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Cabin Fever

Special Edition

  

Getestet von Florian Kriegel

Email: fk@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Review Datum: 13.04.2005
Verleihfenster: 26.01.2005
Im Handel ab: 09.03.2005
   
Deutscher Titel: Cabin Fever
Originaltitel: Cabin Fever
Land / Jahr: USA 2002
     
Bildformat: 2,40:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Kommentar (Dolby Digital 2.0 stereo), Kommentar (Dolby Digital 2.0 stereo), Kommentar (Dolby Digital 2.0 stereo), Kommentar (Dolby Digital 2.0 stereo), Kommentar (Dolby Digital 2.0 stereo)
Untertitel: Deutsch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: DigiPak
Kapitel: 20
Laufzeit: 89
TV Norm: PAL
FSK: keine Jugendfreigabe
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer (2x)
Anbieter: Sunfilm Entertainment
          
Inhalt:

Party, Pot und Poppen: Paul, Karen, Marcy, Jeff und Bert haben den College-Abschluss in der Tasche. Zur Belohnung starten sie zu einer einwöchigen Mega-Fete in einer einsamen Holzhütte. Doch was keiner der Teenager ahnt: Im Gehölz lauert der Tod. Ein fleischfressender Virus hat sich in der Abgeschiedenheit eingenistet. Als ein infizierter Jäger Blut spuckend Hilfe beim Partyvölkchen sucht, geraten die Kids in Panik. Mit Knüppeln und Feuer schlagen sie den Kranken in die Flucht. Der schleppt sich als lebende Fackel zum Trinkwasser-Reservoir des Blockhauses. Das Verhängnis nimmt seinen Lauf. Karen trifft es als Erste. Und als der Rest Hilfe bei einheimischen Hinterwäldlern sucht, machen die zu allem Überfluss auch noch Jagd auf die kranke Gruppe.

       
Besonderheiten:

Die Extras sind sehr durchwachsen, wodurch die nur durchschnittliche Note zu erklären ist. Während die erste DVD fünf (!) Audiokommentare zu bieten hat, wobei Eli Roth bei jedem der Kommentare zu hören ist, fallen die restlichen Features doch eher mager aus. Neben einem reinen Regiekommentar gibt es noch Spuren mit dem Hauptdarsteller Rider Strong, der Crew, den männlichen und letztlich auch den weiblichen Darstellern. Leider besitzt keiner der Audiokommentare deutsche Untertitel, sodass nur Englisch sprechende Zuschauer von diesem Feature profitieren können.

Alle restlichen Extras, die aber nicht unbedingt sehenswert sind, befinden sich auf einer zweiten DVD. Das erste total überflüssige Feature ist eine Art Familienversion von "Cabin Fever". Dass es sich dabei nur um eine Blödelei des Regisseurs handelt wird deutlich, wenn man nichts anderes als drei der Darsteller sieht, wie sie im Auto fahren. Toll, solche uninteressanten und unlustigen Extras lieben wir!

Bei "Pancakes" handelt es sich um eine Selbstdarstellung des Schauspielers Matthew Helms, der einen Schwertkampf zeigt. Sieht nett aus, hat aber mit dem Horrorfilm überhaupt nichts zu tun, ebenso wie das dazu passende Musikvideo. Auf dem Weg nach filmrelevanten Extras stoßen wir auf "Rotten Fruits", einer Kurzserie von Eli Roth, doch auch hier bekommen wir wieder nur Geplänkel präsentiert.

Der Punkt "Dokumentationen" hört sich schon deutlich interessanter an und hier bekommt man schließlich brauchbare Informationen geboten. Neben einem 29-minütigen Making Of, das Aufnahmen vom Dreh und den Effekten zeigt, bekommt der Zuschauer noch ein 13-minütiges Interview mit Eli Roth geboten, in das einige Filmausschnitte geschnitten sind. Wie der kurze Abspann verrät, stammt dieses Interview von Viva.

Die außer dem Making Of und den Kommentaren eigentlich schwachen Extras werden von "Naked News", einer Filmvorstellung von zwei nackten Moderatoren (was für ein Scheiß?!) und einer Fotogalerie abgerundet. Manche Zuschauer mögen einige der Extras als lustig empfinden, doch wirklich toll ist diese Special Edition leider nicht.

