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Hellboy - Director´s Cut

  

Getestet von Christian Bartsch

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 21.12.2004
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 13.01.2005
   
Deutscher Titel: Hellboy
Originaltitel: Hellboy
Land / Jahr: USA 2004
Genre: Science Fiction
   
Regie:  Guillermo del Toro
Darsteller:  Ron Perlman , John Hurt , Selma Blair , Rupert Evans , Karel Roden , Jeffrey Tambor , Doug Jones
       
Bildformat: 1,85:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Kommentar (Dolby Digital 2.0 Surround), Kommentar (Dolby Digital 2.0 Surround)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: DigiPak
Kapitel: 28
Laufzeit: 127 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer (3x)
Anbieter: Columbia Tristar Home Entertainment
     
Testequipment: Für den Test genutztes Equipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Während des Wahnsinns des Zweiten Weltkriegs wird Hellboy aus den Flammen der Hölle in die Welt der Menschen geschleudert, als der größenwahnsinnige Magier Grigori Rasputin mit seinen okkulten Beschwörungen versucht, die Hölle auf Erden zu entfesseln. Doch anstatt zum Boten der Apokalypse zu werden, wird Hellboy von den alliierten Kräften gerettet. Der Okkultismus-Spezialist Professor "Broom" Buttenholm nimmt die kleine Ausgeburt des Teufels unter seine Fittiche und zieht ihn im Schutz des von ihm gegründeten "Bureau of Paranormal Research and Defense" auf. Jahre später ist der mittlerweile zu stattlicher Größe herangewachsene und praktisch unzerstörbare Hellboy an der Seite des Fischmannes Abe Sapien und der pyrokinetisch veranlagten Liz Sherman zum eifrigsten Bekämpfer aller übernatürlichen Kräfte geworden, die sich die Erde zum Untertanen machen wollten. Hellboy und sein Ziehvater Broom ahnen nicht, dass Rasputin seine dunklen Pläne von einst noch nicht aufgegeben hat. Er ist zurückgekehrt, um endlich Armageddon herbeizuführen. Seine wichtigste Schachfigur im diabolischen Spiel? Hellboy...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Columbia hat die Extras der amerikanischen Auflage 1:1 übernommen und bietet auch den deutschen Fans drei DVDs, davon zwei randvoll mit Extras. Bei diesem DVD Set handelt es sich im Übrigen um eine legale Veröffentlichung und nicht um eine illegale Kopie. Man kann auf diesen Umstand gar nicht stark genug hinweisen, denn im August wurden vom Columbia TriStar Filmverleih peinlicherweise bei einer Hellboy-Signierstunde amerikanische DVDs unter dem Vorwand beschlagnahmt, es handele sich um Raubkopien. Also noch einmal in aller Deutlichkeit: Dies hier sind Originale deutscher Herkunft, die man nicht verhaften muss!

DVD 1:
Auf Wunsch bekommt man eine Einführung des Regisseurs Guilermo del Toro geboten, der den Zuschauer begrüßt und die wichtigsten Features der DVD kurz kommentiert. Als weiterer Bonus wartet ein Audiokommentar mit Regisseur Guillermo del Toro. Dieser Kommentar wurde exklusiv für diese Ausgabe erstellt und ist nicht identisch mit dem Kommentar des Regisseurs zur Kinofasung. Wer sich für die Arbeit des Komponisten Marco Beltrami ("Scream 1-3", "Resident Evil", "Blade II") interessiert, der bekommt nicht nur eine Spur mit isolierter Filmmusik, sondern dazu auch noch einen Kommentar des Komponisten geboten. Hinter den DVD Comics stecken acht exklusiv für die DVD gezeichnete Comic-Szenen, die auf Wunsch an den passenden Stellen im Film aktiviert bzw. direkt im Menü betrachtet werden können. "Die rechte Hand des Verderbens - Hinter den Kulissen" ist ein Feature, das an acht Stellen im Film zusätzliches Material vom Set zeigt. Aktiviert werden die Ausschnitte durch einen kleinen Helloby-Arm am rechten unteren Bildschirmrand. Auch diese Beiträge kann man im Menü direkt anwählen. Die optional zuschaltbaren Storyboards wurden als Untertitel erzeugt und zeigen so die Konzeptzeichnungen parallel zum Filmverlauf. Besitzer eines DVD-ROM-Laufwerks können sich im ROM-Part das Drehbuch ausdrucken oder Bilder vom Script bzw. Ausschnitte aus dem Notizbuch des Regisseurs anschauen. Auf unserem Testrechner scheiterte das parallele Betrachten von Film und Drehbuch allerdings an einem Director Player Error. Gegenüber der Kinofassung auf DVD fehlen leider vier Kurzfilme.


