wir HDTV, wenn Studios nicht einmal in der Lage sind, die Möglichkeiten der DVD voll auszuschöpfen? Dem Transfer mangelt es an feiner Detailzeichnung. Auch in Nahaufnahmen gibt es nur wenige Szenen, bei denen man mit der Schärfe wirklich zufrieden sein könnte. Ansonsten wirkt das Bild recht weich, teilweise sogar fast unscharf.

Das Bild der belgischen Ausgabe wirkt dabei noch weicher als das der Universum-DVD. Das, obwohl die Bilddatenraten der belgischen DVD signifikant höher ist. Obwohl die deutsche DVD wahrscheinlich eine Spur deutlicher nachgeschärft worden ist, sind auch bei der Benelux-Ausgabe ab und an Doppelkonturen an den Rändern zu erkennen.

Der Transfer erscheint durchgehend sehr rauscharm. Es ist nicht auszushließen, dass hier mit einem Rauschfilter nachgearbeitet worden ist, denn gewöhnlich bringen solche Filter auch eine gewisse Weichheit ins Bild.

Wir haben schon den typischen Miami-Look angesprochen, der sich in letzter Zeit vor allem durch "CSI Miami" und Filme wie "Bad Boys 2" etabliert hat. Dieser Look lebt sehr stark von den Farben und so wundert es nicht, dass auch "Transporter II" in dieser Hinsicht stark verfremdet wurde. So gleiten die Farben stets im gelben bzw. grünen Terrain und bieten eine sehr bunte und satte Farbpalette.

Auch der Kontrast wurde für diesen Look verändert und bietet sich nun ein wenig steil und überstrahlend dar. Die wenigen dunklen Sequenzen beherrscht der Kontrast aber sehr gut, sodass man im Endeffekt noch zufrieden sein kann.

     
Wertung:
   (befriedigend)
   
Tontest:

Im Gegensatz zur französischen DVD bietet die belgische Ausgabe französischen DTS und Dolby Digital-Ton sowie Englisch in Dolby Digital, während der Film in Frankreich selbst mit englischem DTS-Ton herausgebracht worden ist und sich der französische Ton mit Dolby Digital bescheiden musste. Obwohl keine der Tonspuren in EX bzw. ES geflaggt worden ist, klingt der Ton bei manuell aktiviertem EX-Modus in etwa genau gleich wie bei der deutschen DVD. Will heißen, dass man auch bei dieser DVD einige Aktivität auf dem hinteren Center geboten bekommt.

Dem Ton der Benelux-Ausgabe hat mit dem deutschen gemein, einen einem Actionfilm angemessenen Soundtrack zu bieten. In vielen Szenen erfreut der Ton mit Surroundeffekten, im Endeffekt bietet der Ton aber nicht das Effekt-Gewitter, das man von anderen Actionfilmen gewohnt ist. In manchen Szenen wäre mehr drin gewesen. Auch die Umgebungsgeräusche werden nicht wirklich perfekt im Raum ausgebreitet. Diese wurden einfach zu verhalten auf den hinteren Kanälen abgelegt. Auch das hat man schon wesentlich besser erlebt - auch bei Filmen, die nicht EX zu bieten hatten.

Schaltet man auf die englischen Spuren um, so wird man hören, dass diese besser klingen, mehr Surrounddetails bieten und "knackiger" daherkommen.

   
 
Wertung:
  (gut)
       
Gesamtwertung:

Zwei Dinge machen diese belgische DVD zu einem guten Kauf. Einerseits beinhaltet die DVD eine härtere Schnittfassung des Filmes. Zwar dauert die Fassung nur 22 Sekunden länger als die internationalen Kinofassung/ die in Deutschland veröffentlichte Version, viele kleine Änderungen machen die Fassung aber deutlich härter und den ganzen Film dadurch erwachsener. Der US-Verleih hatte dem Regisseur einige Änderungen abverlangt, damit der Film in den USA eine PG13-Freigabe erhalten konnte. Diese Fassung wurden dann zur internationalen Kinofassung. Die zweite Besonderheit betrifft die Special Effects. Diese sahen ja in der Kinofassung teilweise fast schon lächerlich aus, wirkten billig, wenig durchdacht und absolut unrealistisch. Sämtliche CGI-Effekte wurden für diese DVD-Fassung überarbeitet. Details wie Rauchwolken, Staub etc. wurden hinzugefügt, teilweise wurden die Effekte durch Blurring ein wenig verschleiert, sodass sie nun nicht mehr offensichtlich erscheinen. Die größten Veränderungen betreffen die Flugsequenz im Finale des Filmes. Diese Effekte waren ja besonders missglückt. Insgesamt wirken die Effekte zwar beileibe noch nicht wie bei einem 200 Mio. Dollar-Blockbuster, sie sind nun aber bei weitem nicht mehr so offensichtlich und der Film wirkt durch die geänderten bzw. angepassten Effekte nun deutlich ernst zu nehmender.

Ein noch besserer, wenn auch teurerer, Kauf ist übrigens die französische DVD. Diese bietet ein schärferes und besseres Bild als die deutsche DVD und englischen DTS-Ton, den man ja bei der belgischen DVD vermisst.

Vom Bild her fällt die DVD eine Spur hinter die deutsche Ausgabe zurück, der Ton und die Extras liegen in etwa auf gleichem Niveau. Im Endeffekt muss nun jeder selbst entscheiden, welche DVD er in sein Regal stellen will.

       
 
Wertung:
  (befriedigend)
    
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