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Es war einmal in Amerika

Special Edition 2-Disc Set

  

Getestet von Stefan Paulmayer

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 23.07.2003
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 24.07.2003
   
Deutscher Titel: Es war einmal in Amerika
Originaltitel: Once upon a Time in America
Land / Jahr: USA 1984
   
Regie:  Sergio Leone
Darsteller:  Robert De Niro , James Woods , Elizabeth McGovern , Treat Williams , Tuesday Weld , Burt Young , Joe Pesci , Danny Aiello , William Forsythe , James Hayden , Darlanne Fluegel , Larry Rapp , Dutch Miller , Robert Harper , Richard Bright , Gerard Murphy , Amy Ryder , Olga Karlatos , Mario Brega , Ray Dittrich
       
Bildformat: 1,85:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Kommentar (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Italienisch, Dänisch, Finnisch, Isländisch, Norwegisch, Schwedisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: DigiPak
Kapitel: 59
Laufzeit: 221 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Regional Code: Code 2
Layerwechsel bei: 64:52
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer (2x)
Anbieter: Warner Brothers Home Video
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Pioneer VSX-D1011 (THX Select, Dolby Digital EX, DTS-ES)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-EP10 (HDMI)
Blu-ray-Player: Samsung BD-P1000 (via HDMI) und Panasonic DMP-BD50 (via HDMI, PCM 5.1, 1080p24)
TV: Loewe Aventos 3981 ZW (100Hz, 16:9)
Beamer: Sanyo PLV-Z4 (kalibriert auf 6500K, Gamma 2.2)
Lautsprecher: Canton 4 x CT 220, 1 x CT 20 CM, 2 x Plus XL, AS25


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

New York, zur Zeit der Prohibition. Max, Noodles und ihre Freunde verdienen sich bereits als Kinder mit Erpressungen und Schmuggeleien den einen oder anderen Dollar dazu.

Jahre später, Noodles wird nach einer langen Haftstrafe für einen Mord aus dem Gefängnis entlassen, haben es die Freunde von damals unter Max zu einem skrupellosen Gangstersyndikat gebracht. Doch Ehrgeiz und Habgier zerstört die jahrzehntelange Freundschaft, und am Ende steht ein entsetzlicher Verrat...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Das 2-DVD-Set ist mitnichten eine Doppel-DVD, um die reichhaltige Kollektion an Extras unterzubringen, sondern vielmehr um den Film wegen seiner Überlänge von 221 Minuten auf DVDs verteilen zu können.

Angesichts der wirklich extremen Lauflänge des Filmes geht das jedoch in Ordnung - schließlich wollen wir ja die beste Qualität, die möglich ist.

Doch keine Sorge, ganz "extrafrei" ist diese "Special Edition" am Ende ja doch nicht. So gibt es als erstes Zusatzmaterial einen Audiokommentar mit Richard Schickel, einem in den USA sehr bekannten und geschätzten Filmkritiker. Zugegeben: wir haben diesen Kommentar nur angetestet - den Film noch einmal knapp vier Stunden lang mit Kommentar zu verfolgen, wäre einfach zu viel gewesen - aber bereits das kurze Antesten hat gezeigt, dass der Kommentar interessante Informationen, nicht nur über diesen Film, zu bieten hat. Dennoch stellt es wohl für einen Sprecher kein Leichtes dar, einen vierstündigen Film durchgehend spannend zu kommentieren.
Leider hat Warner wieder einmal darauf verzichtet, den Audiokommentar zu untertiteln. Das ist schade, da mit Sicherheit nicht alle am Kommentar Interessierten der englischen Sprache soweit mächtig sind, dem Kommentar zu folgen. Andere Firmen schaffen das doch auch - wieso also nicht Warner...

Das zweite und damit auch schon letzte nennenswerte Bonusmaterial stellt der knapp 20-minütige Auszug aus der Dokumentation "One Upon a Time: Sergio Leone - Ein Einblick in die Entstehung des Films" dar. Dieser Einblick fällt auch durchaus interessant aus - man erfährt viele Dinge über die Entstehung des Films und Sergio Leones Liebe zu seinem Meisterwerk. Neben am Film Beteiligten darf auch Filmemacher Quentin Tarantino seine Ansichten über Sergio Leone und dessen Meisterwerk äußern. Wieso aber lediglich ein "Auszug" aus der Dokumentation seinen Weg auf die DVD gefunden hat, bleibt ein Rätsel. Platz genug wäre jedenfalls auf beiden DVDs gewesen, die nur mit etwa 5,9 bzw. 6,4 GB belegt sind.

Den Rest bildet eine Bildergalerie sowie der Trailer zum Film.

Allzu reichlich fällt die Bonusausstattung also nicht aus - man fast geneigt zu sagen, dass die DVD in diesem Punkt enttäuscht...