DVD 2:
Auch auf der zweiten DVD gibt es eine Einführung, diesmal allerdings von Darstellerin Selma Blair. Hier wird dem Zuschauer ebenfalls erklärt, was in den verschiedenen Abteilungen an Material hinterlegt wurde.

In der Brutkammer steckt sehr reichhaltiges Material. Hier gibt es nicht nur drei entfallene Szenen mit Kommentar des Regisseurs (natürlich nur auf Wunsch, nicht zwangsläufig) sowie die gut 140 Minuten lange Produktionsdokumentation "Hellboy: Die Saat der Zerstörung" mit Produktions-Vorbereitung, den Hauptdreharbeiten und der Postproduktion. Diese Art von Making Of-Doku gehört eindeutig zu den besten, die es überhaupt auf DVD zu sehen gibt. Sie zeigt die komplette Entstehung vom "Hellboy"-Projekt, angefangen von den ersten Ideen und Planungen, bis hin zur eigentlichen Umsetzung. Der Zuschauer erfährt auch viel über die Effekte und Masken, die im Film zum Einsatz kommen. Zur besseren Übersicht gibt es auch die Möglichkeit, einzelne Inhalte direkt mittels Kapitelauswahl anzuwählen. Als weiteren Bonus bietet diese Sektion noch nett gemachte Filmografien sowie Charakter-Biografien.

Fies wird es in Kroenens Quartier. Unter "Szenenverlauf: Ogdru Jahad" gibt es einen kurzen Vergleich zwischen den ersten Entwürfen und der fertigen Filmszene mit kurzer Einführung vom Regisseur. Dazu gesellen sich vier Videostoryboards und fünf animierte Storyboards, Erstere zeigen Konzeptanimationen im Vergleich mit der fertigen Filmszene, Letztere bieten aneinandergeschnittene Bilder des Storyboards im Vergleich zur fertigen Filmszene. Auch hier meldet sich Anfangs del Toro zu Wort und erklärt dem Zuschauer, was gezeigt wird. Dazu kommen noch vier Vergleiche zwischen Storyboard und Filmszene mit zwei Sichtwinkeln.

Die Maquette-Modelle Video Galerie zeigt die Skulturen von Baby Hellboy, Abe Sapien, Sammael, Ogdru Jahad, Ivan Klimentovich und Behemoth als Übersicht und im Detail.

Weitere Informationen zur Promotion des Films bietet das Bellamie Hospital. Diese Sektion beinhaltet neun TV Spots und die so genannte Printkampagne, die Entwürfe und fertige Hellboy-Poster zeigt.


DVD 3:
Auch die dritte DVD beginnt wieder mit einer Begrüßung, diesmal durch Ron Perlman. Wer den Cast & Crew-Kommentar der Kinofassung auf DVD 1 vermisst, wird hier entschädigt - dieser liegt nämlich als Videokommentar vor. Will heißen, dass man Tom Manning, Ron Perlman, Selma Blair und Rupert Evans beim gemeinsamen Filmeschauen beobachten darf, dazu jedoch Bild-im-Bild auch den Film eingeblendet bekommt. Im Produktions-Workshop findet man Beiträge zu Make-up & Belichtungstests sowie Visuelle Effekte. Außerdem gibt es einen Zusammenschnitt von der Comic-Con 2002 mit Guillermo del Toro, Ron Perlman und Mike Mignola, die gut 20 Minuten über die Figur Hellboy erzählen. Ein weiteres Extra mit Scitt McCloud widmet sich der Geschichte und dem Aufbau von Comics im Allgemeinen. Dazu kommt eine wirklich umfangreiche Galerie mit einhundert Abbildungen (Standbilder, Mike Mignola - Zeichnungen, Notizbuch Regisseur - Auszüge, Hellboy-Galerie mit Zeichnungen verschiedener Comic-Künstler).

   
 
Wertung:  
     (sehr gut)
     
Gestaltung:

Die Menügestaltung kommt sehr schick und aufwändig daher und so bieten alle drei DVDs sehr ansprechend gestaltete Menüs, die aber leider nicht komplett animiert sind. Schon das Hauptmenü der ersten DVD bietet erstklassige Animationen, die zum Teil aus realen Filmszenen bestehen, aber auch CGI-Grafiken zu bieten haben. Bedauerlicherweise sind einige Untermenüs, wie zum Beispiel die Kapitelanwahl, nicht mit bewegten Bildern ausgestattet, sodass es leider bei einem "gut" bleibt. Dank der Qualität der zu sehenden Animationen wäre aber auch noch mehr drin gewesen. Natürlich hat Columbia auch an die passende Sounduntermalung gedacht.

     
 
Wertung:
  (gut)
     
Bildtest:

Bereits an der amerikanischen Hellboy DVD schieden sich die Geister. Die einen fanden das Bild absolut perfekt, andere (darunter auch wir) waren nicht ganz zufrieden. Wiederum anderen war die Bildqualität egal, sie hielten die Scheibe erst einmal für eine Raubkopie.

