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M

Eine Stadt sucht einen Mörder

  

Getestet von Christian Bartsch

Email: cb@digital-movie.de

   
       

Dieses DVD-Review stammt von www.Digital-Movie.de
   

    

   
Review Datum: 15.11.2002
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 28.10.2002
   
Deutscher Titel: M
Originaltitel: M
Land / Jahr: D 1931
     
Bildformat: 1,33:1
Tonformat: Deutsch Dolby Digital 1.0 Mono
Untertitel: keine
       
Menü: interaktives Menü
Booklet: Einleger mit Kapitelindex
Verpackung: Amaray Box
Kapitel: 18
Laufzeit: 110
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: BMG Video
          
Inhalt:

Berlin nach dem ersten Weltkrieg: ein pädophiler Mörder terrorisiert die Stadt. Als die kleine Elsie ermordet aufgefunden wird, eskaliert die Situation. Die Polizei, bloßgestellt durch einen Brief des Mörders an die Presse, durchkämmt die Unterwelt von Berlin. Kein Ganove ist mehr sicher - die Razzien werden zur ernsthaften Bedrohung für die Gangster. So beschließen die Unterweltbosse, den Mörder selber zu stellen. Die Jagd auf den Kindermörder beginnt. Schließlich führt das Pfeifen des Mörders einen blinden Bettler auf die richtige Spur - "M" hat keine Chance. Die Unterwelt tobt - und fordert den Kopf des pädophilen Monsters.

       
Besonderheiten:

Als Criterion den Film vor einiger Zeit veröffentliche, gab es lediglich ein Videotestbild als Beigabe. BMG hat es sich gottlob nicht nehmen lassen, ein wenig mehr an Material mit auf die Scheibe zu packen. Vorneweg gibt es ein Portrait von Fritz Lang aus der Sendung "Kino, Kino". In der Anmoderation ist übrigens noch die recht junge Amelie Fried zu bewundern.

Wer weiter schaut, der findet noch einige Texttafeln mit Hintergrundinformationen, Biografien, Szenenzeichnungen, Werbematerial und Fotos. Der Umfang des Materials ist zwar auch bei dieser DVD nicht üppig, dafür aber sind die Extras von guter Qualität.

   
 
Wertung:  
     (ausreichend - befriedigend)
     
Gestaltung:

BMG hat dieser DVD ein sehr schickes Menü spendiert. Passend zum Film ist das Menü in sepia Tönen gehalten. Der Hintergrund ist animiert, die Schrift passt ebenfalls total zum restlichen Design. Auch der Cursor ist liebevoll gewählt. Zwar zählt dieses Menü nicht zur Königsklasse, aber bei diesem Film ist weniger auf jeden Fall mehr.

     
 
Wertung:
  (gut)
     
Bildtest:

Man sitzt nur da und staunt. Waren wir letztes Jahr schon aus dem Häuschen, weil wir fanden, dass "Der blaue Engel" so gut aussieht, so revidiert "M" dieses positive Bild doch nachhaltig. Denn "M" sieht wirklich unbeschreiblich gut aus. Natürlich sind noch Überreste wie Kratzer und Schmutz vorhanden. Aber es wurde, anscheinend grundlegend anders als beim Engel, aufwändig restauriert. Basierend auf der Fassung, wie sie für die Berlinale restauriert wurde, ließ BMG eine weitere Überarbeitung für die DVD anfertigen. So fällt zunächst der ruhige Bildstand auf. Ruckler sind nur sehr selten auszumachen. Auch Risse sucht man vergebens. Sofern welche vorhanden waren, so wurden auch diese sauber entfernt. Dem Rauschen wurde mit diversen Filtern auf den Pelz gerückt. Dieses Vorhaben ist überwiegend gelungen, nur selten greifen die Filter auch das Nutzsignal an und lassen Objekte im Schleier verschwinden. Wer genau hinschaut erkennt auf der Szene im Polizeirevier, dass die Männer im Hintergrund recht verwaschen abgebildet werden.

Die Kompression ist makellos. Blöckchen oder andere Artefakte sind nicht auszumachen. Jetzt da wir wissen, was man aus alten Filmen machen kann, sofern man mit entsprechender Sorgfalt ans Werk geht, müssten wir eigentlich "Den blauen Engel" herabsetzen, denn "M" setzt einen neuen Maßstab in dieser Kategorie.

     
Wertung:
   (gut)
   
Tontest:

Über 70 Jahre altes Tonmaterial... wie soll so etwas bloß klingen, wenn bereits gut zehn Jahre alte Synchronfassungen restauriert werden müssen. Natürlich ist der Ton keine Offenbarung, denn die Tonaufzeichnung steckte anno 1931 noch in den Kinderschuhen. Um so erfreulicher ist es, dass "M" recht angenehm klingt. Leider ist die Rauschunterdrückung in unseren Ohren noch immer einen Tick zu kräftig ausgefallen. Ein ständig vernehmbares, leichtes Phasing, deutet auf eine zu starke Entrauschung mittels eines Noiseprints hin. Wer jedoch nicht so genau darauf achtet, dürfte sich an diesem Effekt nicht stören.

Löblich ist die Tatsache, dass man den Ton nicht vollständig entrauscht hat. Gerade die amerikanische Criterion-Ausgabe hat recht unangenehme Tonlöcher, die wohl von einer Art Noisegate verursacht werden. Fällt dabei die Lautstärke des Nutzsignals unter einen gewissen Schwellenwert, wird das Quellsignal radikal weggeschaltet und verursacht eben die angesprochenen Tonlöcher. Bei der vorliegenden Fassung gibt es jedoch nichts zu bemängeln – im Gegenteil. Besser wird dieser Titel wohl in absehbarer Zeit nicht klingen.

   
 
Wertung: -
  (keine Wertung)
       
Gesamtwertung:

Endlich – "M" ist auch in Deutschland auf DVD erhältlich. Lange hat es gedauert, nun präsentiert BMG den Fans den Titel im technisch bestmöglichen Gewand. Peter Lorre brilliert als ekstatischer Kindermörder und gibt damit das Bild eines Psychopathen vor, dass bis heute unerreicht ist. "Suspense" - das Schlüsselwort aus Hitchcocks Filmen - gibt die Marschrichtung in Langs Thriller vor, der sogar den Nazis als "subversiv" ins Auge stach. Ein Stück deutscher Filmgeschichte, das leider auch durch ein Recycling bestimmter Szenen im NS-Propaganda Film "Der ewige Jude" berühmt wurde. Die Juden Lang und Lorre verließen Deutschland unmittelbar nach der Premiere des Films. "M" ist ein Film der in keiner Sammlung fehlen sollte und selbst manch aktuellen Thriller wie eine Schlaftablette aussehen läßt. Daher gibt es für "M" einen Award. Und zwar unseren Award Must See!

       
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
    
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