   
 
Wertung:  
     (ausreichend - befriedigend)
     
Gestaltung:

Warner-typisch wurde nur das Hauptmenü animiert - und auch dieses nur wenig einfallsreich. Bei der Kapitelanwahl lässt Warner auch hier die Unart nicht, Kapitel zu Blöcken zusammenzuziehen. Bei "Es war einmal in Amerika" werden jeweils drei Kapitel zusammengezogen - so ist der eigentliche Sinn der Kapitelanwahl im Grunde pervertiert, denn z.B. Kapitel sechs kann man durch das Menü nicht erreichen, da man, wenn man den Block mit den Kapiteln vier bis sechs anwählt, bei Kapitel vier landet. Gerade bei einer "Special Edition" hätte man sich schon mehr erwarten können...

Dafür wiederum kann die die Hülle der DVD sehr gut gefallen. Die beiden DVDs stecken in einem stabilen Digipak, wie man ihn bereits von anderen Warner "Special Edition 2 Disc Sets" kennt. Die Gestaltung des Digipaks fällt stimmig aus und passt am Ende doch wieder ganz zum an sich eher langweiligen Menü.

     
 
Wertung:
  (befriedigend)
     
Bildtest:

Man kann von Glück reden, dass ein großer Konzern wie Warner Brothers die Rechte an diesem Meisterwerk erworben hat, denn lange Zeit hatte sich ja auch Laser Paradise um die Rechte bemüht. Wir wollen uns lieber nicht vorstellen, was dann unter Umständen aus dieser DVD geworden wäre. So können aber auch deutsche Fans in den Genuss des aufwendig restaurierten Transfers kommen - und die Restauration ist bis auf kleine Mängel auch wirklich gut gelungen.

Kommen wir zuerst aber zu den positiven Dingen. Da wäre zum Beispiel die für das Alter des Filmes gute Schärfe. Würde man sich bei einem neueren Film über die fehlende Detailzeichnung aufregen, muss man hier das Alter des Materials von knapp 20 Jahren bedenken. So mag das Bild zwar im Hintergrund des Öfteren leicht unscharf wirken, insgesamt geht das Ergebnis aber in Ordnung. Auch der Kontrast leistet bis auf wenige, leicht milchige, Szenen eine wirklich hervorragende Arbeit.

Von den Farben her macht das Bild einen eher zurückhaltenden Eindruck. Die erste Erzählebene, die Jugend der Hauptfiguren, ist in einen hellen Braunton getaucht und hat somit einen recht alten, ja fast vergilbten Look. Die beiden anderen Erzählebenen haben da schon eine deutlich natürlichere Farbwiedergabe zu bieten.

Die angesprochenen Mängel des Transfers sind vor allem im letzten Filmdrittel gehäuft auftretende Drop Outs, Kratzer und Blitzer. Angesichts des Alters sind solcherlei Fehler jedoch nicht wirklich verwunderlich.
Auch das leichte Hintergrundrauschen, das von Zeit zu Zeit auftritt, gehört zu den kleinen Problemchen des Transfers. Zwar könnte man sagen, dass aufrgund des Alters Bildrauschen nicht überraschend ist - das stimmt natürlich, nur bleibt eben die Tatsache, dass man schon ältere Filme mit besserem Rauschverhalten gesehen hat.

Wie auch immer, der Transfer macht insgesamt einen fabelhaften Eindruck, vor allem wenn man sich die schwierige Historie des Filmes mitsamt seinen zahlreichen Schnittfassungen vor Augen hält. Immerhin wird der Film in den USA auf DVD zum ersten mal in seiner ungeschnittenen Originalfassung präsentiert.

Ein großes Ärgernis darf und soll man bei aller Freude jedoch nicht verschweigen - die Pause zwischen DVD 1 und DVD 2, auch Intermission genannt, wurde miserabelst gesetzt. Erstens hielt man sich nicht an die im Kino gesetzte Pause - was ja an sich noch kein wirklich großes Problem wäre - und zweitens hat man dann vergessen, auf DVD 2 nach 39 Minuten Laufzeit die etwa 15-sekündige Texttafel mit den Riesen-Lettern "INTERMISSION" herauszuschneiden. So wird der Film mir nichts, dir nichts unterbrochen. Über den Daum gerechnet hätten die 39 Minuten noch auf die erste DVD passen müssen - doch selbst wenn es sich wirklich nicht ausgegangen wäre, hätte man die Texttafel auf DVD 2 herausschneiden müssen.