   
 
Wertung:  
     (ausreichend - befriedigend)
     
Gestaltung:

Das Menü präsentiert sich im ungewöhnlichen Format von 2,35:1 anamorph, was nicht besonders sinnvoll ist, da ständig nervige Letterbox-Balken zu sehen sind. Was diese in einem Menü zu suchen haben, ist uns fraglich. Dennoch ist das Design gelungen, auch wenn es wenig spektakulär daherkommt. Als Hauptaugenmerk dienen die kleine Hütte aus dem Film und der See und beim Auswählen der Menüpunkte laufen verschiedene Animationen ab, die aber nicht besonders einfallsreich sind. Bis auf die Kapitelauswahl präsentieren sich sämtliche Untermenüs mit ins Design passenden Standbildern. Stimmige Sounds und Musik sorgen für das richtige Flair.

     
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
     
Bildtest:

Optisch macht "Cabin Fever" eine durchaus gute Figur und der Transfer zeigt überwiegend positive Eigenschaften. Zu Beginn fallen noch einige Kratzer auf, doch diese verschwinden im Laufe des Films.

Das Bild wirkt fast durchweg sehr sauber und rauschfrei und nur in dunklen Szenen ist sehr dezentes Rauschen zu erkennen. Überhaupt sieht der Transfer sehr sauber aus, doch leider erscheint dieser auch oft etwas weich. Das Schärfeverhalten ist ordentlich, erreicht aber nie Bestwerte, doch insgesamt ist das Niveau gut.

Kontrasttechnisch bekommt man ebenfalls überzeugende Arbeit zu sehen, sowohl bei Tag- als auch bei Nachtszenen. Leider weist der Schwarzwert Defizite auf, sodass einige, vor allem dunkle Szenen, vor allem einen Grauton zeigen. Der Film hat fast ausschließlich warme Farben zu bieten und sämtliche Töne werden neutral und realistisch dargestellt.

Eine extrem hohe Bitrate sorgt für ein kompressionstechnisch astreines Bild, sodass in dieser Hinsicht keine Mängel festzustellen sind. Insgesamt bekommt der Käufer ein gutes Bild geliefert, dessen Schärfe noch einen Tick besser hätte sein können.

     
Wertung:
   (gut)
   
Tontest:

Tontechnisch bekommt man neben einer Dolby Digital-Spur zwar noch eine DTS-Variante spendiert, doch klanglich geben sich beide nicht viel. Ein unserer Meinung nach sehr nervender Mangel fällt zu Beginn bereits auf, denn sämtliche Dialoge hören sich extrem blechern an. Wüssten wir es nicht besser, würden wir annehmen, die Synchronisation wäre auf einem Klo entstanden bzw. zig Mal komprimiert worden. Leider ist dieser Mangel in beiden deutschen Tonspuren vorhanden.

Das Intro dürfte surroundtechnisch bereits die Bestleistung des Tons darstellen, denn wirklich viel bekommt man in "Cabin Fever" nicht geboten. Die Effekte beschränken sich auf vereinzelte Umgebungsgeräusche und anderweitige, dezente Effekte. Richtige Schockmomente kann man an einer Hand abzählen und so ist unser Eindruck etwas gedämpft.

Die Musik ist auch extrem frontlastig abgemischt, sogar zu stark auf dem Center, sodass hier auch kein Raumgewinn erzielt werden kann. So bleibt ein etwas enttäuschender Eindruck, vor allem aufgrund der mangelhaften deutschen Dialoge.

   
 
Wertung:
  (befriedigend)
       
Gesamtwertung:

Wieso "Cabin Fever" ein Geheimtipp sein soll ist uns ein Rätsel, denn wenn man sich über 80 Minuten vor Langeweile quält und noch nicht einmal ein gutes Ende präsentiert bekommt, ist das nicht gerade hilfreich. Bis auf zahlreiches Rumgeschreie, eine fragwürdige Handlung und zwei Nacktszenen bekommt man nichts geboten. Nichtsdestotrotz hat Sunfilm versucht, eine fangerechte Special Edition auf die Beine zu stellen. Leider fallen die Extras überwiegend schwach aus, auch wenn es fünf, nicht deutsch untertitelte, Audiokommentare und ein nettes Making Of gibt. Technisch ist die Qualität durchwachsen, denn während das Bild erstaunlich gut ist, fangen die blechernen Dialoge schon zu Beginn an zu nerven. Es bleibt also eine Veröffentlichung für Fans und weniger für die breite Masse.

       
 
Wertung:
  (befriedigend)
    
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