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Paradise Now

  

Getestet von Florian Kriegel

Email: fk@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Review Datum: 30.03.2006
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 14.03.2006
   
Deutscher Titel: Paradise Now
Originaltitel: Paradise Now
Land / Jahr: PS 2005
     
Bildformat: 2,40:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Arabisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: Darstellerfilmographie und Kapitelindex
Verpackung: Amaray Clone
Kapitel: 16
Laufzeit: 90
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Highlight Video
          
Inhalt:

Die beiden Palästinenser Kahled und Said sind seit ihrer Kindheit gute Freunde. Doch jetzt wurden sie ausgewählt, als Selbstmordattentäter zu göttlichen Ehren zu gelangen. Ohne ein Wort über die Mission zu verlieren, dürfen beide die letzte Nacht noch einmal im Kreise ihrer Familien verbringen. Am nächsten Morgen, die Bomben unsichtbar an ihren Körpern versteckt, werden die Freunde zu ihrem Zielort in Tel Aviv gebracht. Doch die Operation läuft nicht wie geplant...

       
Besonderheiten:

Der Umfang und Informationsgehalt der Extrafeatures ist nicht besonders umfangreich, kann gewissen Ansprüchen aber genügen. Den Anfang machen zwei Interviews mit Hauptdarsteller Kais Nashef und dem Regisseur. Der Hintergrund lässt erahnen, dass diese jeweils rund vier Minuten langen Interviews auf der Berlinale entstanden sind.

Als nächstes folgen 12 Deleted Scenes inkl. Eines alternativen Anfangs. Diese Szenen stellen mit rund 30 Minuten Laufzeit den Schwerpunkt der Extras dar, wobei es schade ist, dass nicht alle Szenen untertitelt sind. Leider beschränken sich die vorhanden UTs dieses Extras auch nur auf die englische Sprache. Das Making Of ist mit rund 16 Minuten nicht besonders umfangreich ausgefallen und um die Stimmung zu erhalten, hat man auf Kommentare und/oder Musik verzichtet, worauf man zu Beginn aufmerksam gemacht wird. Diese kurze Doku zeigt mehrere Drehtage und verschiedene Szenen, ist aber aufgrund der fehlenden Kommentare eher als ein B-Roll anzusehen, also als unkommentierte Aufnahmen vom Dreh.

Die eher schwachen Extras werden durch Darstellerinfos und einige Trailer zu anderen Filmen abgerundet.

   
 
Wertung:  
     (ausreichend - befriedigend)
     
Gestaltung:

Das Menü kommt recht schlicht daher und die enthaltenen Animationen bestehen leider nur aus Filmszenen. Immerhin sind auch alle Untermenüs mit bewegten Bildern ausgestattet und stets ist die Filmmusik im Hintergrund zu hören. Die Auswahlpunkte beschränken sich auf einfache Schriften und die Übergangsanimationen werden durch dezente Blendeffekte geschaffen. Insgesamt ist das Design solide, aber auch nicht besonders umfangreich oder gar aufwendig.

     
 
Wertung:
  (befriedigend)
     
Bildtest:

Optisch machen sich gleich zu Beginn erste Mängel sichtbar, die im weiteren Verlauf des Films immer wieder zu Tage treten. Dazu gehört ein sehr wechselhaftes Rauschverhalten, das einige Male ein sehr deutliches und penetrantes Rauschen verursacht. Vor allem zu Beginn fallen zudem stehende Rauschmuster auf, die im weiteren Verlauf aber nicht mehr so deutlich auffallen.

Die zweite Auffälligkeit bei "Paradise Now" ist der ziemlich harte Kontrast, der helle Flächen deutlich zum Überstrahlen bringt. Ansonsten wirkt dieser aber ausgewogen und zeigt dank eines guten Schwarzwertes natürliche Bilder. Schärfetechnisch ist das Resultat durchwachsen, so zeigt der Transfer recht scharfe Konturen, schwächelt hingegen oft bei der Detailwiedergabe.

Der Film hat überwiegend erdige Farbtöne zu bieten, die eine gute Sättigung aufweisen und insgesamt einen grünlichen Farbstich aufweisen, was aber auch aufgrund der Location natürlich wirkt. Neben dem genannten Rauschen machen sich hin und wieder Nachzieheffekte bemerkbar, die man vor allem zu Beginn im Gesicht der Nebendarstellerin sehr gut erkennen kann. Außerdem fallen wenige Male flimmernde Treppcheneffekte auf.

Insgesamt noch ein solider Transfer, der aber gewisse Mängel zeigt, aufgrund des niedrigen Budgets aber dennoch als gelungen zu bezeichnen ist.

     
Wertung:
   (befriedigend - gut)
   
Tontest:

"Paradise Now" hat zwar eine brisante Handlung als Inhalt, setzt diesen tontechnisch aber sehr ruhig und extrem unspektakulär um. Hier geht es nicht um massive Bombenanschläge, Schießereien oder gefühlbetonte Musikeinlagen, sondern um eine sehr nüchterne Darstellung des Themas.

Aufgrund völliger Abwesenheit von Musik, lauten Explosionen oder sonstigen Elementen, klingt das Drama sehr eintönig und in dieser Hinsicht auch langweilig. Bis auf viele Dialoge, hat der Film kaum etwas zu bieten und so bleiben fast alle Lautsprecher bis auf die Center-Box und gelegentlich auch die Stereo-Boxen stumm.

So fällt die DVD aus Sicht eines Heimkino-Enthusiasten sehr unspektakulär aus.

   
 
Wertung:
  (ausreichend)
       
Gesamtwertung:

Dass "Paradise Now" für den Oscar für den besten ausländischen Film nominiert war und zusätzlich einen Golden Globe und mehrere Berlinale-Auszeichnungen einheimsen konnte, sollte nicht allzu große Hoffnungen machen, man würde einen spannenden oder sehr spektakulären Film zu Gesicht bekommen. "Paradise Now" ist sowohl von der Handlung als auch von der Umsetzung sehr eintönig, unspektakulär und deshalb für ein gewisses Publikum auch langweilig ausgefallen. Da das Thema aber seit Jahren aktuell ist, sollten sich Interessierte durchaus selbst ein Bild von diesem Film machen.

Die DVD-Umsetzung ist leider ebenso unspektakulär ausgefallen, sodass es relativ wenig interessante Extras zu sehen gibt und aufgrund der ruhigen Machart auch technisch kein großes Kino zu erwarten ist.

       
 
Wertung:
  (ausreichend - befriedigend)
    
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