     
Wertung:
   (gut)
   
Tontest:

Für die DVD-Veröffentlichung wurde extra eine neue Synchronisation angefertigt - einerseits sicherlich, um auch den deutschen Ton in 5.1-Ton präsentieren zu können, zum anderen, um Sprecher auszutauschen und diese durch die heute altbekannten Sprecher - z.B. Christian Brückner, die mittlerweile Standard-Stimme von Robert DeNiro - zu ersetzen. Ganz zufrieden stellen kann das Ergebnis aber nicht - so ist es zwar schön, Robert DeNiro jetzt mit "seiner" Stimme zu hören, dass aber z.B. Joe Pesci nicht seine Standard-Stimme bekommen hat, enttäuscht.
Die neue Synchronisation ist zwar weit entfernt davon, schlecht zu sein, aber neben der nicht immer geglückten Sprecher-Wahl fallen auch teilweise Veränderungen im Dialog gegenüber dem englischen Original auf. Da wir die Originalsynchronisation nicht kennen bzw. uns nicht mehr an sie erinnern können, ist es schwer zu sagen, ob die neue Synchronisation nach neuen Drehbüchern verfasst wurde oder ob die ursprüngliche Synchronisation als "Buch" gedient hat. Wir nehmen aber eher zweiteres an...

Trotz Neu-Synchro merkt man dem Ton das Alter natürlich an. Die Tonkulisse ist stark auf die Front fixiert, die insgesamt nur wenig Unterstützung durch die Rear-Speaker erfährt. Ab und an werden die Rückkanäle durch dezente Ummgebungsgeräusche integriert - die meiste Zeit über herrscht aber Schweigen "von hinten". In der englischen Fassung ist der Ton sogar noch frontlastiger als in der deutschen Spur. Überhaupt klingt der deutsche Dolby-Track technisch besser als das englische Original.

   
 
Wertung:
  (befriedigend)
       
Gesamtwertung:

Trotz der aufgrund der Bedeutung dieses Filmes nicht angemessenen Bonusausstattung hat Warner mit diesem Doppel-DVD-Set eine ganz große Leistung abgeliefert. Lange musste man warten und zittern, ob dieses Meisterwerk überhaupt auf DVD erscheinen würde. Dann gab es Gerüchte, dass Warner die Rechte erworben hätte und bereits an einer DVD-Umsetzung arbeiten würde. Aber: es gab lange nichts Offizielles...

Nun gibt es sie also, die DVD, auf die viele, viele Filmfans Jahre gewartet haben. Und im Großen und Ganzen werden diese Fans auch zufrieden gestellt. Die Bildqualität ist für das Alter in der Tat sehr gut gelungen und auch der Ton ist durchaus annehmbar.

Aufgrund des ausgezeichneten Filmes gehört diese DVD in jede Sammlung, die an sich den Anspruch stellt, auch nur die halbwegs größten Filme aller Zeiten zu beinhalten.

       
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
  

 
 
Der Standpunkt - das denken unsere Redakteure über diesen Film:

Stefan Paulmayer
 

 

Sergio Leones letzter Film lässt sich wohl tatsächlich am besten mit dem Begriff "Meisterwerk" bezeichnen. Leone erzählt in seinem fast vierstündigen Epos im Grunde die Lebensgeschichte von zwei Freunden, zwei Kriminellen - zwei starken Persönlichkeiten, die beide Nummer eins sein möchten. Zwei Persönlichkeiten, die Autorität ausstrahlen (möchten) und daher im Laufe ihres Lebens aneinander geraten (müssen)...

Nachdem der eine nach jahrzehntelanger Haftstrafe wegen Mordes aus dem Gefängnis entlassen wird, hat der andere es weit gebracht - zum aufstrebenden, heimlichen Verbrecherkönig des New York im Zeitalter der Prohibition, der immer mehr versucht, auch Einfluss auf die Politik zu nehmen. Und hier fangen die Probleme schon an...

Leone arbeitet geschickt mit drei Erzählebenen. Ebene eins betrachtet die Jugend der Freunde bis zur Inhaftierung von Noodles. Ebene zwei setzt gleich nach dessen Haftentlassung ein und Ebene drei spielt gute 30 Jahre später, im New York des Jahres 1968. Das Besondere an "Es war einmal in Amerika" ist nun, dass die Ebenen nicht unbedingt chronologisch einander gereiht werden, sondern dass sie mit Hilfe von Rückblenden geschickt miteinander verwoben werden.

Immer im Mittelpunkt stehen Max und Noodles, die beiden oben erwähnten Freunde - beide hervorragend verkörpert; der eine durch Robert DeNiro, der andere durch James Woods in seinen besseren Tagen. Aber auch der restliche Cast besteht durchgehend aus bekannten und großen Gesichtern - Danny Aiello, Darlanne Fluegel, William Forsythe und Joe Pesci sind nur einige der großartig besetzten Nebenfiguren.

"Es war einmal in Amerika" gehört zu jenen Filmen, die man zumindest einmal gesehen haben muss - allerdings nur in der auf dieser DVD vorliegenden 221-minütigen Langfassung.

 

Wertung:

(sehr gut)

 
 
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