Die deutsche DVD hat, um es vorweg zu nehmen, ein wirklich gutes, aber nicht unbedingt referenzverdächtiges Bild. Dies ist bei einer Laufzeit von zwei Stunden und vier Tonspuren und den reichlichen Extras allerdings auch nicht weiter verwunderlich. Auch bei der deutschen DVD ist der Schwarzwert nur gut, nicht aber einwandfrei. Meist tendiert Schwarz zu Grau, was auf dem Beamer nicht unbedingt auffällt, wohl aber am Fernseher nachvollziehbar ist. Die Bildschärfe ist gut, manchmal noch eine Ecke besser, manchmal aber auch noch ein wenig schlechter. Dennoch darf man auch hier sehr zurfrieden sein, wirkliche Unschärfen wie bei "Spider-Man 2" oder aber "The Punisher" bekommt man nicht geboten. Die Detailzeichnung des Bildes ist hoch, aber leider nicht perfekt. Besonders bei der Regenszene zu Beginn des Films wünscht man sich einfach noch mehr Zeichnung im Regen.

Der Kontrast ist ebenfalls sehr gelungen, schwächelt aber selten ein wenig. Besonders helle Szenen haben es schwer, so z.B. die Taxifahrt von Liz Sherman im Taxi, die ein wenig steil abgebildet scheint. Auch wenn es sich hier um ein Konzept im Grading handeln könnte... es sieht einfach nicht optimal aus.

Dennoch ist "Hellboy" eine der besseren DVDs aus dem Hause Columbia, die zuletzt nur noch Durchschnittswerte beim Bild lieferten.

     
Wertung:
   (gut)
   
Tontest:

Um eines vorweg zu nehmen: Der Ton von "Hellboy" haut richtig rein! Steve Boeddeker, Profi Sound Designer, hat wieder einmal tolle Arbeit geleistet und sorgt dafür, dass die zwei Stunden nie langweilig werden. Steve Boeddeker war bereits am Sound Design von Blockbustern wie "X-Men", "Armageddon" und dem neuen Film "The Village" beteiligt. Also kann man schon fast von einer Garantie ausgehen, dass das Sounderlebnis im Heimkino eine Wucht ist, wenn dieser Mann mit an Bord ist.

Bereits in den ersten zehn Minuten werden sehr viele Effekte, vor allem auch Umgebungsgeräusche, wie der intensive Regen, wiedergegeben, die ein sehr räumliches Klangbild schaffen. Bedenkt man, dass der Film mit einer Laufzeit von rund zwei Stunden recht lang ausgefallen ist, so ist es umso erfreulicher, dass es nur sehr selten wirklich still wird. Es werden fast durchweg Umgebungsgeräusche genutzt, um den 5.1-Ton niemals langweilig wirken zu lassen.

Doch vor allem die Effekte im Actiongeschehen gefallen uns, denn diese klingen sehr dynamisch und weitläufig, sodass der Ton auch ohne EX-Kanal erstaunlich präzise klingt. Der Subwoofer bekommt bei "Hellboy" ebenfalls ordentlich etwas zu tun und so präsentiert sich der Ton mit einer teils brachialen Bassgewalt, die das Wohnzimmer unter Umständen zum Beben bringen dürfte. Die Filmmusik unterstützt die Handlung sehr schön und hält sich oft eher im Hintergrund und verhält sich nie aufdringlich.

   
 
Wertung:
  (sehr gut)
       
Gesamtwertung:

"Hellboy"-Fans werden um dieses 3-DVD-Set nicht herumkommen. Bis auf die vier Kurzfilme der Kinfoassung bekommt man die volle Extras-Breitseite, zwei zusätzliche Discs für den Bonus sprechen hier eine deutliche Sprache. Technisch gesehen gibt es das Standard-Paket Plus, nämlich ein immerhin gutes Bild mit sattem Ton. Wann Columbia wieder einmal eine sehr gute Bildqualität abliefern möchte, steht in den Sternen. Da es in Deutschland darüber hinaus auch keine Superbit DVDs gibt, müssen wir uns wohl bis Winter 2005 gedulden. Dann sollen die ersten HDTV Abspielgeräte für HD DVD (und natürlich das von Sony entwickelte Blu Ray) kommen - und mit ihnen hoffentlich auch Spaß am Encoding im Hause Columbia. Der Soundtrack hingegen lässt keine Wünsche offen.

Parallel zum Set mit drei Discs erscheint im Übrigen auch noch eine limitierte Box samt Hellboy-Büste, exklusiv bei Amazon.de.

       
 
Wertung:
  (gut - sehr gut)
  

 
 
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